Kinder- und Jugendprojekt

Gemeinschaftsgarten Tremonia

Laufzeit  Start 2019

Aktionsfeld  Urban Gardening & Farming

Förderung  Bezirksvertretung Innenstadt-West

Leitung  Christoph Richard

Kontakt  c.richard@dieurbanisten.de

Das Unionviertel hat neben dem Westpark noch ein weiteres Naherholungsgebiet, den Tremoniapark. Ergänzend zu den Freizeitangeboten, die ein öffentlicher Park bietet, wollten wir im Frühjahr 2019 in Zusammenarbeit mit der Nachbarschaft, an der Kreuzung des Tremoniabogens und dem Leierweg, die den Park nach Süden hin zur Schnettkerbrücke abgrenzen, ein Gemeinschaftsgartenprojekt verwirklichen. Dazu haben wir an dem genannten Ort ca. 250qm Grabeland von der Stadt Dortmund gepachtet. Hier sollte den Teilnehmenden die Möglichkeit gegeben werden, ihr eigenes Beet anzulegen, selber Gemüse wachsen zu lassen und zu ernten.

In Zusammenarbeit mit der Anwohnerschaft sollten circa 30 kleinere Hochbeete aus Holz errichtet werden. An Terminen im Gartenjahr hätte es kurze Workshops und Seminare zu diversen Themen im Bereich Gartenbau gegeben, bspw. zu den Themen fachgerechtes Errichten von Hochbeeten und einer Wasserversorgung ohne die Verwendung von Trinkwasser, z.B. zum Thema Kompostwirtschaft, Stoffkreisläufe, Bodenökologie etc.  Die fachliche Anleitung hätte dabei durch einen in Praxis und Theorie erfahrenen Gartenbauingenieur Christoph Richard übernommen werden.

Der Gemeinschaftsgarten sollte die bislang verwilderte Straßenecke Tremoniabogen/Leierweg in Hinblick auf Aufenthaltsqualität und Nachbarschaftsgemeinschaftsbildung gestalten und die Identifikation mit dem näheren persönlichen Lebensumfeld stärken. Durch die Initiative sollten TeilnehmerInnen ihre Kompetenz und Motivation gesunde Lebensmittel selbst herzustellen ausbauen. Davon abgesehen sollte der Gemeinschaftsgarten die zwischenmenschliche Begegnung vor Ort vereinfachen und als Erweiterung der gärtnerischen Freizeitgestaltungsmöglichkeiten im Tremoniapark verstanden werden.

Leider ist das Projekt bereits im Sommer 2019 trotz toller Unterstützung der Stadt Dortmund und der Bezirlsvertretung Innenstadt-West gescheitert. Die Gründe beziehen sich auf Dritte, die wir hier nicht nennen wollen. Den Pachtvertrag haben wir im Herbst 2019 gekündigt und suchen seitdem einen neun Ort, an dem wir den Aufbau eines Nachbarschaftgartens unterstützen können. Wir sind auch schon in Gesprächen zu konkreten Projekten und hoffen, bereits im Frühjahr 2020 ein Grundstück gestalten zu können.

Kommentare

2 Kommentare

  1. Emma

    Einen Gemeinschaftsgarten wollte ich mit meiner Freundin auch. Allerdings hatten wir unterschiedliche Vorstellungen. Dadurch sind wir leider aneinander geraten. Sie mag Zierpflanzen, ich liebe Nutzpflanzen. Wir haben uns nun darauf geeinigt, dass wir die Nutzpflanzen im Garten verteilen als wären es Zierpflanzen. Über ein Hochbeet haben wir uns auch schon unterhalten.

    Antworten
  2. Stefan Eisenhut

    Tolle Sache, es ist gut das Flächen die brach liegen nicht zuzementiert oder luxussaniert werden, wie hier in der Rhein Main Ebene.
    Urban Gardening und Aquaponic ist eine Alternative um Bestände zu schonen, Transportketten abzukürzen bzw. zu minimieren, den Menschen qualitiv bessere Nahrung anstatt Massenproduktion aus der industrialisierten Erzeugerwirtschaft der monopolisierten Multikonzerne zu geben, Verpackungsmaterial einzusparen und den Bezug zur Natur in der Stadt zu verfestigen im Sinne von Lebensqualität und fortschrittlichen Zusammenleben.
    Ich hoffe das im Pott gelingt, was in der Rhein Main Ebene unmöglich ist.

    Mit freundlichen Grüßen
    Stefan Eisenhut

    Antworten

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