Projekt

TRASH UP! Das SOMMERFESTIVAL 2023 im Dortmunder Unionviertel

 

Laufzeit: August 2022 – Dezember 2023

Finanzierung: Eine Förderung des Projekts (Laufzeit 2022-2023) erfolgt durch das Programm „Kreativ.Quartiere Ruhr“ durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westphalen (MKW NRW) und wird umgesetzt von der ecce – european centre for creative economy GmbH. Drittmittel kommen von der Bezirksvertretung Dortmund Innenstadt-West.

Team: Kevin Polk, Annette Bathen, Florian Artmann, Svenja Noltemeyer, Clara Polak, Philip Selent

Wir planen ein eintägiges Nachhaltigkeitsfestival, an dem Stadt- und Kulturgestalter:innen, Kreative und verschiedene Initiativen, Organisationen und Unternehmen aus dem Unionviertel kollaborativ mitwirken können. Ziel ist es, Menschen im Unionviertel wieder zusammenzubringen und bereits vorhandene Strukturen des Quartierquartiers zu (re-)aktivieren. In Fortführung der Nachhaltigkeitsmesse Trash up!, die wir seit 2016 in Kooperation mit dem Depot veranstalten, verbinden wir dabei unser Veranstaltungsknowhow mit dem aktiven Akteursnetzwerk im Dortmunder Westen, um das Kreativ.Quartier Unionviertel zu stärken.

Im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 wurde das Stadtumbaugebiet Rheinische Straße als Kreativ.Quartier Unionviertel ausgerufen. Investitionen der öffentlichen Hand schufen einen neuen lebenswerten westlichen Zugang zur Innenstadt, der durch das Eingangstor Dortmunder U gekrönt wird. Am Ende der Rheinischen Straße – westlich der Dorstfelder Brücke im Unterbezirk Union, der durch ein großes ehemaliges Stahlwerk geprägt ist – sah man jedoch nichts mehr von den Zukunftsinvestitionen. Rund um den Union Gewerbehof für umwelt- und sozialverträgliche Techniken – in den 1980ern durch die späteren Nutzer:innen entstanden – blieb städtebaulich alles beim Alten, was kreative Energie freisetzte.

Hier entwickelten sich in Tradition selbstverwalteter Strukturen neue Netzwerke und Projekte, um Stadtentwicklung selbst zu betreiben. Die Neue Kolonie West organisierte gemeinsame Events und öffnete die teilweise unbekannten Räume der Kreativen. Der Rheinische Straßen e.V. bildete eine Bürgerversammlung, die den Stadtumbau aus Sicht der Menschen vor Ort aktiv begleitete. Dazu gehörte auch die AG Zwischennutzung. Die Unionviertelzeitung entstand als Informationsblatt aus dem Quartier für das Quartier. Die Stadtteilgenossenschaft InWest wurde gegründet und förderte die kreative Nutzung von Leerstand und die Unterstützung vieler Gründer:innen. Die Stadtteilseite unionviertel.de bildete die Vielfalt und Lebendigkeit auch im digitalen Raum ab. Jede:r kannte jeden. Beim Straßenfest am Adlerstern kamen alle zusammen. Die runden Tische sorgten für zusätzliche Vernetzung in die Strukturen der Kunst- und Wirtschaftsförderung. Dann schlief alles ein….

Heute sind die Akteur:innen mal mehr, mal weniger vernetzt. Es gibt seit Jahren – auch coronabedingt – keine Veranstaltungen oder Austauschrunden mehr, in denen das gesamte aktive Unionviertel mitwirkt. Emailverteiler sind veraltet, Internetseiten nicht aktualisiert, gemeinsame Veranstaltungen nicht in Sicht. Das wollen wir ändern. Mit kleiner finanzieller Unterstützung planen wir deshalb eine Netzwerkoffensive, die in einem kleinen kollaborativ gestalteten Festival mündet, reaktivieren die vorhandenen Strukturen im Quartier und binden weitere Akteur:innen ein, wie beispielsweise die Stabsstelle Kreativquartiere Dortmund oder den Emscherkunstweg.