Vereinssatzung

die Urbanisten e.V.
VR 6489 – Amtsgericht Dortmund
Dortmund, der 02.07.2014

§ 1 Name, Sitz, Eintragung Geschäftsjahr

  1. Der Verein trägt den Namen „die Urbanisten“.
  2. Der Verein hat seinen Sitz in Dortmund. Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden. Nach der Eintragung führt er zu seinem Namen den Zusatz „e.V.“.
  3. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Vereinszweck

  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung (§§51 ff.) in der jeweils gültigen Fassung.
  2. Zweck des Vereins ist die Förderung von Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur und Wissenschaft und Forschung, für eine gemeinschaftsfördernden und kulturstiftende Stärkung lokaler Ressourcen und Potentiale.
  3. Die kulturstiftende Gestaltung urbaner Lebensräume ermöglich eine nachhaltigen Verbesserung des Dialogs zwischen Mensch, Kultur und Umwelt. Besonders für anonyme, ungestaltete oder vernachlässigt wirkende Orte fördert der Verein lokale Potentiale und gestaltet sowie belebt diese Bereiche mit den Menschen vor Ort. Speziell dafür entwickelt der Verein individuelle Konzepte, unterstützt die bestehen­den kulturellen und sozialen Ressourcen und vernetzt darüber hinaus aktiv die regionale, nationale und internationale Öffentlichkeit.
  4. Der Verein konzipiert, organisiert und begleitet vielfältige Kulturveranstaltungen, mobilisiert ansässige Menschen, Institutionen und Unternehmen und stärkt eine verantwortliche und gemeinschaftsfördernde Gestaltung öffentlicher Lebensräume.

§ 3 Verwirklichung des Satzungszwecks

Dieser Zweck wird insbesondere in folgenden Bereichen verwirklicht:

  1. Entwicklung, Vernetzung, Kommunikation
    • Entwicklung, Organisation und Durchführung von Kulturprojekten zur Belebung, Aktivierung und nachhaltiger Gestaltung lokaler Lebensräume
    • Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation der Vereins- und Projektarbeit
    • Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung und Schaffung gemeinnütziger kreativer Freiräume
    • Aufbau eines Social Networks zur Vernetzung, Mobilisierung und Aktivierung von Projektpart­nern, Teilnehmern und weiteren Nutzern
  2. Bildung und Erziehung
    • Kunst- und kulturpädagogische Angebote für lokale Zielgruppen
    • Veranstaltung von kultur- und gemeinschaftsfördernden Projekten und Angeboten in den Berei­chen Kunst-, Theater-, Erlebnis- und Umweltpädagogik
    • Organisation von Vorträgen, Diskussionen, Fortbildungen und Workshops
  3. Kunst- und Kultur und Teilhabe
    • Förderung und Organisation von Kunst und Kulturveranstaltungen mit Ausstellungen, Events, Thementagen und Aktionen
    • Förderung von bestehenden Kunst- und Kulturformen und deren verstärkte Integration in den öffentlichen Raum (z.B. darstellende Kunst, Bildhauerei, Illumination, Wandgestaltung, Malerei, Design, Szenografie, Architektur, Umweltbildung, Gartenlandschaftsbau, Graffiti, Theater & Perfor­mance, Musik, Klangkunst)

§ 4 Selbstlosigkeit

  1. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
  2. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsmäße Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder des Ver­eins dürfen in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins erhalten.
  3. Die Mitglieder dürfen bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins keine Anteile des Vereinsvermögens erhalten.
  4. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhält­nismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 5 Mitgliedschaft

  1. a) Ordentliches Mitglied des Vereins kann jede natürliche Person werden, die dessen Ziele unterstützt.
    b) Natürliche oder juristische Personen können Fördermitglieder werden. Mit der Fördermitgliedschaft ist eine jährliche Beitragszahlung verbunden. Fördermitglieder haben keinen Anspruch auf Leistungen des Vereins und besitzen kein Antrags- und Stimmrecht.
  2. Über den Antrag auf Aufnahme in den Verein entscheidet der Vorstand. Der Antrag auf Aufnahme ist schriftlich beim Vorstand zu stellen.
  3. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod.
  4. Der Austritt eines Mitgliedes ist jeder Zeit möglich. Er erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand.
  5. Wenn ein Mitglied gegen die Ziele und Interessen des Vereins schwer verstoßen hat oder trotz Mahnung mit dem Beitrag für 3 Monate im Rückstand bleibt, so kann es durch den Vorstand mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen werden.
  6. Dem Mitglied muss vor der Beschlussfassung Gelegenheit zur Rechtfertigung bzw. Stellungnahme gegeben werden.

§ 6 Beiträge

Die Mitglieder zahlen Beiträge nach Maßgabe eines Beschlusses der Mitgliederversammlung. Zur Festlegung der Beitragshöhe und -fälligkeit ist eine einfache Mehrheit der in der Mitgliederversammlung anwesenden stimmberechtigten Vereinsmitglieder erforderlich.

§ 7 Organe des Vereins

Organe des Vereins sind
a) der Vorstand
b) die Mitgliederversammlung

§ 8 Der Vorstand

  1. Der Vorstand besteht aus vier Mitgliedern, die zugleich den Vorstand gem. § 26 BGB bilden. Er vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Je zwei Vorstandsmitglieder sind gemeinsam vertretungsberechtigt.
  2. Der Vorstand ist berechtigt, sich eine Geschäftsordnung zu geben.

§ 9 Wahl des Vorstands

  1. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von 2 Jahren gewählt.
  2. Scheidet ein Vorstandsmitglied während der Amtsdauer aus, so ist der verbleibende Vorstand befugt, bis zur Beendung des Geschäftsjahres eine/n Nachfolger/in einzusetzen.
  3. Der Vorstand hat unverzüglich eine Mitgliederversammlung einzuberufen, wenn das Vereinsinteresse es erfordert oder wenn mindestens 20% der Vereinsmitglieder die Einberufung schriftlich und unter Angabe des Zwecks und der Gründe verlangen.

§ 10 Aufgaben des Vorstands

Dem Vorstand obliegt die Führung der laufenden Geschäfte des Vereins, die Ausführung der Vereinsbeschlüsse, die Verwaltung des Vereinsvermögens und die Einberufung der Mitgliederversammlung. Der Vorstand kann für die Geschäfte der laufenden Verwaltung einen Geschäftsführer bestellen. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.

§ 11 Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung besteht aus den anwesenden, stimmberechtigten Mitgliedern des Ver­eins.
  2. Die Mitgliederversammlung ist mindestens einmal jährlich einzuberufen.
  3. Die Einberufung der Mitgliederversammlung erfolgt schriftlich (postalisch oder per Email) durch den Vorstand unter Wahrung einer Einladungsfrist von mindestens 2 Wochen.
  4. Die Mitgliederversammlung als das oberste beschlussfassende Vereinsorgan ist grundsätzlich für alle Aufgaben des Vereins zuständig, sofern bestimmte Aufgaben gemäß dieser Satzung nicht einem anderen Vereinsorgan übertragen wurden. Ihr sind insbesondere die Jahresrechnung und der Jahres­bericht zur Beschlussfassung über die Genehmigung und die Entlastung des Vorstandes schriftlich vorzulegen.
  5. Die Mitgliederversammlung entscheidet z.B. auch über
    • Gebührenbefreiungen bzw. Gebührenermäßigung,
    • Aufgaben des Vereins,
    • Mitgliedsbeiträge,
    • Satzungsänderungen,
    • die Entgegennahme der Jahresberichte und des Kassenberichts sowie die
    • Entlastung des Vorstands und
    • Auflösung des Vereins.
  6. Jede satzungsmäßig einberufene Mitgliederversammlung wird als beschlussfähig anerkannt, wenn fünfzig Prozent der Vereinsmitglieder anwesend sind. Jedes Mitglied hat eine Stimme.
  7. Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.

§ 12 Satzungsänderung

Für Satzungsänderungen ist eine 3/4-Mehrheit der anwesenden Vereinsmitglieder erforderlich.

§ 13 Protokollierung von Beschlüssen

In der Mitgliederversammlung gefasste Beschlüsse sind schriftlich niederzulegen und vom Vorstand zu unterzeichnen.

§ 14 Auflösung des Vereins und Vermögensbindung

  1. Für den Beschluss, den Verein aufzulösen, ist eine 3/4-Mehrheit der in der Mitgliederversammlung anwesenden Mitglieder erforderlich.
  2. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an den gemeinnützigen Verein „Labor für sensorische Annehmlichkeiten e.V.“, der es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.
  3. Der Vorstand ist Liquidator und hat die Auflösung beim Vereinsregister beim Amtsgericht Dortmund anzumelden.
  4. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vereinsvermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden.