Hansaponik
Fragen zur Location?
Mitten im industriellen Erbe der Kokerei Hansa wächst ein Stück Zukunft: Im Aquaponikgewächshaus wird eindrucksvoll gezeigt, wie Fischzucht und Pflanzenanbau in einem geschlossenen Kreislaufsystem zusammenwirken. Dort, wo früher harte Industriearbeit den Alltag bestimmte, entsteht heute ein lebendiger Ort für nachhaltige Produktion und Forschung.
Mit der offiziellen Eröffnung im Juni 2023 begann eine neue Ära auf dem Gelände. Zukünftig soll hier nicht nur die Technologie weiterentwickelt, sondern auch erprobt werden, wie wirtschaftlich tragfähige Betriebsmodelle aussehen können – etwa durch das „Mitmachbeet“-Konzept, bei dem Pflanzparzellen der Anlage im Rahmen des Forschungsprojekts EuRipidEs kostenlos zur Verfügung stehen. Weitere Informationen unter https://www.hansaponik.de
Im Rahmen unserer Führungen erläutern wir die Grundlagen der Aquaponik, ordnen das Thema in die globalen Herausforderungen wie Klimawandel sowie Wasser- und Ressourcenknappheit ein und geben Einblicke in die Fragestellungen, die wir in unserer Forschungsanlage untersuchen. Die Besichtigung ermöglicht so einen spannenden Ausblick auf mögliche Formen der Landwirtschaft von morgen.
Übersicht
Kokerei Hansa, Emscherallee 11, 44369 Dortmund
Gesamtfläche: 400 qm
Was ist die Hansaponik, und wie ist sie entstanden?
Die Anlage wurde 2023 als Forschungs- und Demonstrationsstandort aufgebaut und verbindet wissenschaftliche Arbeit mit praktischer Anwendung. Ihre Wurzeln hat sie im europäischen Forschungsprojekt proGIreg, in dem naturbasierte Lösungen für urbane Räume erprobt wurden. Seit Oktober 2025 ist die Hansaponik im Rahmen des Projekts EuRipidEs vom Testbetrieb in die Produktionsphase übergegangen.
Was ist Aquaponik?
Aquaponik verbindet Fischzucht und Pflanzenanbau in einem geschlossenen Wasserkreislauf. Die Fische produzieren natürliche Abfallstoffe im Wasser, die von speziellen Bakterien in Nährstoffe umgewandelt werden, welche die Pflanzen für ihr Wachstum nutzen. Die Pflanzen reinigen dabei gleichzeitig das Wasser, das anschließend zurück zu den Fischen fließt.
Warum betreibt man Landwirtschaft auf einer ehemaligen Kokerei?
Es geht um die Erforschung neuer Möglichkeiten für die urbane Landwirtschaft, insbesondere im Ruhrgebiet, wo es viele solcher Flächen gibt. Aquaponik eignet sich für solche Standorte, weil sie keine fruchtbaren Böden braucht – die Pflanzen wachsen nicht im Erdreich, sondern im Wasser in einem weitgehend geschlossenen Kreislauf. Trotzdem mussten beim Bau der Anlage weitreichende Maßnahmen getroffen werden, um mögliche Belastungen mit Umweltgiften auszuschließen. Für den Betrieb wurde ein HACCP-Konzept entwickelt. HACCP steht für „Hazard Analysis and Critical Control Points“ (Gefahrenanalyse und kritische Kontrollpunkte) und ist ein systematischer Ansatz zur Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit. Die erzeugten Produkte werden außerdem regelmäßig auf Schadstoffe getestet.
Wer betreibt die Hansaponik?
Eigentümer der Anlage ist der Fachbereich Agrarwirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen, betrieben wird sie zusammen von uns und der FH.
Kann ich die Anlage besichtigen?
Die Anlage kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Leider können wir im Regelfall keine kostenlosen Führungen anbieten. Eine Anfrage kann über das Portal HERE2CREATE gestellt werden.
Was sind die Mitmachbeete, und wie kann ich teilnehmen?
Wer selbst Gemüse anbauen möchte, aber keinen Garten oder wenig Zeit für Pflege und Bewässerung hat, kann eine eigene Parzelle in den Hansaponik-Gewächshäusern bewirtschaften. Die Teilnahme am Mitmachbeet-Konzept ist im Jahr 2026 kostenlos. Die Plätze sind begrenzt verfügbar. Weitere Infos gibt es auf hansagruen.de











