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Frühlingsfest im Unionviertel: Offene Werkstatt & Beteiligung für’s Viertel

Das Frühlingsfest auf dem Union Gewerbehof war unsere erste öffentliche Beteiligung für unser Reallabor „Bunte Insel“ im Rahmen des Projekts STARTUP. Bei strahlendem Sonnenschein haben wir die Türen unserer Offenen Werkstatt aufgesperrt, Besucher*innen gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Team durch die Räume geführt und Fragen beantwortet. Viele Menschen wollten wissen, wie sie die Räume nutzen können und was das Ganze eigentlich ist. Wir haben erzählt, gezeigt und vor allem zugehört.

Dabei wurde schnell deutlich, wo die Bedarfe liegen: Besonders viel Interesse gab es für eine Erweiterung um eine Fahrradwerkstatt, für Elektro- und Repair-Angebote sowie für textiles Arbeiten. Das sind Hinweise, die wir ernst nehmen und die zeigen, wie vielfältig die Vorstellungen davon sind, was eine Offene Werkstatt leisten kann.

Genau das ist eines der Ziele des Reallabors: die Werkstatt weiterzuentwickeln und für neue Themen zu öffnen. Dabei geht es uns um mehr als ein erweitertes Angebot. Wir verstehen die Werkstatt als einen Ort, der ins Quartier wirkt und umgekehrt. Die Menschen, die hier leben und arbeiten, sollen nicht nur Nutzer*innen sein, sondern die Werkstatt mitformen: mit ihren Ideen, Fähigkeiten und Bedarfen. Die Werkstatt gehört zum Viertel.

Besonders gefreut hat uns, dass sich viele Menschen nicht nur als Nutzer*innen vorstellen können, sondern selbst Teil des ehrenamtlichen Teams werden wollen. Das ist genau das, worum es bei der Bunten Insel geht: nicht konsumieren, sondern mitgestalten. Für alle Interessierten werden wir bald einen Onboarding-Termin anbieten. Mehr dazu folgt in Kürze.

Die Beteiligungsaktion: erste Stimmen aus dem Viertel

Parallel zur Werkstattführung haben wir unsere erste Beteiligungsaktion für die Bunte Insel durchgeführt. Mit Fragen zu Grün, Kultur, Zusammenkommen und Stadtgestalt wollten wir herausfinden, was die Menschen, die hier leben und arbeiten, bewegt.

Ein erstes, ehrliches Ergebnis: Viele unserer Gesprächspartner*innen kamen aus anderen Vierteln und waren gezielt zum Frühlingsfest angereist. Einige arbeiten im Quartier, aber nur wenige kommen direkt aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Das ist eine wichtige Erkenntnis und gleichzeitig eine Aufgabe für die nächsten Monate. Die Menschen, die direkt hier leben, müssen wir noch aktiver aufsuchen und einladen.

Trotzdem haben wir erste klare Signale gehört: Was viele vermissen, ist Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, also Orte, an denen man einfach mal sitzen, ankommen, bleiben kann. Dazu kommt das Thema Müll, das viele stört und das Bild des Viertels belastet. Was hingegen geschätzt wird: die Street Art, die dem Quartier Charakter und Farbe gibt.

Wie geht es weiter?

Das Frühlingsfest war ein Anfang. Wir haben Menschen kennengelernt, Bedarfe gehört und festgestellt, wen wir als nächstes gezielt ansprechen müssen.

In den kommenden Monaten werden wir die Werkstatt weiter öffnen, das ehrenamtliche Team aufbauen und die Beteiligung tiefer ins Quartier tragen. Die Bunte Insel wächst.

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