Urbanisten Logo

Jugend belebt Leerstand

Stadtentwicklung gemeinsam denken
Du hast

Fragen zum Projekt?

  • Leistungsfelder: Forschung & Zukunftsexperimente, Handwerk, Raumdesign & DIY, Künstlerische Gestaltung & Urban Art, Stadtgrün & Umweltbildung, Transformation & Teilhabe
  • Im Rahmen des Modellvorhabens „Jugend belebt Leerstand“, im Forschungsprogramm „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt), des Bundesministeriums für Verkehrs, Bau und
    Stadtentwicklung (BMVBS) und des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) entwickelte das Jugendamt der Stadt Dortmund, Bereich Kinder- und Jugendförderung zusammen mit Stadtplanungs- und Bauordnungsamt das Projekt „Jugend checkt Leerstand“. Das Projekt „Jugend checkt Leerstand“ war ein Beteiligungsprojekt für Jugendliche zur Gestaltung von Kreativräumen im Stadtumbaugebiet „Rheinische Straße“. Das Projekt wurde im Zeitraum August bis Dezember 2011 durchgeführt.

    Download Projektmappe als PDF

    Projektziele
    Das Projekt hatte zum Ziel, diese verschiedenen Potenziale gemeinsam mit Jugendlichen zu entdecken, zu entwickeln und sie dabei zu unterstützen, Ansprüche an Räume in der Stadt, in denen die Kreativität Jugendlicher stattfinden kann zu formulieren. Zusammen mit Akteuren der kreativen Szene haben interessierte Jugendliche im Projekt „Jugend checkt Leerstand“, verschiedene Kunst- und Ausdrucksmöglichkeiten kennengelernt und ausprobiert. Darüber hinaus haben sie gelernt, ungenutzte Räume im Stadtquartier für sich zu entdecken und eigene kreative Nutzungsideen für Leerstände zu entwickeln.

    Viele Kreative und Künstler/innen aus dem Quartier Rheinische Straße, wie z.B. „Die Urbanisten e.V.“ und die „Neue Kolonie West“, hatten im Vorfeld der Projektentwicklung ihre Unterstützung angeboten und den Jugendlichen Einblicke in die Bereiche Musik und Ton, Theater, bildende und gestaltende Kunst, Film oder Grafik gegeben. Darüber hinaus erhielten sie viele Einblicke in die kreative Szene und konnten Kunst selbst erleben und gestalten. Als Projektergebnis entstand ein kreatives Nutzungskonzept für einen bestimmten ungenutzten Raum (Blaues Haus). Für ihren Einsatz und ihre Tätigkeit als LeerstandsChecker wurde den Jugendlichen zum Abschluss des Projektes ein Zertifikat verliehen.

    Das Projekt „Jugend checkt Leerstand!“ war das Dortmunder Modellprojekt im Forschungsfeld „Jugendliche im Stadtquartier“ des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Vornehmlich hatte das Projekt die gleichberechtigte Einbindung von Jugendlichen in planerische und formelle Prozesse des Stadtumbaus zum Ziel. Speziell gesehen zielte das Projekt „Jugend checkt Leerstand!“ auf die Aktivierung und Nutzung geeigneter Leerstandsobjekte durch Jugendliche im Dortmunder Stadtquartier Rheinische Straße. Die Projektstrategie sah vor, dass sich Jugendliche über verschiedene Qualifizierungen zu eigenständigen Akteuren in der Quartiersentwicklung entwickeln. Starke Impulse dazu wurden in den Potenzialen der Kreativwirtschaft an der Rheinischen Straße gesehen.
    Das Projekt hat zum Abschluss Handlungsempfehlungen für die Übertragung des Konzepts „LeerstandsChecker“ auf weitere Dortmunder Stadtteile und Stadtentwicklungskontexte formuliert. Das Modellprojekt wurde aus Fördermitteln des BBSR finanziert und ergänzte als Teilprojekt die Maßnahmen des Stadtumbaus an der Rheinischen Straße.

    Projektverlauf
    Das Projekt „Jugend checkt Leerstand“ startete nach seiner Akquisephase (August 2011) am 17.09.2011 mit einem „Kickoff-Termin“ im Union Gewerbehof, an der Huckarder Straße 10-12.
    An dem Kreativtag haben sich Jugendliche zwischen 15 und 21 Jahren und Akteure im Rahmen von kleineren künstlerischen Aktionen kennengelernt. Die Jugendlichen wurden über Luftbilder,Theater, Symbole, Radiointerviews und Stadtexkursionen im Stadtumbaugebiet Rheinische Straße an das Thema Leerstand herangeführt. In der Folge bildete sich eine Gruppe Jugendlicher, die in
    den folgenden Monaten als „LeerstandsChecker“ qualifiziert wurden. Ihre Aufgabe war es, das Stadtumbaugebiet Rheinische Straße auf Leerstände hin zu erkunden, die zur Nutzung durch Ju-
    gendliche geeignet wären.

    Kreativworkshops
    Darüber hinaus wurden offene Kreativangebote für Jugendliche im blauen Haus an der Rheinischen Str. 146 angeboten. Es gab Treffen mit Künstlern, Austauschtreffen mit den LeerstandsChe-
    ckern, Kunst- und Designworkshops und Kooperationsveranstaltungen im Stadtbezirk. Diese Projekttage wurden stark nachgefragt. Höhepunkt der Kreativangebote war eine vierwöchige Work-
    shopsession vom 21. Oktober bis 25. November 2011 mit Workshops in den unterschiedlichen Kreativbereichen. Video, Malerei, Design, Graffiti, Theater, Modellbau, Trickfilm und Poetry-Slam. Zur Halbzeit des Workshopmarathons gab es eine kleine Zwischenpräsentation unter dem Titel: „Check den gefüllten Leerstand“, präsentierten die Jugendlichen aus den Kreativworkshops der Öffentlichkeit in einer alten Schreinerei (Leerstand) eine Miniausstellung mit ihren Exponaten, Bildern und Filmen. Auch die Ergebnisse der „LeerstandsChecker“ wurden in dieser Zwischenausstellung präsentiert. Die Ausstellung wurde mit großem Interesse in der Öffentlichkeit aufgenommen. Jugendliche Besucher konnten für das Projekt interessiert werden.

    Warm Up – „LeerstandsChecker“
    Die „LeerstandsChecker“ haben sich zu einer festen Gruppe entwickelt, die sich regelmäßig einmal pro Woche getroffen hat. Auftakt für ihre Arbeit war ein spezielles „CheckerTraining“, das parallel zu den Kreativangeboten als eigener Workshop durchgeführt wurde. Ziel des „CheckerTrainings“ war es, den Jugendlichen Handwerkszeug für ihre Aufgabe als LeerstandsChecker mit auf den Weg zu geben. Inhalt des „CheckerTrainings“ war u.a. die Besichtigung und Bewertung von Leerständen (JugendTÜV), das CheckerSpiel, ein Aktions- und Wissensspiel zum The-
    ma Leerstand und Projektmanagement und verschiedene Aktionsfelder, wie Projektmanagement, Rechte & Finanzen, Konfliktmanagement, Umweltfreundliches Wohnen, Stadtentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit.

    Leerstand ist: „Ein Gebäude sehen und eine Idee haben!“
    Das Projekt „Jugend checkt Leerstand“ endete mit einer Ausstellung im Dortmunder U-Turm, U2 – Kulturelle Bildung. Die Ausstellung eröffnete am Dienstag, den 13.12.2012 und präsentierte über drei Tage alle Produkte, Ideen, Konzepte und die „kreativen Ergebnisse der eigenen Zwischennutzung“, die im Rahmen des Projektes entstanden sind. Inhalte und „Headliner „ des Projektes „Jugend checkt Leerstand“ waren dabei:

    – Junge Kreativität in Dortmund
    – Jugendliche als Akteure der Stadtentwicklung
    – Erprobung und schöpferische Qualifizierung
    – Ideenwerkstatt für Leerstände.

    Abschlussbemerkung
    Im Ergebnis haben die Teilnehmer am Projekt „Jugend checkt Leerstand“ das „Blaue Haus“ Rheinische Straße 146, als Nutzungsobjekt für ihre Aktivitäten und die Umsetzung ihrer Kreativideen herausgearbeitet. Diese Immobilie sollte im Anschlussprojekt „Jugend-Bau“ als „Kulturlabor“ konzipiert und umgesetzt werden. Leider konnte sich die Projektidee im Wettbewerb des Forschungsprojektes „Jugend belebt Leerstand“ des Forschungsprogramms „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt)“ gegenüber anderen bundesweiten Konzepten nicht durchsetzen.

    Viele junge Menschen sind auf sehr unterschiedliche Weise kreativ und suchen nach Möglichkeiten und Räumen, dieser Kreativität Ausdruck zu verleihen. Ob als Freizeitbeschäftigung oder
    künftige berufliche Perspektive – es stecken viele Chancen in dieser Kreativität, die weiter genutzt und gefördert werden sollten.

    Mehr anzeigen

    Projektübersicht

    • Status
    • Abgeschlossen
    • Laufzeit
    • 01.08.2011 -
      31.12.2011

    Ort

    Dortmunder Unionviertel

    Gefördert durch

    Weitere Projekte

    Newsletter abonnieren

    Wir schicken Dir alle 2 bis 3 Monate einen Newsletter. Darin informieren wir dich über aktuelle Geschehnisse rund um die Urbanisten, geben Ankündigungen zu den nächsten Terminen und informieren im Rückblick.

    Schreib' uns deine Frage