Der Gestaltungsraum Bochum Innenstadt Süd-West steht exemplarisch für die Herausforderungen des Klimawandels in der Stadt: zunehmende Hitzeperioden, Betroffenheit bei Starkregenereignissen und ein hoher Versiegelungsgrad treffen hier auf lebendige Nutzungen, engagierte Akteur:innen und bereits gewachsene Initiativen. Genau das macht das Quartier zum idealen Ort für neue Impulse.
Im Auftrag des Tiefbauamts der Stadt Bochum entwickeln und realisieren wir Umweltbildungsmaßnahmen – baulich-räumlich wie partizipativ. Unser Ziel: Klimaanpassung niedrigschwellig greifbar und alltagsnah machen, für das Thema „Wasser in der Stadt“ sensibilisieren und lokale Gruppen aktiv einbinden. Dafür sprechen wir mit Einrichtungen und Initiativen vor Ort, schauen uns bereits umgesetzte Projekte an und arbeiten die räumlichen und sozialen Potenziale des Gebiets heraus.
Wir richten uns dabei an zwei Gruppen: Menschen und Initiativen, die sich bereits mit klimarelevanten Themen beschäftigen – und solche, die bisher wenig Berührungspunkte mit dem Thema Klimawandel hatten und die wir neugierig machen möchten.
Das machen wir konkret
Um die Idee der Schwammstadt vielschichtig erlebbar zu machen, haben wir ein Bildungs- und Beteiligungskonzept entwickelt, dass wir im Jahr 2026 in drei Paketen umsetzen:
1. Schwammstadt entdecken – An einem Infostand vermitteln wir Wissen rund um Versickerung und Wasserkreislauf – und machen Mechanismen der Schwammstadt spielerisch erfahrbar.
2. Schwammstadt kreativ erleben – In einer Kreativwerkstatt entstehen gemeinsam mit eine:r Künstler:in aus unserem Netzwerk grafische Inhalte, die als bunte Holztafeln im Quartier auftauchen – und in einem Schwammstadtquartett zum Mitnehmen. In einem individuell entwickelten Urban Game kann das Quartier und das Element Wasser in der Stadt entdeckt werden.
3. Schwammstadt gemeinsam verwirklichen – An einem Aktionstag am Stadtteilzentrum Q1 werden klimarelevante Maßnahmen gemeinsam umgesetzt. Es wird gepflanzt und geschraubt. In Kooperation mit Schulklassen legen wir gemeinsam einen Blühstreifen im öffentlichen Raum an. Pflanzung und Aussaat werden dabei von einer Umweltbildungsreferentin begleitet.

























