Zwischen August und November 2025 haben wir gemeinsam mit Nachbar*innen, Künstler*innen und Handwerker*innen eine brachliegende Außenfläche im Unionviertel am Union Gewerbehof zu einem lebendigen Ort gemacht. Im Zentrum stand eine Aktionswoche, in der wir mit unseren Mitstreiter*innen gesägt, geschnitzt, gesprüht und gebaut haben. Dabei ist vieles entstanden, was bleibt.
Vor dem Start haben wir dezentrale Gespräche im Quartier geführt: Wer nutzt diese Fläche? Was fehlt hier? Was wünscht ihr euch? Die Antworten haben unsere Planung geprägt. In vier Tagen entstanden dann Tische, Bänke, eine 15 Meter lange Sitzumrandung, eine Trittstufe und 20 Vogelfutterhäuser sowie künstlerisch gestaltete Leinwände und besprühte Wandflächen, die dem Frei-Luft-Atelier seitdem sein Gesicht geben.
Die Workshops -vom Upcycling mit alten Fahrradschläuchen über Schnitztechniken bis zum kreativen Arbeiten mit Sprühfarbe- haben Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Senior*innen zusammengebracht. Gemeinsames Essen und Reflexionsrunden gehörten genauso dazu wie das handwerkliche Tun. Diese Mischung hat funktioniert: Unterschiedliche Menschen kamen ins Gespräch, halfen sich gegenseitig und lernten voneinander.
Möglich wurde das durch eine enge Zusammenarbeit mit lokalen Partner*innen: dem Union Gewerbehof, den Quartiersdemokraten, Querwaldein e. V., dem Gehörlosenzentrum Dortmund e. V. sowie der Künstlerin Sarah Neuwirth (Woodcabin Upcycling) und dem lokalen Künstler Oliver Mark. Die Kooperationen haben sich im Prozess entwickelt und wurden flexibel an Bedarfe und Kapazitäten angepasst – so wie Beteiligung eben funktioniert, wenn sie ernst gemeint ist.
Am Ende des Projekts steht eine erschlossene Fläche von rund 150 m², die dauerhaft genutzt werden kann – und ein Erfahrungsschatz, der zeigt, was entsteht, wenn ein Quartier gemeinsam Hand anlegt.

























