STARTUP ist ein internationales Forschungs- und Innovationsprojekt im Rahmen des EU-Programms Horizon Europe. Es bringt Wissenschaft, Kreativwirtschaft und Stadtgesellschaft zusammen, um zu erforschen, wie Städte durch kulturell getriebene Teilhabeprozesse lebenswerter, gerechter und resilienter werden können.
Das Projekt arbeitet mit dem Konzept der Urban Living Labs bzw. Reallabore, in denen Wissen nicht nur angewendet, sondern gemeinsam mit der Stadtgesellschaft entwickelt wird. Bürger*innen, Kreativschaffende, Wissenschaftler*innen und kommunale Akteure gestalten dabei auf Augenhöhe: ko-kreativ, ko-designend, ko-implementierend.
Was STARTUP erforscht
Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Rolle kleine kulturelle Orte, Initiativen und Praktiken als Katalysatoren städtischer Entwicklung spielen können. Gemeint sind Musikvereine, Werkstätten, Kreativräume, Kleinbühnen, Jugendtreffs oder informelle Kunstprojekte: Orte, die nicht nur Wert haben, sondern Wandel anstoßen können.
STARTUP untersucht, wie diese Praesidia gezielt aktiviert werden können, um soziale Innovationen in Quartieren auszulösen und langfristig selbstlernende, selbstorganisierende Gemeinschaften zu stärken, die ihre eigene Stadtentwicklung in die Hand nehmen. Das Projekt orientiert sich dabei an den Werten der New European Bauhaus-Initiative der Europäischen Union: inklusiv, schön, nachhaltig.
Living Lab Trials in mehreren europäischen Städten
STARTUP arbeitet in mehreren Partnerstädten mit konkreten Quartiersprojekten: den sogenannten Living Lab Trials. In diesen Reallaboren werden Methoden des Creative Placemaking, der Bürger*innenbeteiligung und des ko-kreativen Stadtdesigns erprobt und wissenschaftlich ausgewertet. Akademische Partnerinstitutionen begleiten jeden Trial, sichern den Wissenstransfer und speisen die gewonnenen Erkenntnisse in das gesamte Projektkonsortium ein.
Unsere Rolle: Creative Partner und Trial-Koordination in Dortmund
Die Urbanisten sind im STARTUP-Konsortium als Creative Partner tätig und verantworten den Living Lab Trial in Dortmund. Das bedeutet: Wir sind die treibende Kraft vor Ort. Wir initiieren und koordinieren den gesamten Prozess, von der ersten Vernetzung lokaler Akteur*innen über partizipative Formate, kreative Interventionen und Werkstattangebote bis hin zur Evaluation gemeinsam mit unserem wissenschaftlichen Partner ILS.
Ausgangspunkt ist das Quartier rund um den Dorstfelder Brückenbereich: eine städtebaulich isolierte „Insel“ mit wenig Aufenthaltsqualität, aber großem kreativem Potenzial. Mit Maschinenkursen, Wandmalereien, Stadtgestaltungsprojekten und niedrigschwelligen Beteiligungsformaten wollen wir Menschen zusammenbringen, die bisher wenig Berührungspunkte miteinander hatten: Handwerker:innen und Kreative, Kinder und Nachbar:innen, Geflüchtete und langjährige Bewohner*innen. Die Urbanisten-Werkstatt mit ihren Maschinen, Räumen und ihrem Netzwerk ist dabei nicht nur Ort, sondern Motor des Wandels.
Laufzeit
Der Dortmunder Trial startet 2026 mit Vernetzung, Beteiligungsformaten und ersten Interventionen. 2027 folgt die intensive Wirkungsphase im Stadtraum – mit einem mehrteiligen Placemaking-Projekt und wissenschaftlicher Evaluation.







































