Leckeres Gemüse in der Stadt – Die erste Saison im Westgarten

 Seit Juni wird im Westgarten in elf Hochbeeten gesät, gejätet und geerntet. Dabei stellte sich für die aktiven GärtnerInnen des Gemeinschaftsgartens vor allem eins heraus: Die geernteten Brokkolis, rote Beete, Tomaten, Spinat, Erbsen, Bohnen, Kürbisse, Zuchinis, Fenchel, Chilis, Kohlrabis, Kartoffeln, Möhren, verschiedene Kohlköpfe, Salate und Kräuter, die auf den Esstischen im Unionviertel landen, schmecken fantastisch!

„Warum kaufe ich überhaupt noch im Supermarkt ein?!“ fragt sich Initiatorin Svenja. „Es ist schwierig, die eigenen Gewohnheiten zu ändern, aber im Westgarten merkt man, wie viel Spaß es macht, sich gemeinsam um die Pflanzen zu kümmern und beim Frühstück Rezepte für das geerntete Gemüse auszutauschen. Und gleichzeitig tut man auch etwas für den Klimaschutz.

Zum Abschluss der Gartensaison 2017 wird es Anfang Oktober ein kleines Erntedankfest geben. Kurz darauf starten dann in der Werkhalle im Union Gewerbehof die Winterworkshops, die durch die Urbanisten organisiert und von der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums finanziert werden.

Alle sind herzlich eingeladen, beim Projekt Westgarten mitzumachen. Die aktiven GärtnerInnen treffen sich nahezu jeden Samstag um 11 Uhr im Heinrich-Schmitz-Bildungszentrum und frühstücken nach getaner Arbeit gemeinsam. Schreiben kann man der Gruppe auf westgarten.dortmund@gmail.com alle Termine sind unter der Rubrik „mitmachen“ auf www.dieurbanisten.de zu finden.

Fotos: Luisa Gehnen

Die Urbanisten laden zum Netzwerktreffen

Du möchtest den Verein kennenlernen, mehr von unseren Projekten erfahren und Erfahrungen austauschen? Dann komm doch zum offenen Netzwerktreffen der Urbanisten. Von 18.00 bis 20.00 Uhr nehmen wir uns Zeit für eure Person, Ideen und Interessen, stellen gerne den Verein vor und quatschen bei einem Bierchen über mögliche Projekte und Zusammenarbeit!

Seid herzlich eingeladen! Wir freuen uns auf Euch!

Wann: Mittwoch, 7. Oktober 2015, 18-20 Uhr
Wo: Urbanisten-Büro in der Rheinischen Straße 137 (Haltestelle Ofenstraße)

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Einige Fragen an Florian Artmann

Florian Artmann, 32, Diplom Pädagoge und Gründungsmitglied der Urbanisten

Warum hast du die Urbanisten 2010 mitgegründet?

Ich bin schon immer ein kreativer Querkopf gewesen, der viel Freude daran hat zusammen mit Anderen etwas zu verändert und zu bewegen. Während meiner Ausbildung zum Erzieher und während meines Studiums als Sozialpädagoge lernte ich mit Kindern, Behinderten, Eltern und Senioren in verschiedensten Kontexten zu arbeiten und habe dabei besonders gerne Kunst- und Kulturprojekte durchgeführt. Diese Zeit hat mich sehr geprägt und mir gezeigt, wie bereichernd es für mich und Andere ist, wenn man gemeinsam aktiv an der Veränderung der eigenen Lebenswelt beteiligt ist. Die Gründung des Vereins war 2010 die konsequente Weiterentwicklung unserer und so gründeten wir gemeinsam mit 10 Freunden „Die Urbanisten e.V.“

Was motiviert dich dazu jeden Tag so viel Power in den Verein zu stecken?

Mich begeistern bei den Urbanisten besonders die unterschiedlichen Möglichkeiten aktiv zu werden und natürlich die interdisziplinäre Zusammenarbeit in Bereichen wie z.B. Stadtplanung, Pädagogik, Kunst und nachhaltigen Formen lokaler Lebensmittelproduktion, Stadtbegrünung, etc. Die gute Resonanz auf unsere Projekte und die gute Stimmung mit den Kollegen sind die Hauptgründe, die mich motivieren jeden Tag ins Büro zu gehen.

Hast du Vorbilder, die dich für deine Arbeit inspirieren?

Klar habe ich in den letzten Jahren Menschen getroffen, die mich inspiriert haben und die auch heute noch ein Vorbild für mich sind. Gerade die „alten Hasen“ finde ich faszinierend, die schon lange im Beruf stehen und immer noch engagiert und mit Begeisterung bei der Arbeit sind. Ich wünsche mir für mich, dass ich in 25 Jahren immer noch so für meine Arbeit und meine Projekte brenne und als guter Kollege geschätzt werde.

In welchem Projekt bist du derzeit besonders involviert?

Energieverteiler ist das Projekt in dem ich aktuell am aktivsten bin. Seit 2011 laden wir im Rahmen von Energieverteiler dazu ein, graue Strom- und Verteilerkästen zu künstlerisch gestalten. Mittlerweile entwickeln wir verschiedenste Mitmach-Angebote für kreative Stadtmenschen, engagierte Unternehmen und lokale Kulturförderer. Auf der Internetseite www.Energieverteiler.org kann man sich ab sofort anschauen was wir bisher so gemacht haben und wie man am besten mitmachen kann.

Was sind deine persönlichen Ziele mit dem Projekt und dem Verein?

Der Aufbau und die Weiterentwicklung des Vereins haben mich persönlich in letzten Jahren sehr beansprucht und ich habe sehr viel unbezahlte Arbeit in den Verein gesteckt. Für die Zukunft ist es mein persönliches Ziel mit der Urbanisten-Arbeit mein Auskommen zu finanzieren und darüber auch wieder freie Kapazitäten für neue Projekte und Vorhaben zu bekommen.

Aus „Neuigkeiten von den Urbanisten 4-2015

Urbanisten legen Extraschicht ein – Die Nacht der Industriekultur im Ledigenheim Dinslaken

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Am 28. Juni 2014 fand ein weiteres Mal die Extraschicht statt. Etwa 150.000 Besucher zelebrierten an 50 Orten in 20 Städten die Nacht der Industriekultur und tauchten dabei in die spannende Welt des Ruhrgebietes und seiner Geschichte ein. Die Urbanisten übernahmen die Belebung des Innenhofes des Ledigenheimes in Dinslaken, das 2014 im zweiten Jahr als Spielort einlud.

Ein buntes Spektakel im Zeichen von Licht, Kunst und Feuer erwartete die Besucher des Innenhofes des ehemaligen Ledigenheimes, heute ein Zentrum für Kultur, Dienstleistungen und Gewerbe. Bei der Platzgestaltung war das Thema Recycling präsent: Ein Labyrinth, eine Bühne und einige Standkörbe wurden aus alten Paletten gefertigt, und von Künstlern gestaltet. Beim Live-Painting verzierten Künstler verschiedene Flächen mit Hilfe von übriggebliebenen Elementen aus der Zechenindustrie. Dazu zauberten die Evil Flames mit ihrer spektakulären Feuershow Flammen in den Nachthimmel.

Auch das Mitmachen kam nicht zu kurz: Aus „Schrumpffolie“ konnten Groß und Klein am Kreativstand individuelle Schlüsselanhänger, Anstecker und Malereien im faszinierenden Miniformat herstellen. Mutige lernten im „Feuerland“ das Feuerspucken mit der Drachenzunge, erfuhren wie früher mit Schlageisen und Zunder Feuer entfacht wurde, oder malten Lichtgraffiti mit Wunderkerzen. Trotz des eher schlechten Wetters waren zahlreiche Menschen erschienen, um das bunte Treiben rund um das Ledigenheim mitzuerleben, und sorgten für ein gelungenes Gastspiel der Urbanisten auf der Extraschicht.

Wir möchten uns ganz herzlich bei unseren Partnern für die tolle und freundliche Zusammenarbeit bedanken:

Stadt Dinslaken (v.A. an Herrn Hutmacher)  //  Ledigenheim Dinslaken (v.A. an Frau Rauch und Herrn Pieperhoff)  //  SOS Team Dinslaken  //  Evil Flames  //  Oliver Mark  //  Joel Marsch  //  Thomas Zigahn (Tanz auf Ruinen)
… und unsere Mitstreiter: Anika, Svenja, Sarah, Yvonne, David und Carlos.

Bilder und weitere Informationen zur Extraschicht 2014 in Ledigenheim gibt es hier.