Empowerment im Europa-Garten

Wir wurden eingeladen ca. 15 Schüler*innen und Schülern zu helfen das Gymnasium Essen-Überruhr mit einigen neuen Sitzgelegenheiten auszustatten. Das ganze geschah im Rahmen einer Projekt-Woche, die wohl viele, die sich noch an ihre eigene Schulzeit erinnern, vor Neid erblassen lassen würde und einen leicht verwilderten Schulgarten in kleines Paradies verwandelt hat.

So schön und bequem die neuen Paletten-Möbel aber auch sind, so sind sie für uns doch vor allem ein Mittel zum Zweck: Empowerment ist das vielbenutzte Stichwort, Selbstwirksamkeit, Teamwork und all die schönen Begriffe. Und die projekt- und workshoperfahrenen Jugendlichen waren ein schöner Beweis dafür, dass die Idee funktioniert und wir nicht nur mit Phrasen um uns werfen.

Da half die Oberstüflerin beim Palettenschleppen und kriegte dafür vom Fünftklässer beigebracht, wie man einen Bit wechselt, da wurden Schüler*innen plötzlich zu Expert*innen, die ganze Bautruppen anleiteten. Das, zusammen mit dem absoluten Unwillen Pausen einzuhalten, ließ die Arbeiten schnell und einfach von der Hand gehen.

Um genau zu sein waren Schüler*innen der 5. bis 10. Klassen nicht nur extrem fleißig, geschickt und organisiert, sie waren uns und unserer Planung meistens einen Schritt voraus und zwangen uns ständig mit neuen Ideen oder mehr Material um die Ecke zu kommen. Aus einfachen Palettensofas wurden so im Laufe der zwei Tage lackierte, verblendete und mit Blumen versehene Designmöbelstücke, umgeben von einigen Hochbeeten, sowie ein Ständer zur Aufbewahrung von Gartengeräten und ein bepflanzbares Eingangstor.

Wir danken im Besonderen:
allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern,
Lara Mehler,
Heinrich Bühlbecker,
Lucia Temme-Harmsen,
und natürlich dem Gymnasium Essen-Überruhr!

Fotos: Florian Artmann

Trailer | Manufaktur und Offene Werkstatt

Im Mai 2018 wurden wir von den Jungs von fpsfilms besucht und hatten das Vergnügen einen Trailer über unsere Urbanisten-Manufaktur zu drehen. Der Tag hat uns großen Spaß gemacht und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Produziert wurde das Video übrigens für den YouTube-Channel einundzwanzig der DSW21 Gruppe.

Besten Dank für ALLES und viel Vergnügen beim anschauen!

Palettenmöbel mit jungen Workshop-Veteran*innen

Anfang des Monats haben wir mit Schülerinnen und Schülern der Gertrud-Bäumer-Realschule Essen eine Palettenlandschaft gebaut. Und dass das Bauprojekt so ein voller Erfolg wurde kam nicht von Ungefähr…

Die Vorgeschichte

Vor etwa 12 Monaten wurden wir eingeladen um mit 17 Jugendlichen einige Möbel für den Schulhof eben jener essener Realschule zu bauen. Das Wetter war gut, die Akkuschrauber glühten und am Ende waren Teilnehmenden mehr als zufrieden.

Heute sind wir beim Jugendhaus "Palme 7" in Essen und bauen gemeinsam mit Jugendlichen und Studenten Palettenmöbel für…

Gepostet von die Urbanisten – lokal, kreativ, lebendig am Dienstag, 6. Juni 2017

Doch als nach nur einigen Wochen die Palettenmöbel den Schulhof bereits wieder verlassen mussten, wollten sich die fleißigen Erbauer*innen nicht damit zufrieden geben. Ein Jahr lang haben sich die Jugendlichen dafür eingesetzt wieder bauen zu dürfen und haben damit egal ob bei dem Jugendtreff Palme 7 oder der Gertrud-Bäumer-Realschule alle offenen und geschlossenen Türen eingerannt. Und zusammen mit der immer größer werdenden Gruppe Unterstützender wurde unter Beweis gestellt, dass es gewiss nicht auf das Alter ankommt, ob ein Projekt am Ende realisiert wird, sondern lediglich darauf, ob man dafür brennt.

Der Workshop

Zurück im Hier und Jetzt warteten inzwischen 26 Jugendliche, darunter zahlreiche bekannte Gesichter, darauf, ihren Schulgarten mit mehreren Sofas, Tischen, Sitz- und Liegemöglichkeiten auszustatten. Zwei ganze Tage voller Schleppen, Stapeln, Schleifen, Streichen, Hämmer, Bohren und Schrauben, voller in-der-Sonne-Geschwitze und bis-zum-Ende-Durchgeziehe später war nicht nur die Palettenmöbeln fertig, sondern auch die ein oder andere Meisterin am Exzenterschleifer und König der Sitzecke erschaffen worden.

Inzwischen stehen die Möbel an ihrem vorgesehenen Platz und schmücken den Schulgarten der Gertrud-Bäumer-Realschule. Wir möchten uns ganz herzlich dafür bedanken, dass wir an einem Strang ziehen durften, mit:
allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern,
Angela, Stefanie, Christoph,
der Initative mitWirkung,
der Bezirksvertretung Essen, Bezirk 5,
der Jugendhilfe Essen,
dem Kinder- und Jugendtreff Palme 7
und natürlich der Gertrud-Bäumer-Realschule-Essen!

Fotos: Müller/JHE

Pflanzentauschbörse 2018 – Ein Rückblick

Auch in diesem Jahr haben sich wieder viele urbane Gärtnerinnen und Gärtner im Rahmen des Flohmarkts am Union Gewerbehof getroffen, um auf der Pflanzentauschbörse ihre vorgezogenen Pflänzchen oder übrig gebliebenes Saatgut zu tauschen. Bei schönstem Frühlingswetter wurde umgetopft und pikiert oder auch Tipps und Tricks für Aussaat, Pflanzenpflege und Ernte ausgetauscht.

 

Neben der Pflanzentauschbörse hatten wir auch unser Aquponikgewächshaus für alle Besucher die sich für eine Besichtigung interessiert haben geöffnet. Unter den vielen Gästen die wir an dem Tag begrüßen durften war auch ein Kamerateam vom ARD Fernsehen. Sie haben einen Bericht über die Pflanzentauschbörse und unser Aquaponikprojekt gedreht, wofür wir uns an dieser Stelle nochmal herzlich bedanken möchten. Zu sehen gibt es den Bericht in der Mediathek der Sendung Live nach neun.

Hier gehts zum Link: https://www.ardmediathek.de/tv/Live-nach-neun/Aquaponik/Das-Erste/Video?bcastId=52323934&documentId=53098410

Es grünt so grün im Westgarten

Alle paar Wochen berichten wir euch hier was im Westgarten gerade so los ist. Nach wie vor finden die Gartentreffen jeden Samstag ab 11 Uhr statt. Hier erledigen wir anstehende Aufgaben, pflegen unsere Pflanzen, besprechen neue Projekte im Garten, koordinieren das Gießen innerhalb der Woche und natürlich ernten wir auch Gemüse und verteilen es fair unter den Anwesenden. Kommt vorbei, macht mit!

 

In letzter Zeit wurde der Garten extrem von Schnecken heimgesucht. Nachdem wir etwas recherchiert und dann über verschiedene Methoden abgestimmt haben, schieden schon mal Maßnahmen wie Schneckenkorn (giftig, tötet auch nützliche Schnecken) oder Bierfallen (zieht noch mehr Schnecken an) aus. In der nächsten Woche werden wir es also mit einem Schutzanstrich für die Hochbeete und mit Kupferdraht probieren. Besonders schutzbedürftige Pflanzen versehen wir noch mal zusätzlich mit einem Schutzring, z.B. aus einer alten PET-Flasche.

 

Ein altes Beet aus dem letzten Jahr war abgesackt. Am Samstag haben wir es repariert, wieder befüllt und mit ein bisschen Kompost angereichert. In Zukunft wird hier hoffentlich Porree wachsen. Leider musste sich im Rahmen der Arbeiten einige Ameisen ein neues Zuhause unter einem anderen Stein suchen. Die Ameisen sind nicht die einzigen Nützlinge im Westgarten: In unserem kleinen Erdhügel haben sich Wildbienen angesiedelt. Die neu errichteten Beete haben Bodenkontakt und werden von vielen Regenwürmern bevölkert, die für einen gesunden Boden enorm wichtig sind.

 

Neben dem normalen Gartenbetrieb stehen im Sommer noch einige weitere Dinge an: Wir planen ein Gartenfest und mindestens einen Workshop, in welchem Ihr euch einen kleinen Westgarten für euren Balkon bauen könnt. Wir halten euch weiterhin auf dem laufenden

 

 

 

 

 

Neues Urban Game für Zollverein und den Essener Norden entwickelt

Vom 19. bis zum 21. April 2018 feierte das Urban Game „Street.Bingo Zollverein“ Premiere im Rahmen der Veranstaltung MakerSpace Zollverein in der frisch renovierten Halle 10 des UNESCO Welterbes Zollverein! Die Urbanisten e.V. hatten von der Stiftung Zollverein den Auftrag erhalten, für das Projekt Zollverein mittendrin ein innovatives Vermittlungsangebot für das Gelände von Zeche und Kokerei Zollverein und die umgebenden Essener Stadtteile Stoppenberg, Schonnebeck und Katernberg zu entwickeln. „Street.Bingo. Ein Urban Game für den Stadtebzirk VI Zollverein“, das an das erfolgreiche „Street Art Bingo“ in Dortmund angelehnt ist, möchte besonders Jugendliche ab 13 Jahren und junge sowie junggebliebene Erwachsene an die grünen Freiräume im Essener Norden heranführen und sie bei der Erschließung und Aneignung ihres unmittelbaren Lebens- und Sozialraumes unterstützen. Damit der Brückenschlag sowohl zwischen dem Welterbe Zollverein und der Nachbarschaft als auch zwischen hektischer Urbanität und ausgleichendem städtischen Grün gelingt, setzt das Spielkonzept auf Bewegung und Action, auf Neugier und Entdeckung, auf Spaß und Spannung. Deshalb gibt viele verschiedene Aufgaben, wenig Text und viel Interaktion mit anderen Teams und mit Passanten. Durch spielerisches Raumerkunden in gegeneinander antretenden Teams können die Stadtteile mit wachen Augen aktiv entdeckt werden.

Nachdem die Urbanisten Daniel Parlow und Carsten Elkmann über einen Monat lang durch den Essener Norden gestreift sind, Objekte fotografiert, über Zusatzaufgaben und Regeln gebrütet, zwei kleine und zwei große Spielfelder definiert haben mussten die so entstandenen Prototypen noch getestet werden. So wurden mit Hilfe des Kinder- und Jugendtreffs Stoppenberg und des Jugendhaus Nord zwei Playtestings durchgeführt und diese wurden in Zusammenarbeit mit Claudia Wagner und Anika Simon vom Projekt Zollverein mittendrin ausgewertet und Anpassungen vorgenommen, dann galt es zu warten, wie das fertige Produkt aussehen würde…

Mit der Gestaltung wurde die Grafikerin Annette Wolter beauftragt, die auch schon die App „#stadtsache“ und das Buch „Jetzt entdecke ich meine Stadt“ gestaltet hat. Und das Ergebnis kann sich absolut sehen lassen! Wir sind glücklich über das Ergebnis und die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten!

Auch der MakerSpace Zollverein war eine gelungene Veranstaltung. Neben den Urban Games gab es außerdem Workshops zu den Themen Kleinmöbelbau, Textilgestalten/Upcycling, Land Art, experimentelle Drucktechniken und Comiczeichnen.

Wer das Urban Game „Street.Bingo“ als Gruppe spielen möchte, kann sich über mittendrin@zollverein.de informieren. Für Jugendgruppen aus dem Essener Stadtbezirk VI ist das Angebot kostenlos! Mit „Spiel.Raum.Zollverein“ gibt noch ein weiteres Urban Game im Programm von Zollverein mittendrin, das eher für Kinder von 8 bis 12 Jahren gedacht ist und sie in die Rolle von Stadtforschern schlüpfen lässt.

Bilder vom MakerSpace Zollverein
Copyright: Stiftung Zollverein/Josephine Scheuer

Ab jetzt wieder jeden Samstag Gärtnern!

Nachdem wir die Erweiterung des Gartens und die Anzucht gewuppt haben geht’s jetzt wieder so richtig ans regelmäßige Gärtnern. Am Samstag haben wir schon die ersten Exemplare Salat, Radieschen, Gurke, Buschbohnen und massenweise Kohlrabi in unsere Hochbeete gepflanzt. Außerdem ist eine Rankhilfe für kletterfreudige Pflanzen entstanden. Entlang des Zaunes werden in Zukunft Himbeeren und hoffentlich auch Kiwis zu ernten sein. Alles in allem ein erfolgreicher Gartentag.

Ab nächsten Samstag findet sich die Westgarten-Gruppe wieder jeden Samstag ab 11 Uhr zum gemeinsamen Gärtnern, Besprechen und meist auch zum Frühstücken im Garten auf dem Gelände des Heinrich Schmitz-Bildungszentrum zusammen. Kommt vorbei oder schreibt vorher eine Mail auf westgarten.dortmund@gmail.com.

 

 

YOU DO Festival 2018 – Krönender Abschluss in der Werkhalle

Mit einem krönenden Abschluss hat sich das YOU DO Festival 2018 vorerst verabschiedet. Nach unseren vier sehr erfolgreichen Workshoptagen zu den Themen „Upcycling & DIY“, „Urban Gardening“, „Urban Art“ und „Local Production“ haben wir am 25. Februar 2018 ein buntes und vielfältiges Programm auf die Beine gestellt und konnten so Bewohner/innen aus dem Unionviertel, Dortmund und darüber hinaus zusammenbringen. Neben der Präsentation der Ergebnisse aus den Workshoptagen, konnten lokale Künstler/innen und Produzent/innen  sich selbst und ihre urbanen Produkte präsentieren.

Unter musikalischer Begleitung von DJ Funkwyld, Rapper Schlakks und der Gypsy-Band Die Romanwoskis wurden die Gäste den ganzen Tag kulinarisch vom Hofcafé mit veganen Waffeln und Wraps sowie Eis von der Eismanufaktur „Hitzefrei“ versorgt. Trotz eisigen Temperaturen waren die Spaziergänge durchs Viertel  zu den Themen Streetart und Stadtentwicklung ein Highlight. Daneben hat der Wittener Gärtner Francois Brelinger einen Urban Gardening Workshop angeboten, bei dem die Teilnehmer/innen Seedbombs drehen und Insektenhotels bauen konnten.

Die Impulsvorträge füllten die Werkhalle und boten spannende Eindrücke in Themen wie lokaler Wertschöpfung, Urban Art, Grünflächen in der Stadt und Upcycling und Müllvermeidung. Auch Führungen durch die lokalen Produktionsstätten von der Hitzefrei Eismanufaktur, Tanz auf Ruinen, der Urbanisten Manufaktur und des Künstlerateliers von Katahrina Bock waren Teil des Programms.

Der Andrang sprach Bände – wir haben insgesamt knapp 300 Menschen in der Werkhalle empfangen dürfen, die als Veranstaltungsmittelpunkt aller Workshops und des Abschlussfestes diente. Ihre vielfältige Nutzungsweise bewährte sich auch an diesem Sonntag. Von Garderobe über unsere mobile Bar, die Bühne mit Licht- und Tontechnik, bis hin zur Sofaecke fand alles Platz und bot eine besonders schöne Grundlage für unser Festival der urbanen Produktion.

Vielen Dank an alle beteiligten und die zahlreichen Gäste!

 

 

Besonders danken wir

Union Gewerbehof

Thomas Zighan von Tanz auf Ruinen

Hitzefrei Eiskreationen

Katharina Bock

Babette Martini

Francois Brelinger

Uwe Heuer von der Dezentrale Dortmund

Michael Bonke

Veye Tatah von Kilimanjaro Food

Plantastisch

Silvia Liebig

Oliver Mark

Max Rüthers

Matthias Fabry

Schlakks

DJ Funkwyld

Die Romanowskis

Kerstin Meyer und Jan Bunse von UrbaneProduktion.ruhr

 

Das Projekt wurde gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

YOU DO – Nach den Workshops ist vor dem Festival

Der Februar steht ganz im Zeichen des YOU DO Festival der urbanen Produktion! Vier tolle Tage mit vielfältigen Workshop-Angeboten liegen nun hinter uns und gipfeln am 25. Februar in einem großen ganztägigen Abschlussfestival in der Werkhalle.

Während der letzten zwei Wochen haben lokale KünstlerInnen aus dem Viertel und der Stadt die Werkhalle im Union Gewerbehof mit zahlreichen Workshop rund um’s Thema „Urbane Produktion“ belebt. Die insgesamt rund 90 TeilnehmerInnen haben zu den Themen „Upcycling & DIY“, „Urban Art“, „Gardening & Farming“ sowie „Production & Development“ selber gebaut, gebastelt, gezeichnet und gewerkelt.

Der erste Tag legte mit kreativem kochen, dem Bauen von Lampenschirmen aus Restholz und Upcycling von Gebrauchsgegenständen gut vor. Darauf folgte ein Tag im Zeichen urbaner Kunst mit Monotypie, Siebdruck und Laternenbasteln. Der dritte Tag „Gardening & Farming“ hatte vier Programmpunkte zu bieten: ein Hochbeet mit Aquaponiksystem, einer geschlossenen Pflanzen-Anbauweise mit einem Wasserkreislauf, konnte selbst gebaut werden. Außerdem gab es einen afrikanischen Kochkurs, einen Lehrgang zum Pilze züchten und Bauen eines Solarkochers. Beim Workshoptag „Production & Development“ wurde Eiscreme mit der ansässigen Eisdiele „Hitzefrei“ selbst gemacht und so einige Saatbomben und Insektenhotels von den TeilnehmerInnen gebaut. Die alte Industriehalle war für alle Programmpunkte der Veranstaltungsort und zog die Aufmerksamkeit der BesucherInnen und WorkshopleiterInnen auf sich. So hat sich die Werkhalle für zwei Wochen in einen multifunktionalen Gemeinschaftsort für KünstlerInnen, Kreative und BewohnerInnen Dortmunds verwandelt.

 

Nun steht noch das Abschlussfestival an! Dieses findet am 25. Februar 2018  in der Werkhalle statt. Neben musikalischer Begleitung von DJ Funkwyld, Rapper Schlakks, der Gypsy-Band „Die Romanwoskis“ und kulinarischen Besonderheiten aus dem Unionviertel, werden Stadtteilspaziergänge, Schnupperkurse und Impulsvorträge das Programm füllen. Auch Führungen von unseren Workshop-LeiterInnen beispielsweise in die Eismanufaktur „Hitzefrei“, die Holzwerkstatt der Urbanisten und von Unionviertel-Künstler Thomas Zighan werden Höhepunkte der Veranstaltung sein. Von 11 bis 22 Uhr gibt es ein umfangreiches Programm, das ihr auf  www.you-do-festival.de.

Wir freuen uns auf einen lebendigen und tollen Tag!

Das Projekt wird im Rahmen des Landesprogramms Kreativ.Quartiere Ruhr vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW gefördert.

Urbanisten und InWest sind das „neue“ Quartiersmanagement

„Neues“ Quartiersmanagement im Unionviertel
Der Stadtumbau rund um die Rheinische Straße ist weitestgehend abgeschlossen, das aus den Fördermitteln finanzierte Quartiersmanagement endete daher 2016. Die Bezirksvertretung Innenstadt-West sieht jedoch für die Fortführung einer bewährten Anlaufstelle auch für die nächsten Jahre einen großen Bedarf und finanziert daher aus eigenen Mitteln eine Fortführung der Tätigkeiten. Durch das „neue“ Quartiersmanagement ist gewährleistet, dass es weiterhin Ansprechpartner im Stadtteil gibt, die allen AnwohnerInnen und Interessierten als Anlaufstelle in Fragen der Verbesserung der Situation im öffentlichen Raum oder im nachbarschaftlichen Miteinander dienen.

Neues Team
Das Team des Quartiersmanagements, bestehend aus Yvonne Johannsen (Die Urbanisten) und Silvia Beckmann (Stadtteilgenossenschaft InWest eG) vermittelt Kontakte, beantwortet Fragen, setzt sich für aktive Nachbarschaften ein und greift Anregungen und Ideen für den Stadtteil auf. Besuchen Sie uns in der neuen Anlaufstelle (Rheinischen Straße 143), um sich über aktuelle Entwicklungen und künftige Planungen im Quartier zu erkundigen.

Neuer Fokus
Vor allem in dem Bereich „hinter der Dorstfelder Brücke“ – Richtung Unterdorstfeld – bestehen weiterhin vielschichtige Herausforderungen, die angegangen werden sollen. Gleichzeitig zeichnen sich erfreulicherweise auch neue Entwicklungs- und Handlungsperspektiven ab (Entwicklungen des ehemaligen HSP-Geländes). Bestehende Aktivitäten sowie bürgerschaftliches und unternehmerisches Engagement wollen auch weiterhin gestärkt werden.

Verbesserung der Situation im Stadtteil
Auch wenn das Unionviertel in den vergangen Jahren Aufschwung und positive Entwicklungen erleben durfte, gibt es auch weiterhin Forschungs- und Entwicklungsbedarfe, die den Stadtteil fit für die Zukunft zu machen, Lebensqualität herstellen und ein nachbarschaftliches Miteinander fördern.

Weiterführende Unterstützung
Das Quartiersmanagement arbeitet an verschiedenen Themen. Wir verstehen uns als Vermittler und Netzwerker für die Bewohner/innen, Stadtverwaltung, Politik, Projektpartner und weitere Akteure. Auch die Unterstützung von aktiven Anwohner/innen, die mit Hilfe des Quartiersfonds einen eigenen positiven Beitrag für das Gebiet rund um die Rheinische Straße/ Unterdorstfeld leisten wollen, sind Bestandteil unserer Arbeit. Darüber hinaus werden Eigentümer/innen bspw. in Sachen Immobilienverwaltung oder Leerstandsmanagement beraten.

Mithilfe und Mitsprache ausdrücklich erwünscht!
Der Erfolg des Quartiersmanagements hängt wesentlich von einer guten Zusammenarbeit mit all denjenigen ab, die im Stadtteil wohnen, Häuser besitzen, arbeiten oder anderweitig aktiv sind.

Sprich uns an!
Wir freuen uns auf Dich!

Silvia Beckmann und Yvonne Johannsen

Rheinische Straße 143 (Haltestelle Ofenstraße)
44147 Dortmund 

T: 0231 – 985 31 585
E: quartiersmanagement@inwest-do.de

Sprechzeiten:
Dienstags 11-14 Uhr
Donnerstags 14-17 Uhr

Rückblick Trash Up! 2017

Am 11. & 12.11.2017 waren wir Urbanisten Mitveranstalter des zweiten Trash Up! Festivals im Depot Dortmund. Wir bedanken uns bei allen interessierten Besuchern, allen Helfern, Ausstellern und lieben Menschen, die uns geholfen haben! Wir freuen uns schon euch hoffentlich alle im nächsten Jahr wieder zu sehen! ♻️

Hier ein Eindruck vom Wochenende ❤️

Vom Neuling zum Insider: Mein Praktikum bei den Urbanisten

Dienstags ist immer Geschäftsführungssitzung. Klingt sehr offiziell und wichtig, kann man sich aber eher als gemütliche Runde vorstellen, in der die Vorstandsmitglieder um den großen Küchentisch im Büro sitzen, sich austauschen, diskutieren und gegenseitig um Rat fragen. Als letzten Dienstag die Sprache auf mögliche Praktikantentätigkeiten und Blogbeiträge kam, grinst Svenja mich an und sagt „Schreib‘ doch mal einen lustig ernsthaften Praktikumsbericht.“

Also, here we go.

Die Urbanisten e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der das städtische Zusammenleben der Menschen nachhaltig verbessern möchte. Die Mitglieder betätigen sich in den Aktionsfelder Upcycling und Do-It-Yourself, Stadtplanung und -entwicklung, Kunst im öffentlichen Raum und Urban Gardening und Farming. Zu jedem Feld gibt es vielfältige Projekte und Vorhaben.

Das ist erstmal genau das, was auf der Website des Vereins steht und damit auch das, was ich wusste bevor ich mein Praktikum begonnen hatte.

An meinem ersten Tag kam ich ins Büro gekommen und am Küchentisch saßen drei Mitglieder, die mich in die Werkstatt schickten. Nach ein paar Minuten verwirrten Herumlaufens auf dem Union Gewerbehof, fand ich das beschriebene Rolltor dann doch. Sechs Stunden später hatte ich viele Informationen, aber genauso viele offene Fragen im Kopf. Wer macht hier eigentlich was? Wo sind alle, wenn sie nicht an ihren Schreibtischen sitzen? Wie viele Projekte gibt es? Wo fänt die Arbeit der Urbanisten an und wo hört sie auf? Wofür steht HSP? Und warum sind die Fische so wichtig?

Nach siebeneinhalb Wochen habe ich nicht nur auf diese Fragen Antworten, sondern auch das Gefühl tatsächlich den Durchblick und den Sinn der Urbanisten-Arbeit verstanden zu haben. Es geht nicht darum, alle Ecken und Kanten der Stadt glatt bügeln zu wollen, sondern das Potential der Städte zu sehen. Es geht darum die Ecken und Kanten zu erkennen und sich zu fragen „was können wir damit machen?“. Die Urbanisten haben die Fähigkeit in Wänden und Hinterhöfen, in leerstehenden Gebäuden, alten Industrieflächen und ungenutzten Flächen, in der Heterogenität der städtischen Bevölkerung und der Individualität der Menschen nicht das vermeintlich Negative, sondern die versteckten Potentiale und wertvolle Vielfältigkeit zu sehen.

Zu meinen Aufgaben gehörten Texten und Gestalten eines neuen Manufaktur-Flyers, Erstellung von Preislisten für die Offene Werkstatt, Pflege und Aktualisierung der Website, Betreuung der Facebook-Seite, Verfassen von Pressemitteilungen, Begleitung zu Gesprächen und Veranstaltungen rund um die Werkhalle, Mitarbeit an der Konzeptarbeit und Förderantragsarbeit für die Nutzung des ehemaligen HSP-Geländes.

Mein Lieblingsplatz war definitiv die Holzbank in der Büroküche. Freie Schreibtische mit bequemen Stühlen ignorierte ich getrost und genoss es mittendrin am großen Tisch zu sitzen. Wenn Flo oder Andi in der Werkstatt nicht gerade die große Tischkreissäge laufen hatten, arbeitete ich auch gerne dort. Und der Abwechslung halber und auch um nach mehreren Laptop-Stunden mal vom Bildschirm weg zu kommen, ging ich gerne in die Werkhalle gegangen, um die Pflanzen zu gießen oder ins Gewächshaus, um die Fische zu füttern.

Kleiner Exkurs: Die Fische sind so wichtig, weil sie über die Aquaponik-Anlage im Gewächshaus die Pflanzen mit Nährstoffen versorgen.

Jetzt ist mein Praktikum fast vorbei und ich habe nicht nur das Gefühl etwas gelernt zu haben, sondern auch Teil von etwas Sinnvollem gewesen zu sein. Ich bin im Ruhrgebiet aufgewachsen, hier ist meine Heimat und ich liebe Dortmund und seine Umgebung. Wer hier lebt und den Pott kennt, der weiß, dass unsere Region immer noch mit den Folgen des Strukturwandels zu kämpfen hat und sich die räumliche, gesellschaftliche und soziale Situation verbessern muss. In den letzten Wochen war es daher für mich extrem spannend und schön mitzuerleben, wie engagiert sich die Urbanisten mit den Möglichkeiten der heterogenen Strukturen,  bestehenden Kulturformen und individuellen Vorstellungen der Menschen auseinandersetzen und immer versuchen, die Potentiale bestmöglich auszunutzen.

Der Verein wurde von ein paar Freunden in einer WG-Küche gegründet und die freundschaftliche und gemeinschaftliche Atmosphäre ist in den letzten sieben Jahren nicht verloren gegangen. In der Büroküche finden ständig Gespräche und Diskussionen statt, bei denen es neben Geschirr spülen und Aufräumen vor allem um die vielen Projekte geht. Die Projektleiter holen sich Rat von ihren Kollegen ein, bringen sich mit Ideen und Vorschlägen ein und so werden alle Projekte auch gemeinschaftlich getragen und profitieren von der geballten Kompetenz.

Am Ende waren es spannende und lehrreiche acht Wochen für mich und ich bleibe auf jeden Fall dabei.