Wir werden 10!

Wir werden 10!

10 Jahre Urbanisten! Das wäre eigentlich ein guter Grund, eine richtig große Party mit all unseren Mitgliedern, Kooperationspartner:innen, Freund:innen und Unterstützer:innen zu feiern. Da uns das in diesem Jahr leider verwehrt bleibt, feiern wir in kleinem Kreis und verschieben die Fete auf das nächste Jahr.

Trotzdem möchten wir den Anlass nutzen, um auf unsere Entwicklung und die vielen tollen Projekte, Aktionen und Veranstaltungen der letzten zehn Jahre zurückzublicken. Wir können es fast selbst kaum glauben, dass aus den Ideen, die ab 2009 vor allem in einer WG im Leierweg entstanden sind, ein großer und etablierter Verein geworden ist, der deutschlandweit aktiv ist. Damals wie heute sind wir unserer Philosophie treu geblieben: Freiräume neu entdecken, Lebensräume lokal gestalten und Kulturräume gemeinsam beleben. Im folgenden möchten wir mit euch auf eine kurze Reise durch die Urbanisten-Historie gehen.

2010

Gegründet wurde der Verein von 10 Menschen im Jahr 2010. Es folgten viele Teamtreffen, das Corporate Design mit unserem Logo wurde erdacht und wir sind auf Spurensuche ins Dortmunder Unionviertel gegangen, wo wir noch heute beheimatet sind. Die ersten Urbanisten-Aufkleber wurden natürlich gleich großflächig verteilt und auch im Dortmunder Nachtleben an die Menschen gebracht.

2011

Bevor die ersten Aktionen 2011 gestartet haben, wurde unsere Internetseite aufgebaut und eine Facebookseite erstellt. Unser erstes Projekt überhaupt war die kreative Gestaltung von Strom- und Verteilerkästen unter dem Titel „Energieverteiler“. Dafür haben wir Prototypen aus Holz im Hinterhof unserer WG gebaut und bei der „Oase in Beton“ erstmals gemeinsam mit Stadtbewohner*innen künstlerisch gestaltet.

Zum Mitmachen haben wir eingeladen beim Münsterstraßenfest in Dortmund und dem Natur-Festival in Bochum, um anschließend mit der Gestaltung echter Stromkästen im Unionviertel zu beginnen. Es folgten Stadtteilführungen und Ausstellungen im Blauen Haus und in der Werkhalle am Union Gewerbehof, um Künstler*innen und Nachbarschaft zu vernetzen. Unseren ersten Graffiti-Workshop gaben wir für Kids in Gelsenkirchen an der Trendsportanlage Consol und haben mit Jugendlichen das Projekt „Jugend checkt Leerstand“ durchgeführt

2012

Neue engagierte Menschen, darunter viele Raumplaner:innen sind 2012 zu uns dazu gestoßen und haben neue Perspektiven und Blickwinkel in den Verein getragen. Highlight des Jahres war der Umzug des Vereins aus der WG in ein das Ladenlokal in der Rheinischen Straße in Dortmund und der Aufbau eines urbanen Gartens zusammen mit der direkten Nachbarschaft. Weitere Energieverteiler wurden im Viertel künstlerisch gestaltet, die Methodenbox „Coloria-Stadtexpedition für kreativer Forscher“ erarbeitet und unsere Ideen im Dortmunder U ausgestellt. Pressetermine und Interviews waren damals noch sehr neu und aufregend und haben die Herzen jedes Mal schneller schlagen lassen.

2013

Ab 2013 ging es richtig ab. Wir brachten zwei neue Homepages an den Start: Zusammen mit dem Hamburger Gängeviertel wurde der „Leerstandsmelder“ nach Dortmund geholt und wir haben die Netzwerkplattform „Urbane Oasen“ ins Leben gerufen. Unser erstes Aquaponikgewächshaus wurde am Union Gewerbehof in Betrieb genommen und wir haben den Bürgergarten „Kleine Heroldwiese“ sowie den 3-Bäume-Park im Unionviertel bei der Gründung unterstützt. Mit einer großen Graffitiaktionen haben wir die Herbstakademie am Dortmunder Schauspielhaus bereichert und Kindern den Umgang mit der Sprühdose beim Projekt „Nordstrom“ zusammen mit der Stadtteilschule gezeigt. Unser Büro bekam endlich eine professionelle Beschilderung, unser Hinterhof nahmlangsam Gestalt an und wir konnten auf unserem ersten Lastenfahrrad durchs Viertel flitzen. In unserer ersten Zukunftswerkstatt wurde im Team über Potenziale für ein lebenswertes Quartier diskutiert und Stadtteilhonig abgefüllt.

2014

Passend zum Frühling starteten wir 2014 mit unserer ersten Pflanzentauschbörse am Union Gewerbehof. In den Hinterhof unseres Büros haben wir eine schmucke Sitzecke gezaubert, um mit dem größer werden Urbanisten-Team auch unter freiem Himmel neue Projekte zu planen. Den Vorplatz des Schauspielhauses Dortmund haben wir mit engagierten Menschen beim NRW-Theatertreffen komplett verwandelt und beim Projekt „MachBunt“ einen ganzen Spielplatz zusammen mit der Nachbarschaft kreativ umgestaltet. Weiter ging es mit unserer Teilnahme an der Extraschicht in Dinslaken, einem Energieverteiler-Projekt im Althoffblock zusammen mit DEW21, Telekom und der Deutschen Post sowie einem Graffiti-Battle mit dem JKC des Jugendamtes Dortmund im Unionviertel.

2015

2015 starteten wir gleich mit einer ganzen Reihe cooler Bauprojekte, bei denen handwerkliches und fachliches Knowhow verbunden wurde. Unser Aquaponik-Gewächshaus am Union Gewerbehof bekam ein Update, wurde besser, größer und raffinierter und wir bauten die ersten mobilen Aquaponik-Systeme z.B. für das „Innovative Citizen Festival“ im Dortmunder U. Zum Thema Upcycling gaben wir erstmals Workshops beim „Save the World Festival“ in Bonn und bauten für das Kreativquartier in Essen bewegliche Stadtmöbel aus Einwegpaletten für das Projekt „ArtSpace“.

Weiter ging es mit der Gestaltung unseres Büros an der Rheinischen Straße. Die Außenfassade bekam vorne einen schwarzen und hinten einen gelben Anstrich. Bunt wurden weitere Strom- und Verteilerkästen gemeinsam mit Jugendlichen aus der Gemeinde St. Bartholomäus in Dorstfeld. Als Anerkennung für unsere Arbeit bekamen wir im Dortmunder Rathaus den ersten Preis „Soziale Stadt“ der PSD-Bank.

2016

Die künstlerische Gestaltung von Pumphäusern der Emschergenossenschaft eröffnete 2016 eine spannende Zusammenarbeit, auch die S-Bahn-Haltestelle Dortmund West bekam in diesem Jahr einen kreativen Anstrich. Für den Sommer am Dortmunder U haben wir die Gestaltung des Vorplatzes erarbeitet, für das Dortmunder Unionviertel entwickelten wir unser erstes Urban Game „Streetart-Bingo“.

Frisch geboren wurde 2016 auch unsere „Urbanisten-Manufaktur“ am Union Gewerbehof. Mit einer Förderung durch die „Anstiftung“ und die Bezirksvertretung Innenstadt-West konnten wir nach einer Ausstellung im Rahmen der „Emscherkunst“ unsere heutigen Räumlichkeiten beziehen und einrichten. Wir entwickelten mit der neuen Ausstattung spannende Bildungsangebote zu Upcycling & DIY und eröffneten die Offene Werkstatt.

Dieses erfolgreiche Jahr durften wir mit einem weiteren Highlight beenden. In Zusammenarbeit mit dem Kulturort Depot Dortmund erdachten wir das Festival-Format „TrashUp!“, das Upcycling-Künstler aus ganz Deutschland nach Dortmund holte und die Besucher mit Workshops, Lesungen, Podiums-Talks und Kinofilmen über die Themenkomplexe Müllvermeidung, Ressourcenschutz und kreative Abfallnutzung informierte und zum mitmachen einlud.

2017

Passend zum Start der Gartensession gründete sich 2017 der Westgarten im Dortmunder Unionviertel und lud die lokale Bevölkerung zum Mitmachen ein. Künstlerisch gestaltet wurde die Brücke der S-Bahn-Haltestelle Dortmund-West, durch eine Förderung der Bezirksvertretung innenstadt-West. Im Rahmen des Forschungsprojektes „urbane produktion.ruhr“ bezogen wir gemeinsam mit den Forschungsinstitutionen IAT und InWis die entweihte Lutherkirche in Bochum Langendreer und erschufen dort das LutherLab.

Der Ausbau unserer Urbanisten-Manufaktur nahm weiter Gestalt an und wurde immer professioneller. Wir bauten mobile Skaterampen mit der Dortmunder Skateboardinitiative für den Vorplatz vom Dortmunder U und organisierten das Projekt „CreateYourSkateplaza“. Weiter gings mit einem Themenzelt auf dem Campfire-Festival, das vom Recherchezentrum „Correctiv“ erstmals auf dem Campus der TU-Dortmund organisiert wurde. Die tolle Zusammenarbeit führte außerdem dazu, dass wir den neuen Buchladen und Geschäftssitz von Correctiv in Essen im Rahmen eines Workshops mit Upcycling-Möbeln gestalten durften. Mit den Erfahrungen aus dem Vorjahr wurde das „TrashUp!-Festival“ um neue Veranstaltungsformate erweitert und lockte in Kooperation mit DEW21 noch mehr Besucher zum Kulturort Depot.

2018

Das „YouDo-Festival“ eröffnete das Jahr 2018 und zeigte spannende Einblicke in Produktionsstätten von Kreativen aus dem Dortmunder Unionviertel. Außerdem ging der Westgarten in seine zweite Gartensession. Im Aktionsfeld Kunst im öffentlichen Raum wurden die Produktionen und kooperativen Gestaltungen immer größer, es entstanden Kunstwerke z.B. am Künstlerhaus, an der Gabionenwand an der B56 und an einem Privathaus in Westerfile zum Thema „Straße der Kinderrechte“. Do-it-yourself Projekte realisierten wir mit dem Gymnasium Überruhr, zusammen mit den Schüler:innen erschufen wir dort ein grünes Klassenzimmer und bauten den Außenbereich der Jugendfreizeitstätte „Palme7“ um.

2019

Das Forschungsprojekt „LUZI –Labor für urbane Zukunftsfragen und Innovation“ startete 2019 im Dortmunder Unionviertel zusammen mit der „Dezentrale“ von Frauenhofer-UMSICHT und dem UnionGewerbehof. Gemeinsam werden Potenziale und Möglichkeitsräume für nachhaltiges Handeln an Orten des Selbermachens erkundet. Ein urbaner Waldgarten wurde gemeinsam mit der Gemeinde St. Urbanus aufgebaut und die Gruppe des Westgartens entwickelte Möbel in unserer Manufaktur. In Bochum Wattenscheid wurde aus einem leerstehenden Ladenlokal das „WatCraft“, ein Begegnungs-und Kulturort für alle lokalen Bewohner*innen und eine Hausfassade in der Hydenstraße in Dortmund wurde künstlerisch gestaltet.

Zum evangelischen Kirchtag erschufen wir ein echtes Flaggschiff: die Arche 2.0. Gemeinsam mit den Besucher*innen wurde erst der Rumpf verkleidet und Bug und Heck bepflanzt. Anschließend durften wir die Arche dem „Haus der Vielfalt“schenken, wo sie seitdem gepflegt und gehegt wird. Außerdem wurde die Urbanisten-Manufaktur um einen Raum erweitert und das TrashUp-Festival in einem „Rethinking“ neu gedacht und konzipiert. Ein Lastenfahrrad als echter Schwertransporter bereichert unseren Fuhrpark durch eine Förderung von „Nordwärts“ und bringt uns seitdem elektrifiziert durch die Stadt. Besonders haben wir uns über den Günther-Gregg Preis zum Thema Hydrokultur gefreut.

2020

Angekommen im Jahr 2020 freuen wir uns natürlich wie Bolle über unser zehnjähriges Bestehen. Wie viele andere Initiativen stehen wir jedoch vor großen Herausforderungen und müssen in der aktuellen Situation improvisieren und neu Denken. So haben wir angefangen einige unserer Angebote digitaler zu gestalten. Mit dem Projekt „FutureClub“ sollten für Kinder und Jugendliche aus Dortmund-West eigentlich kreative und handwerkliche Workshop-Angebote geschaffen werden. Da dies zurzeit nur eingeschränkt möglich ist, haben wir verschiedene Onlineangebote erstellt. Außerdem haben wir „bunterbeton“ ins Leben gerufen, der Podcast soll als Wissensquelle und Plattform für kulturelle Stadtentwicklung dienen. Dafür sind wir aktuell in ganz Deutschland unterwegs, um euch spannende Initiativen vorzustellen, die in irgendeiner Weise die Welt zu einem besseren Ort machen wollen.

Wir haben mal wieder ein neues Urban Game entwickelt, diesmal in Wuppertal: „Klassenkampf –Wem gehört die Stadt?!“. Im Auftrag der Stadtbibliothek Wuppertal haben wir für das Jubiläumsjahr Engels2020. Große Freude gab es ,als wir als einer von fünf Creative.Spaces 2020 ausgezeichnet wurden. Das Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft des Landes NRW unterstützt damit das Engagement der Netzwerke in ihren Regionen. Um das Wissen um die Vorteile der Aquaponik zu verbreiten, haben wir gemeinsam mit Schüler*innen der Gustav-Heinemann-Gesamtschule und des Westfalenkollegs jeweils ein Aquaponik-System gebaut. Dieses steht jetzt als Lernobjekt in den Schulen und wird dort gehegt und gepflegt. Um mehr Grün in die Städte zu bringen durften wir außerdem zusammen mit dem „Fachgeschäft für Stadtwandel“ ein Parklet bauen, welches dann im Essener Stadtteil Holsterhausen aufgestellt wurde.

Ein langer Weg

Seit unserer Vereinsgründung 2010 haben wir uns nicht nur inhaltlich, sondern auch räumlich weiterentwickelt und sind aus der studentischen WG herausgewachsen. Und obwohl unser Standort im Unionviertel ist und im Büro alle Fäden zusammenlaufen, sind wir weit über das Viertel und Dortmund hinaus aktiv. Wir beleben Leerstände in Bochum, haben ein kleines Büro in Hamburg, machen Projekte in vielen anderen Städten, und verbreiten unsere Ideen in Vorträgen oder auf Konferenzen. Unsere Vision von einer Stadtgesellschaft, in der die Bewohnerinnen und Bewohner ihr Lebensumfeld kreativ und eigenverantwortlich gestalten, zieht ihre Kreise. Und wir sind noch lange nicht am Ende: Wir möchten weiterhin neue Menschen und Perspektiven mit an Bord holen, neue Projekte realisieren und zusammen mit euch an der nachhaltigen Stadt der Zukunft arbeiten.

 

Engels-Rallye: Verlierer werden zur „arbeitenden Klasse“

Die einen haben Geld – dafür sind die anderen viele. Grundthese verstanden: Mit diesem Ertrag könnte selbst Friedrich Engels ein neues Projekt zu seinen Ehren mögen. Zum Engelsjahr lockt ab sofort eine Straßenrallye in die City – Titel: „Klassenkampf“. Von der Zentralbibliothek aus können verschiedene Teams nun spielerisch den Aufstand proben.

Im Programm des Engelsjahres ist die Kooperation mit dem Verein „Die Urbanisten“ ein Angebot der entschieden aktiven Art. Interaktiv sogar, praktisch und bewegungsintensiv.

Hier könnt ihr den vollen Artikel online lesen.

Home Office und digitale Zusammenarbeit bei den Urbanisten

Seit mehreren Wochen stellen wir uns so wie alle den Herausforderungen der Corona Krise und damit auch den Herausforderungen des Arbeitsalltages im Home-Office. Morgens etwas länger schlafen zu können ersetzt bei uns nicht die Freude über die gemeinsamen Gespräche und Mittagspausen in unserem Büro. Und sogar die Diskussionen über die nicht ausgeräumte Spülmaschine oder die herumstehenden Kaffeetassen vermissen wir. Diskussionen können wir aber zum Glück aber auch digital führen.

Aus einem typischen Tag bei uns im Büro, der für Svenja morgens mit einem Frühstück und einer Zeitung startet, für Jan mit einer ausgiebigen Pflege aller Pflanzen weitergeht und für Flo mit einem Rundgang, bei dem er den Staub aus der Werkstatt mitbringt, endet, wurde nun ein Arbeitsalltag voller Telefonate, Videokonferenzen und Textnachrichten. Aus einer Absprache, die normalerweise etwa 5 Minuten gedauert hätte, kann im Zweifelsfall, wenn die jeweiligen Mittagspausen ungünstig liegen oder man sich gegenseitig nicht erreichen kann, auch eine Angelegenheit von mehreren Stunden werden. Jeder von uns schlägt sich nun auch während des Arbeitstages mit all den Ablenkungen und Aufgaben, die Zuhause erledigt werden müssen, herum und so manches lässt sich dadurch nicht so schnell wie gewöhnlich realisieren. Dennoch sind wir weiterhin motiviert und zum Glück gibt es eine Vielzahl von Programmen und Tools, die uns diese digitale Zusammenarbeit erleichtern. Gemeinsame Besprechungen finden nun per Videokonferenz statt und kurze Absprachen werden durch einen Anruf oder eine Nachricht erledigt.

Während dieser aktuellen Situation tut es uns allen auch sehr gut, sich ab und zu mal zu sehen, wenn auch nur durch den Monitor. Die Verbindungsprobleme während der Videokonferenzen gehören mittlerweile genauso zum Arbeitsalltag wie das ständige „Hört ihr mich?“ in den digitalen Meetings. Aber es gibt nichts, woran man sich nicht auch gewöhnt. Die anstehenden Projekte bringen wir nun von Zuhause voran und verschiedene Angebote werden, genauso wie unsere Zusammenarbeit, nun ebenfalls digitalisiert. Auf unseren Social Media Accounts folgen mehr Infos zu wo, wie und wann.

Unser Büro wird auch weiterhin täglich von einem Urbanisten, meistens Nils, besucht, der sich um all die angezogenen Pflänzchen für unser Gewächshaus und den Westgarten kümmert. Außerdem müssen ja auch noch weiterhin die analogen Aufgaben, wie den Briefkasten zu leeren und die Post zu verteilen, erledigt werden, denn daran ändert sich auch während der aktuellen und auf Hochtouren laufenden Digitalisierung nichts.

Wir freuen uns schon darauf, bald wieder gemeinsam im Büro zu sitzen und all die abwechslungsreichen Gesprächen zwischen Tür und Angel während einer normalen Arbeitsroutine, führen zu können.

Bis dahin wünschen wir weiterhin alles Gute, bleibt gesund und Zuhause!

Urbanisten als Kreativnetzwerk ausgezeichnet – Creative.Spaces 2020

Gute Nachrichten sind ja rar gesäht in diesen Corona-Tagen. Umso mehr freuen wir uns, dass wir als einer von fünf Creative.Spaces 2020 ausgezeichnet wurden. Das Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft des Landes NRW unterstützt damit das Engagement der Netzwerke in ihren Regionen.

Die Jury, bestehend aus den Mitgliedern des CREATIVE.Board, ein Gremium aus
Spitzenvertreter*innen der Kultur- und Kreativwirtschaft, hat folgende Netzwerke
ausgewählt: die Urbanisten (Dortmund), Flora & Fauna (Düsseldorf), Freischwimmer
(Krefeld), Haldern Pop Haus (Haldern), Impact Hub Ruhr (Essen).

Die ausgewählten Netzwerke zeichnen sich insbesondere durch ihre
branchenübergreifende Vernetzungsarbeit aus. Durch ihre innovativen Aktivitäten
wirken sie in die jeweilige Region hinein und knüpfen neue Verbindungen zwischen
lokalen Kreativschaffenden, (Kreativ-)Wirtschaft, Gesellschaft, Verwaltung und
Politik. Mit der Auszeichnung möchte CREATIVE.NRW den Netzwerken zu mehr
Sichtbarkeit verhelfen. Darüber hinaus sollen das Preisgeld, gemeinsame
Veranstaltungen und die Vernetzung mit den 15 bereits ausgezeichneten
CREATIVE.Spaces neue Impulse für die weitere Arbeit liefern. „Allein die Tatsache,
dass wir auch im vierten Ausschreibungsjahr wieder zahlreiche Bewerbungen
erhalten haben, zeigt das große Potenzial kreativer Netzwerke in NRW. Die fünf
neuen CREATIVE.Spaces werden mit ihren einzigartigen Orten, Konzepten und
ihren großartigen Aktivitäten unser Netzwerk aufs Neue thematisch wie geografisch
bereichern – wir freuen uns auf die Zusammenarbeit“, so CREATIVE.NRW Geschäftsstellenleiterin
Claudia Jericho.

„Waldgarten in Dortmund: Bürger können das Urbanisten-Projekt mitgestalten“, Ruhr Nachrichten, 26.02.2020

Die Ruhr Nachrichten berichten über unser Waldgarten-Projekt in Huckarde:

An der Fläche rund um das Gemeindehaus von St. Urbanus in Huckarde werkeln die Gemeinde und die Urbanisten, ein gemeinnütziger Verein für Stadtentwicklung, gemeinsam. Das Projekt „Waldgarten“ dient der Renaturierung der Fläche im Huckarder Ortskern.

Hier geht’s zum Artikel im Netz.

„Bochum: Produzierende Betriebe sollten zurück ins Zentrum“, WAZ, 17.12.2019

Die WAZ berichtet über die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Urbane Produktion.Ruhr“, das die Urbanisten in Zusammenarbeit mit dem Institut Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule, der Hochschule Bochum und der Stadt Bochum betreibt:

„Es ist notwendig, dass wir die Produktion wieder in die Stadt holen, nicht nur um Arbeitsplätze und Wertschöpfung zu erhalten, sondern auch Innovationen zu ermöglichen und ökologischer zu produzieren, wenn wir diese wieder vor Augen, Ohren und Nasen haben“, sagt Stadtforscher Professor Dieter Läpple. Viel zu lang sei ein zu starker Fokus auf Dienstleistungsbetriebe und Einzelhandel bei der Gestaltung der Städte gelegt worden.

Hier geht’s zum Artikel im Netz.

Bericht der Nordstadtblogger: Vom Wandel im Kleinen und ganz Großen: Erfolgreiche „1. Dortmunder Nachhaltigkeitskonferenz“ im Depot, 30.09.2019

Die Nordstadtblogger berichten über „#Rethinking Trash Up! – Dortmunds Erste Nachhaltigkeitskonferenz“ im Depot Dortmund:

„Von Julian Napierala und Alexander Völkel Nach der Konferenz ist vor der Konferenz: Der Kulturort Depot und der Verein Die Urbanisten haben von 2016 bis 2018 das Upcycling Festival Trash Up! veranstaltet und sich dort auf vielfältige Art und Weise…“

Vom Wandel im Kleinen und ganz Großen: Erfolgreiche „1. Dortmunder Nachhaltigkeitskonferenz“ im Depot

„Die Urbanisten holen den Günter-Gregg-Preis 2019 nach Dortmund“, Ruhr Nachrichten, 30.09.2019

Die Ruhr Nachrichten berichten über unser Projekt „Urban Gardening and Farming“, das von der Deutschen Gesellschaft für Hydrokultur (DGHK) mit dem Günter-Gregg-Preis ausgezeichnet wurde:

Laut DGHK-Geschäftsführer Stefan Hecktor sei es den Urbanisten nachhaltig gelungen, nachhaltig „durch Hydrokultur neue Perspektiven in urbanen Lebensräumen“ zu schaffen. Stadtbewohner können so wieder selbst Nahrungsmittel produzieren.

Hier geht’s zum Artikel im Netz.

Günter Gregg-Preis 2019

Am vergangenen Freitag haben wir von der Deutschen Gesellschaft für Hydrokultur e.V. den Günter Gregg-Preis 2019 verliehen bekommen.

Günter Gregg gilt als Pionier der Kultivierung von Pflanzen in Hydrokultur. Sein Urgedanke war es, Pflanzen ohne Erde anzuziehen. Viele Entwicklungen und Ideen, gesundes Leben mit und für Pflanzen in den Wohninnen- und ‑außenraum zu bringen, wurden von ihm geprägt. Genau diesen Pioniergeist hat die Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur in unserem Aquaponik-Projekt wiedererkannt und entschieden, den Preis in diesem Jahr an die Urbanisten zu verleihen.

Am Vormittag der Preisverleihung besuchte eine rund 25köpfige Delegation des Vereins unsere Aquaponik-Anlage am Union Gewerbehof. Nils Rehkop führte durch die Anlage und erklärte die Funktionsweise des Systems. Von dort fuhr die Gruppe zur Fachhochschule in Soest, wo Rolf Morgenstern, Urbanist und Mitarbeiter am Fachbereich Agrarwirtschaft unter der Leitung von Dekan Prof. Lorleberg, die dortige Aquaponik-Forschungsanlage vorstellte. Am Nachmittag folgte dann die Preisverleihung durch Carsten Stakalies, Präsident, und Stefan Hecktor, Geschäftsführer der Deutschen Gesesllschaft für Hydrokultur (DGHK).

Marlis Gregg, die Tochter des Hydro-Pioniers, berichtete in ihrer Laudatio, wie Ihr Vater unermüdlich über die Möglichkeiten der Hydrokultur gesprochen hat, versiegelte Flächen wieder grün werden zu lassen. Auf Hausdächern, City-Plätzen oder oberhalb von Tiefgaragen etwa, überall bietet die Stadt Platz für Pflanzbecken mit Hydrokultur. Ebenso verbreiten die Urbanisten eine ansteckende Begeisterung und betreiben mit Workshops und Führungen, als Referenten und Aussteller ein stetig wachsendes Netzwerk.

Das Aquaponik-Projekt, das in einem kleinen Gewächshaus im Dortmunder Unionviertel begann, wächst und gedeiht stetig, und blüht mit dem EU-geförderten internationalen Forschungsprojekt „proGIreg: „Produktive grüne Infrastruktur für die Regeneration alter Industriestädte“ weiter auf. Darin arbeiten die Urbanisten gemeinsam mit sechs Universitäten, acht Unternehmen sowie sieben Nichtregierungsorganisationen (NGO).

Es werden Forschungsgewächshäuser entstehen, welche ab 2020 in Dortmund in einem „bürgergetragenen Reallabor“ zum einen Gemüse für die örtliche Gastronomie produzieren und zum anderen Mietbeete für Bürger in einer Aquaponikanlage bereit stellen. „Günter Gregg war bei der Entwicklung des Hydrokultur-Systems von Visionen geleitet, die mit den Urbanisten wahr werden“, so Marlis Gregg.

Wir freuen uns sehr über die Ehrung und bedanken uns vielmals bei der Deutschen Gesellschaft für Hydrokultur e.V.

Workshopreihe zum „Tag des guten Lebens“ beginnt in Wuppertal

Multiplikator*innen und Stadtmacher*innen gesucht!

In Zusammenarbeit mit engagierten Partner*innen dürfen wir eine Workshopreihe und Fortbildung präsentieren, die den „Tag des guten Lebens“ als Inspiration und Ausdrucksform nachhaltigen Handelns in andere Städte und Gemeinden trägt. Wir wollen Multiplikator*innen und Macher*innen ansprechen, die Lust haben, sich im Themenfeld urbane Transformation, Beteiligung und Nachhaltigkeit fortzubilden. Die Kölner haben’s mit dem Tag des guten Lebens vorgemacht: Transformation und Wandel ist gemeinsam möglich! Wir lassen uns von den Erfahrungen in Köln, Berlin und Dresden inspirieren und wollen gemeinsam mit euch diskutieren, wie ein Tag des guten Lebens in eurer Stadt aussehen könnte.

Tag des guten Lebens in Köln

In Köln gibt es den Tag des guten Lebens seit 2013 und findet seit dem jährlich in wechselnden Stadtteilen statt. Der Tag des guten Lebensist ein Tag der Demokratie, des sozialen Zusammenhalts, der Vielfalt und der Nachhaltigkeit. Dieser Tag ist nicht nur ein Event, sondern ein Katalysator eines sozial-ökologischen bzw. kulturellen Wandels in unserer Gesellschaft – eines Wandels von unten nach oben, vom Lokalen zum Globalen, auf Basis unkonventioneller Allianzen.

Diese unkonventionellen Allianzen verwandeln die Straßen und Plätze, Zwischenräume, Theater, Schulen oder auch Wohnprojekte in eine gemeinschaftliche „Agora“, wo direkte Demokratie gelebt wird, soziale Beziehungen und Nachbarschaft im Vordergrund stehen und Kunst und Kultur im öffentlichen Raum stattfinden. In diesem kreativen Freiraum kann jede Nachbarschaft eigene Konzepte des „guten Lebens“ gemeinschaftlich umsetzen, anstelle des Euro gilt an diesem Tag Vertrauen als Währung und monotone Verkehrsflächen werden zu bunten Freiräumen.

Mehr Informationen findet ihr hier: http://www.tagdesgutenlebens.de

Vier Workshops in vier Regionen Deutschlands

Unsere vierteilige Workshopsreihe startet im Bergischen Land in Wuppertal. Wir laden alle herzlich ein, am 27.-28. September 2019 im Permakulturhof Vorm Eichholz e.V., Wuppertal dabei zu sein. Der Workshop ist offen für alle Interessenten, die einen neuartigen Transformationsprozess in der eigenen Stadt bzw. im eigenen Quartier starten und vorantreiben wollen. Bereits bestehende Ideen zu einem Tag des Guten Lebens in Wuppertal und in der Region können gemeinsam weiterentwickelt und mit Leben gefüllt werden.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 04.09.2019. Bitte schickt uns eine Email an tagdesgutenlebens@dieurbanisten.de oder bucht euer Ticket direkt hier: 

„Tag des guten Leben“ Multiplikator*innen Workshop in Wuppertal

Die Teilnahmegebühr beträgt für 30 Euro pro Person und deckt unter anderem Verpflegung und Raumkosten.

Weiter Termine in Hamburg, Berlin und Minden folgen.
Wir freuen uns auf Eure Teilnahme!

Ein wachsendes Bündnis für die Transformation unserer Lebensräume:

Team (Konzept und Organisation Workshopreihe)

Davide Brocchi (Nachhaltigkeitsforscher und Initiator des Tag des guten Lebens in Köln)
Severein Caspari (Soziologe, Common future e.V.)
Yvonne Johannsen (Stadtplanerin, die Urbanisten e.V.)
Viola Schulze Dieckhoff (Wissenschaftlerin und Raumplanerin, die Urbanisten e.V. )

Ideelle Gastgeber

Alte Mu Impuls-Werk e.V. (mit der Initiative BÜRGER//WERK//STADT), Kiel
Berlin 21 e.V., Berlin
Bundesverband Verkehrsclub Deutschland (VCD), Berlin
Commons-Institut e. V., Bonn
Die Urbanisten e.V., Dortmund
FairBindung e.V., Berlin
Initiative Offene Gesellschaft, Berlin
transform Magazin, Leipzig
Urbane Liga, Hannover
Verband für sozial-kulturelle Arbeit e.V., Berlin

Die Multiplikator*innen Workshops werden unterstützt und finanziell gefördert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW und dem Fonds Soziokultur e.V.
Danke für das Vertrauen!

„Klima ist Heimspiel“: Klimaschutzfonds unterstützt die Urbanisten

Wir sagen DANKE!

In Dortmund setzten sich viele Initiativen für Nachhaltigkeit und Klimaschutz ein und bekamen dafür Unterstützung durch die die Koordinierungsstelle Klimaschutz und Klimaanpassung des Umweltamtes der Stadt Dortmund. Im Rahmen des Förderprogramms Klimaschutzfonds – Klima ist heimspiel“ erhielten auch die Urbanisten unter insgesamt 22 Projekten eine Unterstützung von 500 Euro. 

Das Geld haben wir für die Anschaffung besonders ökologischer Öle und Lacke zur Behandlung von Holz eingesetzt. In unserer Urbanisten-Manufaktur möchten wir mit diesen Produkten nun experimentieren, Erfahrungen sammeln und diese an Interessierte weitergeben. Wer selber mal mit den Produkten arbeiten will, ist herzlich eingeladen uns in der Offenen Werkstatt zu besuchen.

Bei dem Fototermin zitierte Christian Nähle von der Koordinierungsstelle Klimaschutz und Klimaanpassung des Umweltamtes aus der Broschüre des Verbundes der Offenen Werkstätten „Freiraum zum Selbermachen“: „Eigenarbeit und Selbermachen spielen eine wichtige Rolle bei bei der Suche nach nachhaltigeren Lebensformen. Was man selbst gestrickt, getischlert, gepolstert hat, wirft man nicht so leicht weg und ersetzt es durch etwas Neues. Die Menschen entwickeln unweigerlich ein anderes Verhältnis zu den Dingen, sie werden kritischer gegenüber Inhaltsstoffen, machen sich eher Gedanken darüber, woher die verwendeten Materialien kommen. Wenn man den Lack selbst verstreicht, nimmt man eher einen ungiftigen.“ Dazu ergänzt Christian Nähle: „In diesem Sinne hoffe ich, dass die Urbanisten ihre wertvolle Arbeit mit der Offenen Werkstatt noch weiter in die Stadtgesellschaft hineintragen werden.“

Hier findet ihr alle Informationen zu unserem Aktionsfeld Upcycling & do-it-yourselfAktuelle Angebote in der Manufaktur findet ihr wie immer hier bei unseren Terminen.

Folgende Initiativen wurden auch durch den Klimaschutzfonds unterstützt: