Am 26. und 27. Februar 2021 haben wir als Teil des lala.ruhr – Teams das erste Festival der Landschaft der Metropole Ruhr mitveranstaltet. Digital sind wir mit vielen Menschen zusammengekommen, um über die Zukunft der Landschaft des Ruhrgebiets zu sprechen und in Werkstätten konkrete Lösungsideen zu erarbeiten.

Während der zwei Tage ist uns nochmal bewusst geworden, was die urbane Landschaft des Ruhrgebiets eigentlich ausmacht und wo ihre Besonderheiten liegen. Es gibt eine Vielzahl an freien un- oder untergenutzten Flächen, große gestaltete Parks, ehemalige Industrieflächen, die nun Naturräume mit hoher Biodiversität sind und vor allem immer wieder freie Zwischenräumel in den Innenstädten und den Quartieren und Stadtteilen um die Innenstädte herum. Die zentrale Frage des Festivals war daher schnell gefunden: Wie können wir uns und unsere Landschaft innerhalb dieser besonderen Strukturen entwickeln?

In Werkstätten zu Themen wie urbane Biodiversität, den Wert unserer Böden, kreative Nutzungen für Brachflächen, Bolzen für den guten Zweck, transformative Straßen, grüne Bahnhöfe, die Zukunft unserer Innenstädte und neue Narrative für das Ruhrgebiet, ging es genau um diese Frage. Die Werkstattleiter:innen haben gemeinsam mit Menschen aus der Zivilgesellschaft, Vereinen und Initiativen, Planungs- und Architekturbüros, Verwaltung und Politik und Wissenschaft diskutiert, in Arbeitsgruppen Vorschläge gesammelt, Visionen für die Zukunft entwickelt und konkrete notwendige Schritte formuliert. Die Ergebnisse der einzelnen Werkstätten werden wir nach und nach auf dem Blog www.lala.ruhr/blog veröffentlichen.

Was wir aus dem gesamten Festival mitnehmen, ist aber vor allem, dass wir mit postiven Bildern die Zukunft der Landschaft kommunizieren müssen, dass wir uns nicht nur um das Grün auf unseren Böden kümmern sollten, sondern auch um die  Böden selbst, dass es immer wieder wichtig ist, andere Perspektiven zu beleuchten, Netzwerke zu stärken und mit gemeinsamer Kraft politisches Commitmennt zu erringen und dass es für die Umsetzung von großen Visionen vor allem die kleinen Schritte und temporären Ansätze sind, die Erfolge bringen.

„Wir wollen als Advokaten der Landschaft frische Dinge erproben und erlauben.“ (Juliane von Hagen von stadtforschen.de und dem lala.ruhr Team)

lala.ruhr ist das Labor für die Landschaft der Metropole Ruhr und ein Netzwerk aus Expert*innen für Landschaft und Architektur, Stadtentwicklung und Räume, gemeinsames Arbeiten und Teilhabe, Kommunikation und Kollaboration, lokal, regional und international.

lala.ruhr widmet sich einer integrierten Sicht auf die Transformation der urbanen Landschaft des Ruhrgebiets, in der Menschen, Gebäude und Landschaft symbiotisch, resilient und zukunftsfähig eine hohe Lebensqualität bieten. Es entsteht ein kreativer Laborraum, in dem unter dem Leitbild einer produktiven Landschaft Ideen und innovative Konzepte für die Zukunft der Metropole Ruhr diskutiert und entwickelt werden.

Mehr dazu unter www.lala.ruhr