Cowiki reloaded – das Jahr im Überblick!

Darum geht´s!
In vielen gemeinnützigen Vereinen, Bildungseinrichtungen und anderen zivilgesellschaftlichen Initiativen werden diverse Inhalte über „Selbermachen“ verlebendigt: Begreifen, lernen, entwickeln, bauen und basteln, indem man selbst Hand anlegt und sich praktisch mit Werkzeug und Materialien auseinandersetzt. Standards und Praxishilfen für diejenigen, die andere Menschen in die Handhabung von Werkzeugen, Maschinen und sonstigen Ressourcen einweisen, sind jedoch kaum öffentlich verfügbar und werden von den Akteur*innen bisher aufwendig und dezentral selbst erstellt.
Hier setzt „CoWiki reloaded“ an. Gemeinsam mit Expert*innen aus dem Netzwerk Offener Werkstätten werden im Rahmen des Projekts Grundlagen für einen “Gold-Standard“ zum sicheren Arbeiten mit Werkzeugen, Maschinen und Werkstoffen erarbeitet. Zusammen mit Partnerwerkstätten entstehen praxisorientierte und modular anpassbare Bildungmaterialien, die als Open Educational Ressources zur freien Verfügung gestellt werden.
Ideenfindung & Protoyping
In den ersten Monaten der Projektarbeit beschäftigten wir uns zunächst mit dem Sammeln und Strukturieren von Wissen: Durch den intensiven Austausch mit Partnerwerkstätten, Internetrecherchen, der Sichtung verschiedenster Materialien aus individueller werkstatteigener Hand oder offiziellen Institutionen wie der Berufsgenossenschaft entstand so ein reicher Pool an diversen Informationen zu verschiedensten Teilbereichen des Werkstattlebens. Schnell wurde uns klar, dass dieses Wissen in eine ganz eigene Form gebracht werden muss, die an die Bedarfe verschiedener Orte des Selbermachens angepasst ist. Handlich, übersichtlich, umfassend, bunt! In zahlreichen Arbeitstreffen mit Expter*innen aus dem Netzwerk u.a. bei dem Sommercamp der Offenen Werkstätten und einem dreitägigen Workshop in Dresden entstanden Ergebnisse, die sich wirklich sehen lassen können.
Der Fächer: Lehr- und Lernmaterialien im eigenen Cowiki-Design
Schnell kam die Idee einer Handbuches in Fächerformat auf und wir entwickelten drei erste Prototypen für die Formatkreissäge, den Winkelschleifer und den Akkubohrer. Die Kombination aus einer einfachen und strukturierten Wissensaufbereitung und einer ganz eigenen Symbol- und Bildsprache, die sich an den herkömmlichen Sicherheitshinweisen orientiert, diese aber um Witz und poppige Ästhetik erweitert, hat uns viel Mühe gekostet. Wir sind sicher, damit einen großartigen Grundstein für ein ganzes Universum an Wissensmaterialien geschaffen zu haben, denn die inhaltliche und optische Struktur der Fächer lässt sich auf viele andere Maschinen, Werkzeuge oder andere Bereiche übertragen. Neben dem Fächer haben wir u.a. auch erste Schritte in Richtung Video-Tutorials gewagt und dabei wegweisende Grundstrukturen für die Weiterarbeit daran erzielt.  Die Idee hierbei ist, ein Netzwerk aus Wissen, bestehend aus dem Fächer, Video-Tutorials, einem freizugänglichen kollaborativen Online-Wiki und einem Fort- und Weiterbildungsprogramm zu schaffen!
Das Netzwerk wächst!
Ein weiterer elementarer Teil des Projektes war es, das Netzwerk von Orten des Selbermachens zu stärken und gemeinsam darüber nachzudenken, was es über Bildungsmaterialien hinaus noch braucht um die Arbeitsqualität an solchen Orten besser zu machen. Dabei haben wir sowohl in digitalen als auch in Treffen in Präsenz festgestellt, dass der Austausch über Erfahrungen und Unsicherheiten von  anleitenden Personen aus Orten des Selbermachens unglaublich bereichernd und wichtig ist. Da das Projekt nächsten Jahr glücklicher Weise weitergehen wird, werden wir die Ergebnisse aus diesen Arbeitssessions in den nächsten Monaten in konkrete Formate für Weiterbildungsformate für Anleiter*innen überführen und so das Arbeiten an Orten des Selbermachens für alle hoffentlich sehr bereichern!
Mehr Infos gibts hier!
Wir sagen Danke!
Das CoWiki reloaded Team dankt allen bisher beteiligten Expert*innen aus den verschiedenen Orten des Selbermachen! Es war uns eine Freude mit euch zu arbeiten und wir sind gespannt, was wir nächstes Jahr alles gemeinsam auf die Beine stellen!

Konglomerat Dresden https://konglomerat.org/

SLUB Makerspace Dresden https://www.slub-dresden.de/mitmachen/slub-makerspace

Das Habitat Augsburg https://das-habitat.de/

Hobbyhimmel Lübeck https://hobbyhimmel.de/

Werkbox-VS Villingen-Schwellingen https://www.werkbox-vs.de/

B-Side Münster https://b-side.ms/

Verbund Offener Werkstätten e.V. Berlin https://www.offene-werkstaetten.org/

ZAM Erlangen https://zam.haus/

 

Gefördert wird das Projekt CoWiki reloaded durch:

      

Nutzungskonzept für Klimagarten fertig

Die Stadt Schwerte plant einen Klimagarten als Teil der internationalen Gartenausstellung 2027. Der Klimagarten soll auf einer Fläche in Schwerte Wandhofen entstehen und umfasst die Themenkomplexe Klimaschutz, Klimaanpassung und Biodiversität. Doch bevor das Landschaftsarchitekturbüro Förder an die räumliche Planung gehen konnte waren die Urbanisten gefragt. In einem Beteiligungsprozess konnten die Schwerter Bürger*innen ihre Ideen und Anliegen einbringen, die dann in einem Nutzungskonzept für den Klimagarten mündeten.

Die Urbanisten organisierten insgesamt 5 Veranstaltungen: Zwei davon fanden auf dem Gelände des zukünftigen Klimagartens statt, um während des Austauschs einen Überblick auf die Lage, Größe und Beschaffenheit der Fläche zu ermöglichen. Zwei Veranstaltungen fanden in der Rohrmeisterei statt, wovon eine eher an die unmittelbare Nachbarschaft, die andere an die gesamte Schwert Bürgerschaft sowie aktive Initiativen gerichtet war. Es fand ein reger Austausch statt und es wurde eine Vielzahl an thematischen Anregungen aufgenommen. Diese reichten von allgemeinen Themenvorschlägen bis zu konkret ausgearbeiteten Vorschlägen für einzelne Nutzungselemente, Veranstaltungen oder zur Organisation des Gartens nach Fertigstellung. Die Ergebnisse des Prozesses wurden ausgwertet und in flossen in ein Nutzungskonzept, welches als Basis für die weitere Planung dient.

Das Konzept des Klimagartens setzt auf Umweltbildung durch niederschwellige und praktische Erfahrbarkeit klimarelevanter Themen. Es soll ein multifunktionaler Garten entstehen, der sich in vorhandene grün-blaue Infrastrukturen einfügt und für die Erfordernisse rund um den fortschreitenden Klimawandel im Allgemeinen sowie für die Stadt Schwerte im Speziellen sensibilisiert. Bestandteile des Klimagartens sollen u.a. die Anlage von artenreichen und klimaangepassten Anpflanzungen zum Erhalt und zur Förderung der Biodiversität, die Anlage von Flächen zur Erprobung des nachhaltigen Gärtnerns, die Anlage eines multifunktionalen Pavillons sowie die Schaffung von Aufenthaltsqualität sein. Außerdem soll der Klimagarten unmittelbar vor Ort zu einer Verbesserung des Mikroklimas, einer Attraktivierung des Anschlusses an den Ruhrtalradweg sowie zur allgemeinen Verbesserung der Freizeit- und Erholungsqualität beitragen und sich dabei in den Bestand einfügen. Der Klimagarten soll

Das fertige Nutzungskonzept auf mitmachstadt.schwerte.de

 

FANCY PEANUTS | Mural an der Rheinischen Straße 66

Im Auftrag der Eigentümer*innen haben wir mit Oliver Mark aka FANCY PEANUTS und in Kooperation mit dem evangelischen Kindergarten “Kinder unterm U” ein Fassadengestaltung umgesetzt. Im unteren Bereich finden sich die mit den Kindern entwickelten Motive wieder, die gekonnt in Einklang mit der Typographisches Collage gesetzt wurden.

Künstler: FANCY PEANUTS | www.instagram.com/fancy_peanuts

Projektleitung: David Kory

 

ZEIT ZU HANDELN | Künstlerische Gestaltung an der FH Dortmund

No Exit: Es ist Zeit zu handeln. Diese Erkenntnis trieb das Team des CSR-Office der FH Dortmund um. Welche Rolle spielt die FH Dortmund und wie kann die FH Dortmund als Institution, aber auch ihre Angestellten und Studierenden nachhaltiger werden und einen Beitrag leisten?

In einem Workshop sind wir diesen Fragen nachgegangen und haben Bilder entworfen, die Probleme und Lösungen aufzeigen und symbolisierend darstellen sollen. Diese Bilder hat Paul Manzey aka. Pepe Peps dann in seinen Stil transformiert und zu einem Entwurf gegossen.

Die Einzelmotive des Entwurfs bilden dabei drei Gruppen. Diese repräsentieren den Ist-Zustand (Anthrazit, Sand und Weiß), die Transformation (Orange) und das Ziel (Grün). Die Farben entstehen hierbei aus der Umgebung: Das Orange der FH Dortmund, das Grün des Kupferdachs, das Anthrazit der Dachrinnen und Regenabflussrohre und die Sandfarbe der Fassade. Dazu ein abgetöntes Weiß für helle Akzente.

Der Aktienkurs: Die anthrazitfarbenen Aktienkurse stehen für unser naturgefährdendes Wirtschaftssystem, das wir zu einem nachhaltigen System umbauen müssen. Das funktioniert nur, wenn wir die Natur – den Baum – nicht zerstören. Der orangene Graph zeigt die Richtung dieser positiven Transformation: hin zur grünen, gesunden Wurzel.

Die FH und der Spiegel: Selbstreflektion: Die FH beobachtet sich selbst, ihre Aktionen und deren Wirkungen. Der grüne Schimmer im orangenen Spiegel deutet an, dass die FH auf dem richtigen Weg ist.

Das Auge und die Glaskugel: Im Auge brennt die Flamme der gegenwärtigen Katastrophen. Die Glaskugel jedoch zeigt die grüne Zukunft.

Das Buch und die Pflanze: Das wachsende Wissen der Hochschule und die Notwendigkeit von Wissen für den Prozess.

Das brennende Vogelhaus: Ein weiteres Symbol für die Notlage der Natur. Die löschenden Regentropfen repräsentieren die Hoffnung. Orange taucht hier nicht auf, denn der Einfluss der FH Dortmund ist nicht grenzenlos.

Der zugemauerte Notausgang: No Exit. Es gibt keinen schnellen, sicheren Ausweg. Wir alle müssen die Situation gemeinsam bewältigen.

“Zeit zu Handeln”: Das „H“ ist orange: Die FH ist bereit und mittendrin. Die Zeit rennt.

weitere Infos: https://www.fh-dortmund.de/news/wandbild-an-der-weisbachstrasse.php

Künstler: Pepe Peps | www.instagram.com/itspepepeps/

Projektleitung: David Kory

 

Emscher für Alle! – MalliGalli unter der Mallinckrodtbrücke

Neben Live-Musik, Skate-Action und Bar-Betrieb wurde mit Hilfe unterschiedlicher Planungsgrundlagen (Luftbilder, IGA-Informationen, Flyer EGLV u.a.) über Wünsche, Bedürfnisse, Möglichkeiten und Utopien miteinander diskutiert: Wie wollen wir zukünftig Leben? Der Kreativtisch der Aktion “Emscher für Alle” umfasste Perspektiven der Stadtverwaltung, Emschergenossenschaft, FH Dortmund, den Urbanisten und der Zivilgesellschaft. 

Am Ende konnten zahlreiche Anregungen in der Beteiligungsaktion festgehalten werden wie beispielsweise der Wunsch nach mehr Sichtbarkeit der Emscher abseits von Brücken. Das Gleiche gilt auch für den Emscherweg, an dessen Haupteinstiegsstelle an der Kreuzung Rheinische Straße mehr Informationen zu den „points of interest“ gegeben werden sollten. Allgemein sollte die Brücke zwischen Rheinischer Straße und Mühlenpfad dem Emscherkunstweg entsprechend kreativ gestaltet sein. Beispielsweise mit einer Rad-Repairstation als Brückenschlag zum Projektgarten, einer Kunstausstellung und Sportmöglichkeiten wie Basketball und dazu nötige Beleuchtung durch Lichtkunst. 

Ansässige Initiativen, Anwohner*innen und auch die FH-Dortmund mit dem Studiengang ARDEAS wünschen sich eine weitere und langfristige Einbeziehung in den weiteren Planungsprozess der Emscher im Rahmen der Planungen zur Internationalen gartenausstellung 2027 und wollen aktiv mitgestalten und mitreden. 

In einem Punkt sind sich jetzt aber schon alle einig: Die Aufenthaltsqualität an der Emser soll verbessert werden. Durch mehr Natur, Sitzmöglichkeiten, moderne Spielmöglichkeiten, Biergärten, sonnige und attraktive Treffpunkteund vor allem auch Raum zum Skaten – der nach der Schließung des DIY-Skateparks Utopia und der neuen Immobilie am Dortmunder U rar im Unionviertel geworden ist. Menschen sollen die neue Qualität der Emscher erleben können. Dabei ist zwingend auf den partizipativen Charakter von Aktivitäten und Investitionen zu achten. 

Neben dem Diskurs zur Zukunft der Emscher am Kreativtisch haben die Skateboardinitiative Dortmund in Kooperation mit uns, dem Urbanisten e.V., und zahlreichen Gäst*innen diese Utopien für einen Tag ein Stück weit gelebt: Besucher*innen konnten die Mini-Ramp mit ihren Boards erkunden, sich an der Bar mit Getränkne eindecken und sich tolle, lokale Musiker*innen live anhören.

An dieser Stelle auch nochmal ein großes Danke an die EGLV für Ermöglichung und Unterstützung dieser Veranstaltung, an die Skateboardinitiative Dortmund für die tollen neuen Bauten, an die super Musiker*innen, die alle eine super Show abgeliefert haben und all die tollen Menschen, wie die Vertreter*innen der FH Dortmund und der Stadt Dortmund, die diesen Tag mit ihren Inputs erst möglich gemacht haben.

 

Das grüne „Wochenende der Vielfalt“ hat die erste Biennale der urbanen Landschaft eröffnet

1. Biennale der urbanen Landschaft eröffnet: Großes Engagement für eine lebenswerte Region.
Die Biennale der urbanen Landschaft eint die Motivierten aller Disziplinen: 189 Akteur*innen, von der Graswurzel-Initiative bis zu den großen Playern der Metropole Ruhr, gestalten über 130 Veranstaltungen vom 10.-24.9.2022 am Wissenschaftspark Gelsenkirchen. Nach der großen Eröffnung mit dem „Wochenende der Vielfalt” steht jetzt die „Woche der digitalen Realitäten” auf dem Programm. Alle Veranstaltungen und Angebote sind kostenlos.

 

Schon am Freitag waren wir mit unserem Team am Wissenschaftspark in Gelsenkirchen und haben stapelweise Paletten, Bauholz und unsere mobile Werkstatt ausgeladen. Bis Samstagnachmittag wurden mit tatkräftiger Unterstützung der Besucher*innen Bühne, Sitzgelegenheiten und Radstation gebaut, die für die kommenden zwei Wochen den rund 180 Akteur*innen zur Verfügung stehen, die mit gemeinsamen Aktionen, Best-Practice-Beispielen und regen Diskussionen das Programm der ersten Biennale der urbanen Landschaft bereichern.

Bei der Eröffnung am 10. September formulierte es Peter Köddermann von Baukultur NRW treffend: Es geht bei der Biennale um nichts Geringeres als „die Frage, wie wir das Ruhrgebiet nicht nur als liebenswert erhalten, sondern auch als lebenswerte Region gestalten können“. Auch wir setzten genau an dieser Stelle an, um die Region nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten und vor allem Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Kunst und Kultur, Wirtschaft und Forschung und Bildung teilhaben zu lassen.

Gemeinsam mit dem Team von lala.ruhr, dem Regionalverband Ruhr und Martina Nies von Gemeinsam für Stadtwandel, haben wir daher in den letzten Monaten ein grünes und buntes Programm auf die Beine gestellt, das sich sehen lassen konnte und den Besucher*innen Möglichkeiten anbot zum diskutieren, debattieren, mitmachen, bauen, experimentieren und arbeiten. So stellte das „Wochenende der Vielfalt“ am 10. und 11. September einen gelungenen Auftakt für die Biennale dar.

Trotz des Regenwetters fanden am Samstag Planer*innen, Landschaftsarchitekt*innen, Umweltbildner*innen, Verwaltungsmitarbeitende, Wissenschaftler*innen und andere Stadtmacher*innen den Weg zum Wissenschaftspark und haben an Mitmach-Aktionen, Workshops, Diskussionen und Vorträgen teilgenommen und die Ausstellungen, wie unseren Mit-Mach-Stand zum Emscherumbau, besucht. Am Sonntag konnten dann bei strahlendem Sonnenschein auch die Exkursionen stattfinden.

Die produktive und positive Stimmung des Wochenendes bleibt sicherlich auch die kommenden zwei Biennale-Wochen bestehen und hoffentlich auch darüber hinaus. Denn alle Akteur*innen und Besucher*innen eint der Wunsch das Ruhrgebiet und seine Städte resilienter, umweltgerechter, grüner und klimaangepasster zu entwickeln und die vielen Ideen zu konkreten Lösungen werden zu lassen.

Zum Programm für die kommenden zwei Wochenenden der 1. Biennale der urbanen Landschaft www.lala.ruhr/biennale-programm

 

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Zukunft können wir nur gemeinsam!
Eine Stadt zu gestalten, in der wir gerne leben und die für alle wirklich gut funktioniert, ist alles andere als einfach. Deswegen kann das auch niemand allein schaffen. Die Biennale ist daher ein Gemeinschaftsprojekt. Die Umsetzung der Biennale erfolgt in enger Kooperation mit Baukultur NRW. Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW, der Regionalverband Ruhr sowie die E.ON Stiftung ermöglichen mit ihrer Förderung die Umsetzung und der Wissenschaftspark Gelsenkirchen ist gleichzeitig Partner und Veranstaltungszentrum. Viele weitere Menschen, Unternehmen und Institutionen sind auch mit dabei: z.B. Architektenkammer NRW, Architects for Future, Bundesstiftung Baukultur, Bund Deutscher Landschaftsarchitekten, City Decks, die Urbanisten, IGA Metropole Ruhr 2027, ICLEI Europa, Impact Factory, Jugend-Architektur-Stadt, kultur.west, Kunstakademie Düsseldorf, Königlich Dänische Botschaft Berlin, Places _ VR Festival, Ruhr-Konferenz, RWTH Aachen, Salon5, Stiftung Mercator, Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe, TU Dortmund, Urbane Liga.

Die 1. Biennale der urbanen Landschaft wird veranstaltet von der Initiative lala.ruhr. lala.ruhr ist das Labor für die Landschaft der Metropole Ruhr. Ein Netzwerk aus Expert*innen für
Landschaft und Architektur, Stadtentwicklung und Räume, gemeinsames Arbeiten und Teilhabe, Kommunikation und Kollaboration, lokal, regional und international. Gemeinsam wollen sie die Zukunft gestalten und dafür diese Region als eine vielfältige Landschaft weiterentwickeln. Als ein grünes Netzwerk, das die Menschen verbindet, vor der Haustür, in den Köpfen und mit globalen Zusammenhängen. #thinklandscape

Beteiligung für den Klimagarten Schwerte

Für die Stadt Schwerte organisieren die Urbanisten in Kooperation mit dem Büro Förder Landschaftsarchitekten den Beteiligungsprozess für den Klimagarten Schwerte, der zur Internationalen Gartenausstellung Metropole Ruhr 2027 in der Ebene “Unsere Gärten” erlebbar wird.

Klima was? Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderung unserer Zeit. Um die negativen Auswirkungen z.B. von Hitzesommern, Stürmen oder Starkregen zu reduzieren, müssen unsere Städte grüner und nachhaltiger werden. Ökologisch gestaltete Grünächen und Gärten in der Stadt tragen zur Verbesserung des städtischen Mikroklimas bei, leisten einen Beitrag zur Artenvielfalt und machen Natur erlebbar. Beim gemeinsamen Gärtnern entstehen Begegnung, Gemeinschaft und Engagement für den Stadtteil.

Klimagarten! Gestartet sind wir in Phase 0 und haben gemeinschaftlich überlegt was ein Klimagarten ist. Dazu wurden die Nachbarschaft sowie Initiativen & Interessierte im Mai und Juni 2022 eingeladen sich in den Planungsprozess und ggf. auch in die spätere Nutzung einzubringen. Ihre Themen, Ideen und Anregungen fließen in das Nutzungskonzept ein, das wir momentan erstellen. Es bietet die Grundlage für die Planung der Förder Landschaftsarchitekten. Die Vorentwurfsplanung für den Klimagarten wird im Herbst veröffentlicht.

 

Stadtbesetzung 2022 | Eine multifunktionale Skulptur für die Unnaer Fußgängerzone

Die Aufgabe der diesjährigen Stadtbesetzung: Nachhaltigkeit. Der Begriff ist allgegenwärtig und doch sehr oft fragwürdig ausgelegt. Für unsere Skulptur standen wir vor ähnlichen Problemen. Wie schaffen wir etwas, das temporär ausgestellt werden soll und doch längerfristig nutzen erfüllen kann. Pepe Peps, Lars, Nicole und David steckten die Köpfe zusamm. Herausgekommen ist unsere Idee daher: Etwas “multi-funktionales”.

Sitzgelegenheit, Blüten für Insekten, Saatgutautomat für Wildblumensaat, Vier-Gewinnt aus Deckeln eines Aufstrichs, Illustrations-Kunst aus hochwertigen Bannern, die auch die temopäre Ausstellung überleben und andernorts hängen können. Konstruktion z.T. aus Upcycling. Darüber hinaus die Möglichkeit zur Interaktion und Information. Blumen gießen, Saatgut im eigenen Gefäß mitnehmen, Vier-Gewinnt spielen und wissenwertes für den nachhaltigeren Alltag mitnehmen. Unsere Skulptur für Unna. Die Illustrationen bilden zudem unseren aktuellen Umgang mit Natur ab und zeigen gleichzeitigwelche Wege für mehr Nachhaltigkeit möglich sind. Dazu Pepe Peps:

“Die Illustrationen bewegen sich in surrealen Welten und bestehen aus Transformationen zwischen Mensch und Natur. Sie beschäftigen sich auf abstrakte Weise mit der Fragestellung, welchen Einfluss der Mensch auf die Natur hat und welche unterschiedlichen Wege für mehr Nachhaltigkeit möglich sind.”

weitere Infos: http://stadtbesetzung.de/

Künstler: Pepe Peps | www.instagram.com/itspepepeps/

Konstruktion: Lars und Nicole | www.instagram.com/nicolesiva.design

 

Emscher für alle! Beteiligungsaktion “Wie wollen wir zukünftig leben?”

Live Musik, Mitmachstand, Rallye, Kunst- und Kulturprogramm, Essenstand und Bar: Gemeinsam stellen wir uns die Frage “Wie wollen wir hier zukünftig leben und was ist uns wichtig?” Kunst, Skaten, Freiraum, Begegnung, Natur, Mobilitätswende & Co. werden bei kühlem Bierchen im Schatten der Mallinckrodtbrücke, während einer Pause vom Skaten oder Tanzen, diskutiert.

Entlang des Radweges befinden sich ungenutzte Potenzialräume, die Möglichkeiten zur Gestaltung und Attraktivierung bieten, um die benachbarten Stadtteile zukunftsfähiger und lebenswerter zu gestalten. Sie könnten kreativen Akteur:innen, lokalen Stadtmacher:innen Raum für ihre gemeinwohlorientierten und nachhaltigen Ideen bieten.

2022 endet das große Projekt Emscherumbau und ein neuer Anfang entsteht. Der Bau der Emscherpromenade könnte die Gelegenheit bieten, die Freiräume entlang des Radweges neu zu denken. Wir wollen am 20. August mit allen Interessierten herausfinden, welche Orte an der Emscher Orte für alle werden könnten und welche Ideen die Menschen für ihre Emscher in ihren Köpfen tragen.

Programm

Eine Rallye zu einzelnen bereits umgesetzten Maßnahmen der Kooperation Gemeinsam für das neue Emschertal zeigt exemplarisch städtebauliche Möglichkeiten auf, welche Projekte es bereits gibt sowie Freiflächen, die offen für Ideen sind. Ausgangspunkt ist die Skateskulptur des Vereins für Jugendkultur an der großen Emscherbrücke der Mallinckrodtstraße (Volksmund: Malli).

Als Attraktor, der den Anlass des Besuchs der Veranstaltung generiert, wird es ein begleitendes Kunst- und Kulturprogramm geben, welches gemeinsam mit den Urbanen Künsten Ruhr, dem Emscherkunstweg und lokalen Künstler:innen und kreativen Akteur:innen erarbeitet wird.

Am Mitmachstand werden Informationen ausgetauscht, Ideen gehört und in die Raumentwicklung einbezogen. Die FH Dortmund berichtet über ihre partizipatorische Raumanalyse, die Stadt Dortmund informiert über die Planungen im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung Metropole Ruhr 2027.

Live Musik

Krackk – Besser bekannt als der Head hinter der Baby Love Party in Dortmund und ein Halb vom Label Ring Ring, steht sie nebenher gerne auch selbst an den Decks. Krackk lässt sich nicht in Schubladen stecken. Schnell und cheesy, hart aber herzlich, doch immer mit Humor. Lasst euch überraschen!

Yumi K – macht buchstäblich ihr eigenes Ding. Ob groovy Basslines oder himmlische Harmonien, die Wuppertalerin steckt hinter jedem Teil ihrer Songs. Sie lässt ihre vielfältigen Einflüsse so nahtlos in ihr Schaffen einfließen, dass nur ein Genre ihr nicht gerecht werden kann. Ihre Production, die auch schon das Dortmunder Kollektiv CultureWorkExplicit für sich beanspruchen durfte, drückt ihren Tracks einen Stempel auf, der unverkennbar Sie ist. Mit gerade einmal 23 Jahren hat das aus Südkorea stammende Multitalent bereits einige Wellen geschlagen und es ist kein Ende in Sicht. Auf ihr nächstes Release könnt ihr noch bis Oktober gespannt bleiben.

Milaa – ist eine Sängerin, Songwriterin und Musikproduzentin aus Remscheid. Ob Solo oder mit ihrer Band LIONESS tritt die junge Künstlerin seit 2015 auf mehreren Bühnen auf. Durch unterschiedliche Genres zeichnet sich Milaa‘s Musik Stil aus. Sie bewegt sich im RnB, Soul, Pop, Reggae, Hip hop sowie im elektronischen Bereich.

Def Jazz & Jonas Comix – haben letztes Jahr im August, nach mehreren Single Releases und lokalen Auftritten in Dortmund und Umgebung, ihr Debütalbum ‘Ocean Lounge’ veröffentlicht. Auf dem Album verbinden sie Jazz-, Neo Soul-, R’n’B- Trap- und Bossa Nova-Einflüsse zu Smooth Rap auf Deutsch. Mit “Ocean Lounge” zeigen die beiden Anfang Zwanzigjährigen, wie tiefenentspannt deutscher Hiphop anno 2021/22 klingen kann: “Ocean Lounge” ist ein Stück Urlaub für die Ohren in turbulenten Zeiten begrenzter Reisemöglichkeiten, in denen man sich nach einer wohlverdienten Pause vom hektischen Alltag sehnt. Ein Album wie eine frische Meeresbrise bei 36 Grad – der sommerlich-leichte Longplayer mit Lounge-Flair läd ein sich zurückzulehnen und in Schattenlage den Cocktail-Eiswürfeln beim Klimpern zuzuhören.

Ezra – ist Rapperin aus Dortmund und setzt ihren Fokus auf queere und antirassistische Texte. Sie nutzt hauptsächlich Beats von localen Producer*innen, v.A. von putzn. Besonders melodische Beats mit Storytelling beschreiben ihren Style. Erste Releases finden sich bei soundcloud unter soundcloud.com/ezra_rap

Sightiva – Die 2018 gegeündete Sightiva Hi-Fi Crew beschallt seit diesem Jahr mit ihrer selbstgebauten, schwarz-grünen Boxenwand die Straßen Dortmunds mit Roots, Dub und heaavy Steppers. Diesmal mit etwas anderem Setup sorgen sie für die Beschallung und bringen nice vibes vom Plattenteller.

Finanziert wird der Tag von der Emschergenossenschaft Dortmund. Standort ist die von der Skateboardinititaive gepachtete Fläche unter der Mallinckrodtbrücke Ecke Huckarder Straße.

Titel EMSCHER FÜR ALLE in Anlehnung an Hilmar Hoffmann 1979: Kultur für alle und dem Motto der Hafenentwicklung „Quartier für alle“ (Cobe Architects).

Ein Schulgarten deluxe für die Gesamtschule Scharnhorst

Seit Jahren ungenutzt und von Brombeersträuchern überwuchert lag der Schulgarten der Gesamtschule Scharnhorst vergessen am Rande des Pausenhofs und schien geduldig darauf zu warten aus seinem Dornröschenschlaf wachgeküsst zu werden. Wer hätte gedacht, dass die Rettung so nahe lag? Um diese Geschichte wahr werden zu lassen, bedurfte es allerdings einiges an Vorbereitung! Wir als Urbanisten haben den Prozess des gemeinsamen Gartenbaus von Anfang an begleitet, mitgeplant, organisiert und moderiert. Die Grundidee war: Ein Garten gebaut VON den Schüler*innen FÜR die Schüler*innen. 

Ideenfindung und Projektplanung

Dabei war es uns und der Schule besonders wichtig, den Prozess so partizipativ wie möglich zu gestalten und an den Bedarfen und Potentialen der Schüler*innen zu orientieren. Statt vollendeter Tatsachen bekam die Schüler*innenschaft zum Auftaktworkshop im April also einen maßstabsgetreuen Plan des Gartens, den es mit eigenen Ideen und Wünschen zu füllen galt. Ein Gewächshaus und Hochbeete? Eine Smoothiebaar und einen Pool? Oder doch lieber einen Irrgarten, ein Baumhaus und Insektenhotels? Den Gedanken freien Lauf lassend, entstand an diesem ersten Kennenlerntag ein buntes Bild an Vorstellungen und Ideen zur Gestaltung des Gartens. Ob Oberstufenschüler*innen aus der UNESCO-AG oder die Fünft- Zehntklässler*innen aus der Garten AG und der Schülerfirma – die Motivation sich mit Freund*innen und Mitschüler*innen für das Projekt zu engagieren war von allen Seiten zu spüren.

Ein weiteres Treffen im April diente der Priorisierung der verschiedenen Ideen. Dabei wurden die Schüler*innen auch in den Budgethaushalt eingeweiht, um transparent zu zeigen, was möglich ist und was nicht. Es wurde aussortiert, zusammengelegt, abgestimmt und diskutiert, sodass am Ende die Wahl auf fünf wesentliche Elemente für den Garten gefallen ist:

  1. Ein “grünes” Outdoor-Klassenzimmer
  2. Eine Chill-Area mit gemütlichen Sitzmöbeln
  3. Eine Bar für Schulfeste sowie
  4. Ein Gewächshaus
  5. Eine Landschaft aus Hochbeeten für den schuleigenen Gemüseanbau

Bevor es an den konkreten Bau gehen konnte war es nötig, einen ganz genauen Plan des Gartens anzulegen. Damit die geplante Bauwoche nach den Osterferien auch reibungslos ablaufen konnte, mussten also die exakten Standorte für die einzelnen Elemente festgelegt werden. An einem finalen Vorbereitungsworkshop gab es dafür kurze Info-Vorträge von uns über den Bau von Hochbeeten und die Sitzgelegenheiten, die wir extra für die Schule in Scharnhorst in unserer Urbanisten Manufaktur konzipiert hatten. Anschließend ging es mit dem maßstabsgetreuen Gartenplan und kleinen Modellen in den Garten, wo dann im Wechselspiel aus Arbeit und Konzeption am Modell und Vermessung und Absteckung der verschiedenen Ecken des Gartens ein waschechter Bauplan entwickelt wurde. Um das ganze professionell abzurunden und den Schüler*innen möglichst viel Eigenverantwortung und Teilhabe zu bieten, war es auch ihre Aufgabe, mit unserer Unterstützung, die Stücklisten für die einzelnen Bauvorhaben zu erstellen. Am Ende des Tages stand nicht nur der Plan, sondern auch die große Erwartung an die Bauwoche im Raum: Vorfreude-Modus aktiviert!

Bauwoche – fünf Tage volle Power

Los geht’s! Als die ca. 30 Schüler*innen am Montag nach den Osterferien den Schulhof bzw. den Gartenbereich betraten, hatte dieser sich schon längst in eine Baustelle verwandelt: Mehrere LKW-Ladungen Erde für die Hochbeete, riesige Stapel an Holzlatten und Bauteilen für die Möbel, Zementsäcke für das Fundament des Gewächshauses, Arbeitsstationen mit Werkzeugen vom Hammer über Schleifgeräte bis hin zur großen Kappsäge und vieles mehr warteten darauf bewegt, verbaut, ausprobiert und montiert zu werden! Unterteilt in verschiedene Bauteams ging es nun also an die Arbeit.

Insgesamt fünf Tage von morgens bis nachmittags hatten wir Zeit, den geplanten Garten in die Tat umzusetzen. Natürlich hieß es an jeder Station erst einmal das Material zu sichten, Werkzeuge kennenzulernen und die einzelnen Arbeitsschritte gemeinsam zu koordinieren. Die ersten Schubkarren wurden befüllt, die ersten vorsichtigen Versuche am Exzenterschleifer gemacht, Boden wurde abgetragen und an anderer Stelle ausgeglichen und die Geschäftigkeit nahm allerorts zu. Von Stunde zu Stunde, von Tag zu Tag, schienen sich alle Beteiligten immer mehr in das Projekt reinzusteigern und Wissen und Freude am gemeinsamen arbeiten zu gewinnen. So war jeder Tag voller Lerngelegenheiten, seien sie praktischer oder sozialer Art. Einmal eingewiesen in ein bestimmtes Werkzeug oder einen Arbeitsablauf wurden die Schüler*innen selbst zu Profis und Multiplikator*innen der neuen Kompetenzen. Und genauso wie unablässig gebohrt, geschliffen, lackiert, vermessen, geschaufelt und getackert wurde, standVermittlung, Kommunikation und Zusammenarbeit stets im Fokus.

Von einem auf den anderen Tag machte also nicht nur der Garten große Veränderungen durch, sondern auch die Gruppe an sich, sowie sicher auch jede*r Einzelne. Die Potentiale handwerklichen Lernens und Arbeitens innerhalb einer solchen Projektwoche zeigten sich für uns und die Lehrkräfte stets allzu deutlich: ohne Leistungsdruck konnten sich die Kinder und Jugendlichen frei ausprobieren. Was traue ich mir zu? Wo kann ich helfen und mich einbringen? Wie funktionieren wir als Gruppe besonders gut und was ist dabei meine Rolle? All diese Fragen lassen sich besonders leicht beantworten, wenn man ein gemeinsames praktisches Ziel vor Augen hat!

Abschluss und Einweihung

Überwältigt von der tollen, freundschaftlichen und produktiven Stimmung während der Woche war es für alle Beteiligten wunderschön zu sehen wie sich alles zusammenfügte: die Pläne gingen aud, aus einzelnen Brettern wurden nach und nach lackierte Sitzgelegenheiten, das Gewächshaus stand fest im Fundament und auch die Hochbeete wurden perfekt ausgerichtet und fachgerecht mit verschiedenen Erden befüllt. Doch neben dem Arbeiten nach dem Entwurf, gab es während der gesamten Projektwoche auch immer noch Zeit und Energie für Improvisation. So wurde beispielsweise eine erstklassige Brücke gezimmert, zauberhafte Wege aus Rindenschnitzeln gelegt oder ein Wildbienenhotel gebaut!

Mit einem gemeinsamen Abschlussfest am Freitag zu dem auch die Eltern, Geschwister und das Kollegium eingeladen waren, ließen sich alle Beteiligten gebührend feiern und präsentierten stolz ihr Werk. Doch waren die Schüler*innen nun gar nicht mehr bloß Schüler*innen – nein! Aus ihnen sind in der Woche Schubkarren-Profis, Schleif-Stars, Möbelmeister*innen, Lackier- und Sägefachleute und grandiose Gartenheld*innen geworden! Gemeinsam haben wir den Schulgarten aus dem Schlaf geholt und in einen für die Schüler*innenschaft vielseitig nutzbaren Ort verwandelt. Ein absolut wunderbares Projekt, von dem wir hoffen, noch viele in Zukunft begleiten zu dürfen!

 

 

Fotos: Marco Polk

Gestalte mit uns das Wochenende der Vielfalt bei der ersten Biennale der urbanen Landschaft

Mit lala.ruhr haben wir gemeinsam mit Sebastian Schlecht, Melanie Kemner und anderen Stadtmacher*innen ein Netzwerk und eine Plattform für die nachhaltige und zukunftsfähige Gestaltung und Weiterentwicklung der urbanen Landschaft der Metropole Ruhr geschaffen. Beim Wochenende der Vielfalt am 10. und 11. September 2022, das im Rahmen der ersten Biennale der urbanen Landschaft am Wissenschaftspark in Gelsenkirchen stattfindet, möchten wir zusammen mit euch relevante Themen identifizieren, Inhalte vertiefen, aktuelle Aufgaben zur Transformation der Landschaft bearbeiten und Menschen zusammenzubringen.

Macht mit und bringt euch ein!

Wartet nicht, bis das Programm für das erste Wochenende der Biennale feststeht. Gestaltet es jetzt mit uns. Präsentiert, diskutiert und bearbeitet in einer eigenen Werkstatt eure zukunftsfähigen Ideen und Perspektiven für die urbane Landschaft im Ruhrgebiet zusammen mit aktiven Stadtmacher*innen, Planer*innen und Wissenschaftler*innen. Alle Themen, die ihr wichtig findet, sind beim Wochenende der Vielfalt willkommen: Von Klimaanpassung und Biodiversität, über Kreislaufwirtschaft und Upcycling, Architektur und Stadtplanung, bis hin zum urbanen Gärtnern, Kultur, Bildung und Teilhabe. Egal, ob lockeres Zusammenkommen, wissenschaftlicher Vortrag, Bildungsangebot, Ausstellung oder Exkursion – bringt eure Vorschläge für das Programm ein:

Welche Themen, Fragen oder Lösungsansätze sind aktuell und für die Zukunft  für euch von Bedeutung? Was möchtet ihr mit anderen Aktiven und Expert*innen diskutieren und weiter ausarbeiten? Für welche Projekte sucht ihr Mitstreiter*innen?

Ihr könnt euch ab sofort und ganz unkompliziert mit euren Beiträgen, Orten, Projekten und Konzepten bei uns melden und zwar über dieses Formular. Anmeldeschluss ist der 19.06.2022. Wir melden uns schnell zurück, um gemeinsam mit euch euren durchdachten Beitrag oder eure grobe Idee weiterzudenken und in das Programm einzubringen. Wir unterstützen euch bei der Konzeption und Planung und bieten euch beim Wochenende der Vielfalt alles, was ihr für euren Beitrag braucht! Neben den Werkstätten wird es an den zwei Tagen auch ein abwechslungsreiches und inspirierendes Rahmenprogramm geben.

Mit den Werkstätten startet lala.ruhr in die erste Ausgabe unserer Biennale der urbanen Landschaft, die vom 10. bis 24. September mit unterschiedlichen Formaten und Veranstaltungen einen Festival-Rahmen für engagierten Austausch und Cokreation bietet. Mehr zur Biennale findet ihr hier.

Wir freuen uns auf eure Beteiligung an der Entwicklung einer grünen, gerechten und produktiven Zukunft für die Metropole Ruhr!

Orte des Selbermachens gemeinsam gestalten – Unser LUZI Abschlussvideo

In den vergangenen drei Jahren haben wir im bereits abgeschlossenen Projekt “LUZI – Labor für urbane Zukunftsfragen und Innovation” im Rahmen unserer Reallaborforschung mit unseren Partnern Fraunhofer UMSICHT und Union Gewerbehof verschiedene Organisationen und Unternehmen in Austausch gebracht.

In innovativen Netzwerkformaten und Workshops haben wir Menschen die Teilhabe an Visionen und konkreten Projektideen für die Stadt der Zukunft ermöglicht. Wir haben erforscht, welche Themen bei Zivilgesellschaft, Unternehmen und Wissenschaft bezüglich Stadt der Zukunft von Interesse sind, wie Kooperation und Kollaboration funktionieren und verbessert werden können, welche Rolle Prozesse des Selbermachens spielen, welche Orte es braucht und wie Ideen in Produkte überführt werden können. Die Ergebnisse zu diesen Themen und Fragestellungen sind in unseren Blogartikeln zu finden.

Um die Orte und Menschen des Selbermachens und der Kollaboration rund um den Union Gewerbehof vorzustellen, haben wir auch noch ein Video produziert. Es zeigt, welche Prozesse an diesen Orten ablaufen, welchen Wert sie für die nachhaltige Entwicklung einer Stadt der Zukunft haben und welche Teilhabemöglichkeiten sie bieten.