Wiesmann’s Wattenscheid – ein Raum für Produktivität, Kultur und Genuss

Im Rahmen unseres Forschungsprojekts UrbaneProduktion.Ruhr sind wir in mehreren Stadtteilen des mittleren Ruhrgebiets aktiv. In den Reallaboren in Bochum-Langendreer, Bochum-Wattenscheid, Bochum-Innenstadt, Gelsenkirchen, Herne-Wanne erforschen wir mit unseren Partnerinnen Institut Arbeit und Technik, Hochschule Bochum und den Wirtschaftsförderungen in Bochum, Gelsenkirchen und Herne die Möglichkeiten und Grenzen urbaner Produktion und tragen dazu bei, die Stadtteile nachhaltig zu transformieren.

Neben der Grundlagenforschung, an der wir mitwirken, wollen wir vor Ort v.A. zur Verbesserung der Basisfunktionen im Stadtteil beitragen, in dem wir Atmosphäre und Ästhetik schaffen. Daraus können dann Themen- und Personenknoten entstehen, und daraus weitere, messbare Verbesserungen im Quartier eintreten, so die Strategie. Nachdem wir uns in Langendreer über einen längeren Zeitraum der ehem. Lutherkirche gewidmet haben, in der aktuell ein eigens gegründeter Trägerverein die Verantwortung für die Entwicklung des Gebäudes übernommen hat, haben wir uns auch in Wattenscheid dafür eingesetzt, langfristig tragfähige Strukturen erzeugen.

Auch in Wattenscheid haben wir an einer Vereinsgründung mitgewirkt: Über die Zwischennutzung Watcraft haben wir erstens Kontakt zu der Initiative „Mittendrin“, außerdem zu einigen lokalen Bierbegeisterten aufbauen können. Und wie der Zufall es wollte, wurde leider, aber für uns zum genau passenden Zeitpunkt eine gegenüber unserer Zwischennutzung liegende Gaststätte frei. Wir haben schnell das Thema Bier als günstige Möglichkeit ergriffen, Urbane Produktion in Form einer beispielhaften Umsetzung zu zeigen. So sollen vor Ort etwa auch Räumlichkeiten entstehen, in denen Bier kleinteilig gebraut werden kann. Nach vielen, vielen Stunden der Konzeption, Planung und Verhandlung – nicht so leicht, das alles digital zu schaffen – konnten wir auch endlich den Verein WatWerk e.V. anmelden und den Mietvertrag unterschreiben. Hier ist nun das Wiesmann’s.

Nun warten wir darauf, dass wir angesichts der nun schon sehr lange anhaltenden Kontaktbeschränkungen wieder die Öffentlichkeit einladen können, um die Zukunft Wattenscheids „nebenbei“ zu besprechen und zu verhandeln. Die Zwischenzeit haben wir vor allem mit digitalen Biertastings überbrückt: Biernteressierte Menschen, und davon gibt es in Wattenscheid und Umgebung einige, können sich bei uns ein bis zweimal monatlich Empfehlungen für eine Getränkeauswahl abholen – und sich dann, unterhaltsam aufbereitet von unserem Biermacher Gerd Ruhmann, einen gemeinsamen Abend mit dem Bier vor dem Laptop gönnen. Die Idee ist, dass wir mit solchen Nebenaktivitäten die nötigen Mittel erwirtschaften, um die Gaststätte langfristig zu erhalten.

Etwas problematisch ist die Genehmigungslage. So ist es keineswegs selbstverständlich, dass eine Gaststätte, die 40 Jahre lang problemlos betrieben werden konnte, einfach weitergenutzt werden kann. Das notwentige Update auf den aktuellen Stand der Technik, was Lebensmittelsicherheit und das Baurecht angeht, hat uns viele neue Erfahrungen beschert und wird uns auch noch ein wenig beschäftigen. Es ist ganz und gar nicht einfach, mit einem gemeinnützigen Verein in einer Gaststätte die gemeinwohlorientierten und gewerblichen Aktivitäten unter einen Hut zu bekommen. Die Behörden kennen sich nicht gut mit gemeinwohlorientierten Unternehmen aus; und mit den Einnahmen, die gemeinnützige Organisationen erzielen können, können die Standards für gewerbliche Unternehmen nur schwer finanziert werden. Wir hoffen, in dieser Richtung generell etwas bewegen zu können, indem wir dieses Thema etwa auch auf die politische Agenda bringen.

Gerne würden wir in dieser Gartensaison auch die Grünausstattung im Stadtteil verbessern. Im vorletzten und letzten Jahr hatten wir schon die Hochstraße mit eigens für den Stadtteil entworfenen „Wattenscheider Kisten“, also simplen, aber ansehlichen Pflanzkübeln versehen. Eine solche Aktion ist, sobald wir wieder dürfen, wieder geplant. Außerdem ruft der Gemeinschaftsgarten an der LiLo-Rauner-Gesamtschule nach weiterer Gestaltung. Hier sind wir auch auf die gemeinschaftliche Arbeit im Quartier angewiesen: Falls ihr aus Wattenscheid kommt und einen Grünen Daumen habt, oder nicht aus Wattenscheid kommt und einen grünen Daumen entwickeln wollt, meldet euch gern.

Es geht bunt weiter mit unserem Urbanisten Podcast!

Die Stadt ist nur so bunt wie ihre Bewohner*innen. Was das Leben in der Stadt wirklich lebenswert macht und wie man das Zusammenleben vor der eigenen Haustür aufblühen lassen kann, darum geht es in unserem Projekt bunterbeton – dem Podcast, Netzwerk und der Wissensquelle für kulturelle Stadtentwicklung.

Im Frühjahr letzten Jahres während des ersten corona-bedingten Lockdowns verfestigte sich der Wunsch in unseren Köpfen, einen Podcast auf die Beine zu stellen. Dieser sollte einerseits komplett digital zu produzieren und anzuhören sein und andrerseits Kulturschaffenden in dieser Zeit eine dringend benötigte Bühne bieten.

Unsere Ideen, Gedanken und Pläne verpackten wir in einen knackigen Antragstext, in dem wir unsere Motivation, unsere Ziele und unsere Vorgehensweise skizzierten. Auf gut Glück schickten wir den Antrag Mitte Juni an Soziokultur NRW. Und siehe da: Zwei Monate später hielten wir tatsächlich den Zuwendungsbescheid in den Händen! Das Schöne an eigens initiierten Projekten ist ja, dass es niemals eine genaue Anleitung gibt. Wir schmissen uns also einfach ins Abenteuer und gingen die ersten Recherchen und Vorbereitungen an.

Im Vorfeld an das Projekt hatten wir uns schon ziemlich konkret überlegt, was wir mit bunterbeton erreichen möchten. bunterbeton sollte ein transkulturelles und partizipatives Netzwerk im digitalen Raum schaffen, das diverse Akteur*innen der kulturellen Stadtentwicklung untereinander und mit kulturell Interessierten Menschen zusammenführt. Dabei sollten die Bereiche Stadt, Kultur, Kreativwirtschaft und Zukunft zusammengebracht werden, Kooperationen entwickelt und Austausch bestärkt werden. 

Inzwischen ist das erste halbe Jahr bunterbeton vorüber. Geblieben sind jede Menge schöner Erinnerungen an interessante Orte, Menschen, an spannende (virtuelle) Vernetzungstreffen, aber auch Probleme mit der Technik und endlose Nächte im Audioschnitt.

Mittlerweile haben wir 11 Podcast Folgen online auf Spotify, Apple Podcast und unserer eigenen Webseite bunterbeton.org. Für einen Großteil der Interviews konnten wir tatsächlich zu den jeweiligen Initiativen fahren (und dennoch alle zu den Zeitpunkten geltenden Corona-Schutzmaßnahmen einhalten) und die Städte, Orte und Menschen direkt erleben. So sind wir im Sommer und Frühherbst u.a. ins Ruhrgebiet, nach Hamburg, Hannover, Köln und Karlsruhe getourt. Unsere Eindrücke und Begegnungen haben wir jeweils auditiv und visuell eingefangen, um sie im Anschluss als Podcast, Bilderstrecke oder Instagram-Posting zu veröffentlichen. 

Ziel des Podcasts war es immer, eine Art digitales Äquivalent zu einer Podiumsdiskussion zu schaffen und eine interdisziplinäre Perspektive auf die Stadt der Zukunft zu werfen, um einen möglichst hohen gesellschaftlichen Mehrwert zu generieren. In den verschiedenen Podcast-Folgen kann man daher unterschiedlichste Herangehensweisen kennenlernen. Jedes einzelne Projekt hat verschiedene Schwerpunkte: So versteht sich die Anstoß aus Karlsruhe als verlängerter Arm der Kunstszene und versucht durch niederschwellige Ausstellungen ein breiteres Publikum für die lokale Künstler*innen-Szene zu begeistern, während Utopiastadt in Wuppertal viel mehr einen forschenden Charakter hat und versucht, die Stadt von Morgen zu denken. 

Über die letzten Monate haben wir uns ein wachsendes Netzwerk an Kulturschaffenden, Institutionen und Initiativen aufgebaut, welches konkret Akteur*innen aus verschiedenen Städten verbinden, den gegenseitigen Austausch von Erfahrung und Wissen beflügeln, neue Leute für kulturelles Engagement sensibilisieren und aktivieren und dazu führen soll, dass wir mit unserem Projekt auf konkrete Bedürfnisse der Zuhörer*innen und Akteur*innen eingehen können. Während vieler unserer Vorgespräche, Interviews und im allgemeinen Kontakt zu den verschiedenen Initiativen sind uns immer wieder Parallelen in Arbeitsweisen, Strukturen und Problematiken aufgefallen. Durch unser Netzwerk ist es uns ein Anliegen, den einzelnen Erfahrungen – und im besten Fall auch Lösungen – eine Plattform zu bieten und sie so für alle zugänglich zu machen. 

Als Wissensquelle verstehen wir – neben unserem Podcast und unserem Instagram Account – vor allem unsere Webseite (bunterbeton.org). Hier stehen die einzelnen Folgen zum Download zur Verfügung, es gibt Informationen zu unseren Gäst*innen und ihren Initiativen.

bunterbeton hat sich in den letzten Monaten zu dem entwickelt, was wir uns anfangs in unseren Köpfen ausgemalt haben. Dennoch gibt es nach wie vor viele Themen und Formate, die wir noch ausprobieren möchten. Gerade zur Wissensvermittlung wollen wir neue Podcast-Formate ausprobieren, da in langen Interview-Podcasts das Wissen meist nicht immer kurz und knapp zusammengefasst ist. Neben gebauten Beiträgen, Themenwochen, Netzwerktreffen, kurzen Inputs und langen Diskussionsrunden sind unsere Ideen fürs kommende Jahr grenzenlos. Eins ist jedoch jetzt schon klar: 2021 geht es für bunterbeton weiter. 

 

Advokaten der Landschaft – Das lala.ruhr Festival im virtuellen Raum

Am 26. und 27. Februar 2021 haben wir als Teil des lala.ruhr – Teams das erste Festival der Landschaft der Metropole Ruhr mitveranstaltet. Digital sind wir mit vielen Menschen zusammengekommen, um über die Zukunft der Landschaft des Ruhrgebiets zu sprechen und in Werkstätten konkrete Lösungsideen zu erarbeiten.

Während der zwei Tage ist uns nochmal bewusst geworden, was die urbane Landschaft des Ruhrgebiets eigentlich ausmacht und wo ihre Besonderheiten liegen. Es gibt eine Vielzahl an freien un- oder untergenutzten Flächen, große gestaltete Parks, ehemalige Industrieflächen, die nun Naturräume mit hoher Biodiversität sind und vor allem immer wieder freie Zwischenräumel in den Innenstädten und den Quartieren und Stadtteilen um die Innenstädte herum. Die zentrale Frage des Festivals war daher schnell gefunden: Wie können wir uns und unsere Landschaft innerhalb dieser besonderen Strukturen entwickeln?

In Werkstätten zu Themen wie urbane Biodiversität, den Wert unserer Böden, kreative Nutzungen für Brachflächen, Bolzen für den guten Zweck, transformative Straßen, grüne Bahnhöfe, die Zukunft unserer Innenstädte und neue Narrative für das Ruhrgebiet, ging es genau um diese Frage. Die Werkstattleiter:innen haben gemeinsam mit Menschen aus der Zivilgesellschaft, Vereinen und Initiativen, Planungs- und Architekturbüros, Verwaltung und Politik und Wissenschaft diskutiert, in Arbeitsgruppen Vorschläge gesammelt, Visionen für die Zukunft entwickelt und konkrete notwendige Schritte formuliert. Die Ergebnisse der einzelnen Werkstätten werden wir nach und nach auf dem Blog www.lala.ruhr/blog veröffentlichen.

Was wir aus dem gesamten Festival mitnehmen, ist aber vor allem, dass wir mit postiven Bildern die Zukunft der Landschaft kommunizieren müssen, dass wir uns nicht nur um das Grün auf unseren Böden kümmern sollten, sondern auch um die  Böden selbst, dass es immer wieder wichtig ist, andere Perspektiven zu beleuchten, Netzwerke zu stärken und mit gemeinsamer Kraft politisches Commitmennt zu erringen und dass es für die Umsetzung von großen Visionen vor allem die kleinen Schritte und temporären Ansätze sind, die Erfolge bringen.

„Wir wollen als Advokaten der Landschaft frische Dinge erproben und erlauben.“ (Juliane von Hagen von stadtforschen.de und dem lala.ruhr Team)

lala.ruhr ist das Labor für die Landschaft der Metropole Ruhr und ein Netzwerk aus Expert*innen für Landschaft und Architektur, Stadtentwicklung und Räume, gemeinsames Arbeiten und Teilhabe, Kommunikation und Kollaboration, lokal, regional und international.

lala.ruhr widmet sich einer integrierten Sicht auf die Transformation der urbanen Landschaft des Ruhrgebiets, in der Menschen, Gebäude und Landschaft symbiotisch, resilient und zukunftsfähig eine hohe Lebensqualität bieten. Es entsteht ein kreativer Laborraum, in dem unter dem Leitbild einer produktiven Landschaft Ideen und innovative Konzepte für die Zukunft der Metropole Ruhr diskutiert und entwickelt werden.

Mehr dazu unter www.lala.ruhr

lala.ruhr – das Festival im virtuellen Raum am 26. und 27. Februar 2021

Es ist soweit! Das Programm für das digitale Festival der Landschaft der Metropole Ruhr am 26. und 27. Februar ist online und ihr könnt euch anmelden.

Den Kern des Festivals bilden interaktive Werkstätten, die wir Urbanisten als Teil des lala.ruhr Netzwerkes mit konzeptioniert und geplant haben. Dabei geht es um Landschaft, urbane Landwirtschaft, die lebenswerten Straßen der Zukunft, die Rolle von Städten zum Erhalt der Biodiversität, den kreativen Umgang mit Brachflächen und die Entwicklung eines zukünftigen Narrativs für das Ruhrgebiet. Alle Themen des Werkstätten stammen von den Ideen und Vision von Initiativen und Akteur:innen, die sich am „Call for Challanges“ beteiligt haben und mit weiteren Expert:innen gestalten. Neben den Werkstätten gibt es einen Live Podcast, Yoga Sessions, eine Lesung und die lala.lounge für Austausch.

Das Online-Festival wird am Freitag, 26. Februar von 10 bis 11.00 Uhr eröffnet. In dieser Stunde gibt das lala.ruhr-Team einen Einblick in das Thema und die Ideen dahinter,  Anja Bierwirth, Leiterin des Forschungsbereichs Stadtwandel am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie schlägt in ihrem Input zur Grünen Infrastruktur einen Bogen von der Lebensqualität in unseren Städten bis zu konkreten Maßnahmen, und Dr. Jan-Hendrik Kamlage vom Forschungsbereich Partizipationskultur der Ruhr-Universität Bochum verbindet in seinem Beitrag die Themen Nachhaltigkeit und Partizipation. Svenja Noltemeyer vom Dortmunder Büro für Möglichkeitsräume thematisiert Stadtentwicklung durch Kunst und Kreativwirtschaft. Mit einem abschließenden Gespräch mit Nina Frense, Beigeordnete für den Bereich Umwelt und Grüne Infrastruktur des Regionalverband Ruhr, eröffnen wir das Festivalprogramm.

Der Abschluss mit einem gemeinsamen Resümee findet am Samstag dem 27. Februar von 16 bis 17.00 Uhr statt. Hier berichten Moderierende und Teilnehmende der Werkstätten über ihre Ergebnisse und Erlebnisse.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Das komplette Programm und die Anmeldung findet ihr unter www.lala.ruhr/festival

Im Rahmen der Kommunikationsoffensive Grüne Infrastruktur leistet das Team um lala.ruhr einen strategischen und umsetzungsorientierten Beitrag im Projekt Offensive Grüne Infrastruktur des Regionalverband Ruhr.

Eine kleine Übersicht über einige der Programmpunkte:

 

Im Werkstattgespräch urbane Biodiversität wird es um das globale Thema der Biodiversitätskrise gehen. Unsere Städte entwickeln sich mehr und mehr von der Idee des mittelalterlichen Bollwerkes hin zu einem echten Lebensraum für Ihre Bewohner:innen. Welche Rolle spielen Städte heute für die Biodiversität und wie können Städte sich als Teil eines Ökosystems verstehen und gestalten?

Die Werkstatt Transformative Straßen setzt im Jahr 2050 an, ausgehend von der Vision eines bis dahin rapide zurückgegangen Autoverkehrs. Die Herausforderung: Wie soll mit dem neu gewonnen, ehemaligen Park- und Straßenraum umgegangen werden?

In der Werkstatt Bolzen für den guten Zweck – Umweltschutz kombiniert mit Fußball stellt sich die Initiative „bochumbolzt“ vor, die Fußball mit Umweltschutz verbindet und Mitstreiter:innen zur regionalen Weiterentwicklung, hin zu „ruhrpottbolzt“ sucht.

Das SÖZ als Labor für eine grüne (Stadt-)Landschaft beschäftigt sich mit einem konkreten Projekt in Dortmund: An der Schnittstelle zwischen sozialer Gerechtigkeit und einer Reaktion auf die Klimakrise entstand die Idee eines sozial-ökologischen Zentrums (SÖZ). Was sollte ein SÖZ können, um das Engagement für die Landschaft im Ruhrgebiet zu stärken?

Im Ruhrgebiet  sind oft eher industrielle Hinterlassenschaften Thema, aber es gibt auch viele  wertvolle natürliche Flächen. Diese leisten nicht nur einen Beitrag zu unserer regionalen Ernährung, sondern sind auch ein wichtiger und auch sensibler Teil eines urbanen Ökosystems. Ein Boden für die Zukunft: der Wert der Äcker.

Bereits beim VR-Festival Places 2020 wurde der Greenymizer Prototyp entwickelt – eine Virtual Reality Anwendung, um eine Vision grüner Stadtentwicklung für bessere Bürgerbeteiligung zu vermitteln. In der Werkstatt sind die Teilnehmenden nun eingeladen mitzudenken und sich in die Weiterentwicklung einzubringen.

In der Werkstatt „Urbanes Gärtnern im Ruhrgebiet“ stehen Formen des Urban Gardenings und ein Überblick über die Akteurslandschaft des Ruhrgebiets im Vordergrund.

Die Innenstädte der Ruhrgebietsmetropolen werden nach wie vor dominiert vom Individualverkehr und Einkaufswelten. in der Werkstatt Urban re/ creation werden mit jungen Planern und dem BDLA NRW neue Ansätze für zukunftsfähige innerstädtische Räume anhand von grünen Konzepten und best practice Beispielen diskutiert.

Die Werkstatt Kreative Brachflächennutzung: Eine Blaupause für Raumpioniere setzt auf die Themen Upcycling und gemeinschaftlich gestaltete Orte für Kunst und Kultur, Bildung, sozial-ökologische Start-ups und Urban Gardening. Im Vordergrund steht die Frage, wie Hürden aus dem Weg geräumt werden können, um solche Orte zu schaffen.

In der Werkstatt “Partizipation und Verantwortung für Grüne Bahnhöfe” werden Ideen und Erfahrungen zu Partizipationsprozessen mit Fokus auf Bahnhöfen gesammelt mit der Vision, die Räume rund um unsere Ruhrgebiets-Bahnhöfe lebenswerter zu gestalten.

Watt denn nu? Gesucht: ein neues Narrativ für das Ruhrgebiet geht als über  beide Veranstaltungstage hinweg laufende offene Werkstatt der Frage nach, welche zukunftsweisenden Bilder über das Ruhrgebiet wir uns wünschen – grüne Narrative und eigene Ideen herzlich willkommen!

Biodiversität in der Stadt – Potenziale und Möglichkeiten ist als moderiertes Werkstattgespräch angelegt, in dem Fragen zum Verlust der Biodiversität und zum Klimawandel im Vordergrund stehen.

Wie möchten wir mit der Landschaft des Ruhrgebiets umgehen? So lautet die Kernfrage einer Werkstatt, in der es um positive Zukunftsbilder und kreative Siedlungsplanung, innovative Gestaltungsideen für Ausgleichsflächen und integrative Pflegeansätze für unsere Landschaft geht.

Mit dem Live Podcast “The One Minute City and the Internet of Nature!” bietet lala.ruhr auch der internationalen Debatte zu der lebenswerten Stadt der Zukunft eine Bühne. Gemeinsam mit Dr. Nadina Galle, Ökologie-Ingenieurin und Pionierin des Konzepts „Internet der Natur“, und Andrea Balestrini, Leiter des LAND Research Lab, werden wir erkunden, wie man gewöhnliche städtische Räume zukunftsfähig umgestalten kann.

24 Stunden vereinte Power für den Wandel: Der Climathon 2020

von Judith Lederer

Der Klimawandel ist Realität. Doch wie kann er abgemildert werden? Ein Großteil der weltweiten Bevölkerung lebt heutzutage in Städten, die ca. 80 % der Energie verbrauchen und 75 % der globalen Treibhausgasemissionen produzieren. Daher befasst sich der Climathon mit der Ideenfindung für mögliche Lösungen auf kommunaler Ebene. Er findet seit 2015 weltweit zeitgleich statt und wird von der globalen Impact Hub Association organisiert. Dieses Jahr waren 145 Städte in 56 Ländern, u.a. in Spanien, Mexiko, Indien, Bangladesch, Chile, Estland, Ägypten und Pakistan, auf 6 Kontinenten mit mehr als 6500 Teilnehmer*innen dabei. Mitmachen kann jede*r, der*die interessiert am Thema ist.

Für jede Stadt werden von Unternehmen oder der Verwaltung der Kommune Challenges gestellt. Die Teilnehmer*innen haben dann in Kleingruppen 24 Stunden Zeit, um zum Beispiel einen Lösungsvorschlag dafür zu entwickeln, wie Second Hand-Produkte attraktiver gemacht werden,  wie klimafreundliches Wohnen in Wohngebäuden beschleunigt werden könne oder wie Influencer*innen für das Thema Nachhaltigkeit gewonnen werden können. Innerhalb der Challenge, die sich jede*r frei aussuchen kann, werden die Gruppen selbstständig gebildet. Die in den Kleingruppen entwickelten Ideen bekommen die Challenge-Steller*innen zugesendet und dürfen dann entscheiden, welche der Ideen ihnen am besten gefällt, die sie dann umsetzen, wenn möglich mit Hilfe der Menschen, die sie entwickelt haben.

Dieses Jahr wurde der Climathon digital durchgeführt, was den Vorteil hatte, dass die Teilnehmer*innen viel flexibler wählen konnten, welche Challenge sie gerne lösen möchten und sich nicht schon lange im Voraus festlegen mussten. Außerdem konnten viel mehr Menschen mitmachen. Es war mein erster Climathon und ich war überrascht von der geballten Motivation, in dieser kurzen Zeit etwas Sinnvolles auf die Beine zu stellen. Auch die Mischung an Menschen mit den verschiedensten Hintergründen hat mir sehr gut gefallen. Mein Team war recht klein und bestand aus Julia, Architektin aus München, und Johanna, Physikerin aus Berlin. Zusammen haben wir uns Gedanken dazu gemacht, wie mehr Menschen in München für den Klimaschutz begeistert werden können. Ich habe mir diese Challenge ausgesucht, da ich fand, dass sie noch sehr viel Spielraum für eigene Kreativität bot. Viele der anderen Challenges waren in der Aufgabenstellung konkreter, wie Funktionen einer schon ausgearbeiteten App entwickeln oder den Wertschätzungsgedanken von Menschen gegenüber Car-Sharing-Autos erhöhen. Für die Challenge haben wir die Idee der „Climate Olympics“ entwickelt, bei der jährlich eine Woche lang Aufgaben im Sinne des Klimaschutzes von den Bewohner*innen der Stadt gelöst werden können. Am Ende winken tolle Preise wie z.B. ein Jahresticket für den Nahverkehr, eine Schrebergartenparzelle, eine Zugreise nach Rom, aber auch für alle anderen Teilnehmer*inne U-Bahn-Karten oder Blumensamen. Aufgaben könnten sein: einen Ort der Transformation (z.B. Repair-Café, Gemeinschaftsgarten) besuchen, ein Stück Straßengrün bepflanzen, ein Foto von Wildleben in der Stadt machen, mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zur Arbeit/Schule fahren oder der Stadtverwaltung und -politik einen Tipp für die klimafreundlichere Gestaltung von bestimmten Orten geben. Man kann als Einzelperson oder auch im Team (z.B. Schulklasse, innerhalb der Firma) teilnehmen.

Es hat super viel Spaß gemacht, so fokussiert an einem Thema zu arbeiten, auch wenn etwas mehr Zeit hilfreich gewesen wäre. Ich bin gespannt, welche Ideen nun umgesetzt werden und hoffe, dass wir zusammen zum Wandel des Klimawandels beitragen können.

 

 

Quellen:

https://climathon.climate-kic.org/en/

https://impacthub.de/events/climathon-2020.html

lala.ruhr – Startschuss für das Labor der Landschaft im Ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet ist mit fünf Millionen Einwohnenden einer der größten urbanen Ballungsräume Europas und deutschlandweit die Region mit der höchsten Einwohnendendichte. Im landesweiten Vergleich verfügt das Ruhrgebiet mit 39 Prozent über überdurchschnittlich viel Siedlungsfläche und mit nur 58 Prozent über unterdurchschnittlich wenig Vegetationsfläche. Drei Prozent der Ruhrgebietsfläche sind Gewässer.

Soweit zu den Zahlen. Doch die urbane Landschaft im Ruhrgebiet ist weitaus vielfältiger als Zahlen ausdrücken: Wohnhäuser, Baumscheiben, Universitäten und Bildungseinrichtungen, Kleingärten, Hinterhöfe, leerstehende Gebäude, Hallen und Ladenlokale, Parks, Verkehrsflächen, Industriebrachen, urbane Gärten, Halden, Stadt(teil)kerne, Flusslandschaften, Innenstadtbegrünung, Radwege, landwirtschaftliche Flächen, Naturschutzgebiete und noch vieles mehr machen die Lebenswelt im Ruhrgebiet aus. Vor allem im Zuge des Strukturwandels wurden zahlreiche Maßnahmen und Prozesse initiiert und realisiert, die die regionale Entwicklung des Ruhrgebietes als Raum für Mensch und Natur international bekannt gemacht haben. Heute steht das Ruhrgebiet vor ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen, für deren Lösungen integrative und zukunftsfähige Entwicklungsprozesse nötig sind.

lala.ruhr – Das Labor der Landschaft für die Metropole Ruhr, erdacht von Sebastian Schlecht, nimmt sich der Zukunftsaufgabe an, die Potenziale von Vernetzung, Fachwissen, Erfahrung und praktischer Umsetzung zu nutzen, um einen koproduktiven Prozess anzustoßen. Ziel ist es, die urbane Landschaft im Ruhrgebiet zu einer resilienten, nachhaltigen, produktiven und multifunktionalen Lebenswelt für Mensch und Natur zu entwickeln. Als Urbanisten freuen wir uns sehr, Teil dieses Prozesses und des interdisziplinären lala.ruhr-Teams zu sein.

Mit dem Auftrag vom Regionalverband Ruhr, einen Beitrag zur Kommunikationsoffensive Grüne Infrastruktur zu leisten, ist der offizielle Startschuss für lala.ruhr gefallen. Die Leitung des Projektes liegt bei Sebastian Schlecht und Melanie Kemner. Die Urbanisten sind als Forschungs- und Praxispartner mit an Bord. Weitere Kooperationspartner:innen sind Matthias Krentzek von mxr storytelling, die Fachjournalistin Sonja Broy, Dr. Juliane von Hagen von stadtforschen.de, Isabella de Medici vom Planungsbüro DTP Landschaftsarchitekten GmbH und dem BDLA NRW und Sally Below von sbca Berlin.

Gemeinsam erforschen wir, welchen Beitrag Grüne Stadträume in den urbanen Quartieren des Ruhrgebiets spielen, welche Akteur:innen derzeit an der Entwicklung der grünen Infrastrukturen im urbanen Raum beteiligt und von ihr betroffen sind und welche Funktionen Grüne Infrastrukturen in den Städten und Stadtteilen des Ruhrgebiets erfüllen bzw. in Zukunft erfüllen sollten. Der Prozess der Wissensgenerierung ist partizipativ angelegt und wir integrieren Fachleute, Initiativen, kreative Stadtmacher:innen, Bildungexpert:innen und Bewohnende als Expert:innen ihrer eigenen Lebenswelt.

Neben der digitalen Ideenschmiede, die am 7. November als erstes pilothaftes Format mit Vertreter:innen aus Wissenschaft, Bildung, Planung, Kreativwirtschaft und Zivilgesellschaft stattgefunden hat, werden wir einen Beitrag zur Fachtagung „Die Zukunft der Grünen Infrastruktur in der Metropole Ruhr“ Ende November leisten, im nächsten Jahr eine weitere große Veranstaltung durchführen und konkrete Empfehlungen an den RVR zur Kommunikation und Aktivierung von Akteur:innen geben. Zudem sind weitere multimediale Beiträge und Veröffentlichungen geplant, ihr dürft also gespannt sein.

Quellen

Regionalverband Ruhr (2019): ruhrImpulse: Beiträge zur Regionalentwicklung, Band 2: Flächennutzung. Abgeurfen unter: https://www.rvr.ruhr/fileadmin/user_upload/01_RVR_Home/02_Themen/Regionalplanung_Entwicklung/Ruhrimpulse/RuhrImpulse_Band2_Flaechennutzungen_2019.pdf (Stand 16.11.2020)

 

Naturfelder: Von der Rasenfläche zum Lebensraum

Jetzt anmelden zur Auftaktveranstaltung am 3.12. um 17 Uhr!

Um die Artenvielfalt von Insekten zu erhalten, wird dringend mehr Lebensraum benötigt. Naturfelder e.V. wandelt Flächen, wie z.B. Ackerfläche in Lebensraum für Insekten um. Gemeinsam mit Gemeinde und Landwirten ersetzen wir Monokulturen durch bunte Blumenwiesen – wahre Wohlfühloasen für Insekten, Bienen und Kleintiere und schaffen so auch die Lebensgrundlage für Wildvögel.

Landwirte oder Gemeinde stellen hierbei ihre Flächen zur Verfügung auf die wir die Blühmischung aussäen. Im Fall einer Dürre sorgen wir auch für eine Notbewässerung. Zusätzlich zu den Blühpflanzen säen wir Futterstauden und errichten Insektenhotels auf den Flächen. Darüber hinaus bleiben die Felder unbehandelt und nur den Insekten überlassen und bieten Platz für ihren ungestörten Aufenthalt, Futter und Nistplätze.

Wie lassen sich langweilige #Rasenflächen in #insektenfreundliche #Blühparadiseverwandeln? Zu dieser Frage hat unser #Urbanist Rolf Ingo Bläser (Mitbegründer des #Naturfelder Issum Vereins) interviewt. Der Verein Naturfelder Issum e.V. widmet sich nämlich aktiv diesem Anliegen und hat dazu schon viele #Erfahrungen und #Tipps gesammelt, die sie gerne mit uns geteilt haben. Denn wir planen zukünftig Naturfelder #Dortmund e.V. ins Leben zu rufen.

Deshalb laden wir zur Auftaktveranstaltung ein am Donnerstag den 3.12. um 17 Uhr: Die Veranstaltung wird online via Zoom stattfinden. Der Link zum Meeting wird vor der Veranstaltung an registrierte Teilnehmer bekannt gegeben. Also am besten schnell anmelden!

 

Eine Aktivität im proGIreg Reallabor Dortmund.
Website des Reallabors:  Hansagrün

EU Horizon 2020
This project has received funding from the EU’s
Horizon 2020 research and innovation programme
under grant agreement no. 776528

Update: Trash Up! 5.0 meets LUZI vom 21.11. bis 13.12.2020

Bald ist es soweit und die Trash up! 5.0 startet. Gerne hätten wir mit euch gebastelt, gebaut, gelacht, gelernt, diskutiert und uns ausgetauscht. Aber leider sind nun die hohen Coronazahlen dazwischengekommen. Deswegen haben wir als Team unseres Projektes LUZI gemeinsam mit dem DEPOT entschieden, alle für den November geplanten Workshops abzusagen. Wir bemühen uns, Nachholtermine zu finden und hoffen, dass sich die Corona-Lage bis Dezember entspannt und die Workshops dann wie geplant stattfinden können.

Die geplanten Podiumsdiskussionen zu den Themen Nachhaltig leben, Soziales Unternehmertum, Urbane Transformation und Orte des Selbermachens können aber zu unser aller Freude trotzdem stattfinden – in hybrider Form. Die Podiumsgäste werden unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen vor Ort in der Galerie des DEPOT diskutieren und das Publikum wird mithilfe eines Live-Streams digitale dazugeschaltet. Aber auch als digitales Publikum habt ihr über die Chatfunktion die Möglichkeit, mitzudiskutieren und Fragen zu stellen.

 

HIER GEHT’S ZUM LIVESTREAM

 

Die Veranstaltungen und alle Infos zur Teilnahme und Anmeldung findet ihr nach wie vor unter Termine und auf den Websites von LUZI und dem DEPOT Dortmund.

Bleibt gesund, wir freuen uns auf eure Teilnahme!

 

Ein „Parklet“ für Essen Holsterhausen

Wir habens getan! Die wohl coolste Alternative zu parkenden Autos in der Stadt ist ein „Parklet“. Unser erstes Parklet durften wir für und mit dem Fachgeschäft für Stadtwandel bauen. Es steht nun seit September in der Gemarkenstraße in Essen Holsterhausen, lädt Stadtmenschen jeden Alters zum Verweilen ein und regt zum kritischen Nachdenken über die Nutzung des städtischen Raums an.

Gebaut haben wir im Sommer in der Urbanisten-Manufaktur in Dortmund mit einem super Team, das mit das mit viel Herzblut bei der Sache war. Nachdem die individuell angepassten Sitz-Kuben und die Unterkonstruktionen fertig waren, konnten die Pflanz-Kuben mit einer speziellen Belüftungsfolie ausgekleidet werden. Anschließend wurden alle Elemente mit einem umweltverträglichen Öl behandelt und nach ausreichend Trocknungszeit in einen Transporter geladen und zur Montage nach Essen verfrachtet. Am Aufbautag  sorgten viele helfende Hände dafür, dass wir schneller fertig waren als gedacht. So konnte das Team sogar noch Erde einfüllen und die ersten Beete bepflanzen.

Ende September konnten dann die Sektkorken knallen, als das Parklet offiziell eingeweiht wurde. Das schmucke Teil ist übrigens so modular gebaut, das es im Winter auch als Indoor-Möbel funktioniert. Mittlerweile hat sich das Parklet vor Ort schon eingewöhnen können und ist bislang auf überwiegend positives Feedback gestoßen.

Wenn ihr auch Bock auf sowas in euerer Stadt habt, sprecht uns an, erzählt euren Freund*innen davon und macht Werbung bei euren Lokalpolitiker*innen oder der Verwaltung eurer Stadt. Geiler als grau und voller Autos geht es immer 😉

Tausend Dank an das Fachgeschäft für Stadtwandel für diesen tollen Auftrag!

(Disclaimer: Die Fotos sind im Sommer beim Aufbau entstanden)

Trash Up! meets LUZI im DEPOT

vom 21. November bis 13. Dezember 2020

Die offene und laborhafte Veranstaltungsreihe für Nachhaltigkeit und Konsumverhalten TRASH UP! im Depot geht in ihre 5. Runde. Die Nachhaltigkeitskonferenz #Rethinking Trash Up! in 2019 hatte zum Ergebnis, dass großes Interesse daran besteht wieder mehr in AKTION zu treten und praktische Handlungsfelder zum Thema zu beackern. Trash Up! 5.0… nimmt sich gerne dieser Aufforderung an!

In Zusammenarbeit mit uns und unserem Projekt LUZI – Labor für Urbane Zukunftsfragen und Innovation lädt das DEPOT zum Jahresende zu über 10 Workshop- und Vortragsreihen ein.

LUZI erforscht, wie soziale und technische Innovationen für eine Stadt der Zukunft gemeinschaftlich entstehen können. Das Projekt möchte Inspiration für eine Stadt der Zukunft bieten. Alle Stadtbewohner*Innen, Macher*Innen, engagierte Unternehmer*Innen, Initiativen und lokale Akteure sind dazu eingeladen, gemeinsam über urbane Herausforderungen nachzudenken und konkrete wie nachhaltige Lösungsansätze zu entwickeln.

Trash Up! 5.0 führt die traditionell spannende Formatmischung aus praxisnahen Workshops (z.B. Bienenwachstücher, Lampe EVA oder Wurmkompost selber machen | bauen) und den theoretischen Vortrags- und Diskussionsreihen (z.B. „Unternehmerisches Handeln aus sozialen Ideen“ oder „Nachhaltige Transformation von Stadtteilen“) konsequent fort. Wichtig ist den Macher*innen, dass das Angebot für möglichst viele Menschen zugänglich ist und einen hohen Wiederanwendungswert hat. Der zwischenmenschliche Austausch und das Networking mit „Spaß“ und „Freude“ bleibt unser zentrales Anliegen, um nachhaltiges Handeln über emotionale Erlebnisse fest in den Alltag der Menschen zu integrieren und zu verankern.

Alle Veranstaltungen werden unter den vorgegebenen Corona-Schutzmaßnahmen und in Abstimmung mit den Veranstaltungsorten durchgeführt werden. Unter anderem bedeutet dies, dass eine Teilnhame ausschließlich per Online-Voranmeldung für die Veranstaltungen möglich ist.

Das vollständige Programm, weitere Infos und die Online-Anmeldung findet ihr in Kürze auf unserer Website und auf den Seiten www.luzi.ruhr und www.trash-up-dortmund.de.

bunterbeton – Der Urbanisten Podcast geht an den Start!

bunterbeton ist Podcast, Netzwerk und Wissensquelle zugleich

Eine Stadt ist immer nur so lebendig wie die Menschen, die in ihr leben und sie gestalten. Mit bunterbeton begeben wir uns – zusammen mit euch – auf die Suche nach den Menschen und Initiativen, die unsere städtischen Lebenswelten durch kulturelle und kollektive Gestaltungsprozesse lebhafter, bunter und nachhaltiger machen. Ziel dieses Projekts ist es, ein Netzwerk Kulturschaffender und kulturell Interessierter im digitalen Raum zu schaffen, um Initiativen eine Bühne zu bieten und so Interessierten den Zugang zu kultureller Teilhabe zu erleichtern. Wir möchten die Bereiche Stadt, Kultur, Kreativwirtschaft und Zukunft zusammenbringen, Kooperationen entwickeln und den Austausch von Erfahrungen bestärken.

Im Gespräch mit Vertreter*innen verschiedener Kulturinitiativen aus dem deutschsprachigen Raum möchten wir erfahren, woran gearbeitet wird, was die Beweggründe hinter kultureller Arbeit sind, welche Ziele verfolgt werden, wie sich die Initiativen organisieren und vieles mehr. Die Erkenntnisse aus den Gesprächen sollen dazu beitragen, Wissen um Kulturarbeit zu verbreiten und Zuhörer*innen dazu zu befähigen, selbst aktiv zu werden. Der Podcast ist sowohl auf Spotify als auch auf unserer eigenen Website zu hören. Dort befindet sich zudem ein Wiki mit den wichtigsten Erkenntnissen aus den Gesprächen.

Da man ja bekanntlich mit großen Plänen immer bei sich selbst anfangen sollte, haben wir uns kurzerhand selbst eigeladen für die erste Podcast Episode. Zusammen mit Jan Bunse und Svenja Noltemeyer haben wir uns die Frage gestellt: Wie wird eine WG-Küchen-Idee zur etablierten Kulturinitiative? Wir sprechen aber auch über die Arbeit in einer Kulturinitiative, über die Rechtsform des gemeinnützigen Vereins, über die Vernetzung kreativer Persönlichkeiten und noch vieles mehr – aber hört am besten einfach selbst!

Und wenn euer Interesse jetzt geweckt ist, folgt uns gerne auf Instagram (@bunterbeton_), um immer auf dem Laufenden gehalten zu werden.