Klimasparbuch Dortmund 2014 – Mitmachen!

Klimasparbuch Dortmund 2014 – Mitmachen!

Schnäppchenjäger trifft auf WeltverbessererDortmund_KSB2015_Cover_0708

Das Klimasparbuch ist ein lokales, praxisorientiertes Ratgeber- und Gutscheinbuch für den Klimaschutz in allen Bereichen des Alltags. Es nimmt dich an die Hand und führt dich in deiner Stadt zu all den Ecken, wo man einkaufen, essen und entspannen kann und dabei sowohl das Klima als auch den eigenen Geldbeutel schont. So ist das Klimasparbuch ein praktisches Beispiel dafür, dass sich Klimaschutz rechnet – individuell, lokal und global.

Wir suchen Tipps und Anbieter von Gutscheinen

Kennst du Unternehmen oder eine Initiative, die unbedingt in das Klimasparbuch Dortmund gehören? Möchtest du selber einen Gutschein für Dortmunder anbieten? Melde dich einfach unter klima@stadtdo.de .

Das Klimasparbuch Dortmund geht am 1. Dezember online

Das Klimasparbuch findet ihr unter www.klimasparbuch.dortmund.de. Einfach mit deiner E-Mailadresse bei der Stadt Dortmund online registrieren und schon habt ihr direkten Zugriff auf die Klimagutscheine. Viel Spass beim Genießen und Klimaschützen wünschen das Klima-Team im Umweltamt & Die Urbanisten!

Das Klimasparbuch Dortmund 2015 wurde gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt in Zusammenarbeit mit dem Klimasparbuch-Team der oekom verlag GmbH. Weitere Informationen finden Sie unter www.klimaschutz-kommunizieren.net

 

 

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Stadthonig 2.0 – jetzt neu und nur für kurze Zeit!

Stadthonig 2.0 – jetzt neu und nur für kurze Zeit!

stadthonig

Wer sich Honig aus dem Supermarkt genauer anschaut, der sieht auf dem Etikett häufig ein „Enthält Honig aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern“. Neben dem WTF!?-Moment wenn man sich denkt: „Warum schreibt ihr da nicht einfach drauf: ‚Honig von irgendwo?“, wundert man sich schnell, wo denn der Honig tatsächlich her kommt. Schwer zu sagen. Deutschland ist Honig-Importland und große Mengen kommen aus Südamerika und China.

Unser Honig kommt aus Dortmund und wurde nicht erst durch die halbe Welt transportiert. Die Bienen stehen in einem Kleingarten in Hörde und fühlen sich pudelwohl. Wir rühren den Honig nicht, so dass er eher grobkristallin auskristallisiert. Gespräche mit euch haben uns gezeigt, dass viele von euch das so mögen und den groben dem feinkristallisierten Honig vorziehen.

Wir haben 24 Gläser mit 350g Honig diesjähriger Ernte im Büro, die wir für „Sechs plus X“ Euro abgeben. Vier der Euros gehen an den Imker für Beuten, Schleuder, Tierseuchenkasse, Vereinsbeitrag, Varroabehandlung, Winterfutter und Sprit. Arbeitszeit nicht eingerechnet. Zwei Euro gehen an die Urbanisten für Miete, Gläser und Etiketten, Arbeitszeit ebenfalls nicht eingerechnet.  X Euro gehen an die Urbanisten als freies Budget für neue, spannende, aufregende, innovative Projekte.

Kommt vorbei und holt euch was vom goldenen Saft!

Die fliegende Fischfarm

Die fliegende Fischfarm

Für die Mini Maker Faire, die heute um 16 Uhr im Rahmen der Wissensnacht Ruhr im Dortmunder U startet, haben wir einen neuen Aquaponik-Prototypen gebaut. Wir wollten das Prinzip der Nitrifikation von Fischkot in Pflanzennährstoffe in eine kompakte, mobile Form bringen. Unser Prototyp besetzt eine Fläche von Drei Quadratmetern, bietet bis zu 30 Fischen ein luftiges Zuhause und ermöglicht die Aufzucht von 18 Pflanzen. Das System kann in drei schaltbaren Modi gefahren werden: Im DWC-Modus gedeihen Salate und Blattgemüse, im EF-Modus wird das Wurzelwachstum von Sämlingen, Stecklingen und Jungpflanzen gefördert. Im NFT-Modus schließlich werden die erwachsenen Pflanzen zu üppiger Blütenbildung und Fruchtreifung angeregt. Theoretisch.

Denn wir müssen noch herausfinden, wie sich die im Vergleich zu unserem Gewächshaus veränderten Parameter auf den organischen Zersetzungsprozess und damit auch auf die Qualität der Nahrungsmittel auswirkt. Wir gewährleisten viel Sauerstoff im Wasser, was sich positiv auf die Aktivität der Nitroso-Bakterien, den Stoffwechsel der Fische und das Wachstum der Wurzeln auswirken sollte. Die recht große Wassermenge sollte für einen stabilen pH-Wert sorgen. Die angemessene Zuführung von Fischfutter und Spurenelementen ist allerdings noch unklar. Durch die leichte Bauform wird die verfügbare Oberfläche für die Bakterienkulturen stark verringert. Das beschränkt die Besatzdichte oder Futterquote, denn nun können weniger Ausscheidungen abgebaut werden.

Dieser Herausforderung kann auf zwei Weisen begegnet werden. In der komfortablen (gar veganen?) Weise greifen wir auf biologische Hydrodünger zurück, die passgenau auf die Pflanzenbedürfnisse zugeschnitten sind und betrachten die Fische als Freunde, nicht als Futter. Die aufwändige (gar ökologischere?) Weise fragt nach der Entwicklung einer Filterform, die bei großer Kompaktheit und geringem Pflegeaufwand eine gleichbleibend hohe Nährstoffkonversion, also Besatzdichte, ermöglicht. Wir sind daran interessiert, diese Fragen bis zum Beginn der Gewächshaussaison zu klären. Allerdings gibt es draußen wenig Licht (siehe unten) und kühle Temperaturen.

Wir müssen also in ein isoliertes Gebäude und die Pflanzen elektrisch beleuchten. Wenn ihr uns bei diesem Vorhaben unterstützen wollt, könnt ihr hier schnell und unkompliziert Fördermitglied der Urbanisten werden. Wenn ihr erstmal reden wollt, kommt doch im Laufe des Abends zur Maker Faire ins Dortmunder U. Dann bringen wir auch etwas Licht ins Dunkle.

Bereit für die nächste Herausforderung

Bereit für die nächste Herausforderung

Früher wurde im Pott unter der Erde malocht. Heute wird im Dortmunder Union-Gewerbehof über der Erde gegärtnert. Aquaponik ist hier kein Zechenlied, sondern Zukunftsmusik.

Von Janina Morgenstern und Glenn Vogt

Das Ende unserer zweiten Saison naht und Fische sowie Pflanzen erfreuen sich bester Gesundheit. Zeit, einmal Bilanz zu ziehen: Seit im August letzten Jahres 18 kleine Karpfen Einzug in unser System gehalten haben, betreiben wir endlich echte Aquaponik. Davor haben wir vier Monate damit verbracht, das 11 qm große Gewächshaus samt Innenausstattung aufzubauen. Dazu gehörten die Beete, die Fischtanks, die Verrohrung und natürlich die Sicherstellung von Elektrik und Wasserversorgung. Nicht zuletzt das Draufschaffen des nötigen Know-Hows, dabei konnte einiges auch erst bei laufendem Betrieb gelernt und ausprobiert werden – die richtige Nährstoffzufuhr, Vermeidung von Mangelerscheinungen, immer wieder die verschiedensten relevanten Messwerte prüfen und anpassen. Kurz: Es gab viele kleine Stellschrauben, an denen wir gedreht haben. Aber auch Kinderkrankheiten: Was tun bei Verdunstung im Hochsommer? Was macht man mit einem Fisch, der ständig aus dem Tank hüpfen will?

Nach der Indoor-Überwinterung des Systems im Büro der Urbanisten ging es dann im März diesen Jahres wieder ins Gewächshaus im Union Gewerbehof und damit in die zweite Anbausaison. Die nächsten Herausforderungen ließen nicht lange auf sich warten, und mit der Sichtung erster Blattläuse begann die Schädlingsbekämpfung in unserem System – natürlich chemiefrei und komplett Bio. Mithilfe von Nützlingen wie Florfliegenlarven, Raubmilben oder aber auch Neemöl haben wir es dann aber geschafft.

Verschiedenste Chili-Arten, Kräuter, seltene Salat- und Gemüsesorten, die man sonst nicht in dieser Vielfalt und Qualität im Supermarkt bekommt, reifen jedenfalls munter heran und warten mittlerweile auf ihre Ernte. Auch die Karpfen sind keine Babys mehr, sondern schlachtreif.

Frühe Serrano-Chilis

Frühe Serrano-Chilis

Karpfen

Hungriger Karpfen

Es stimmt uns stolz und dankbar, wenn man bedenkt wie viele Menschen tatkräftig mitgeholfen haben und mit leidenschaftlicher Motivation, Herzblut und in den richtigen Momenten daran gearbeitet haben, dass wir jetzt unser ganz eigenes Gemüse ernten können. Ohne Industrie. Ohne Transportwege. Ohne Chemie.

Natürlich hat das gemeinsame urbane Gärtnern auch viel Spaß gemacht und uns als Gemeinschaft gefestigt. Sogar aus dem einen oder anderen Neugierigen ist hinterher ein tatkräftiger Helfer geworden.

Aber so sehr uns unser kleines Pioniersystem am UGH ans Herz gewachsen ist – wir wollen (und können) mehr. Nach eineinhalb Jahren erfolgreicher Tests und satter Ernten ist es an der Zeit, die Vorteile der Aquaponik in einem größeren Rahmen auszuschöpfen und einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

So können wir die kalte Jahreszeit für die Planungsarbeit nutzen. Unser Ziel ist es, im nächsten Frühjahr ein mindestens dreimal so großes System in Betrieb zu nehmen. Hier sollen nicht nur unser Verein sondern auch Anwohner und allgemein Interessierte die Möglichkeit bekommen, mit zu gärtnern und hinterher die lokal produzierten Früchte ihrer Arbeit zu genießen.

Herausforderungen wie Energiezufuhr und Pumpensystem für die nächste Stufe müssen neu dimensioniert werden, das Gärtnern selbst aber soll den Dortmundern überlassen werden.

Hier im Pott wurde schon immer kräftig angepackt – und Projekte wie das unsere können nicht nur vernachlässigte Industriebrachen wieder aufleben lassen und Nachbarschaften durch gemeinsames Gärtnern wieder zusammenschweißen. Langfristig ist erwiesenermaßen auch das wirtschaftliche Potenzial nicht zu unterschätzen. In einer Region, die eine Menge Menschen ernähren und beschäftigen muss, kann Aquaponik dem Strukturwandel eine Vision geben. Das sehen mittlerweile auch andere so.

Für das bestehende System kam alles aus eigener Tasche. Jetzt möchten wir auch anderen die Möglichkeit geben, sich an diesem oder auch anderen großartigen Projekten der Urbanisten in Dortmund zu beteiligen. So wie das Gärtnern in der Stadt Gemeinschaft fördert aber ohne eifrige Hände auch nicht möglich ist, so brauchen auch unsere zukünftigen Projekte die Hilfe wohlwollender Menschen im Hintergrund. Kleinvieh macht auch Mist und hier geht’s zur Fördermitgliedschaft.

Produktive Aquaponik

Produktive Aquaponik

Im Aquaponik-Gewächshaus der Urbanisten geht es im Spätsommer wild zu. Nachdem wir schon im April die meisten Setzlinge in den Blähton (*hihi*) gesetzt und das Fischwasser leicht angeheizt hatten, konnten wir bereits im Mai die ersten Blüten bewundern. So ist es kein Wunder, dass wir schon im August Erntedankfest feiern könnten. In erster Linie hätten sich die Pflanzen bei den Fischen zu bedanken, die die von uns gefütterten Soldatenfliegenlarven in feinste Nährstoffe umgewandelt haben. Wir können uns dagegen bei den Pflanzen für die wunderbar aromatischen Basilikum-, Petersilie und Oregano-Blätter bedanken, ganz zu schweigen von den extrem knackigen und herzhaften Chili-Varianten. Und selbst der Anblick, nicht nur der mexikanischen Chrysanthemen, ist eine wahre Freude. Seht selbst!

Gartenfest im Bürgergarten  „Kleine Heroldwiese“

Gartenfest im Bürgergarten „Kleine Heroldwiese“

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Liebe Bürger, Nachbarn, Eltern, Kinder!
Wir laden alle Interessierte zum Gartenfest am 13.06.2014 ab 13.00 Uhr in den Bürgergarten „Kleine Heroldwiese“ ein. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Sayin vatandas, komsu, veli ve cocuklar !
Ilgisi olan herkesi 13 Temmuz 2014´de saat 13.00´den itibaren mahalle bahcemiz “Kleine Haroldwiese” de bir bahce eylemine davet ediyoruz. Yiyecek ve icecekler mevcuttur. Eylencemize katilirsaniz cok memnun oluruz.

Скъпи съграждани, съседи, родители, деца! С удоволствие Ви каним на Градинско Парти на 13.06.2014 от 13 часа в Bürgergarten ‘Kleine Heroldwiese’.За ядене и пиене сме се погрижили. Ще се радваме на Вашето присъствие.

Stimaţi cetaţeni,vecini,parinţi,copii, Va invitam pe toţi cei interesaţi la Festivitatea parcului in data de 13.06.2014 de la ora 13.00 in parcul “ Kleine Heroldwiese”. Ne bucuram sa ne fiti alaturi!

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Bericht vom Start-Workshop im Bürgergarten „Kleine Heroldwiese“

Bericht vom Start-Workshop im Bürgergarten „Kleine Heroldwiese“

Am 05.04.2014 haben wir im Bürgergarten unseren ersten Workshop im Jahr 2014 durchgeführt. Der Garten wurde für den Frühling vorbereitet, es wurde gepflanzt, gegossen, gewerkelt, gemacht und getan. Besondere Neuerung der Klappstuhl aus dem KÄIF-Projekt von Radek Vogt. Er ist schon aufgestellt muss aber noch in den Kästen mit Blumen gestaltet werden. Direkt bei dem Stuhl steht ein Schild, das nach Fertigstellung die Besucher etwas über Möglichkeiten und Regeln des Gartens informiert. Es hat wieder viel Spaß gemacht und den Garten weiter verschönert. Immer deutlicher wird wie wichtig ein Container oder Hütte für den Garten wird, es ist sehr aufwendig die Materialien immer wieder mit zu bringen. Ein Projekt das wir gerne in diesem Jahr neben der Wandgestaltung des angrenzenden Grundstückes umsetzen möchten. Ein großes Hallo gab es, als andere Aktive aus dem Netzwerk nachmittags noch mit dem INFamilie-Mobil von einer Tagung zurückkamen.

Im Gewächhaus blubbert’s wieder…

Es ist der wärmste März seit Jahren. Grund genug, unser Gewächshaus früher als geplant wieder in Betrieb zu nehmen. Wir haben das Dach entlaubt, den Blähton (*hihi*) gesäubert, durchgefegt und das Wasser frisch eingelassen. Nun blubberts wieder. Sobald sich das Wasser etwas erwärmt hat, geben wir ein paar Teichbakterien hinzu, die das Amonium in den Ausscheidungen (vulgo Fischkacke) erst in Nitrit und dann in für die Pflanzen verwertbares Nitrat umwandelt. Und dann können wir auch schon unsere vielen vorgezogenen Setzlinge einbringen – letztere könnt Ihr übrigens auch ertauschen, und zwar hier.

Die neue Plattform für alle Gärtner des Ruhrgebiets: www.urbaneoasen.de

Die neue Plattform für alle Gärtner des Ruhrgebiets: www.urbaneoasen.de

Das Phänomen der städtischen Gemeinschaftsgärten ist bereits seit einigen Jahren in vielen deutschen Städten fest verankert und zum urbanen Trend geworden. Jung und Alt, Eingesessene und Zuwanderer, Schüler, Studenten, Arbeitssuchende und Arbeitende treffen sich und gärtnern gemeinsam, wobei sie sich unterstützen, Erfahrungen austauschen und neue Bekanntschaften schließen.

In Vorreiterstädten wie Berlin und München boomt die Bewegung bereits seit einigen Jahren. Doch auch im Ruhrgebiet ist Urban Gardening angekommen und es wachsen und gedeihen neue Gemeinschaftsgärten in Städten wie Gelsenkirchen, Bochum, Oberhausen, Mülheim, Essen oder Dortmund. Gerade hier an der Ruhr, wo sich zahlreiche große Städte auf engem Raum ballen, bietet die Vernetzung von Gemeinschaftsgärten viele Vorteile für die Aktiven. Neben der Außendarstellung und Kartierung der Projekte bietet die Plattform die Möglichkeit, Erfahrungen untereinander auszutauschen, Planungen voranzutreiben und das gemeinsame Gärtnern über die Stadtgrenzen hinweg zu stärken.

Die Plattform www.urbaneoasen.de bietet nun diesen gemeinsamen Knoten für alle Gärtner des Ruhrgebiets. Zusammen mit der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis konnten wir die Plattform in den letzten Monaten realisieren. Die Seite bietet viele Möglichkeiten und Vorteile, sowohl für Garteninitiatoren als auch Interessierte. Ihr könnt euch über alle aktuellen Gemeinschaftsgärten im Ruhrgebiet informieren, eine Übersicht über viele spannende Veranstaltungen gewinnen, euch im Forum mit anderen Menschen austauschen und neue Gärten gründen. Wir wünschen euch viel Spaß im grünen Netzwerk der Urbanen Oasen.

Die Seite wird gehostet von udoo.cc, dem digitalen Vernetzungsprojekt der Urbanisten. Die Seite stellt Euch ein Blog zur Verfügung, auf der ihr kostengünstig und bequem die Informationen zu eurem Vorhaben einpflegen, Kontaktmöglichkeiten anbieten und – am wichtigsten: Die Öffentlichkeit auf dem Laufenden halten könnt.

Stadthonig

Stadthonig

Aufgrund der anhaltend kalten Witterung im Frühjahr ist die Honigsaison dieses Jahr sehr schlecht ausgefallen. Die Imker klagen über eines der schlechtesten Honigjahre überhaupt. Durch die kalte Witterung hatten sich die Pflanzen mit ihrer Blühphase lange zurückgehalten. Als es dann etwas wärmer wurde, blühte die ganze Natur auf einmal. Die Bienen jedoch hatten sich mit der Brut ebenfalls zurückgehalten, und als den Nektar endlich zur Verfügung stand und die Temperaturen einen Bienenflug zuließen, waren die Völker nicht annähernd stark genug, ausreichend vom goldenen Saft einzutragen. Wegen der niedrigen Temperaturen war zudem der Futterverbrauch der Bienen spürbar erhöht. Der eingetragene Nektar wurde zum großen Teil von den Bienen selbst verbraucht. Somit blieb für uns Menschen nichts übrig. Die Frühjahreshonigernte ist für die allermeisten Imker vollständig ausgefallen.

stadthonigDer Sommer hat uns über weite Strecken mit hohen Temperaturen und wenig Niederschlag optimales Flugwetter geboten. Zahlreiche Imker berichteten jedoch in diesem Jahr von einer starken Schwarmneigung ihrer Völker. Die Bienen hatten als Überlebensstrategie dieses Jahr anscheinend auf die Vermehrung der Völkeranzahl statt auf Wachstum der einzelnen Völker gesetzt. Bienen in Schwarmlust tragen aber wenig Honig ein. So ist nach dem schlechten Frühjahr der Sommer auch nicht gerade großartig geworden, was die Honigernte angeht.

Unsere Völker haben trotz der widrigen Umstände eine akzeptable Menge Honig eingetragen und wir haben uns entschlossen, einen Teil davon über den Verein als Stadthonig zu verkaufen. So lange der Vorrat reicht, bieten wir 300g Gläser Honig für 6€ das Glas an. Der Ertrag bleibt im Verein und wird für gemeinnützige Zwecke eingesetzt werden. Selbstverständlich freuen wir uns, wenn Sie uns eine kleine freiwillige Spende oben drauf geben.

Die Bienen stehen in Hörde, in einem Gartengebiet ganz in der Nähe des Phönixsees. Zum Zeitpunkt der Abfüllung ist der Honig noch flüssig, wird aber voraussichtlich bei längerer Lagerung kristallisieren. Falls Ihnen die Zuckerkristalle im Honig nicht gefallen, dann können Sie den Honig ganz vorsichtig im Wasserbad erwärmen. Aber bitte nicht wärmer als 30°C, denn bei höheren Temperaturen fangen die feinen Aromen bereits an zu zerfallen.

Endlich echte Aquaponik

Vor ein paar Tagen hat unser Aquaponikprojekt einen Meilenstein erreicht: Acht junge Karpfen haben ihr neues Zuhause  in unserem Fischtank bezogen. Nun machen wir endlich echte Aquaponik, bei der die Nährstoffe wirklich aus dem Fischfutter über den Stoffwechsel der Fische ins System geraten.

Mehrere Monate hat es gedauert, bis unser System so weit war, dass es die Fische aufnehmen konnte. Zunächst musste das Gewächshaus gekauft und aufgebaut werden, mussten die IBCs besorgt, zerteilt, aufgestellt und mit Blähton gefüllt werden. Strom wurde gelegt und Pflanzen wurden vorgezogen und Bakterien auf dem Substrat gezüchtet. Das alles hat länger gedauert, als wir uns im Vorfeld vorgestellt hatten, aber die Arbeit wurde komplett ehrenamtlich erledigt und die Materialien wurden aus eigenen Mitteln finanziert. Somit mussten wir viele Optionen evaluieren und zum Beispiel herausbekommen, wo man IBCs, Blähton, Gewächshaus, Fittinge, Elektroverteilungen und alle anderen Materialien am besten beziehen kann. In der Planung war zwischenzeitlich auch, ein gebrauchtes Gewächshaus zu kaufen, oder eins komplett selbst zu bauen. Sicherlich hätten wir uns eine etwas längere Vegetationsperiode für unsere Pflanzen und Fische gewünscht, aber die Zeit ist nicht wirklich verloren, denn wir sind nun sehr viel schlauer und erfahrerer als am Anfang des Projektes.

Mit dem derzeitigen Kenntnisstand würden wir uns zutrauen, ein Aquaponiksystem dieser Größe innerhalb eines verlängerten Wochenendes aufzubauen, wenn alle benötigten Materialien vorhanden sind. Falls du also eins in deinem Garten stehen haben möchtest, sprich uns an, wir bauen es für dich.

 

Mehr Natur in der Nordstadt – Der Bürgergarten „Kleine Heroldwiese“

Mehr Natur in der Nordstadt – Der Bürgergarten „Kleine Heroldwiese“

Bild: Stadt Dortmund

Bild: Stadt Dortmund

Seit April 2013  auf der kleinen Heroldwiese in der Dortmunder Nordstadt ein neuer Gemeinschaftsgarten. Der Bürgergarten lädt herzlich zum Mitmachen ein und bietet allen Menschen die Möglichkeit mitzuwirken. Ebenfalls bietet der Bürgergarten genügend Raum für kreative, kulturelle und soziale Aktivitäten. Eine Vernetzung mit anderen Gartenprojekten ist genauso erwünscht.

Bild: Martin Eder, Bürgerinitiative

Bild: Martin Eder, Bürgerinitiative

Seit Saisonbeginn wurde ein Zaun und ein Kindertipi aus Weidenzweigen errichtet, Pflanzkästen gebaut und einige Pflanzen gesetzt. Helft uns dabei den Bürgergarten weiter in eine grüne Oase zu verwandeln, besucht uns direkt vor Ort oder informiert euch über die Aktivitäten auf der Projektseite

Eigene Verpflegung und Getränke (kein Alkohol) dürfen gerne mitgebracht werden. Herzlich Willkommen sind selbstverständlich auch Spenden wie z.B. Pflanz- und Saatgut, Gartenzubehör u.a.. Die Workshops sind kostenlos. Arbeitsmaterialien werden z.T zur Verfügung gestellt.

Die nächsten Termine

23.08.2013 – Gartenfest, Workshops & Picknick der Kulturen von 12:00-16:00 Uhr
Programm: Planung der weiteren Arbeitsschritte im Garten, Einweihung und Bepflanzung der fertigen Beetkästen, Slacklineworkshop für Anfänger, Holzkohle-Grill und Getränke

13.09.2013 – Workshops & Picknick der Kulturen von 14:00-19:00 Uhr
Programm: Gestaltung/Bepflanzung der Beete, Bau von Sitzmöglichkeiten, Hundeklo/ Tüten Spender

12.10.2013 – Workshops & Picknick der Kulturen von 10.00-15.00 Uhr
Programm: Kulturelles Treffen, Weidenbau/Tipi, Bau einer Sitzrunde aus Weiden

Bild: Satomi Kiuchi

Bild: Satomi Kiuchi

15.11.2013 – Workshops & (kaltes) Picknick der Kulturen von 14:00-19:00 Uhr

Ansprechpartner im Garten

Francois Brelinger – f.brelinger@dieurbanisten.de
Ihr wünscht weitere Informationen, habt Ideen, möchtet mitmachen oder wollt Werkzeuge, Pflanzen oder anderes Nützliches spenden? Schreibt eine Email an kleineheroldwiese@verteiler.dieurbanisten.de