Ein Dach für unsere Tomaten

Immer mal wieder was Neues für den Westgarten. So schön wie unsere Pflanzen gerade wachsen macht es besonders Spaß Zeit im Garten zu verbringen und den Garten weiter zu verbessern. Diesmal war die Idee ein Dach für eines unserer Tomatenbeete zu bauen, denn Tomaten stehen ja ungern im Regen. Bei der Auswahl des Tomaten-Saatgutes im Winter haben wir uns auf alte Sorten wie die Honduras Bauerntomate, Wildtomate oder Cuban Pink konzentriert. Diese robusten Sorten eignen sich gut für den Freilandanbau und können auch mal etwas Regen ab. Da diese Pflanzen aber bis zum Ende der Saison tragen können und der Herbst ja oft sehr feucht wird, ist ein Dach durchaus eine sinnvolle Sache.

 

Das Thema Schneckenfraß begleitet uns ja leider schon durch die ganze Saison. Nachdem die Experimente mit einem Schutzanstrich und Kupferband keine wirkliche Verbesserung brachten haben wir uns doch für Schneckenkorn entschieden, um unsere Pflanzen zu schützen. Dabei solte man unbedingt darauf achten die Bio-Variante (Eisen -III-Phosphat) zu benutzen, da diese für Mensch und Tier (außer Schnecken natürlich) ungiftig ist. Trotzdem gehört das Absammeln von Schnecken oft zum abendlichen Gießen dazu.

 

Nach wie vor finden jeden Samstag ab 11 Uhr unsere Gartentreffen statt auf denen wir uns zusammen um unsere Pflanzen kümmern, kleine Projekte im Garten verwirklichen, die Orga absprechen oder einfach gemütlich ein bisschen schnacken.

 

 

Führungen durch unser Aquaponik-Gewächshaus

Im Gewächshaus plätschert das Wasser und in den Beeten wächst üppiges Grün. Sogar das erste Gemüse in Form von Mangold, Zucchini und Buschbohnen konnten wir bereits ernten. Die Saison ist in vollem Gange und wir bieten ab sofort wieder Besichtigungen unserer Aquaponikanlage an.

 

Erlebe eine spannende Führung durch unser Gewächshaus. Wir bieten dir die Möglichkeit einen Einblick in das Thema Aquaponik zu bekommen und unser Aquaponik-System am Dortmunder Union Gewerbehof aus nächster Nähe zu betrachten. Du kommst in den Genuss die funktionsweisen der Aquaponikanlage von fachkundiger Seite erklärt zu bekommen. Dabei lernst Du die unterschiedlichen Ansätze und Bauarten von Aquaponiksystemen kennen und bekommst einen Überblick darüber was beim Betrieb einer solchen Anlage wichtig und zu beachten ist.

 

Die einstündige Führung ist auf Personengruppen zwischen 5 und 25 Teilnehmern ausgelegt. Optional ist ein theoretischer Einführungsvortrag zubuchbar, der den nachhaltigen Ansatz der Aquaponik im globalen Kotext behandelt. Wir freuen uns auf euch!

Interesse?

Für Preisauskünfte und zur Anmeldung der Führungen füll bitte unser Kontaktformular aus, wir melden uns dann umgehend bei Dir.

6 + 12 =

Pflanzentauschbörse 2018 – Ein Rückblick

Auch in diesem Jahr haben sich wieder viele urbane Gärtnerinnen und Gärtner im Rahmen des Flohmarkts am Union Gewerbehof getroffen, um auf der Pflanzentauschbörse ihre vorgezogenen Pflänzchen oder übrig gebliebenes Saatgut zu tauschen. Bei schönstem Frühlingswetter wurde umgetopft und pikiert oder auch Tipps und Tricks für Aussaat, Pflanzenpflege und Ernte ausgetauscht.

 

Neben der Pflanzentauschbörse hatten wir auch unser Aquponikgewächshaus für alle Besucher die sich für eine Besichtigung interessiert haben geöffnet. Unter den vielen Gästen die wir an dem Tag begrüßen durften war auch ein Kamerateam vom ARD Fernsehen. Sie haben einen Bericht über die Pflanzentauschbörse und unser Aquaponikprojekt gedreht, wofür wir uns an dieser Stelle nochmal herzlich bedanken möchten. Zu sehen gibt es den Bericht in der Mediathek der Sendung Live nach neun.

Hier gehts zum Link: https://www.ardmediathek.de/tv/Live-nach-neun/Aquaponik/Das-Erste/Video?bcastId=52323934&documentId=53098410

Es grünt so grün im Westgarten

Alle paar Wochen berichten wir euch hier was im Westgarten gerade so los ist. Nach wie vor finden die Gartentreffen jeden Samstag ab 11 Uhr statt. Hier erledigen wir anstehende Aufgaben, pflegen unsere Pflanzen, besprechen neue Projekte im Garten, koordinieren das Gießen innerhalb der Woche und natürlich ernten wir auch Gemüse und verteilen es fair unter den Anwesenden. Kommt vorbei, macht mit!

 

In letzter Zeit wurde der Garten extrem von Schnecken heimgesucht. Nachdem wir etwas recherchiert und dann über verschiedene Methoden abgestimmt haben, schieden schon mal Maßnahmen wie Schneckenkorn (giftig, tötet auch nützliche Schnecken) oder Bierfallen (zieht noch mehr Schnecken an) aus. In der nächsten Woche werden wir es also mit einem Schutzanstrich für die Hochbeete und mit Kupferdraht probieren. Besonders schutzbedürftige Pflanzen versehen wir noch mal zusätzlich mit einem Schutzring, z.B. aus einer alten PET-Flasche.

 

Ein altes Beet aus dem letzten Jahr war abgesackt. Am Samstag haben wir es repariert, wieder befüllt und mit ein bisschen Kompost angereichert. In Zukunft wird hier hoffentlich Porree wachsen. Leider musste sich im Rahmen der Arbeiten einige Ameisen ein neues Zuhause unter einem anderen Stein suchen. Die Ameisen sind nicht die einzigen Nützlinge im Westgarten: In unserem kleinen Erdhügel haben sich Wildbienen angesiedelt. Die neu errichteten Beete haben Bodenkontakt und werden von vielen Regenwürmern bevölkert, die für einen gesunden Boden enorm wichtig sind.

 

Neben dem normalen Gartenbetrieb stehen im Sommer noch einige weitere Dinge an: Wir planen ein Gartenfest und mindestens einen Workshop, in welchem Ihr euch einen kleinen Westgarten für euren Balkon bauen könnt. Wir halten euch weiterhin auf dem laufenden

 

 

 

 

 

Work at Werk Union – Künstlergruppen erobern weißen Fleck im Unionviertel

Land in Sicht?

Bisher begrenzt die Grüne Wand unseren Blick wie unser Wissen über das ehemalige HSP-Gelände. Längst außer Betrieb weisen unzählige Rohre den Weg tiefer hinein ins Unbekannte. Vier Künstler*innen-Gruppen erforschen von Juni bis September 2018, welche überhörten Geschichten, utopischen Realitäten und Zukünfte sich hinter dem satten Grün finden oder erfinden lassen. Ausgestattet mit dem WORK AT WERK UNION-Stipendium, das die Urbanisten zusammen mit dem Dortmunder Theaterfestival FAVORITEN ausgelobt haben, leben, forschen und proben sie je drei Wochen in der Werkhalle über das Gelände.

Working Class Daughters

Als erste Gruppe beziehen Kristina Dreit, Karolina Dreit und Anna Tzpis im Juni Stellung auf dem Areal und wollen die Stimmen der ehemaligen Arbeiterinnen hörbar machen: Was haben die Mütter, Großmütter und Tanten bei der industriellen Arbeit erlebt und wie haben sich diese Erlebnisse in die Familiengeschichte übertragen? „Für Brot und Rosen“ – lautete 1911 die Parole streikender Arbeiterinnen in New York. Es war der Ruf für gemeinsame Forderungen und Solidarität in den feministischen Arbeitskämpfen. Welche Rückkopplungen hat es bei den Arbeiterinnen in Dortmund gegeben? Und welche Arbeitsabläufe wurden in die Körper eingeschrieben?

Terra Incognita

Einen Ausblick auf die Hoffnungen hinter dem Grün wagen Negar Foroughanfar, Dorothee Haller, Christian Behrens und Moritz Kotzerke. Das vierköpfige Team aus dem Heterotopia-Studiengang der Folkwang Universität Essen erklärt das Gelände der Werk Union kurzerhand zum Kap der guten Hoffnung und entwirft eine mobile Versammlungs- und Ausguckstation für zu gewinnende und verloren gegangene Hoffnungen. Sie fragen, inwiefern die in die Künstler*innen gesetzte Hoffnung in Stadtplanungsprozessen überhaupt sinnvoll oder stattdessen immer schon zum Scheitern verurteilt ist. Die Hoffnungsvorkommen des Geländes tragen die Vier in einer Lost- & Found-Station zusammen, ihr gezimmerter Ausguck dient ihnen als Ankerpunkt, Werkzeugkiste und Bühne für öffentliche Momente.

Dass es am Ende jeder Residenz eine öffentliche Präsentation gibt, ist für die Festivalleiterinnen Fanti Baum und Olivia Ebert genauso wichtig wie für Svenja Noltemeyer von den Urbanisten: „Das Gelände war jahrzehntelang ein weißer Fleck auf der Landkarte der Nachbarschaft, da nur Arbeiter*innen Zutritt hatten“, sagt Noltemeyer, „uns ist es ein großes Anliegen diesen Raum für die Stadtgesellschaft zu öffnen, und als einen Möglichkeitsraum für solidarische Stadtentwicklung zu behaupten“. „Das Publikum“, ergänzen Olivia Ebert und Fanti Baum „erhält zudem Einblick in künstlerisches (Er)Proben und Denken – gemeinsam irritieren die Künstler*innen die Geschichtsschreibung und lassen alternative Zukünfte aufscheinen“.

Den Boden frei lassen

Die beiden Tänzer und Choreographen David Guy Kono und Antoine Effroy begreifen den jetzigen Zustand des Geländes als eine Zwischenzeit: Zwischen vergangener Stahlindustrie und zukünftiger Siedlung steht der Boden auf diesem Gelände frei. Was wäre, fragen sie aus einer postkolonialen Perspektive, wenn wir den biblischen Befehl „Mach dir die Erde untertan“ ablehnten? Was wäre, wenn wir den Boden frei ließen und die westliche Ausbeutung des Bodens aufgäben – ihn nicht ausbeuten, ver/kaufen oder ihm Ressourcen entnehmen – und stattdessen jenen Boden als kamerunisches Dorf dächten? Welches Land, welches Leben wäre da in Sicht? Dies wollen die Zwei im Dialog mit den Anwohner*innen herausfinden und kommen mit Neugier und eigenen Erfahrungen in der Nachbarschaft vorbei.

Rosa Wolken

Wenn sich im Sommer auf der Rheinischen Straße zum Grün der Baumkronen rosa Wolken gesellen, kann das nur eine transzendente Aktion von Vesela Stanoeva und Christian Bröer sein, die die Bäume in ihrer mythischen Erhabenheit feiern und unsere Vorstellungskraft beflügeln – luftiger als jedes Nashorn das je könnte. Spätestens dann gerät der weiße Fleck auf der Landkarte für einige Sekunden in Vergessenheit, denn sattes Rosa umwölktuns.

Nach jeder Residenz gibt es eine Präsentation der künstlerischen Recherchen und aktuelle Informationen und Diskussionen zur Zukunft des Geländes in der Werkhalle (Eingang über Rheinische Straße 143). Am 10. September zeigen die Stipendiaten ihre Arbeitsergebnisse beim FAVORITEN FESTIVAL in der und um die Werkhalle. Alle Termine findet Ihr in Kürze in den Terminen. Der Eintritt ist frei.

Download_Plakat_Residenztermine

www.favoriten-festival.de

Link zu den Infos zur Neuen Werk Union

Ergebnis des Ideenaufrufs zur Verbesserung des Grünzugs „Östliches Emschertal“

Vom 24.11.2017 bis zum 15.01.2018 hat das Projekt CoProGrün zur Einreichung von Ideen zur Verbesserung und Belebung des Grünzugs „Östliches Emschertal“ aufgerufen. CoProGrün unterstützt die vielfältigen interessierten Akteure dabei, gemeinsam den Grünzug „Östliches Emschertal“ unter dem Motto „unser Grünzug ist schön und natürlich, erholsam und lecker, produktiv und rentabel“ in seiner Qualität zu verbessern.

Das Projektteam untersucht unter anderem, mit welchen Formaten Akteure zur Co-Produktion angesprochen und aktiviert werden können. Neben Gesprächen mit bereits aktiven Initiativen und Interviews mit Experten, wurde der Ideenaufruf veröffentlicht, um bisher unbekannte Akteure für das Projekt zu begeistern und weitere Projektideen zur Verbesserung des Grünzugs zu bekommen. Insgesamt wurden sieben Ideen und Projekte eingereicht, die auf der Projektbörse am 14.03.2018 vorgestellt und prämiert wurden. Die Ideen reichten vom gemeinschaftlichen Anbau von Wein am Damm der Emscher, der Pilzzucht auf Kaffeesatz über ein Baumpatenschafts-Konzept bis hin zum Anlegen von Bienenweiden in Dortmund und geführten Fahrradtouren entlang der Emscher.

Detailliertere Informationen zu den prämierten Ideen, zur Projektbörse sowie zum Forschungsprojekt CoProGrün finden Sie auf der Projekt-Website (www.coprogruen.de) und stehen hier als pdf für Sie bereit.

Neue Werk Union: Theater und Stadtentwicklung zusammengedacht

Wir wollen uns im Rahmen des Projekts Neue Werk Union in diesem Sommer künstlerisch mit der Entwicklung westlich der Dorstfelder Brücke beschäftigen. Von der Tanzperformance zum Audio‐Walk, von historischer Recherche zu abstrakter Form, von nachbarschaftlichen Gesprächen zum Vertiefen ins Archiv, drinnen in der Werkhalle oder draußen auf dem Gelände – es ist alles möglich und denkbar. Wenn Ihr Lust habt, mitzumachen, meldet Euch unter neuewerkunion AT dieurbanisten.de

Infos zum Projekt Neue Werk Union

Bereit für die nächste Saison – Der Westgarten steht wieder

Nach dem ganzen Input durch die Westgarten-Winterworkshops geht es jetzt wieder los mit der Gartensaison!

Wir waren schon ganz kribbelig als wir Ende Februar angefangen haben die ersten Pflanzen zum Vorziehen auszusähen. Das Wetter schien mitzuspielen, aber pünktlich zum geplanten Start des Aufbaus des Gartens und dem Bau neuer Hochbeete kam dann der Winter mit -5 Grad und leichtem Schneefall zurück.

Trotzdem fanden sich 15 Menschen zum Aufbau zusammen. Wir haben viele neue Hochbeete  gebaut, dafür verwendeten wir Palettenaufsatzrahmen, die man ziemlich gut zusammenstecken kann. Die Rahmen kleideten wir von innen mit Fließ aus, unter den Rahmen spannten wir Draht um die Mäuse vom Gemüseklau abzuhalten.

Nach einem arbeitsreichen Tag war der Großteil der Arbeit geschafft, am nächsten Samstag haben wir dann bei fast frühlingshaftem Wetter den Aufbau abgeschlossen. Als nächstes möchten wir noch ein paar mehr Pflanzen vorziehen, um auch wirklich alle Beete bestücken zu können. In einigen Wochen geht es dann wieder mit dem regelmäßigen samstäglichen Gärtnern los.

 

Urbanisten und InWest sind das „neue“ Quartiersmanagement

„Neues“ Quartiersmanagement im Unionviertel
Der Stadtumbau rund um die Rheinische Straße ist weitestgehend abgeschlossen, das aus den Fördermitteln finanzierte Quartiersmanagement endete daher 2016. Die Bezirksvertretung Innenstadt-West sieht jedoch für die Fortführung einer bewährten Anlaufstelle auch für die nächsten Jahre einen großen Bedarf und finanziert daher aus eigenen Mitteln eine Fortführung der Tätigkeiten. Durch das „neue“ Quartiersmanagement ist gewährleistet, dass es weiterhin Ansprechpartner im Stadtteil gibt, die allen AnwohnerInnen und Interessierten als Anlaufstelle in Fragen der Verbesserung der Situation im öffentlichen Raum oder im nachbarschaftlichen Miteinander dienen.

Neues Team
Das Team des Quartiersmanagements, bestehend aus Yvonne Johannsen (Die Urbanisten) und Silvia Beckmann (Stadtteilgenossenschaft InWest eG) vermittelt Kontakte, beantwortet Fragen, setzt sich für aktive Nachbarschaften ein und greift Anregungen und Ideen für den Stadtteil auf. Besuchen Sie uns in der neuen Anlaufstelle (Rheinischen Straße 143), um sich über aktuelle Entwicklungen und künftige Planungen im Quartier zu erkundigen.

Neuer Fokus
Vor allem in dem Bereich „hinter der Dorstfelder Brücke“ – Richtung Unterdorstfeld – bestehen weiterhin vielschichtige Herausforderungen, die angegangen werden sollen. Gleichzeitig zeichnen sich erfreulicherweise auch neue Entwicklungs- und Handlungsperspektiven ab (Entwicklungen des ehemaligen HSP-Geländes). Bestehende Aktivitäten sowie bürgerschaftliches und unternehmerisches Engagement wollen auch weiterhin gestärkt werden.

Verbesserung der Situation im Stadtteil
Auch wenn das Unionviertel in den vergangen Jahren Aufschwung und positive Entwicklungen erleben durfte, gibt es auch weiterhin Forschungs- und Entwicklungsbedarfe, die den Stadtteil fit für die Zukunft zu machen, Lebensqualität herstellen und ein nachbarschaftliches Miteinander fördern.

Weiterführende Unterstützung
Das Quartiersmanagement arbeitet an verschiedenen Themen. Wir verstehen uns als Vermittler und Netzwerker für die Bewohner/innen, Stadtverwaltung, Politik, Projektpartner und weitere Akteure. Auch die Unterstützung von aktiven Anwohner/innen, die mit Hilfe des Quartiersfonds einen eigenen positiven Beitrag für das Gebiet rund um die Rheinische Straße/ Unterdorstfeld leisten wollen, sind Bestandteil unserer Arbeit. Darüber hinaus werden Eigentümer/innen bspw. in Sachen Immobilienverwaltung oder Leerstandsmanagement beraten.

Mithilfe und Mitsprache ausdrücklich erwünscht!
Der Erfolg des Quartiersmanagements hängt wesentlich von einer guten Zusammenarbeit mit all denjenigen ab, die im Stadtteil wohnen, Häuser besitzen, arbeiten oder anderweitig aktiv sind.

Sprich uns an!
Wir freuen uns auf Dich!

Silvia Beckmann und Yvonne Johannsen

Rheinische Straße 143 (Haltestelle Ofenstraße)
44147 Dortmund 

T: 0231 – 985 31 585
E: quartiersmanagement@inwest-do.de

Sprechzeiten:
Dienstags 11-14 Uhr
Donnerstags 14-17 Uhr

YOU DO – Festival der urbanen Produktion in der Werkhalle. Aus dem Viertel für das Viertel.

Im Februar ist es endlich soweit. In der Werkhalle im Unionviertel veranstalten wir erste Mal das „YOU DO – Festival der urbanen Produktion“. An insgesamt vier Workshoptagen werden Menschen aus dem Unionviertel, Dortmund und dem Ruhrgebiet gemeinsam produzieren, arbeiten und gestalten.

Dabei möchten wir dem Festivalmotto „Aus dem Viertel für das Viertel“ treu bleiben und den Stadtbewohner/innen gemeinsam mit Künstler_innen und Kreativen aus dem Viertel den Dortmunder/innen zeigen was vor ihren Haustüren produziert wird und was sie selbst schaffen können. Denn wir sind uns sicher, dass die lokale Produktion, sei sie künstlerischer, handwerklicher oder landwirtschaftlicher Natur, einen Mehrwehrt für Gesellschaft und Umwelt bietet.

Außerdem wird Künstler/innen und Kreativen aus dem Viertel und Dortmund die Möglichkeit gegeben, ihre Arbeit zu präsentieren. Zentrale Themen der Workshops werden Kunst, Gärntern, Handwerken, Uypcycling und Lebensmittelherstellung sein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können ihr eigenes Eis herstellen, Raptexte verfassen, einen Solarkocher bauen, auf Glas Kunstwerke erstellen, individuell Shirts und Jutebeutel bedrucken oder lernen, wie sie in der Stadt ihr eigenes Obst und Gemüse anbauen können.

Als krönenden Abschluss wird es ein Festival mit vielfältigen Angeboten geben. Die Besucher erwartet nicht nur kleine Workshops und Impulsverträge, sondern auch ein Markt mit einzigartigen und lokalen Produkten, Live-Musik vom Rapper Schlakks und der Gypsy-Band die Romanwoskis und kulinarische Besonderheiten aus dem Unionviertel.

Die Workshoptage finden am 1., 3., 8. und 10. Februar, das Festival am 25. Februar 2018 in der Werkhalle im Union Gewerbehof (Rheinischen Straße 143) statt. Das komplette Programm sowie weitere Informationen und das Anmeldeformular für die Workshops sind auf  www.you-do-festival.de zu finden.

 

 

Das Projekt wird im Rahmen des Landesprogramms Kreativ.Quartiere Ruhr vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW gefördert.

Westgarten-Winterworkshops: Winterschlaf gibt’s nicht

Nach den ersten Theorie-Stunden, in denen wir letztlich das Wissen aus der 9. Klasse Thema Bodenkunde aufgefrischt haben, ist es schon erstaunlich, dass wir im Gartenjahr 2017 nicht alles falsch gemacht haben. Natürlich haben wir auch nicht alles richtig gemacht: Salat wächst nicht gut, nachdem zuvor starkzehrende Kartoffeln die Närstoffe des Bodens verbraucht haben. Auch, dass Kompost immer fleißig belüftet werden muss, um guten Mutterboden zu produzieren war uns unbekannt. Riesigen Brokkoli und ganz wohlschmeckende Tomaten haben wir trotzdem geerntet.

Wie kommt es nur, dass wir Städter nicht mehr die grundlegendsten Naturkreisläufe, Zusammenhänge und Beschaffenheit kennen? Das ist doch traurig. Dazu passen auf jeden Fall auch die Anfragen, die uns erreichen, den Westgarten einmal im November/Dezember, fotografieren zu können. Im Winter wächst nahezu nichts. Die Beete sind leer. „Achso“ hörten wir da oft am Telefon und wir fragten uns, ob die Menschen den Bezug zum natürlichen Jahreszeitenwechsel und den damit verbundenen unterschiedlichen Wuchs der Pflanzen schon völlig verloren haben. Doch dann im Boden-Workshop lernten wir: Es ist eigentlich falsch, dass gar nichts im Winter in den Beeten wächst. Die Winterbegrünung schützt den Boden vor Erosion und dem Verlust von Nährstoffen. So leicht ist das also doch alles nicht.

Es macht auf jeden Fall unheimlich viel Spaß, sich das Wissen gemeinsam anzueignen und den Westgarten 2018 zu planen. Auch freuen wir uns sehr auf die thematischen Ausflüge zur Nutztierhaltung (13.1.) und zur Aquaponikanlage (27.1.). Das kommende Gemeinschaftsgartenjahr kann ja nur der Knaller werden, nachdem wir nun so viel wissen 🙂

Wer Lust hat mitzumachen oder wen die Themen der Winterworkshops interessieren, der kommt einfach vorbei oder meldet sich unter Westgarten.dortmund@gmail.com. Am 16.12.17 habt Ihr auch noch mal die Gelegenheit Bauprojekte anzustoßen und die Manufaktur kennenzulernen. Alle Termine findet Ihr auf unserer Terminseite.

Eure Ideen sind gesucht: Gemeinsam den „Grünzug Östliches Emschertal“ verbessern!

Wahrscheinlich kennt Ihr den „Grünzug Östliches Emschertal“ im Emscher Landschaftspark. Zu ihm gehören die Grün- und Freiflächen von Dortmund bis Castrop-Rauxel und Waltrop rechts und links der Emscher und ihrer Zuflüsse. Vermutlich nutzt Ihr den Grünzug in Eurer Freizeit, vielleicht zum Spazieren, Wandern, Joggen, Rad fahren, Hunde ausführen, Rauskommen. Der Grünzug hat einiges zu bieten: Landschaftserlebnisse, echte Natur direkt vor der Haustür und Landwirtschaft zum anfassen und genießen.

Der Deusenberg, die Halde Brockenscheidt mit dem Spurwerkturm und die Halde Schwerin mit der Sonnenuhr sind phänomenale Aussichtspunkte. Wen es ans Wasser zieht, der kommt am Phoenix-See, an Bergsenkungsseen wie in der Hallerey sowie am neuen Hochwasserrückhaltebecken Ickern-Mengede auf seine Kosten. Traditionelle Parkanlagen wie Westfalen- und Rombergpark, der Fredenbaum oder die Volksgärten Lütgendortmund und Mengede laden nicht nur zum Spaziergang ein. Im Heckrinder-Projekt im Naturschutzgebiet Siesack kann man die eindrucksvollen Tiere aus nächster Nähe erleben. Die vielen Bauernhöfe und Gartenbaubetriebe öffnen ihre Hofläden und Bauernhofcafés. In der Broschüre “Bauernhoferlebnisse in der Metropole Ruhr” könnt ihr hierzu viel entdecken und erfahren! Sein eigenes Gemüse kann jeder in Kleingärten, Gemeinschaftsgärten (www.urbaneoasen.de) oder im Permakulturpark in Dortmund-Barop pflanzen und ernten.

Bei all dieser Vielfalt als Natur-, Erholungs- und Produktionsraum bietet der „Grünzug Östliches Emschertal“ noch genug Raum für neue Ideen. Diese müssen nicht nur von den Bürgermeistern und Lokalpolitikern oder den Planern und Behörden kommen: Jeder der Interesse an einer lebenswerten Landschaft rund um Dortmund, Castrop-Rauxel, Lünen und Waltrop hat, kann dazu beitragen. Ein Forschungsprojekt mit dem Kurztitel „CoProGruen“, gemeinsam initiiert vom Regionalverband Ruhr, der RWTH Aachen, der FH Südwestfalen der Landwirtschaftskammer NRW und dem Verein „die Urbanisten e.V.“ sammelt die Ideen und prüft sie auf ihre Umsetzbarkeit.

Bitte schickt uns das Formular mit Euren Utopien, Phantasien und Anregungen mit vollständigem Namen und Kontaktadresse per Mail an: coprogruen@la.rwth-aachen.de.

Wir freuen uns auf zahlreiche Ideen zur Verbesserung und Vitalisierung des „Grünzuges Östliches Emschertal“ im Emscher Landschaftspark. Einsendeschluss ist der 15.12.2017.

Download: Formular für Eure Utopien, Phantasien und Anregungen

Im Frühjahr 2018 veranstalten wir dann eine Projektbörse. Dort kommen alle Akteure zusammen und beratschlagen, wie aus Ideen Wirklichkeit werden kann. Wir werden Eure besten Ideen dort vorstellen und Euch als Ideengeber einladen.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt: http://www.coprogruen.de/