24 Stunden vereinte Power für den Wandel: Der Climathon 2020

von Judith Lederer

Der Klimawandel ist Realität. Doch wie kann er abgemildert werden? Ein Großteil der weltweiten Bevölkerung lebt heutzutage in Städten, die ca. 80 % der Energie verbrauchen und 75 % der globalen Treibhausgasemissionen produzieren. Daher befasst sich der Climathon mit der Ideenfindung für mögliche Lösungen auf kommunaler Ebene. Er findet seit 2015 weltweit zeitgleich statt und wird von der globalen Impact Hub Association organisiert. Dieses Jahr waren 145 Städte in 56 Ländern, u.a. in Spanien, Mexiko, Indien, Bangladesch, Chile, Estland, Ägypten und Pakistan, auf 6 Kontinenten mit mehr als 6500 Teilnehmer*innen dabei. Mitmachen kann jede*r, der*die interessiert am Thema ist.

Für jede Stadt werden von Unternehmen oder der Verwaltung der Kommune Challenges gestellt. Die Teilnehmer*innen haben dann in Kleingruppen 24 Stunden Zeit, um zum Beispiel einen Lösungsvorschlag dafür zu entwickeln, wie Second Hand-Produkte attraktiver gemacht werden,  wie klimafreundliches Wohnen in Wohngebäuden beschleunigt werden könne oder wie Influencer*innen für das Thema Nachhaltigkeit gewonnen werden können. Innerhalb der Challenge, die sich jede*r frei aussuchen kann, werden die Gruppen selbstständig gebildet. Die in den Kleingruppen entwickelten Ideen bekommen die Challenge-Steller*innen zugesendet und dürfen dann entscheiden, welche der Ideen ihnen am besten gefällt, die sie dann umsetzen, wenn möglich mit Hilfe der Menschen, die sie entwickelt haben.

Dieses Jahr wurde der Climathon digital durchgeführt, was den Vorteil hatte, dass die Teilnehmer*innen viel flexibler wählen konnten, welche Challenge sie gerne lösen möchten und sich nicht schon lange im Voraus festlegen mussten. Außerdem konnten viel mehr Menschen mitmachen. Es war mein erster Climathon und ich war überrascht von der geballten Motivation, in dieser kurzen Zeit etwas Sinnvolles auf die Beine zu stellen. Auch die Mischung an Menschen mit den verschiedensten Hintergründen hat mir sehr gut gefallen. Mein Team war recht klein und bestand aus Julia, Architektin aus München, und Johanna, Physikerin aus Berlin. Zusammen haben wir uns Gedanken dazu gemacht, wie mehr Menschen in München für den Klimaschutz begeistert werden können. Ich habe mir diese Challenge ausgesucht, da ich fand, dass sie noch sehr viel Spielraum für eigene Kreativität bot. Viele der anderen Challenges waren in der Aufgabenstellung konkreter, wie Funktionen einer schon ausgearbeiteten App entwickeln oder den Wertschätzungsgedanken von Menschen gegenüber Car-Sharing-Autos erhöhen. Für die Challenge haben wir die Idee der „Climate Olympics“ entwickelt, bei der jährlich eine Woche lang Aufgaben im Sinne des Klimaschutzes von den Bewohner*innen der Stadt gelöst werden können. Am Ende winken tolle Preise wie z.B. ein Jahresticket für den Nahverkehr, eine Schrebergartenparzelle, eine Zugreise nach Rom, aber auch für alle anderen Teilnehmer*inne U-Bahn-Karten oder Blumensamen. Aufgaben könnten sein: einen Ort der Transformation (z.B. Repair-Café, Gemeinschaftsgarten) besuchen, ein Stück Straßengrün bepflanzen, ein Foto von Wildleben in der Stadt machen, mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zur Arbeit/Schule fahren oder der Stadtverwaltung und -politik einen Tipp für die klimafreundlichere Gestaltung von bestimmten Orten geben. Man kann als Einzelperson oder auch im Team (z.B. Schulklasse, innerhalb der Firma) teilnehmen.

Es hat super viel Spaß gemacht, so fokussiert an einem Thema zu arbeiten, auch wenn etwas mehr Zeit hilfreich gewesen wäre. Ich bin gespannt, welche Ideen nun umgesetzt werden und hoffe, dass wir zusammen zum Wandel des Klimawandels beitragen können.

 

 

Quellen:

https://climathon.climate-kic.org/en/

https://impacthub.de/events/climathon-2020.html

lala.ruhr – Startschuss für das Labor der Landschaft im Ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet ist mit fünf Millionen Einwohnenden einer der größten urbanen Ballungsräume Europas und deutschlandweit die Region mit der höchsten Einwohnendendichte. Im landesweiten Vergleich verfügt das Ruhrgebiet mit 39 Prozent über überdurchschnittlich viel Siedlungsfläche und mit nur 58 Prozent über unterdurchschnittlich wenig Vegetationsfläche. Drei Prozent der Ruhrgebietsfläche sind Gewässer.

Soweit zu den Zahlen. Doch die urbane Landschaft im Ruhrgebiet ist weitaus vielfältiger als Zahlen ausdrücken: Wohnhäuser, Baumscheiben, Universitäten und Bildungseinrichtungen, Kleingärten, Hinterhöfe, leerstehende Gebäude, Hallen und Ladenlokale, Parks, Verkehrsflächen, Industriebrachen, urbane Gärten, Halden, Stadt(teil)kerne, Flusslandschaften, Innenstadtbegrünung, Radwege, landwirtschaftliche Flächen, Naturschutzgebiete und noch vieles mehr machen die Lebenswelt im Ruhrgebiet aus. Vor allem im Zuge des Strukturwandels wurden zahlreiche Maßnahmen und Prozesse initiiert und realisiert, die die regionale Entwicklung des Ruhrgebietes als Raum für Mensch und Natur international bekannt gemacht haben. Heute steht das Ruhrgebiet vor ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen, für deren Lösungen integrative und zukunftsfähige Entwicklungsprozesse nötig sind.

lala.ruhr – Das Labor der Landschaft für die Metropole Ruhr, erdacht von Sebastian Schlecht, nimmt sich der Zukunftsaufgabe an, die Potenziale von Vernetzung, Fachwissen, Erfahrung und praktischer Umsetzung zu nutzen, um einen koproduktiven Prozess anzustoßen. Ziel ist es, die urbane Landschaft im Ruhrgebiet zu einer resilienten, nachhaltigen, produktiven und multifunktionalen Lebenswelt für Mensch und Natur zu entwickeln. Als Urbanisten freuen wir uns sehr, Teil dieses Prozesses und des interdisziplinären lala.ruhr-Teams zu sein.

Mit dem Auftrag vom Regionalverband Ruhr, einen Beitrag zur Kommunikationsoffensive Grüne Infrastruktur zu leisten, ist der offizielle Startschuss für lala.ruhr gefallen. Die Leitung des Projektes liegt bei Sebastian Schlecht und Melanie Kemner. Die Urbanisten sind als Forschungs- und Praxispartner mit an Bord. Weitere Kooperationspartner:innen sind Matthias Krentzek von mxr storytelling, die Fachjournalistin Sonja Broy, Dr. Juliane von Hagen von stadtforschen.de, Isabella de Medici vom Planungsbüro DTP Landschaftsarchitekten GmbH und dem BDLA NRW und Sally Below von sbca Berlin.

Gemeinsam erforschen wir, welchen Beitrag Grüne Stadträume in den urbanen Quartieren des Ruhrgebiets spielen, welche Akteur:innen derzeit an der Entwicklung der grünen Infrastrukturen im urbanen Raum beteiligt und von ihr betroffen sind und welche Funktionen Grüne Infrastrukturen in den Städten und Stadtteilen des Ruhrgebiets erfüllen bzw. in Zukunft erfüllen sollten. Der Prozess der Wissensgenerierung ist partizipativ angelegt und wir integrieren Fachleute, Initiativen, kreative Stadtmacher:innen, Bildungexpert:innen und Bewohnende als Expert:innen ihrer eigenen Lebenswelt.

Neben der digitalen Ideenschmiede, die am 7. November als erstes pilothaftes Format mit Vertreter:innen aus Wissenschaft, Bildung, Planung, Kreativwirtschaft und Zivilgesellschaft stattgefunden hat, werden wir einen Beitrag zur Fachtagung „Die Zukunft der Grünen Infrastruktur in der Metropole Ruhr“ Ende November leisten, im nächsten Jahr eine weitere große Veranstaltung durchführen und konkrete Empfehlungen an den RVR zur Kommunikation und Aktivierung von Akteur:innen geben. Zudem sind weitere multimediale Beiträge und Veröffentlichungen geplant, ihr dürft also gespannt sein.

Quellen

Regionalverband Ruhr (2019): ruhrImpulse: Beiträge zur Regionalentwicklung, Band 2: Flächennutzung. Abgeurfen unter: https://www.rvr.ruhr/fileadmin/user_upload/01_RVR_Home/02_Themen/Regionalplanung_Entwicklung/Ruhrimpulse/RuhrImpulse_Band2_Flaechennutzungen_2019.pdf (Stand 16.11.2020)

 

Naturfelder: Von der Rasenfläche zum Lebensraum

Jetzt anmelden zur Auftaktveranstaltung am 3.12. um 17 Uhr!

Um die Artenvielfalt von Insekten zu erhalten, wird dringend mehr Lebensraum benötigt. Naturfelder e.V. wandelt Flächen, wie z.B. Ackerfläche in Lebensraum für Insekten um. Gemeinsam mit Gemeinde und Landwirten ersetzen wir Monokulturen durch bunte Blumenwiesen – wahre Wohlfühloasen für Insekten, Bienen und Kleintiere und schaffen so auch die Lebensgrundlage für Wildvögel.

Landwirte oder Gemeinde stellen hierbei ihre Flächen zur Verfügung auf die wir die Blühmischung aussäen. Im Fall einer Dürre sorgen wir auch für eine Notbewässerung. Zusätzlich zu den Blühpflanzen säen wir Futterstauden und errichten Insektenhotels auf den Flächen. Darüber hinaus bleiben die Felder unbehandelt und nur den Insekten überlassen und bieten Platz für ihren ungestörten Aufenthalt, Futter und Nistplätze.

Wie lassen sich langweilige #Rasenflächen in #insektenfreundliche #Blühparadiseverwandeln? Zu dieser Frage hat unser #Urbanist Rolf Ingo Bläser (Mitbegründer des #Naturfelder Issum Vereins) interviewt. Der Verein Naturfelder Issum e.V. widmet sich nämlich aktiv diesem Anliegen und hat dazu schon viele #Erfahrungen und #Tipps gesammelt, die sie gerne mit uns geteilt haben. Denn wir planen zukünftig Naturfelder #Dortmund e.V. ins Leben zu rufen.

Deshalb laden wir zur Auftaktveranstaltung ein am Donnerstag den 3.12. um 17 Uhr: Die Veranstaltung wird online via Zoom stattfinden. Der Link zum Meeting wird vor der Veranstaltung an registrierte Teilnehmer bekannt gegeben. Also am besten schnell anmelden!

 

Eine Aktivität im proGIreg Reallabor Dortmund.
Website des Reallabors:  Hansagrün

EU Horizon 2020
This project has received funding from the EU’s
Horizon 2020 research and innovation programme
under grant agreement no. 776528

Update: Trash Up! 5.0 meets LUZI vom 21.11. bis 13.12.2020

Bald ist es soweit und die Trash up! 5.0 startet. Gerne hätten wir mit euch gebastelt, gebaut, gelacht, gelernt, diskutiert und uns ausgetauscht. Aber leider sind nun die hohen Coronazahlen dazwischengekommen. Deswegen haben wir als Team unseres Projektes LUZI gemeinsam mit dem DEPOT entschieden, alle für den November geplanten Workshops abzusagen. Wir bemühen uns, Nachholtermine zu finden und hoffen, dass sich die Corona-Lage bis Dezember entspannt und die Workshops dann wie geplant stattfinden können.

Die geplanten Podiumsdiskussionen zu den Themen Nachhaltig leben, Soziales Unternehmertum, Urbane Transformation und Orte des Selbermachens können aber zu unser aller Freude trotzdem stattfinden – in hybrider Form. Die Podiumsgäste werden unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen vor Ort in der Galerie des DEPOT diskutieren und das Publikum wird mithilfe eines Live-Streams digitale dazugeschaltet. Aber auch als digitales Publikum habt ihr über die Chatfunktion die Möglichkeit, mitzudiskutieren und Fragen zu stellen.

 

HIER GEHT’S ZUM LIVESTREAM

 

Die Veranstaltungen und alle Infos zur Teilnahme und Anmeldung findet ihr nach wie vor unter Termine und auf den Websites von LUZI und dem DEPOT Dortmund.

Bleibt gesund, wir freuen uns auf eure Teilnahme!

 

Trash Up! meets LUZI im DEPOT

vom 21. November bis 13. Dezember 2020

Die offene und laborhafte Veranstaltungsreihe für Nachhaltigkeit und Konsumverhalten TRASH UP! im Depot geht in ihre 5. Runde. Die Nachhaltigkeitskonferenz #Rethinking Trash Up! in 2019 hatte zum Ergebnis, dass großes Interesse daran besteht wieder mehr in AKTION zu treten und praktische Handlungsfelder zum Thema zu beackern. Trash Up! 5.0… nimmt sich gerne dieser Aufforderung an!

In Zusammenarbeit mit uns und unserem Projekt LUZI – Labor für Urbane Zukunftsfragen und Innovation lädt das DEPOT zum Jahresende zu über 10 Workshop- und Vortragsreihen ein.

LUZI erforscht, wie soziale und technische Innovationen für eine Stadt der Zukunft gemeinschaftlich entstehen können. Das Projekt möchte Inspiration für eine Stadt der Zukunft bieten. Alle Stadtbewohner*Innen, Macher*Innen, engagierte Unternehmer*Innen, Initiativen und lokale Akteure sind dazu eingeladen, gemeinsam über urbane Herausforderungen nachzudenken und konkrete wie nachhaltige Lösungsansätze zu entwickeln.

Trash Up! 5.0 führt die traditionell spannende Formatmischung aus praxisnahen Workshops (z.B. Bienenwachstücher, Lampe EVA oder Wurmkompost selber machen | bauen) und den theoretischen Vortrags- und Diskussionsreihen (z.B. „Unternehmerisches Handeln aus sozialen Ideen“ oder „Nachhaltige Transformation von Stadtteilen“) konsequent fort. Wichtig ist den Macher*innen, dass das Angebot für möglichst viele Menschen zugänglich ist und einen hohen Wiederanwendungswert hat. Der zwischenmenschliche Austausch und das Networking mit „Spaß“ und „Freude“ bleibt unser zentrales Anliegen, um nachhaltiges Handeln über emotionale Erlebnisse fest in den Alltag der Menschen zu integrieren und zu verankern.

Alle Veranstaltungen werden unter den vorgegebenen Corona-Schutzmaßnahmen und in Abstimmung mit den Veranstaltungsorten durchgeführt werden. Unter anderem bedeutet dies, dass eine Teilnhame ausschließlich per Online-Voranmeldung für die Veranstaltungen möglich ist.

Das vollständige Programm, weitere Infos und die Online-Anmeldung findet ihr in Kürze auf unserer Website und auf den Seiten www.luzi.ruhr und www.trash-up-dortmund.de.

Machen macht Bock – FutureClub legt wieder los!

Wir bieten ab sofort wieder spannende Möglichkeiten zum Mitmachen für Kindern und Jugendlichen aus der westlichen Innenstadt Dortmunds und Umgebung an. Im FutureClub kannst du neue Erfahrungen in kreativen, künstlerischen oder handwerklichen Workshops machen, an Bewegungsangeboten teilnehmen und neue Interessen und Fertigkeiten entwickeln. Um dir einen Überblick über das Workshop-Angebot 2020 zu geben, hier eine kleine Vorstellung unserer Termine. Wenn du mehr erfahren willst, behaltet unbedingt unseren Terminkalender im Auge.

Aktuelle Informationen zum Projekt sowie alle Termine und die Möglichkeit zur Anmeldung findest du auf unserer Projektseite www.dieurbanisten.de/futureclub. Für weitere Inspirationen folge uns gerne auf Instagram -> @futureclub.dieurbanisten

Was in den kommenden Wochen auf die Kids aus dem dortmunder Westen wartet:

Die Anmeldung erfolgt online über die jeweilige Veranstaltung und ist erst nach einer Bestätigung gültig. Die Anzahl an Plätzen ist begrenzt! Auf Anfrage sind auch Termine an gesonderten Tagen möglich. Die Teilnahme an folgenden Angeboten ist kostenlos und wird durch eine Förderung des Europäischen Sozialfonds ermöglicht.


Hier kannst du dich ANMELDEN


 

Krea(k)tivität: Mit viel Humor die inneren kreativen Quellen entdecken und nutzen lernen. In diesem Angebot spüren wir die eigenen Ressourcen auf. Wir begeben uns mit ungewohnten Methoden in einen Brainstormingprozess und lassen uns völlig unbefangen und ohne konkrete Vorstellung darauf ein.

Nächste Termine: 22.10.2020 von 09.30 – 11.30 Uhr

 

 

Vogelfutterhäuschen Wenn es draußen schneit und stürmt ist ein Futterhaus eine sinnvolle Hilfe für unsere gefiederten Freunde. In diesem Workshop kannst du mit uns eine kleine Vogelfutterstelle bauen und lernst dabei etwas über heimische Vogelarten und den Umgang mit Werkzeugen und Handmaschinen.

Nächste Termine: 06. und 27.11.2020 sowie 11.und 18.12.2020 jeweils von 09.00 – 11.00 Uhr

 

MixedMediaCollagen – Eigene Kunstwerke mithilfe des Raums erschaffen. In diesem Workshop lernst du ganz besondere Bilder selbst zu gestalten. Mit kreativen Techniken erstellst du hier deine eigenen Mixed-Media-Collagen. Mit Aquarellfarben, Wachsmalern und Buchstaben ausgerüstet erforschen wir die Stadt!

Nächste Termine: 26.11.2020 von 09.30 – 11.30 Uhr

 

Glückkindangebot: Mit sogenannten Glückstieren das Thema Achtsamkeit kennen lernen. Dieser Kurs bietet eine bunte Mischung aus Achtsamkeits- und Gleichgewichtsübungen, in denen die Kinder neue Bewegungsmöglichkeiten ausprobieren, sich in ihren Emotionen erleben und sich musikalisch ausprobieren können.

Nächste Termine: 21.10.2020 von 15.30 – 17.00 Uhr

 

StadtOasen- Urban Gardening und Guerillia Gardening für Kita Kids Die Stadtnatur ist bunt und sehr lebendig, man muss nur genau hinschauen. In diesem Angebot werden Kita-Kinder und Grundschüler*innen mit spielerischen Methoden an das Thema UrbanGardening und Natur in der Stadt heran geführt.

Nächste Termine: 12.11.2020 von 09.30 – 11.30 Uhr

 

Paletten-Freestyle-Workshop Unter Anleitung baust du dir deine Paletten-Möbel selbst. Dabei erlernst du den Umgang mit verschiedenen Werkzeugen. Was du baust kannst du am Ende des Tages mit nach Hause nehmen.

Nächste Termine: 13.11.2020 von 16.00 – 20.00 Uhr

 

 

EVA – Designlampe aus Restholz In diesem Workshop kannst du dein eigenes Lichtobjekt individuell bauen und anschließend mit nach Hause nehmen. Dabei vermitteln wir spannendes Hintergrundwissen zu Upcycling und kreativen Möglichkeiten der Müllvermeidung.

Nächste Termine: 30.10. und 17.12.2020 jeweils von 10.00 – 14.00 Uhr

 

 

ADAM, Strandstuhl ausRestholz In diesem Workshop kannst du deinen eigenen Strandstuhl individuell zusammenstellen, selber bauen und anschließend mit nach Hause nehmen. Dabei vermitteln wir spannendes Hintergrundwissen zu Upcycling und kreativen Möglichkeiten der Müllvermeidung.

Nächste Termine: 30.10. und 17.12.2020 jeweils von 10.00 – 14.00 Uhr

 

OfflinePostings – Deine Meinung, deine Sticker! Im Workshop „Offline Postings“ produzierst du mit einfachen gestalterischen Mitteln Aufkleber. Kurz gesagt: Analoge Posts, die sich mit deinen persönlichen Anliegen und aktuellen Themen auseinandersetzen. Das natürlich immer mit dem Fokus darauf die Welt ein bisschen besser zu machen.

Nächste Termine: Auf Anfrage

 

 

tag Abc – Graffitiworkshop Du möchtest  Basiswissen und Techniken des Graffiti erlernen? Dann bist du hier richtig! Während des Workshops setzt du dich kreativ mit Schrift-gestaltung auseinander und bekommst Tipps und Tricks im Umgang mit der Sprühdose.

Nächste Termine: Auf Anfrage

 

 

Yoga-Workshops – Mit Leichtigkeit zum urbanen Yogi werden. In diesem Yoga-Kurs lernst du dir selbst besser zu zu hören, deine Gedanken zu beobachten und dich auf die Bewegungen deines Körpers zu konzentrieren.

Nächste Termine: Auf Anfrage

 

 

Slackline-Kurs für Anfänger: Fit bleiben und Freiräume in den Stadt-Parks mit einfachen Mitteln nutzen. Was am Anfang unmöglich erschient, wirst du schon bald beherrschen. Finde dein Gleichgewicht und werde zur Drahtseil-Artist*in und Balance-Künstler*in!

Nächste Termine: Auf Anfrage

 

 

 

++Wichtig++

Minderjährige benötigen das Einverständnis eines Erziehungsberechtigten. Bitte druckt euch diese Einverständniserklärung aus, lasst sie von einem Erziehungsberechtigten unterschreiben und bringt sie zu unseren Veranstaltungen mit. Andernfalls haben wir auch immer einige dieser Formulare vor Ort. Zur Einhaltung der gängigen Coronaschutzverordnungen, ist eine Teilnahme nur mit einem Mund-Nasen-Schutz möglich

 

 

Ausstellung Urbane Produktion

Statt Koks, Eisen und Stahl werden in Bochum, Gelsenkirchen und Herne heute Schokolade, Öle und Pesto hergestellt. Auch Pilze, Stoffwindeln, Möbel, Maßschuhe, Gemüse und Käse gehören zu den Produkten, die in anderen Regionen in direkter Nähe von Stadtbewohner*innen produziert werden.

Wer, wo, warum und wie in der Stadt produziert, beschäftigt uns seit dem Start unseres Projektes UrbaneProduktion.Ruhr im Jahr 2016. Um euch all die Erkenntnisse und Erfahrungen nicht nur in wissenschaftlichen Aufsätzen und Vorträge zu präsentieren, haben wir die  Wanderausstellung konzipiert, um  Ein- und Ausblicke rund um das Thema „Urbane Produktion“ zu geben.

Die Wanderausstellung zeigt die vielen Facetten städtischer Produktion, stellt produzierende Unternehmen und Gründungen – insbesondere aus dem mittleren Ruhrgebiet – vor und zeigt Möglichkeiten, Herausforderungen und Vorteile von wohnortnaher Produktion auf. Die Themen reichen von lebenswerten Quartieren und nachhaltiger Ökonomie über architektonische Lösungen und gläserne Produktion bis zu neuen und zukunftsfähigen Konzepten für Logistik und Handwerk.

Beginnend in der Stadt, in der wir vor vier Jahren gestartet sind, nämlich in Bochum, startet die Ausstellung im Stadtteil Langendreer, wandert dann nach Wattenscheid, anschließend nach Herne und zu guter Letzt wird sie in  Gelsenkirchen gezeigt.

Neben der Ausstellung, die an geöffneten Tagen ohne vorherige Anmeldung von allen Interessierten besucht werden kann, gibt es ein spannendes Rahmenprogramme an jedem Ausstellungsort: Vom Lehmofenbau über Brotaufstriche, Wurmkistenbau und Bier-Tasting bis hin zu Siebdruck ausprobieren und Naturkosmetik und Aioli selber herstellen.

Wie jede gute Ausstellung beginnen auch wir mit einer Vernissage und zwar am

02. September um 18.00 Uhr im LutherLAB in Bochum-Langendreer.

Das komplette Rahmenprogramm, die Öffnungszeiten und die Anmeldungen findet ihr hier.

Wenn ihr spannende Menschen kennenlernen möchtet, etwa von der Solidarischen Landwirtschaft, an einem (oder mehrere) Workshop(s) teilnehmen möchtet oder euch einfach für das Thema „Produzieren in der Stadt“ interessiert: wir freuen uns auf euch und euern Besuch!

Ein offener Raum für Gemeinschaft und Produktion in Wattenscheid

Nachdem wir gemeinsam mit dem IAT Gelsenkirchen, der Hochschule Bochum und der Wirtschaftsetwicklung Bochum im Rahmen unseres Forschungsprojektes UrbaneProduktion.Ruhr bereits im vergangenen Jahr das Ladenlokal WatCraft in Bochum-Wattenscheid zwischengenutzt haben, sind wir nun in der ehemaligen Gaststätte Haus Wiesmann zugange. Nach wenigen Monaten Leerstand eerden die Gasträume in der Hochstraße 65 seit Anfang Juni mit neuem Leben gefüllt. Für die Entwicklung und Etablierung eines neuen kulturellen und sozialen Hot Spots in Wattenscheid haben wir uns mit Mitgliedern der Wattenscheider Initiative Mittendrin und Biermacher Gerhard Ruhmann zusammengetan und den Verein WatWerk e.V. gegründet.

Die Gaststätte „Haus Wiesmann“ in der Hochstraße gibt es bereits seit knapp 120 Jahren und jahrzehntelang war sie fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Wattenscheid. Ende letzten Jahres hat die ehemalige Pächterin die Gaststätte verlassen. Die geplanten Aktivitäten für das Haus Wiesmann, das seinen Namen trotz neuer Nutzungen behält, setzen auf die vorhandenen Potentiale in Wattenscheid und die kulturelle und soziale Belebung des Stadtteils.

Wie schon in der Zwischennutzung WatCraft durch das Forschungsprojekt wird urbane Produktion auch im Haus Wiesmann eine zentrale Rolle spielen. In Treffen und Veranstaltungen im WatCraft wurde mehrmals der Wunsch aus dem Stadtteil nach gemeinsamer und nachhaltiger Lebensmittelversorgung geäußert. Aus diesen Impulsen heraus wird der Braumeister Gerhard Ruhmann mit der Unterstützung unseres Forschungsprojektes eine kleine Lern- und Kreativbrauerei aufbauen. Gerhard Ruhmann bringt langjährige Erfahrungen aus soziokulturellen Zentren, Gasthausbrauereien und Craftbeer-Pubs mit und hat in den vergangenen Jahren schon die Lindenbrauerei in Unna, die Hövels Hausbrauerei in Dortmund und die Trinkhalle in Bochum begleitet. In Wattenscheid möchte er alte, historische Bierstile reaktivieren, die jüngere Biergeschichte aufarbeiten und die Bochumer Brautradition um das ein oder andere Kapitel ergänzen.

Neben der materiellen Produktion und dem Aufbau einer eigenen Wattenscheider Brauerei, wird es im Haus Wiesmann zahlreiche kulturelle Veranstaltungen geben, die in erster Linie von der bereits bekannten Initiative Mittendrin veranstaltet werden. Vorstellbar sind außerdem ein offenes Café, Sprachkurse, Tanzkurse, Spielabende, Stammtischtermine, Konzerte, Ausstellungen und weitere Aktionen, die in den Stadtteil strahlen und die Menschen vor Ort miteinander vernetzen und aktivieren. Dabei suchen wir natürlich weitere interessierte Menschen, die Lust haben die ehemalige Gaststätte als Knotenpunkt für weitere Aktivitäten aus und für den Stadtteil zu nutzen und den Raum für unterschiedliche Nutzungen zur Verfügung stellen.

Mit digitalen Biertastings und kleineren Treffen für Interessierte sind wir vor kurzem in die Nachnutzung gestartet. In den nächsten Wochen und Monaten wird das Haus so oft wie möglich mit Leben gefüllt. Im Zeitraum bis Ende November sollen viele verschiedene Veranstaltungen stattfinden und gemeinschaftlich Nutzungskonzepte, Finanzierungsmöglichkeiten, Strukturen und Organisationsformen für das Haus Wiesmann entwickelt werden. Für erste Workshops und Aktionen konnten wir mit dem jungen WatWerk e.V. bereits Fördermittel aus dem Verfügungsfonds des Stadtteilmanagements Wattenscheid akquirieren.

Zudem hoffen die Beteiligten den Kreis der Verantwortlichen um möglichst viele anpackende Mitstreiter*innen zu erweitern. Denn klar ist, dass für die Meisterung von Herausforderungen, die mit dem Betrieb eines solchen multifunktionalen Ortes zusammenhängen, die Unterstützung von weiteren Menschen, Unternehmen und Akteuren aus Wattenscheid und der Region notwendig ist. Wer mit anpacken, sich gemeinsam mit weiteren engagierten Menschen in die Entwicklung des Haus Wiesmann einbringen oder den Verein mit Spenden fördern möchte, darf sich gerne unter https://haus-wiesmann.de/ informieren und über das Kontaktformular melden.

Future Club geht Online

…und jetzt ist alles anders! Der FutureClub ist ein Bildungsangebot für Kinder und Jugendliche aus der westlichen Innenstadt und den angrenzenden Nachbarbezirken. In niederschwellig angelegten Angebotsformaten können Kinder und Jugendliche zwischen vier und siebzehn Jahre Neues ausprobieren, ihre Fähigkeiten stärken, Interessen entwickeln und Erfolge erleben.

Das Besondere am FutureClub ist bzw. war, dass er keinen festen Ort hat, sondern das Team von VermittlerInnen mobil ist und die Kinder und Jugendlichen gezielt an verschiedenen Orten im Stadtteil aufsucht. Die Bildungsangebote fanden dort statt, wo sich die jungen BewohnerInnen aufhalten -in Kitas, Schulen und im öffentlichen Raum.

Und jetzt? Jetzt ist alles anders und irgendwie auch nicht. Die Angebote des FutureClub bleiben „mobil“ und finden dort statt, wo sich die Kids ausfhalten. Zu Hause und im Internet.

Der FutureClub hilft, auch in dieser besonderen Zeit, weiterhin Freizeit aktiv zu gestalten und die Talente junger Menschen zu fördern und bietet unterschiedlichen Themengebieten ein Zuhause.

Die Angebotsvielfalt in den, nun digitalen, ThemenClubs erstreckt sich von Bewegung über Kreatives und spielerischer Umweltbildung bis hin zu Achtsamkeitsübungen. Mit einfachen Mitteln und ohne großen Materialaufwand bringen wir den Kids unser Angebot direkt ins Haus.

In regelmäßigen Abständen veröffentlichen wir ab sofort Freizeitangebote auf unseren Social-Media-Kanälen. Kindgerechte Yogaübungen, Upcycling Tutorials, Ausmalbilder, Kurzgeschichten oder Glückstiere. Wir vertreiben Langeweile und freuen uns über jeden Besucher auf unseren Kanälen.

Die digitalen Angebote findet Ihr ab sofort auf: instagram und youtube

Aquaponik-Workshop im Westfalen-Kolleg

Aquaponik, also die ressourcensparende Kombination von Gemüseanbau und Fischzucht, ist ein möglicher Baustein für eine nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft, und als Konzept vor allem auch für urbane Landwirtschaft interessant. Um das Wissen um die Vorteile der Aquaponik zu verbreiten haben wir einen Workshop zum Bau eines Aquaponik-Systems entwickelt.
Im Dezember 2019 haben wir mit mehreren Studierenden des Westfalen-Kollegs ein Aquaponik-System für deren Mensa aufgebaut. Zu Beginn ging es in einem Einführungsvortrag um dem Nachhaltigkeitsaspekt von Aquaponik und die verschiedenen Systemelemente einer Aquaponik-Anlage.

Im Anschluss machten sich die Studierenden ans Werk die rund zwei mal drei Meter große Anlage aufzubauen. Es wurde gebohrt und geschraubt, um die einzelnen Komponenten des Systems mit einender zu verschalten. Im Anschluss wurde das Beet mit Blähton und der Fischtank mit Wasser befülllt, und die Pflanzen eingesetzt.
Über den Jahreswechseln hatte das System dann Zeit um sich einzufahren, so dass wir im Januar Fische einsetzen konnten.

Gefördert durch das Projekt „Nordwärts“. Wir bedanken uns bei der Stadt Dortmund.

 

 

 

UrbaneProduktion.Ruhr II – Es kann weitergehen

Mit dem Start in das neue Jahr ist unser Team vom Forschungsprojekt UrbaneProduktion.Ruhr in eine neue Förderperiode gestartet. In der ersten Förderperiode von 2017 bis 2019 haben die Urbanisten Jan und Annette zusammen mit ihre Kolleg*innen vom Institut Arbeit und Technik, der Hochschule Bochum und der Wirtschaftsentwicklung Bochum Grundlagen hinsichtlich Urbaner Produktion geschaffen. Als Urbanisten waren wir wesentlich an der Umsetzung von zwei Reallaboren in den Stadtteilen Bochum-Langendreer und Bochum-Wattenscheid beteiligt und haben am kürzlich veröffentlichten Handbuch für Urbane Produktion mitgewirkt.

Das Projekt UrbaneProduktion.Ruhr II schließt in den nächsten zwei Jahren mit Verstetigungs- und Transfermaßnahmen an. Dazu werden wir zum einen die Reallabore in Bochum verstetigen und das gesamtstädtische Konzept weiterentwickeln und bei der Umsetzung begleiten und andererseits unsere Erfahrungen auf Gelsenkirchen und Herne-Wanne übertragen. Dort werden wir mithilfe unserer Verbundpartner Akteurs- und Raumanalysen hinsichtlich Urbaner Produktion durchführen, kooperative Prozesse initiieren, Akteur*innen und produzierende Unternehmen vernetzen und ein weiteres Reallabor in Gelsenkirchen-Ückendorf realisieren.

Das Projekt UrbaneProduktion.Ruhr II wird im Rahmen des Aufrufes „Transformation urbaner Räume“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von den Urbanisten zusammen mit dem IAT (Institut Arbeit und Technik), der Wirtschaftsentwicklung Bochum, dem Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Gelsenkirchen und der Hochschule Bochum interdisziplinär durchgeführt. Im Sinne der „Strategischen Forschungs- und Innovationsagenda“ der Bundesregierung erhebt unser Forschungs- und Experimentiervorhaben den Anspruch, zivilgesellschaftliche Akteure als aktive Partner und Treiber von Transformationsprozessen einzubeziehen, Raumstrukturen nachhaltig zu verändern, ein Pionierprojekt für urbane Infrastrukturen zu sein, neue Werkzeuge und Verfahren für Planung und Wissensmanagement zu konzipieren sowie neue Geschäfts- bzw. Betreibermodelle zu erproben.

Weitere Informatione über das Projekt und unsere Partner findet ihr unter

www.urbaneproduktion.ruhr