Unser Mit-Mach-Stand im Rahmen von Faszination.Transformation

Seit Anfang September sind wir mit unserem Mit-Mach-Stand im Auftrag der Emschergenossenschaft und des Ministerium für Heimat, Kultur, Bildung und Gleichstellung unterwegs. Ihr könnt den Stand auf verschiedenen Veranstaltungen entlang der Emscher und ihrer Nebenläufe besuchen. Warum?

 

Die Renaturieung der Emscher ist in den finalen Zügen und nach nun 30 Jahren wird der Emscher-Umbau im Rahmen von Faszination.Transformation im März 2022 zelebriert. Gemeinsam mit euch wollen wir auf den verschiedenen Veranstaltungen in die Zukunft schauen aber auch zurückblicken. Wer hat noch den Geruch der Köttelbecke in der Nase? Wer nutzt bereits jetzt die Emscher und ihren Naturraum zur Entspannung? Was kann darüber hinaus in Zukunkt entlang der Emscher entstehen?

Wir laden euch ein eure Ideen und Stimmen in unserer Videobox – in Plumpsklo-Optik – zu hinterlassen, beim lebensgroßen Vier-Gewinnt euch und den Emscherumbau besser kennen zu lernen oder die Wanderausstellung „Faszination.Transformation“ auf unseren Stehlen anzuschauen.

Hier seht ihr ein paar Eindrücke des Mit-Mach-Stands im Rahmen der Transurban-Residenz unter der Mallinckrodtbrücke in Dortmund – natürlich – direkt an der Emscher.

Checkt unsere Termine für die kommenden Veranstaltungen!

Wir freuen uns auf euch

Kooperative Gestaltung an der Martin-Niemöller-Schule in Riedstadt

Was bedeutet der Ort Schule für dich? Dieser Frage sind 12 Jugendliche der Martin-Niemöller-Schule in Riedstadt (Hessen) nachgegangen. Zu Beginn des Workshops wurde die Frage diskutiert und im Anschluss mit Zeichnungen, Texten und vor allem Fotos festgehalten. Herausgekommen sind authentische und persönliche Motive die unser Künstler Paul Manzey zu einem Wandbild transformiert hat.

Nach einem Tag Entwurfsarbeit von Paul ging es nach Riedstadt, um gemeinsam mit den Jugendlichen das Wandbild umzusetzen. Mit reichlich Fassadenfarbe und Pinsel waren die Jugendlichen trotz der Hitze kaum mehr von der Wand zu bekommen. Nach 2 Tagen und einer Punktlandung am letzten Tag des Ferienprogramms war das Wandbild fertig.

Wir waren ziemlich beeindruckt mit welcher Energie und Konzentration die ganze Gruppe gearbeitet hat und am Ende völlig zu Recht ziemlich stolz vor ihrem eigenen Kunstwerk stand. Wir hoffen bald wieder zu Gast in Riedstadt zu sein und weitere kooperative Projekte umsetzen zu können.

Vielen Dank insbesondere an die Jugendlichen und das Team der Martin-Niemöller-Schule und bis bald!

 

 

 

Künstlerische Gestaltung Schlachthofbrücke Recklinghausen

Ein Kunstwerk für Recklinghausen! Vor einigen Wochen haben wir im Auftrag der Stadt Recklinghausen ein rund 300qm großes Kunstwerk umgesetzt. In Zusammenarbeit mit Oliver Mark haben wir die Schlachthofbrücke in Recklinghausen neugestaltet. Das neue Brückenbauwerk im schlichten Beton-Look hat eine poppige und typographisch geprägte Gestaltung erhalten.

Die Mischung aus großem Schriftbild und Rasterbildern setzt Oliver Mark geschickt zusammen. Der Standort der Brücke bzw. Unterführung ist vor allem von Verkehr und Mobilität geprägt, daher haben wir das Thema auch in der Gestaltung aufgegriffen. Personen- und Güterverkehr auf der Brücke so wie Autos, LKW, Fahrräder und Fußgänger passieren täglich hochfrequentiert den Ort. Ab jetzt mit auffälliger und spannender Gestaltung, die schon bei der Umsetzung für viel Zuspruch und Begeisterung gesorgt hat!

 

 

 

Künstlerische Fassadengestaltung Blumenstraße 49

Unmittelbar in der Nähe unserer Gestaltung der Treibstraße 1 am Dortmunder Hafen haben wir nun im Auftrag eines privaten Eigentümers die Fassade der Blumenstraße 49 gestaltet. Die zum Teil noch sehr gut erhaltene Klinkerfassade wollten wir mit der Gestaltung aufgreifen und in unser Farbkonzept intergrieren. Nach einigen Instandsetzungsmaßnahmen an der Fassade haben wir dann eine dynamische und typographisch geprägte Arbeiit umgesetzt, die der Ecke nun – nicht zu aufdringlich – ein neues Gesicht gibt.

Schaut vorbei und seht selbst!

 

 

 

 

Urbaner Waldgarten in Huckarde wächst weiter

Im Rahmen des Projekts „Produktive Grüne Infrastruktur für die post-industrielle Stadterneuerung“ (ProGIReg) bauen die Urbanisten zusammen mit der Gemeinde St. Urbanus in Huckarde einen urbanen Waldgarten auf. Nachdem die Arbeiten im Frühling wegen der Corona-Pandemie verzögert wurden, konnte es im Sommer endlich weitergehen. Der Artikel und weitere Informationen sind auf der Projektseite https://www.hansagruen.de zu finden.

Waldgarten wächst weiter

Stadtbesetzung Gütersloh 2020 | „views of pandemia“ | Mural

2020 – das Jahr des Coronavirus. Was macht die Pandemie mit uns? Schüler*innen und Künstler*innen erschaffen gemeinsam ein Mural, das bleibt. Die im Rahmen der Stadtbesetzung entstandene Arbeit „lockdown – views of pandemia“ zeigt die verschiedenen negativen wie positiven Blickwinkel in Zeiten der Pandemie und konkret des CoVid-19 Lockdown. Es verarbeitet die Eindrücke und Gedanken einer Gruppe von Schüler*innen des städtischen Gymnasiums Gütersloh. Diese sind im Rahmen eines digitalen Künstler-Workshops entstanden und wurden von Pepe Peps zu einem Mural transformiert. Im September 2020 wurde dann unter der Leitung von Pepe Peps und David Kory gemeinsam mit den Schüler*innen das Wandbild mit Acrylfarbe auf die Wand gemalt.

Ohne Zweifel wird die anhaltende Pandemie die Geschichte für das Jahr 2020 prägen. Das Mural wird bleiben, als Zeitzeugnis einer weltweiten Bedrohung und Blaupause unseres gelebten Alltags. Das Projekt wurde ich Kooperation mit dem Fachbereich Kultur der Stadt Gütersloh umgesetzt und bewirbt sich aktuell auf den Kulturpreis Kulturlichter.

Das Mural wurde im Anschluss in Zusammenarbeit mit dem Videokünstler LAMABOY gemapped und wird seit dem 26.09.2020 jeden Freitag von 19.00 – 22.00 zu Leben erweckt. Wer in Gütersloh ist schaut am besten in der Moltkestr 15 vorbei.

 

 

Wir werden 10!

Wir werden 10!

10 Jahre Urbanisten! Das wäre eigentlich ein guter Grund, eine richtig große Party mit all unseren Mitgliedern, Kooperationspartner:innen, Freund:innen und Unterstützer:innen zu feiern. Da uns das in diesem Jahr leider verwehrt bleibt, feiern wir in kleinem Kreis und verschieben die Fete auf das nächste Jahr.

Trotzdem möchten wir den Anlass nutzen, um auf unsere Entwicklung und die vielen tollen Projekte, Aktionen und Veranstaltungen der letzten zehn Jahre zurückzublicken. Wir können es fast selbst kaum glauben, dass aus den Ideen, die ab 2009 vor allem in einer WG im Leierweg entstanden sind, ein großer und etablierter Verein geworden ist, der deutschlandweit aktiv ist. Damals wie heute sind wir unserer Philosophie treu geblieben: Freiräume neu entdecken, Lebensräume lokal gestalten und Kulturräume gemeinsam beleben. Im folgenden möchten wir mit euch auf eine kurze Reise durch die Urbanisten-Historie gehen.

2010

Gegründet wurde der Verein von 10 Menschen im Jahr 2010. Es folgten viele Teamtreffen, das Corporate Design mit unserem Logo wurde erdacht und wir sind auf Spurensuche ins Dortmunder Unionviertel gegangen, wo wir noch heute beheimatet sind. Die ersten Urbanisten-Aufkleber wurden natürlich gleich großflächig verteilt und auch im Dortmunder Nachtleben an die Menschen gebracht.

2011

Bevor die ersten Aktionen 2011 gestartet haben, wurde unsere Internetseite aufgebaut und eine Facebookseite erstellt. Unser erstes Projekt überhaupt war die kreative Gestaltung von Strom- und Verteilerkästen unter dem Titel „Energieverteiler“. Dafür haben wir Prototypen aus Holz im Hinterhof unserer WG gebaut und bei der „Oase in Beton“ erstmals gemeinsam mit Stadtbewohner*innen künstlerisch gestaltet.

Zum Mitmachen haben wir eingeladen beim Münsterstraßenfest in Dortmund und dem Natur-Festival in Bochum, um anschließend mit der Gestaltung echter Stromkästen im Unionviertel zu beginnen. Es folgten Stadtteilführungen und Ausstellungen im Blauen Haus und in der Werkhalle am Union Gewerbehof, um Künstler*innen und Nachbarschaft zu vernetzen. Unseren ersten Graffiti-Workshop gaben wir für Kids in Gelsenkirchen an der Trendsportanlage Consol und haben mit Jugendlichen das Projekt „Jugend checkt Leerstand“ durchgeführt

2012

Neue engagierte Menschen, darunter viele Raumplaner:innen sind 2012 zu uns dazu gestoßen und haben neue Perspektiven und Blickwinkel in den Verein getragen. Highlight des Jahres war der Umzug des Vereins aus der WG in ein das Ladenlokal in der Rheinischen Straße in Dortmund und der Aufbau eines urbanen Gartens zusammen mit der direkten Nachbarschaft. Weitere Energieverteiler wurden im Viertel künstlerisch gestaltet, die Methodenbox „Coloria-Stadtexpedition für kreativer Forscher“ erarbeitet und unsere Ideen im Dortmunder U ausgestellt. Pressetermine und Interviews waren damals noch sehr neu und aufregend und haben die Herzen jedes Mal schneller schlagen lassen.

2013

Ab 2013 ging es richtig ab. Wir brachten zwei neue Homepages an den Start: Zusammen mit dem Hamburger Gängeviertel wurde der „Leerstandsmelder“ nach Dortmund geholt und wir haben die Netzwerkplattform „Urbane Oasen“ ins Leben gerufen. Unser erstes Aquaponikgewächshaus wurde am Union Gewerbehof in Betrieb genommen und wir haben den Bürgergarten „Kleine Heroldwiese“ sowie den 3-Bäume-Park im Unionviertel bei der Gründung unterstützt. Mit einer großen Graffitiaktionen haben wir die Herbstakademie am Dortmunder Schauspielhaus bereichert und Kindern den Umgang mit der Sprühdose beim Projekt „Nordstrom“ zusammen mit der Stadtteilschule gezeigt. Unser Büro bekam endlich eine professionelle Beschilderung, unser Hinterhof nahmlangsam Gestalt an und wir konnten auf unserem ersten Lastenfahrrad durchs Viertel flitzen. In unserer ersten Zukunftswerkstatt wurde im Team über Potenziale für ein lebenswertes Quartier diskutiert und Stadtteilhonig abgefüllt.

2014

Passend zum Frühling starteten wir 2014 mit unserer ersten Pflanzentauschbörse am Union Gewerbehof. In den Hinterhof unseres Büros haben wir eine schmucke Sitzecke gezaubert, um mit dem größer werden Urbanisten-Team auch unter freiem Himmel neue Projekte zu planen. Den Vorplatz des Schauspielhauses Dortmund haben wir mit engagierten Menschen beim NRW-Theatertreffen komplett verwandelt und beim Projekt „MachBunt“ einen ganzen Spielplatz zusammen mit der Nachbarschaft kreativ umgestaltet. Weiter ging es mit unserer Teilnahme an der Extraschicht in Dinslaken, einem Energieverteiler-Projekt im Althoffblock zusammen mit DEW21, Telekom und der Deutschen Post sowie einem Graffiti-Battle mit dem JKC des Jugendamtes Dortmund im Unionviertel.

2015

2015 starteten wir gleich mit einer ganzen Reihe cooler Bauprojekte, bei denen handwerkliches und fachliches Knowhow verbunden wurde. Unser Aquaponik-Gewächshaus am Union Gewerbehof bekam ein Update, wurde besser, größer und raffinierter und wir bauten die ersten mobilen Aquaponik-Systeme z.B. für das „Innovative Citizen Festival“ im Dortmunder U. Zum Thema Upcycling gaben wir erstmals Workshops beim „Save the World Festival“ in Bonn und bauten für das Kreativquartier in Essen bewegliche Stadtmöbel aus Einwegpaletten für das Projekt „ArtSpace“.

Weiter ging es mit der Gestaltung unseres Büros an der Rheinischen Straße. Die Außenfassade bekam vorne einen schwarzen und hinten einen gelben Anstrich. Bunt wurden weitere Strom- und Verteilerkästen gemeinsam mit Jugendlichen aus der Gemeinde St. Bartholomäus in Dorstfeld. Als Anerkennung für unsere Arbeit bekamen wir im Dortmunder Rathaus den ersten Preis „Soziale Stadt“ der PSD-Bank.

2016

Die künstlerische Gestaltung von Pumphäusern der Emschergenossenschaft eröffnete 2016 eine spannende Zusammenarbeit, auch die S-Bahn-Haltestelle Dortmund West bekam in diesem Jahr einen kreativen Anstrich. Für den Sommer am Dortmunder U haben wir die Gestaltung des Vorplatzes erarbeitet, für das Dortmunder Unionviertel entwickelten wir unser erstes Urban Game „Streetart-Bingo“.

Frisch geboren wurde 2016 auch unsere „Urbanisten-Manufaktur“ am Union Gewerbehof. Mit einer Förderung durch die „Anstiftung“ und die Bezirksvertretung Innenstadt-West konnten wir nach einer Ausstellung im Rahmen der „Emscherkunst“ unsere heutigen Räumlichkeiten beziehen und einrichten. Wir entwickelten mit der neuen Ausstattung spannende Bildungsangebote zu Upcycling & DIY und eröffneten die Offene Werkstatt.

Dieses erfolgreiche Jahr durften wir mit einem weiteren Highlight beenden. In Zusammenarbeit mit dem Kulturort Depot Dortmund erdachten wir das Festival-Format „TrashUp!“, das Upcycling-Künstler aus ganz Deutschland nach Dortmund holte und die Besucher mit Workshops, Lesungen, Podiums-Talks und Kinofilmen über die Themenkomplexe Müllvermeidung, Ressourcenschutz und kreative Abfallnutzung informierte und zum mitmachen einlud.

2017

Passend zum Start der Gartensession gründete sich 2017 der Westgarten im Dortmunder Unionviertel und lud die lokale Bevölkerung zum Mitmachen ein. Künstlerisch gestaltet wurde die Brücke der S-Bahn-Haltestelle Dortmund-West, durch eine Förderung der Bezirksvertretung innenstadt-West. Im Rahmen des Forschungsprojektes „urbane produktion.ruhr“ bezogen wir gemeinsam mit den Forschungsinstitutionen IAT und InWis die entweihte Lutherkirche in Bochum Langendreer und erschufen dort das LutherLab.

Der Ausbau unserer Urbanisten-Manufaktur nahm weiter Gestalt an und wurde immer professioneller. Wir bauten mobile Skaterampen mit der Dortmunder Skateboardinitiative für den Vorplatz vom Dortmunder U und organisierten das Projekt „CreateYourSkateplaza“. Weiter gings mit einem Themenzelt auf dem Campfire-Festival, das vom Recherchezentrum „Correctiv“ erstmals auf dem Campus der TU-Dortmund organisiert wurde. Die tolle Zusammenarbeit führte außerdem dazu, dass wir den neuen Buchladen und Geschäftssitz von Correctiv in Essen im Rahmen eines Workshops mit Upcycling-Möbeln gestalten durften. Mit den Erfahrungen aus dem Vorjahr wurde das „TrashUp!-Festival“ um neue Veranstaltungsformate erweitert und lockte in Kooperation mit DEW21 noch mehr Besucher zum Kulturort Depot.

2018

Das „YouDo-Festival“ eröffnete das Jahr 2018 und zeigte spannende Einblicke in Produktionsstätten von Kreativen aus dem Dortmunder Unionviertel. Außerdem ging der Westgarten in seine zweite Gartensession. Im Aktionsfeld Kunst im öffentlichen Raum wurden die Produktionen und kooperativen Gestaltungen immer größer, es entstanden Kunstwerke z.B. am Künstlerhaus, an der Gabionenwand an der B56 und an einem Privathaus in Westerfile zum Thema „Straße der Kinderrechte“. Do-it-yourself Projekte realisierten wir mit dem Gymnasium Überruhr, zusammen mit den Schüler:innen erschufen wir dort ein grünes Klassenzimmer und bauten den Außenbereich der Jugendfreizeitstätte „Palme7“ um.

2019

Das Forschungsprojekt „LUZI –Labor für urbane Zukunftsfragen und Innovation“ startete 2019 im Dortmunder Unionviertel zusammen mit der „Dezentrale“ von Frauenhofer-UMSICHT und dem UnionGewerbehof. Gemeinsam werden Potenziale und Möglichkeitsräume für nachhaltiges Handeln an Orten des Selbermachens erkundet. Ein urbaner Waldgarten wurde gemeinsam mit der Gemeinde St. Urbanus aufgebaut und die Gruppe des Westgartens entwickelte Möbel in unserer Manufaktur. In Bochum Wattenscheid wurde aus einem leerstehenden Ladenlokal das „WatCraft“, ein Begegnungs-und Kulturort für alle lokalen Bewohner*innen und eine Hausfassade in der Hydenstraße in Dortmund wurde künstlerisch gestaltet.

Zum evangelischen Kirchtag erschufen wir ein echtes Flaggschiff: die Arche 2.0. Gemeinsam mit den Besucher*innen wurde erst der Rumpf verkleidet und Bug und Heck bepflanzt. Anschließend durften wir die Arche dem „Haus der Vielfalt“schenken, wo sie seitdem gepflegt und gehegt wird. Außerdem wurde die Urbanisten-Manufaktur um einen Raum erweitert und das TrashUp-Festival in einem „Rethinking“ neu gedacht und konzipiert. Ein Lastenfahrrad als echter Schwertransporter bereichert unseren Fuhrpark durch eine Förderung von „Nordwärts“ und bringt uns seitdem elektrifiziert durch die Stadt. Besonders haben wir uns über den Günther-Gregg Preis zum Thema Hydrokultur gefreut.

2020

Angekommen im Jahr 2020 freuen wir uns natürlich wie Bolle über unser zehnjähriges Bestehen. Wie viele andere Initiativen stehen wir jedoch vor großen Herausforderungen und müssen in der aktuellen Situation improvisieren und neu Denken. So haben wir angefangen einige unserer Angebote digitaler zu gestalten. Mit dem Projekt „FutureClub“ sollten für Kinder und Jugendliche aus Dortmund-West eigentlich kreative und handwerkliche Workshop-Angebote geschaffen werden. Da dies zurzeit nur eingeschränkt möglich ist, haben wir verschiedene Onlineangebote erstellt. Außerdem haben wir „bunterbeton“ ins Leben gerufen, der Podcast soll als Wissensquelle und Plattform für kulturelle Stadtentwicklung dienen. Dafür sind wir aktuell in ganz Deutschland unterwegs, um euch spannende Initiativen vorzustellen, die in irgendeiner Weise die Welt zu einem besseren Ort machen wollen.

Wir haben mal wieder ein neues Urban Game entwickelt, diesmal in Wuppertal: „Klassenkampf –Wem gehört die Stadt?!“. Im Auftrag der Stadtbibliothek Wuppertal haben wir für das Jubiläumsjahr Engels2020. Große Freude gab es ,als wir als einer von fünf Creative.Spaces 2020 ausgezeichnet wurden. Das Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft des Landes NRW unterstützt damit das Engagement der Netzwerke in ihren Regionen. Um das Wissen um die Vorteile der Aquaponik zu verbreiten, haben wir gemeinsam mit Schüler*innen der Gustav-Heinemann-Gesamtschule und des Westfalenkollegs jeweils ein Aquaponik-System gebaut. Dieses steht jetzt als Lernobjekt in den Schulen und wird dort gehegt und gepflegt. Um mehr Grün in die Städte zu bringen durften wir außerdem zusammen mit dem „Fachgeschäft für Stadtwandel“ ein Parklet bauen, welches dann im Essener Stadtteil Holsterhausen aufgestellt wurde.

Ein langer Weg

Seit unserer Vereinsgründung 2010 haben wir uns nicht nur inhaltlich, sondern auch räumlich weiterentwickelt und sind aus der studentischen WG herausgewachsen. Und obwohl unser Standort im Unionviertel ist und im Büro alle Fäden zusammenlaufen, sind wir weit über das Viertel und Dortmund hinaus aktiv. Wir beleben Leerstände in Bochum, haben ein kleines Büro in Hamburg, machen Projekte in vielen anderen Städten, und verbreiten unsere Ideen in Vorträgen oder auf Konferenzen. Unsere Vision von einer Stadtgesellschaft, in der die Bewohnerinnen und Bewohner ihr Lebensumfeld kreativ und eigenverantwortlich gestalten, zieht ihre Kreise. Und wir sind noch lange nicht am Ende: Wir möchten weiterhin neue Menschen und Perspektiven mit an Bord holen, neue Projekte realisieren und zusammen mit euch an der nachhaltigen Stadt der Zukunft arbeiten.

 

Home Office und digitale Zusammenarbeit bei den Urbanisten

Seit mehreren Wochen stellen wir uns so wie alle den Herausforderungen der Corona Krise und damit auch den Herausforderungen des Arbeitsalltages im Home-Office. Morgens etwas länger schlafen zu können ersetzt bei uns nicht die Freude über die gemeinsamen Gespräche und Mittagspausen in unserem Büro. Und sogar die Diskussionen über die nicht ausgeräumte Spülmaschine oder die herumstehenden Kaffeetassen vermissen wir. Diskussionen können wir aber zum Glück aber auch digital führen.

Aus einem typischen Tag bei uns im Büro, der für Svenja morgens mit einem Frühstück und einer Zeitung startet, für Jan mit einer ausgiebigen Pflege aller Pflanzen weitergeht und für Flo mit einem Rundgang, bei dem er den Staub aus der Werkstatt mitbringt, endet, wurde nun ein Arbeitsalltag voller Telefonate, Videokonferenzen und Textnachrichten. Aus einer Absprache, die normalerweise etwa 5 Minuten gedauert hätte, kann im Zweifelsfall, wenn die jeweiligen Mittagspausen ungünstig liegen oder man sich gegenseitig nicht erreichen kann, auch eine Angelegenheit von mehreren Stunden werden. Jeder von uns schlägt sich nun auch während des Arbeitstages mit all den Ablenkungen und Aufgaben, die Zuhause erledigt werden müssen, herum und so manches lässt sich dadurch nicht so schnell wie gewöhnlich realisieren. Dennoch sind wir weiterhin motiviert und zum Glück gibt es eine Vielzahl von Programmen und Tools, die uns diese digitale Zusammenarbeit erleichtern. Gemeinsame Besprechungen finden nun per Videokonferenz statt und kurze Absprachen werden durch einen Anruf oder eine Nachricht erledigt.

Während dieser aktuellen Situation tut es uns allen auch sehr gut, sich ab und zu mal zu sehen, wenn auch nur durch den Monitor. Die Verbindungsprobleme während der Videokonferenzen gehören mittlerweile genauso zum Arbeitsalltag wie das ständige „Hört ihr mich?“ in den digitalen Meetings. Aber es gibt nichts, woran man sich nicht auch gewöhnt. Die anstehenden Projekte bringen wir nun von Zuhause voran und verschiedene Angebote werden, genauso wie unsere Zusammenarbeit, nun ebenfalls digitalisiert. Auf unseren Social Media Accounts folgen mehr Infos zu wo, wie und wann.

Unser Büro wird auch weiterhin täglich von einem Urbanisten, meistens Nils, besucht, der sich um all die angezogenen Pflänzchen für unser Gewächshaus und den Westgarten kümmert. Außerdem müssen ja auch noch weiterhin die analogen Aufgaben, wie den Briefkasten zu leeren und die Post zu verteilen, erledigt werden, denn daran ändert sich auch während der aktuellen und auf Hochtouren laufenden Digitalisierung nichts.

Wir freuen uns schon darauf, bald wieder gemeinsam im Büro zu sitzen und all die abwechslungsreichen Gesprächen zwischen Tür und Angel während einer normalen Arbeitsroutine, führen zu können.

Bis dahin wünschen wir weiterhin alles Gute, bleibt gesund und Zuhause!

Startschuss für LUZI am 15. November

Wie können wir eine nachhaltige Entwicklung von Quartieren und eine lebendige Urbanität fördern? Wie sehen gemeinschaftliche Zukunftsbilder aus? Wie können viele Einzelne kollaborativ die nachhaltige Stadt der Zukunft gestalten?

Nur noch eine Woche, dann startet das LUZI im Unionviertel, Das Offene Labor für urbane Zukunftsfragen und Innovation (LUZI) bringt Menschen zusammen, um herauszufinden, wie Innovation für eine lebenswerte Stadt der Zukunft kollaborativ entsteht. LUZI fördert Austausch, Netzwerke, Kooperation und bietet lokalen Akteuren die Möglichkeit, Ideen zu entwickeln, eigene Themen zu vertiefen und konkrete Projekte umzusetzen. Neben uns Urbanisten sind der Union Gewerbehof und die Dezentrale von Fraunhofer UMSICHT am Forschungsprojekt beteiligt.

Nun laufen die Vorbereitungen für unsere gemeinsame Kickoff-Veranstaltung am 15. November 2019 ab 15.30 Uhr in der Werkhalle auf Hochtouren.

Wir möchten über das Projekt informieren, euch kennenlernen und Beteiligungsmöglichkeiten für Interessierte aus dem Unionviertel, Dortmund und der Umgebung aufzeigen. Ihr könnt eure Themen einbringen, Wünsche für Veranstaltungsformate äußern, Projektideen mit uns teilen oder euch mit anderen Macher*innen austauschen. Im Rahmen der Veranstaltung habt ihr außerdem die Möglichkeit an einer Führung über den Union Gewerbehof teilzunehmen und die bereits existierenden Orte des Labors kennenzulernen.

 

 

Das Vorhaben wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Neue Werk Union: Theater und Stadtentwicklung zusammengedacht

Wir wollen uns im Rahmen des Projekts Neue Werk Union in diesem Sommer künstlerisch mit der Entwicklung westlich der Dorstfelder Brücke beschäftigen. Von der Tanzperformance zum Audio‐Walk, von historischer Recherche zu abstrakter Form, von nachbarschaftlichen Gesprächen zum Vertiefen ins Archiv, drinnen in der Werkhalle oder draußen auf dem Gelände – es ist alles möglich und denkbar. Wenn Ihr Lust habt, mitzumachen, meldet Euch unter neuewerkunion AT dieurbanisten.de

Infos zum Projekt Neue Werk Union

Urbanisten und InWest sind das „neue“ Quartiersmanagement

„Neues“ Quartiersmanagement im Unionviertel
Der Stadtumbau rund um die Rheinische Straße ist weitestgehend abgeschlossen, das aus den Fördermitteln finanzierte Quartiersmanagement endete daher 2016. Die Bezirksvertretung Innenstadt-West sieht jedoch für die Fortführung einer bewährten Anlaufstelle auch für die nächsten Jahre einen großen Bedarf und finanziert daher aus eigenen Mitteln eine Fortführung der Tätigkeiten. Durch das „neue“ Quartiersmanagement ist gewährleistet, dass es weiterhin Ansprechpartner im Stadtteil gibt, die allen AnwohnerInnen und Interessierten als Anlaufstelle in Fragen der Verbesserung der Situation im öffentlichen Raum oder im nachbarschaftlichen Miteinander dienen.

Neues Team
Das Team des Quartiersmanagements, bestehend aus Yvonne Johannsen (Die Urbanisten) und Silvia Beckmann (Stadtteilgenossenschaft InWest eG) vermittelt Kontakte, beantwortet Fragen, setzt sich für aktive Nachbarschaften ein und greift Anregungen und Ideen für den Stadtteil auf. Besuchen Sie uns in der neuen Anlaufstelle (Rheinischen Straße 143), um sich über aktuelle Entwicklungen und künftige Planungen im Quartier zu erkundigen.

Neuer Fokus
Vor allem in dem Bereich „hinter der Dorstfelder Brücke“ – Richtung Unterdorstfeld – bestehen weiterhin vielschichtige Herausforderungen, die angegangen werden sollen. Gleichzeitig zeichnen sich erfreulicherweise auch neue Entwicklungs- und Handlungsperspektiven ab (Entwicklungen des ehemaligen HSP-Geländes). Bestehende Aktivitäten sowie bürgerschaftliches und unternehmerisches Engagement wollen auch weiterhin gestärkt werden.

Verbesserung der Situation im Stadtteil
Auch wenn das Unionviertel in den vergangen Jahren Aufschwung und positive Entwicklungen erleben durfte, gibt es auch weiterhin Forschungs- und Entwicklungsbedarfe, die den Stadtteil fit für die Zukunft zu machen, Lebensqualität herstellen und ein nachbarschaftliches Miteinander fördern.

Weiterführende Unterstützung
Das Quartiersmanagement arbeitet an verschiedenen Themen. Wir verstehen uns als Vermittler und Netzwerker für die Bewohner/innen, Stadtverwaltung, Politik, Projektpartner und weitere Akteure. Auch die Unterstützung von aktiven Anwohner/innen, die mit Hilfe des Quartiersfonds einen eigenen positiven Beitrag für das Gebiet rund um die Rheinische Straße/ Unterdorstfeld leisten wollen, sind Bestandteil unserer Arbeit. Darüber hinaus werden Eigentümer/innen bspw. in Sachen Immobilienverwaltung oder Leerstandsmanagement beraten.

Mithilfe und Mitsprache ausdrücklich erwünscht!
Der Erfolg des Quartiersmanagements hängt wesentlich von einer guten Zusammenarbeit mit all denjenigen ab, die im Stadtteil wohnen, Häuser besitzen, arbeiten oder anderweitig aktiv sind.

Sprich uns an!
Wir freuen uns auf Dich!

Silvia Beckmann und Yvonne Johannsen

Rheinische Straße 143 (Haltestelle Ofenstraße)
44147 Dortmund 

T: 0231 – 985 31 585
E: quartiersmanagement@inwest-do.de

Sprechzeiten:
Dienstags 11-14 Uhr
Donnerstags 14-17 Uhr

„Urbanisten: Geflüchtete bilden Redaktionsgruppe“, Coolibri, 04.12.2017

Coolibri berichtet über das Projekt Nett.Werkzeug:

Geflüchtete bilden eine Redaktionsgruppe in Dortmund. Ziel des gemeinsamen Projektes der Urbanisten e.V., der Universität Siegen und des Netzwerks für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe ist es, Geflüchteten das Ankommen und Leben in der neuen Heimat Dortmund zu erleichtern. Zusammen möchten die Akteure dafür die digitale Plattform www.gefluechtete-dortmund.de ausbauen.

Hier geht’s zum Artikel im Netz.