FANCY PEANUTS | Mural an der Rheinischen Straße 66

Im Auftrag der Eigentümer*innen haben wir mit Oliver Mark aka FANCY PEANUTS und in Kooperation mit dem evangelischen Kindergarten “Kinder unterm U” ein Fassadengestaltung umgesetzt. Im unteren Bereich finden sich die mit den Kindern entwickelten Motive wieder, die gekonnt in Einklang mit der Typographisches Collage gesetzt wurden.

Künstler: FANCY PEANUTS | www.instagram.com/fancy_peanuts

Projektleitung: David Kory

 

ZEIT ZU HANDELN | Künstlerische Gestaltung an der FH Dortmund

No Exit: Es ist Zeit zu handeln. Diese Erkenntnis trieb das Team des CSR-Office der FH Dortmund um. Welche Rolle spielt die FH Dortmund und wie kann die FH Dortmund als Institution, aber auch ihre Angestellten und Studierenden nachhaltiger werden und einen Beitrag leisten?

In einem Workshop sind wir diesen Fragen nachgegangen und haben Bilder entworfen, die Probleme und Lösungen aufzeigen und symbolisierend darstellen sollen. Diese Bilder hat Paul Manzey aka. Pepe Peps dann in seinen Stil transformiert und zu einem Entwurf gegossen.

Die Einzelmotive des Entwurfs bilden dabei drei Gruppen. Diese repräsentieren den Ist-Zustand (Anthrazit, Sand und Weiß), die Transformation (Orange) und das Ziel (Grün). Die Farben entstehen hierbei aus der Umgebung: Das Orange der FH Dortmund, das Grün des Kupferdachs, das Anthrazit der Dachrinnen und Regenabflussrohre und die Sandfarbe der Fassade. Dazu ein abgetöntes Weiß für helle Akzente.

Der Aktienkurs: Die anthrazitfarbenen Aktienkurse stehen für unser naturgefährdendes Wirtschaftssystem, das wir zu einem nachhaltigen System umbauen müssen. Das funktioniert nur, wenn wir die Natur – den Baum – nicht zerstören. Der orangene Graph zeigt die Richtung dieser positiven Transformation: hin zur grünen, gesunden Wurzel.

Die FH und der Spiegel: Selbstreflektion: Die FH beobachtet sich selbst, ihre Aktionen und deren Wirkungen. Der grüne Schimmer im orangenen Spiegel deutet an, dass die FH auf dem richtigen Weg ist.

Das Auge und die Glaskugel: Im Auge brennt die Flamme der gegenwärtigen Katastrophen. Die Glaskugel jedoch zeigt die grüne Zukunft.

Das Buch und die Pflanze: Das wachsende Wissen der Hochschule und die Notwendigkeit von Wissen für den Prozess.

Das brennende Vogelhaus: Ein weiteres Symbol für die Notlage der Natur. Die löschenden Regentropfen repräsentieren die Hoffnung. Orange taucht hier nicht auf, denn der Einfluss der FH Dortmund ist nicht grenzenlos.

Der zugemauerte Notausgang: No Exit. Es gibt keinen schnellen, sicheren Ausweg. Wir alle müssen die Situation gemeinsam bewältigen.

“Zeit zu Handeln”: Das „H“ ist orange: Die FH ist bereit und mittendrin. Die Zeit rennt.

weitere Infos: https://www.fh-dortmund.de/news/wandbild-an-der-weisbachstrasse.php

Künstler: Pepe Peps | www.instagram.com/itspepepeps/

Projektleitung: David Kory

 

Emscher für Alle! – MalliGalli unter der Mallinckrodtbrücke

Neben Live-Musik, Skate-Action und Bar-Betrieb wurde mit Hilfe unterschiedlicher Planungsgrundlagen (Luftbilder, IGA-Informationen, Flyer EGLV u.a.) über Wünsche, Bedürfnisse, Möglichkeiten und Utopien miteinander diskutiert: Wie wollen wir zukünftig Leben? Der Kreativtisch der Aktion “Emscher für Alle” umfasste Perspektiven der Stadtverwaltung, Emschergenossenschaft, FH Dortmund, den Urbanisten und der Zivilgesellschaft. 

Am Ende konnten zahlreiche Anregungen in der Beteiligungsaktion festgehalten werden wie beispielsweise der Wunsch nach mehr Sichtbarkeit der Emscher abseits von Brücken. Das Gleiche gilt auch für den Emscherweg, an dessen Haupteinstiegsstelle an der Kreuzung Rheinische Straße mehr Informationen zu den „points of interest“ gegeben werden sollten. Allgemein sollte die Brücke zwischen Rheinischer Straße und Mühlenpfad dem Emscherkunstweg entsprechend kreativ gestaltet sein. Beispielsweise mit einer Rad-Repairstation als Brückenschlag zum Projektgarten, einer Kunstausstellung und Sportmöglichkeiten wie Basketball und dazu nötige Beleuchtung durch Lichtkunst. 

Ansässige Initiativen, Anwohner*innen und auch die FH-Dortmund mit dem Studiengang ARDEAS wünschen sich eine weitere und langfristige Einbeziehung in den weiteren Planungsprozess der Emscher im Rahmen der Planungen zur Internationalen gartenausstellung 2027 und wollen aktiv mitgestalten und mitreden. 

In einem Punkt sind sich jetzt aber schon alle einig: Die Aufenthaltsqualität an der Emser soll verbessert werden. Durch mehr Natur, Sitzmöglichkeiten, moderne Spielmöglichkeiten, Biergärten, sonnige und attraktive Treffpunkteund vor allem auch Raum zum Skaten – der nach der Schließung des DIY-Skateparks Utopia und der neuen Immobilie am Dortmunder U rar im Unionviertel geworden ist. Menschen sollen die neue Qualität der Emscher erleben können. Dabei ist zwingend auf den partizipativen Charakter von Aktivitäten und Investitionen zu achten. 

Neben dem Diskurs zur Zukunft der Emscher am Kreativtisch haben die Skateboardinitiative Dortmund in Kooperation mit uns, dem Urbanisten e.V., und zahlreichen Gäst*innen diese Utopien für einen Tag ein Stück weit gelebt: Besucher*innen konnten die Mini-Ramp mit ihren Boards erkunden, sich an der Bar mit Getränkne eindecken und sich tolle, lokale Musiker*innen live anhören.

An dieser Stelle auch nochmal ein großes Danke an die EGLV für Ermöglichung und Unterstützung dieser Veranstaltung, an die Skateboardinitiative Dortmund für die tollen neuen Bauten, an die super Musiker*innen, die alle eine super Show abgeliefert haben und all die tollen Menschen, wie die Vertreter*innen der FH Dortmund und der Stadt Dortmund, die diesen Tag mit ihren Inputs erst möglich gemacht haben.

 

Stadtbesetzung 2022 | Eine multifunktionale Skulptur für die Unnaer Fußgängerzone

Die Aufgabe der diesjährigen Stadtbesetzung: Nachhaltigkeit. Der Begriff ist allgegenwärtig und doch sehr oft fragwürdig ausgelegt. Für unsere Skulptur standen wir vor ähnlichen Problemen. Wie schaffen wir etwas, das temporär ausgestellt werden soll und doch längerfristig nutzen erfüllen kann. Pepe Peps, Lars, Nicole und David steckten die Köpfe zusamm. Herausgekommen ist unsere Idee daher: Etwas “multi-funktionales”.

Sitzgelegenheit, Blüten für Insekten, Saatgutautomat für Wildblumensaat, Vier-Gewinnt aus Deckeln eines Aufstrichs, Illustrations-Kunst aus hochwertigen Bannern, die auch die temopäre Ausstellung überleben und andernorts hängen können. Konstruktion z.T. aus Upcycling. Darüber hinaus die Möglichkeit zur Interaktion und Information. Blumen gießen, Saatgut im eigenen Gefäß mitnehmen, Vier-Gewinnt spielen und wissenwertes für den nachhaltigeren Alltag mitnehmen. Unsere Skulptur für Unna. Die Illustrationen bilden zudem unseren aktuellen Umgang mit Natur ab und zeigen gleichzeitigwelche Wege für mehr Nachhaltigkeit möglich sind. Dazu Pepe Peps:

“Die Illustrationen bewegen sich in surrealen Welten und bestehen aus Transformationen zwischen Mensch und Natur. Sie beschäftigen sich auf abstrakte Weise mit der Fragestellung, welchen Einfluss der Mensch auf die Natur hat und welche unterschiedlichen Wege für mehr Nachhaltigkeit möglich sind.”

weitere Infos: http://stadtbesetzung.de/

Künstler: Pepe Peps | www.instagram.com/itspepepeps/

Konstruktion: Lars und Nicole | www.instagram.com/nicolesiva.design

 

Emscher für alle! Beteiligungsaktion “Wie wollen wir zukünftig leben?”

Live Musik, Mitmachstand, Rallye, Kunst- und Kulturprogramm, Essenstand und Bar: Gemeinsam stellen wir uns die Frage “Wie wollen wir hier zukünftig leben und was ist uns wichtig?” Kunst, Skaten, Freiraum, Begegnung, Natur, Mobilitätswende & Co. werden bei kühlem Bierchen im Schatten der Mallinckrodtbrücke, während einer Pause vom Skaten oder Tanzen, diskutiert.

Entlang des Radweges befinden sich ungenutzte Potenzialräume, die Möglichkeiten zur Gestaltung und Attraktivierung bieten, um die benachbarten Stadtteile zukunftsfähiger und lebenswerter zu gestalten. Sie könnten kreativen Akteur:innen, lokalen Stadtmacher:innen Raum für ihre gemeinwohlorientierten und nachhaltigen Ideen bieten.

2022 endet das große Projekt Emscherumbau und ein neuer Anfang entsteht. Der Bau der Emscherpromenade könnte die Gelegenheit bieten, die Freiräume entlang des Radweges neu zu denken. Wir wollen am 20. August mit allen Interessierten herausfinden, welche Orte an der Emscher Orte für alle werden könnten und welche Ideen die Menschen für ihre Emscher in ihren Köpfen tragen.

Programm

Eine Rallye zu einzelnen bereits umgesetzten Maßnahmen der Kooperation Gemeinsam für das neue Emschertal zeigt exemplarisch städtebauliche Möglichkeiten auf, welche Projekte es bereits gibt sowie Freiflächen, die offen für Ideen sind. Ausgangspunkt ist die Skateskulptur des Vereins für Jugendkultur an der großen Emscherbrücke der Mallinckrodtstraße (Volksmund: Malli).

Als Attraktor, der den Anlass des Besuchs der Veranstaltung generiert, wird es ein begleitendes Kunst- und Kulturprogramm geben, welches gemeinsam mit den Urbanen Künsten Ruhr, dem Emscherkunstweg und lokalen Künstler:innen und kreativen Akteur:innen erarbeitet wird.

Am Mitmachstand werden Informationen ausgetauscht, Ideen gehört und in die Raumentwicklung einbezogen. Die FH Dortmund berichtet über ihre partizipatorische Raumanalyse, die Stadt Dortmund informiert über die Planungen im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung Metropole Ruhr 2027.

Live Musik

Krackk – Besser bekannt als der Head hinter der Baby Love Party in Dortmund und ein Halb vom Label Ring Ring, steht sie nebenher gerne auch selbst an den Decks. Krackk lässt sich nicht in Schubladen stecken. Schnell und cheesy, hart aber herzlich, doch immer mit Humor. Lasst euch überraschen!

Yumi K – macht buchstäblich ihr eigenes Ding. Ob groovy Basslines oder himmlische Harmonien, die Wuppertalerin steckt hinter jedem Teil ihrer Songs. Sie lässt ihre vielfältigen Einflüsse so nahtlos in ihr Schaffen einfließen, dass nur ein Genre ihr nicht gerecht werden kann. Ihre Production, die auch schon das Dortmunder Kollektiv CultureWorkExplicit für sich beanspruchen durfte, drückt ihren Tracks einen Stempel auf, der unverkennbar Sie ist. Mit gerade einmal 23 Jahren hat das aus Südkorea stammende Multitalent bereits einige Wellen geschlagen und es ist kein Ende in Sicht. Auf ihr nächstes Release könnt ihr noch bis Oktober gespannt bleiben.

Milaa – ist eine Sängerin, Songwriterin und Musikproduzentin aus Remscheid. Ob Solo oder mit ihrer Band LIONESS tritt die junge Künstlerin seit 2015 auf mehreren Bühnen auf. Durch unterschiedliche Genres zeichnet sich Milaa‘s Musik Stil aus. Sie bewegt sich im RnB, Soul, Pop, Reggae, Hip hop sowie im elektronischen Bereich.

Def Jazz & Jonas Comix – haben letztes Jahr im August, nach mehreren Single Releases und lokalen Auftritten in Dortmund und Umgebung, ihr Debütalbum ‘Ocean Lounge’ veröffentlicht. Auf dem Album verbinden sie Jazz-, Neo Soul-, R’n’B- Trap- und Bossa Nova-Einflüsse zu Smooth Rap auf Deutsch. Mit “Ocean Lounge” zeigen die beiden Anfang Zwanzigjährigen, wie tiefenentspannt deutscher Hiphop anno 2021/22 klingen kann: “Ocean Lounge” ist ein Stück Urlaub für die Ohren in turbulenten Zeiten begrenzter Reisemöglichkeiten, in denen man sich nach einer wohlverdienten Pause vom hektischen Alltag sehnt. Ein Album wie eine frische Meeresbrise bei 36 Grad – der sommerlich-leichte Longplayer mit Lounge-Flair läd ein sich zurückzulehnen und in Schattenlage den Cocktail-Eiswürfeln beim Klimpern zuzuhören.

Ezra – ist Rapperin aus Dortmund und setzt ihren Fokus auf queere und antirassistische Texte. Sie nutzt hauptsächlich Beats von localen Producer*innen, v.A. von putzn. Besonders melodische Beats mit Storytelling beschreiben ihren Style. Erste Releases finden sich bei soundcloud unter soundcloud.com/ezra_rap

Sightiva – Die 2018 gegeündete Sightiva Hi-Fi Crew beschallt seit diesem Jahr mit ihrer selbstgebauten, schwarz-grünen Boxenwand die Straßen Dortmunds mit Roots, Dub und heaavy Steppers. Diesmal mit etwas anderem Setup sorgen sie für die Beschallung und bringen nice vibes vom Plattenteller.

Finanziert wird der Tag von der Emschergenossenschaft Dortmund. Standort ist die von der Skateboardinititaive gepachtete Fläche unter der Mallinckrodtbrücke Ecke Huckarder Straße.

Titel EMSCHER FÜR ALLE in Anlehnung an Hilmar Hoffmann 1979: Kultur für alle und dem Motto der Hafenentwicklung „Quartier für alle“ (Cobe Architects).

Komm an den Bach! Kooperative Gestaltung am Katernberger Bach mit der Freien Schule Essen e.V.

Komm an den Bach!

In Essen-Katernberg tut sich was. Rund um den Katernberger Bach ist in den vergangenen Jahren so einiges passiert. Zuletzt entstand durch die Emschergenossenschaft neben der Renaturierung des Baches auch ein Blaues Klassenzimmer für die Freie Schule Essen. Ein toller Ort zum Verweilen, der aber auch Unterricht und Lernen in der Natur ermöglicht. Um diesem Ort auch gestalterisch Rechnung zu tragen haben wir uns gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen der Freien Schule Essen und der Emschergenossenschaft zusammengesetzt und in mehreren Workshop ein Gestaltungs- und Erlebniskonzept entwickelt und umgesetzt.

Herausgekommen ist ein tolles Kunstwerk aus der Schmiede von Herrn Choko auf Basis der Ideen und Motive, die die Kinder und Jugendlichen im Workshop collagiert haben. Ebenfalls haben die Kinder und Jugendlichen einen Audioguide mit uns produziert, der Besucher:innen aber auch Anwohner:innen den Wandel des Ortes und die neuen Qualitäten näherbringen möchte.

Den Audioguide und weitere Informationen zum Umbau des Katernberger Bachs findet ihr hier: https://www.eglv.de/emscher/erlebnis-katernberger-bach-mach-mit/

 

Vielen Dank an das Team der Freien Schule Essen für die gute Zusammenarbeit und vielen Dank an die Emschergenossenschaft für das Vertrauen.

 

Im Wandel der Zeit. Fassadenkunst für die AGK Hochleistungswerkstoffe!

Im Wandel der Zeit

In den letzten Jahrzehnten hat sich Dortmund-Huckarde runde um Kokerei Hansa massiv verändert. Vergangenheit und Zukunft prägen den Stadtteil heute und bilden einen spannenden Kontrast. Die AGK Hochleistungswerkstoffe ist Teil der Zukunft von Huckarde besinnt sich dennoch auf die Wurzeln des Stadtteils. Das Kunstwerk im “Wandel der Zeit” spielt mit Vergangenheit und Gegenwart und den Themen wie Industrie, Arbeit und Renaturierung.

Nachdem wir den Mitarbeiter:innen bei der Arbeit über die Schulter kucken konnten haben wir in enger Rücksprache eine Gestaltung entwickelt. In rund einer Woche wurden dann die 250qm Fassade der Lagerhalle umgestaltet. Dortmund Huckarde im Wandel der Zeit. Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen.

 

Place 2 be! Kooperative Gestaltung mit Schüler:innen an der Gesamtschule Brünninghausen

Place 2 be!

Diesen Spruch haben die Schüler:innen einer offenen Kunst-AG entwickelt. Die Schule ist ihr “Place 2 be” und neben dem Unterricht eben noch viel mehr. In einem Workshop wurden gemeinsam Ideen und Motive entwickelt, die der Künstler Pepe Peps dann zu einem Entwurf collagiert hat. An drei Tagen wurde dann fleißig gepinselt und gesprüht. Entstanden ist ein echter Hingucker. Einige der Schüler:innen verlassen die Schule in den nächsten Wochen und konnten somit etwas hinterlassen. Die vorhandene Corporate Identity der Schule wurde mit dem Farbkonzept aufgegriffen, so dass sich das Kunstwerk bewusst einfügt.

Ein großer Dank geht an Frau Sollmann, die das Projekt seitens der Schule mit viel Leidenschaft und Aufwand begleitet hat und natürlich den Schüler:innen, die ein einzigartiges Kunstwerk geschaffen und keine Mühen gescheut haben. Bis zum nächsten Mal!

Ein Upcycling Kunstwerk mit der Kunst AG der Wilhelm-Busch-Realschule

Tastaturen, diverse Kabel, Controller, Festplatten, Ladegeräte. Alles Dinge die, die Schüler:innen der Kunst AG bei sich Zuhause oder im schuleigenen Keller gefunden haben und als nutzlos und für den Müll bestimmt ausgemacht haben. Und was soll daraus werden? Diese Frage stand zu Beginn länger als gedacht im Raum. Nach einer Materialvorstellung für die Gestaltung (Marker, Acrylfarbe, Pinsel usw.) folgte die Themenwahl “Der Mensch in der Digitalisierung”. Die Schüler:innen bekamen nach der ersten Unterrichtseinheit die Aufgabe alte nicht mehr verwendete und verwendbare Gegenstände zu Hause und im Schulkeller zu suchen die thematisch passen und sich aber auch gestalten lassen könnte. Das heißt auf denen die Acrylfarbe auch halten würde.

Es wurden also wie beschrieben eine Menge Gegenstände gefunden. Im nächsten Schritt folgte dann der Bau einer mehrdimensionalen Leinwand aus den Gegenständen. Diese wurde – pragmatisch – nach alle Möglichkeiten der Kunst montiert: Geklebt, genagelt und verschraubt. Im Anschluss wurde mit Hilfe von Sprühdose und Pinseln die Leinwand lückenlos geweisst. Die Grundlage für das Upcycling-Kunstwerk stand nun also.

Doch was nun? Wir diskutierten über Social Media, den Einfluss und die Veränderung von Technik im Sinne von künstlicher Intelligenz aber auch Virtual- und Augmented Reality. Wir schauten außerdem wer in der Gruppe welche Kompetenzen hatte. Überraschenderweise gab es eine mehrere Schüler:innen die bereits in ihrer Freizeit und in Schule mit Grafik- und Zeichenprogrammen in Kontakt gekommen sind und diese zum Teil mehr als gut beherrschen.

Recht schnell war also klar, es wir ein Entwurf collagiert. Die Gesichtshälfte eines Schülers mit der Gesichthälfte eines Roboters. Spürbar nahm die Begeisterung für das Projekt zu. Ein Thema, bei dem vor allem die Schüler:innen Expert:innen sind trifft auf Fähigkeiten die die Schüler:innen auch ihrer Freizeit gerne erproben. 

Nach der Entwurfserstellung erfolgte die Umsetzung auf der mehrdimensionalen weißen Leinwand. Mittels Beamer wurde der Entwurf in der gewünschen Größe auf die Fläche projeziert. Die sogenannten Outlines, also die Umrandungen, wurden feinsäuberlich übertragen. Das ist deutlich schwerer als es sich anhört. Vor allem wenn der Untergrund – wie die Tasten der Tastaturen – nachgeben kann.

Nach mehreren Einheiten war das Kunstwerk fertig. Die Rahmengröße wurde so gewählt, dass dieser in die vorhandenen Ausstellungvitrinen passen würde. So erfolgte das Einsetzen mit einer Menge Stolz und Begeisterung. Die Gruppe hat ihre Ideen im Zusammenspiel aus Gestaltung und Up- und Recycling wahnsinnig toll umgesetzt und wir hoffen, dass viele von Ihnen ihre Fähigkeiten weiter für so tolle Arbeiten und Ideen nutzen werden.

 

 

 

Credits

  • Entwicklung des Bildungsangebotes: David Kory
  • Gestaltung & Layout – Stephanie Schotte
  • Fotos – Annette Haas-Maderek, die Urbanisten e.V.
  • Urheberrecht – Alle Rechte liegen bei die Urbanisten e.V.

Weitere Informationen finden sich hier:

Mit freundlicher Unterstützung

Im Rahmen des Projekts StadtOase Schule haben wir diesen Workshop 2021 in Zusammenarbeit mit David Kory von die Urbanisten e.V. entwickelt. Gefördert wurde das Projekt SchulOasen durch den Ideenwettbewerbes „Kultur + Nachhaltigkeit = Heimat“ des Fonds Nachhaltigkeitskultur vom Rat für nachhaltige Entwicklung.

StadtOase Schule – Methodenkoffer zur nachaltigen Gestaltung der eigenen Schule

Gefördert durch den Rat für nachhaltige Entwicklung haben wir zusammen mit dem NABU Dortmund die Monate April bis Dezember 2021 genutzt und einen bunten Methodenkoffer für die kooperative und nachhaltige Gestaltung von Schulen erarbeitet. Ziel war es Workshopskonzepte zu entwickeln und Unterrichtsmaterialien zu erstellen, mit denen Pädagog:innen und Lehrkräften zukünftig selbstständig arbeiten können und diese als Bereicherung für die eigenen Lehrpläne verwenden.

Nach einer ausführlichen und intensiven Entwicklungsphase, konnten wir bedingt durch Corona zwar leider erst im Spätherbst in die Praxis starten, dafür aber voller Energie und Tatendrang! Gemeinsam mit verschiedenen Klassen der Wilhelm-Busch Realschule Dortmund haben wir die erarbeiteten Workshops erprobt und gemeinsam mit den Schüler:innen und Lehrkräften verbessert. Die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen!

Im Rahmen von “StadtOase Schule” wurden folgende Workshops konzipiert:

Bis Ende Januar 2022 verleihen wir nun allen Lehrmaterialien noch den letzten Schliff und stellen diese dann auf der Projektseite von StadtOase Schule zur Verfügung. Je nach Workshop findet ihr dort methodische und didaktische Praxishilfen, Bauanleitungen, Text- und Bildmaterialien, Arbeitsblätter und Videotutorials. So könnt ihr schon bald auf die Lerneinheiten zurückgreifen und diese mit euren Gruppen selbst oder in Zusammenarbeit mit uns durchführen! Einen genauen Überblick darüber was alles möglich ist, bekommt ihr in den folgenden Blogartikeln mit spannenden Erfahrungsberichten und tollen Eindrücken zu den entstandenen Workshopkonzepten.


Lebensraum & Ökosystem entdecken

Auf einer Erkundung des eigenen Schulgeländes werden Lebensräume von Tieren und Pflanzen gemeinsam erkundet und eine Karte des heimischen Ökosystems angefertigt. Im Rahmen von Mini-Exkursionen werden individuelle Grundbedürfnisse von Lebewesen beobachtet und kreativ festgehalten. Eine Entdeckungsreise für Einsteiger:innen durch die lokale Flora und Fauna.

 


Baumscheibengarten bauen

Mit vielseitigen und anschaulichen Arbeitsmaterialien finden die Teilnehmenden einen theoretischen Einblick in das Thema Ökosystem Baumscheibe. Aufbauend auf dem gewonnenen Verständnis für ökologische Zusammenhänge rund um die Themen Böden, Insekten, Pflanzen und Co. wird eine Baumscheibe gebaut und bepflanzt – ein echter Hingucker für den Schulhof und viel Raum für Artenvielfalt!

 


Hochbeete bauen

 Ihr möchtet Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten ernten? Darüber, dass das mit unseren verschiedenen Modellen von Hochbeeten auch mitten in der Stadt bzw. auf dem Schulhof möglich ist und dazu noch ein  wunderbares gemeinschaftsförderndes Projekt sein kann, an dem nicht nur ökologische Themen behandelt sondern auch handwerkliches Wissen vermittelt und ausprobiert werden kann, erfahrt ihr mehr in folgendem Artikel.

 



momoCube – modulares und mobiles Möbelsystem bauen

Vom Entwurf im Klassenzimmer, über die Fertigung mit professionellem Werkzeug bis hin zur Endmontage, begeben sich die Teilnehmenden in diesem Workshop in die spannende Auseinandersetzung mit handwerklichen Herausforderungen und gewinnen die Möglichkeit ihr (Schul-) Umfeld nachhaltig zu gestalten.

 



Typographie & Illustrationen aus Schrott

Von der Themenfindung, über den Bau einer Leinwand aus nicht mehr gebrauchten Gegenständen und einem Entwurf bis zur finalen Gestaltung des Kunstwerks begeben sich die Teilnehmenden in diesem Workshop in die spannende Auseinandersetzung mit Upcycling, Illustration und Typographie aber auch handwerklichen Herausforderungen und schaffen so ihr eigenes Gruppenkunstwerk und die Möglichkeit ihr (Schul-) Umfeld kreativ und nachhaltig zu gestalten.

 


KREA[K]TIVITÄT

Kreativ sein bedeutet nicht nur Bilder zu malen, sondern zeigt sich im Betrachten, Denken, Handeln und Planen und ist elementar wichtig für die Entwicklung eines Menschen. Kreativität ist eine der wichtigsten Schlüsselqualifikationen für einen gesunden Menschen. Denn kreative Geister können sich auf neue Situationen leichter einlassen und denken lösungsorientiert.

Dieses Angebot konnte auf Grund von Corona leider nicht erprobt und fertiggestellt werden.

Mit freundlicher Unterstützung

Im Rahmen des Projekts StadtOase Schule haben wir diese Workshop 2021 entwickelt. Gefördert wurde das Projekt SchulOasen durch den Ideenwettbewerbes „Kultur + Nachhaltigkeit = Heimat“ des Fonds Nachhaltigkeitskultur vom Rat für nachhaltige Entwicklung.

Erinnerungen an Blumenthal | Kunstmeile Recklinghausen

​Und wieder Recklinghausen! Die Zeche Blumenthal ist ein wichtiger Teil der Recklinghauser Identität und vor allem Identität vieler Bewohner*innen. Der Geschichtkreis Blumenthal hat – unter Leitung von Dr. Johanna Lohff – in aufwendiger Recherche alte Fotografien aus der Zechenvergangenheit Unter- wie Übertage zusammengetragen und ein Modell mit der Künslterin Sarini entstehen lassen. Auf Basis dieses Modells haben wir eine Unterführung gestaltet. Diese ist heute Kunstmeile und Radweg und war damals Zugstrecke zur Zeche Blumenthal. In aufwändiger Arbeit mit vielen Urbanist*innen unter Leitung Oliver Marks haben wir das Kunstwerk zwischen Juni und August umgesetzt. Seht selbst!

Weitere Information findet ihr hier: https://kunsthalle-recklinghausen.de/aktuell/blumenthal-heimatruhr

Ein Jahr bunterbeton – Podcast & Netzwerk für kulturelle Stadtentwicklung

Worum gehts?

Im gesamten deutschsprachigen Raum, vermutlich in jeder etwas größeren Stadt, aber auch auf dem Land und in der Kleinstadt, setzen sich Initiativen, Vereine, Kollektive und Freundeskreise für ein buntes und nachhaltiges Zusammenleben ein. Durch ihre meist nicht-kommerziellen Projekte entstehen Orte und Projekte, die Menschen zusammenbringen, den Dialog zwischen verschiedensten Bevölkerungsgruppen befördern und vor allem dazu einladen, selbst ein Stück Stadt mitzugestalten.

Nach genau diesen Projekten, Menschen und Orten macht sich der Urbanisten-Podcast “bunterbeton” auf die Suche. Vor einem Jahr begann das Projekt mit dem Ziel, die Geschichten derjenigen kennenzulernen, die man im Fachjargon “Stadtmacher*innen” nennt (dazu gleich noch ein bisschen mehr).

Ausgangslage

Die Idee für einen Podcast schlummert schon ein Weilchen in der Projektschublade der Urbanisten, ehe wir als (damals noch dreiköpfiges) Team die Möglichkeit beim Schopf packen und ein Konzept für den Podcast entwickelten. Im Sommer 2020, während sich die Corona-Pandemie erst langsam und dann doch relativ flott ausbreitet, beantragten wir Projektmittel bei Soziokultur NRW, um unser Vorhaben in die Tat umsetzen zu können. Der Zeitpunkt könnte vermutlich kaum besser sein, denn durch die Pandemie werden insbesondere Kulturprojekte im digitalen Raum gefördert. Einige Monate später erreicht uns die Zusage, unser Projekt in die Tat umsetzen zu dürfen. Wir waren erstmal ein bisschen baff, hatten ehrlich gesagt gar nicht damit gerechnet, und verspürten jetzt doch auch ein bisschen Druck, dass alles umsetzen zu müssen, was wir uns da ausgedacht hatten.

Unser Vorhaben

Gleichzeitig freuten wir uns natürlich und sind hochmotiviert, endlich starten zu können. In diversen Meetings steckten wir unsere Köpfe zusammen, suchten nach geeigneter Technik, nach dem Roten Faden für unsere Gespräche und die geplanten Folgen. Wir richten uns eine digitale Infrastruktur ein und entwickeln die Website für unser Projekt, auf der nicht nur die Podcast-Folgen, sondern auch Fotografien und Erkenntnisse von den jeweiligen Projekten und Orten geteilt werden sollen.

Das übergeordnete Ziel von bunterbeton liegt darin, Projekte, Orte und Menschen kennenzulernen und zu vernetzen, die ihr direktes Lebensumfeld mitgestalten. Inspiriert durch die Arbeit der Urbanisten für den Raum Dortmund, haben wir uns gefragt: Wer sind die Macher:innen in Berlin, Hamburg, Wien und so weiter – was können wir von ihnen lernen und was können sie sich gegenseitig mit auf den Weg geben. Von ihnen möchten wir erfahren, was sie tun, warum sie das tun und – vor Allem – wie sie das tun. Denn bunterbeton möchte einen Beitrag leisten, dass mehr Menschen lernen, wie sie selbst aktiv werden können, was sie dafür brauchen und wie sie sich dabei organisieren können.

Erste Aufnahmen

Unsere erste Aufnahme war ein Heimspiel: Im September 2020 holten wir Jan und Svenja vor die Mikros. Die beiden sind schon weitaus länger als wir selbst bei den Urbanisten aktiv und konnten uns so einiges mit auf den Weg geben. Auch wenn der erste Anlauf etwas missglückte (da wir absolut Grün hinter den Ohren waren, was die Technik angeht) und wir das Gespräch sogar ein zweites Mal aufnehmen mussten, waren wir zufrieden mit dem Start und konnten am 20. September unsere erste Podcast-Folge veröffentlichen.

Ab da nahm das Projekt richtig Fahrt auf: Noch im September besuchten wir Utopiastadt in Wuppertal und begaben uns auf eine Tour durch Norddeutschland, um Gespräche mit Minitopia und dem Gängeviertel in Hamburg, dem Kliemannsland in Rüspel und dem PLATZprojekt in Hannover aufzunehmen.

Nach und nach wurden wir routinierter im Umgang mit der Technik und dem Moderieren der Gespräche. Das Netzwerk um bunterbeton begann schnell zu wachsen, da wir von jedem Projekt, das wir besuchten, weitere Projekte empfohlen bekommen. Wir merken, dass das Netzwerken sowieso ein richtig wichtiges Ding bei den Stadtmacher*innen ist: Es wird sich untereinander ausgetauscht, abgeschaut und unterstützt, wo immer es geht. Genau da wollen wir mitmischen.

Urbane Liga

Im Oktober 2020 bewarben wir uns mit bunterbeton bei der Urbanen Liga, einem Netzwerk für junge Stadtmacher*innen, das vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- & Raumforschung (BBSR) und dem Bundesinnenministerium (BMI) initiiert wird und alle zwei Jahre Projekte von Menschen unter 27 in einem Jahrgang vereint. Die Zusage zur Aufnahme in die Urbane Liga war für uns ein willkommenes Geschenk, da sich so unser Netzwerk sprunghaft vergrößerte und wir uns auf einmal in einem bunten Haufen von 22 Projekten aus ganz Deutschland wiederfanden, die alle in unser Podcast-Schema passen. So lernten wir zum Beispiel die Leute von Minha Galera, dem Kollektiv Anzetteln, Mitte Kiel, dem Torhaus Berlin (coming soon), der Niehler Freiheit, dem Haus der Statistik und Adapter Stuttgart kennen, mit denen wir ebenfalls Podcast-Folgen aufnahmen. Abgesehen davon hat die Urbane Liga aber noch einen anderen Mehrwert für bunterbeton: Gemeinsam mit den anderen Projekten erlaubt sie uns, die Bedürfnisse, Visionen und Ideen junger Stadtmacher*innen gegenüber Vertreter*innen der Bundespolitik zu kommunizieren. Auf einmal machen wir also auch sowas wie “Lobbyarbeit” für kulturelle Stadtentwicklung.

Eine besondere Möglichkeit dafür ergab sich im Mai 2021: Beim jährlich stattfindenden Kongress der Nationalen Stadtentwicklungspolitik (kurz NSP-Kongress) durften wir die Moderation des Beitrags der Urbanen Liga übernehmen. Vom Live-Studio der Niehler Freiheit in Köln aus stellten wir gemeinsam mit anderen Akteur*innen der Urbanen Liga das Konzept, bisherige Ergebnisse und die Visionen des Netzwerkes vor und diskutierten im Anschluss mit Nicole Graf vom BMI und Dr. Claas Beckord von der Stadt Osnabrück über die Zusammenarbeit zwischen Stadtmacher*innen und den lokalen Behörden (#UrbanGovernace). Auch diese Veranstaltung haben wir in einer eigenen Podcast-Folge festgehalten.

Eine weitere Möglichkeit für kulturelle Lobbyarbeit ergab sich für uns beim Localize-Festival in Potsdam Ende August 2021. Auch hier durften wir eine Podiumsdiskussion mit politischen Gäst*innen moderieren, die der zentralen Frage nachging, wie Lokalpolitik und Stadtmacher*innen in Zukunft besser zusammenarbeiten können. Die Folge dazu wird am 17.10.2021 veröffentlicht.

Über diese Aktivitäten hinaus sind wir als Team von bunterbeton im Rahmen der Urbanen Liga in die sogenannte Ko-Forschung involviert. Bei der Ko-Forschung kommen Teilnehmende unterschiedlicher Projekte in kleineren Forschungsgruppen zusammen, um für Stadtmacher*innen relevante Themen und Fragen zu ergründen. Im aktuellen Jahrgang gibt es drei Forschungsgruppen, die sich mit den Themen Ressourcen, Inklusion und Entscheidungsstrukturen auseinandersetzen. Die Forschung findet einerseits digital, andererseits aber auch in Präsenz statt, bspw. bei den Denklaboren der Urbanen Liga. Das letzte Denklabor fand im September 2021 in Berlin statt. Mit dabei war unter anderem Anne Katrin Bohle, Staatssekretärin im BMI.

Noch mehr Aufnahmen

Abgesehen von unserem Engagement im Kontext der Urbanen Liga waren wir natürlich auch weiterhin auf eigene Faust unterwegs und haben im März 2021 erstmals eine Folge im deutschsprachigen Ausland aufgenommen. Anreiz dazu war das Handbuch “Organisiert euch!”, welches von der urbanequipe und dem Kollektiv Raumstation herausgegeben wird. In Wien sprechen wir über das kollaborative Projekt von Stadtmacher*innen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland und können besagtes Handbuch nur empfehlen. Zu finden ist es als kostenloser Download oder auch zum Bestellen nach Hause.

Um die Liste unserer bisherigen Aufnahmen einmal zu komplettieren: Seit dem Beginn des Projektes waren wir außerdem bei Leerstand als Freiraum in Pforzheim, bei der B-Side in Münster, bei die Anstoß in Karlsruhe, Raamwerk in Kassel und dem Rechenzentrum in Potsdam. Insgesamt zählt unsere Mediathek also mittlerweile 19 Folgen und am kommenden Sonntag folgt dann unsere 20. Folge. Noch ein kleines Jubiläum also.

Erkenntnisse

Mittlerweile ist das Team von bunterbeton noch weiter gewachsen: John, Luisa und Johannes, die das Projekt ursprünglich initiierten, haben seit diesem Jahr mit Lara und Friederike tatkräftige Kolleginnen dazugewonnen. Ziemlich wichtig, weil der Umfang des Projektes nicht gerade kleiner wird und die beiden individuellen Drive und neue Qualitäten für das interdisziplinäre Team bringen. Wie eingangs erwähnt, wollen wir mit bunterbeton natürlich nicht einfach nur quatschen, sondern aus unseren Gesprächen einen konkreten Mehrwert für die Hörer*innen generieren. In unseren Podcast-Folgen kann man daher aus erster Hand erfahren, wie Projekte organisiert und Räume geschaffen werden, welche Herausforderungen bei derartigen Vorhaben auftreten, mit welchen Tricks man diese umgehen oder bewältigen kann und vieles mehr. So sind bspw. viele Projekte mit der Herausforderung konfrontiert, dass die lokale Verwaltung nicht immer so richtig begreift, was man da eigentlich so im Kleinen alles bewirkt und welchen Mehrwert die Projekte der Stadtmacher*innen für die gesamte Stadt bringen. Zwischen Verwaltung und Stadtmacher*innen kommt es daher häufig zu Missverständnissen oder sogar Unverständnis. Eine Herausforderung, an der (wie oben erwähnt) auch die Urbane Liga arbeitet. Darüber hinaus kommen in unseren Folgen Themen wie Eigentumsverhältnisse, Baurecht und Sicherheitsvorschriften, Finanzmittelakquise und vieles Weitere zur Sprache. Klingt ein bisschen trocken, muss es aber gar nicht sein. Das zeigen zumindest viele unserer Gäst*innen. und die zahlreichen Erkenntnisse, die wir während der vielen Gespräche sammeln konnten. Hier eine kleine Auswahl:: Wenn du eine Idee hast und von ihr überzeugt bist: Fang an! Genauso wie wir einfach so ins blaue hinein mit bunterbeton begonnen haben, kannst auch du ein Projekt umsetzen, dass dich selbst begeistert und gleichzeitig einen Mehrwert für andere Menschen schafft. Auch wenn du anfangs nicht so genau weißt, wie und wo und mit wem und so weiter: Es gibt immer einen Weg und vor allen Dingen gibt es ganz viele hilfsbereite Leute von verschiedensten Projekten, die sich ganz offen in die Karten schauen lassen und wirklich gern dazu bereit sind, ihr Wissen mit uns zu teilen. Wenn du also Lust hast, etwas umzusetzen, dann fang an (oder hör erstmal unseren Podcast durch, das gibt dir vielleicht noch ein bisschen mehr Anschwung).

bunterbeton wird jedenfalls (weiter-)machen, bis wir… Ja bis wann eigentlich? Die Zukunft des Projekts ist offen und wir schauen einfach mal, wohin es uns trägt. Hat ja bislang eigentlich ganz gut geklappt.

Cheers!

Luisa

 

Hier gehts zur Website von bunterbeton