2. Okt. 2017 | Stadtforschung & -entwicklung, UrbaneProduktion.ruhr
Im Rahmen des Projekts UrbaneProduktion.ruhr beteiligen wir uns verantwortlich an der Zwischennutzung LUTHERLAB.de der ehemaligen Lutherkirche in Bochum-Langendreer. Das seit 7 Jahren leerstehende Gebäude bietet uns eine tolle Gelegenheit, vor Ort mit den Menschen im Quartier in Kontakt zu kommen und unsere bisherigen Visionen kleinteiliger Urbaner Produktion auszuprobieren.
In einem bunten Programm aus Workshops, Seminaren und Kulturveranstaltungen fördern wir im Themenbereich Produktion neue Erkenntnisse über individuelle Motivationen, räumlich-technische Ausstattungsbedürfnisse und Marktchancen zu Tage. Wir arbeiten zudem daran, das Konzept einer offenen Werkstatt, das wir bereits in unserer Urbanisten-Manufaktur umgesetzt haben, in einem neuen Stadtteil zu etablieren.
Die ersten Wochen waren nach einer intensiven Ausbauphase, in der wir die ehemalige Kirche mit Palettenmöbeln und kleinen Aquaponikanlagen ausgestattet haben, vor allem von Gesprächen mit Anwohnerinnen geprägt. Verständlicherweise häufig, aber im Sinne unseres Projekts fast zu häufig ging es dabei um die Zukunft des Kirchengebäudes, dem nach wie vor Geschichten und Emotionen anhaften, das aber auch die Phantasie anregt, was noch so alles dort passieren könnte.
Für die zweite Hälfte der Zwischennutzung, die noch bis zur Abschlussveranstaltung am 19.10. andauert, ist es unser Ziel, mit den vielen Interessierten und Machenden eine nachhaltige Institution zu bilden, die Urbane Produktion auch im Falle einer Nicht-Fortführung der Nutzung in Langendreer etabiert. Wir haben uns als Urbanisten zudem in den vielen, vielen Überstunden Zeit genommen, unsere eigenen Produkte, etwa die kleinteiligen Aquaponik-Anlagen, noch einmal zu durchdenken und weiterzuentwickeln.
Wir sind noch gute 2 Wochen am Start. Kommt mal vorbei, wir freuen uns!
25. Sep. 2017 | Urban Gardening & Farming, Westgarten
Der Herbst ist da und damit auch das Ende der ersten Gartensaison im Westgarten. Doch das bedeutet auf keinen Fall das Ende der Aktivitäten. Der Westgarten geht nun in die Winterphase: Es gibt spannende Workshops und Vorträge zu Themen rund um’s gemeinschaftliche Gärtnern, und natürlich wird auch selbst gebaut und gewerkelt. Am 30.09. wird der Plan für die Winter-Workshops in der Werkhalle geschmiedet, und ihr seid herzlich eingeladen mitzumachen. Wir nehmen eure Themenwünsche entgegen und packen dann das Paket für den Winter für euch zusammen.
Westgarten Winterworkshops Planungstreffen
Weiter geht’s schon eine Woche später, diesmal am Sonntag: (8.10.) Wir möchten mit euch gemeinsam auf die Gartensaison 2017 im Westgarten zurückschauen, ein wunderbares Buffet des Kaleidoskops genießen und zusammen die Gestaltung der kommenden Monate vordenken.
Der Termin richtet sich insbesondere an die, die Lust haben, mitmachen, aber noch keine Zeit hatten, sich zu melden, und an alle, die es interessiert, was dieses Jahr alles passiert ist.
Westgarten Erntedankfest
Eine Anmeldung ist bis zum 2.10.17 unter westgarten.dortmund@gmail.com möglich. Dann können wir besser planen.
KlimaExpo.NRW: „Der Westgarten in Dortmund ist ein Gemeinschaftsprojekt, der von einer offenen Gruppe mit Unterstützung des gemeinnützigen Vereins „die Urbanisten“ seit 2017 betrieben wird. Gemüse selber anzubauen, mit vielen Menschen in Austausch zu kommen und die Stadt grüner und lebenswerter zu gestalten, ist der gemeinsame Nenner der Mitmachenden.
Gefördert wird der Westgarten von der Bezirksvertretung Dortmund Innenstadt-West und dem Bundesumweltministerium im Rahmen der Initiative „Kurze Wege für den Klimaschutz“.
Fotos: Luisa Gehnen
30. Aug. 2017 | Urban Gardening & Farming, Westgarten
Seit Juni wird im Westgarten in elf Hochbeeten gesät, gejätet und geerntet. Dabei stellte sich für die aktiven GärtnerInnen des Gemeinschaftsgartens vor allem eins heraus: Die geernteten Brokkolis, rote Beete, Tomaten, Spinat, Erbsen, Bohnen, Kürbisse, Zuchinis, Fenchel, Chilis, Kohlrabis, Kartoffeln, Möhren, verschiedene Kohlköpfe, Salate und Kräuter, die auf den Esstischen im Unionviertel landen, schmecken fantastisch!
„Warum kaufe ich überhaupt noch im Supermarkt ein?!“ fragt sich Initiatorin Svenja. „Es ist schwierig, die eigenen Gewohnheiten zu ändern, aber im Westgarten merkt man, wie viel Spaß es macht, sich gemeinsam um die Pflanzen zu kümmern und beim Frühstück Rezepte für das geerntete Gemüse auszutauschen. Und gleichzeitig tut man auch etwas für den Klimaschutz.
Zum Abschluss der Gartensaison 2017 wird es Anfang Oktober ein kleines Erntedankfest geben. Kurz darauf starten dann in der Werkhalle im Union Gewerbehof die Winterworkshops, die durch die Urbanisten organisiert und von der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums finanziert werden.
Alle sind herzlich eingeladen, beim Projekt Westgarten mitzumachen. Die aktiven GärtnerInnen treffen sich nahezu jeden Samstag um 11 Uhr im Heinrich-Schmitz-Bildungszentrum und frühstücken nach getaner Arbeit gemeinsam. Schreiben kann man der Gruppe auf westgarten.dortmund@gmail.com alle Termine sind unter der Rubrik „mitmachen“ auf www.dieurbanisten.de zu finden.
Fotos: Luisa Gehnen
28. Aug. 2017 | Stadtforschung & -entwicklung, Upcycling & Do-It-Yourself
Die ehemalige Lutherkirche in Bochum-Langendreer-Alter Bahnhof wird wieder genutzt! Vom 16. September bis zum 19. Oktober 2017 wird das Gebäude als Werkstatt und Seminarraum verwendet. Das Programm könnt ihr unter https://www.lutherlab.de/ entdecken.
Im LutherLAB soll mithilfe einer offenen Werkstatt, eines Seminarbereichs und eines Begegnungsortes das kreative und handwerkliche Potential der Bevölkerung Langendreers in den Fokus gestellt werden. In den fünf Wochen der Zwischennutzung auch im Rahmen des Stadterneuerungsprozesses „Soziale Stadt Werne – Langendreer-Alter Bahnhof“ finden in Kooperation mit dem Bahnhof Langendreer zahlreiche Workshops, Seminare, Vorträge und Treffen statt, die sich alle mit Fragen und Konzepten der kleinteiligen Urbanen Produktion beschäftigen: Es wird Bier gebraut, Marmelade gekocht, an Lastenrädern geschraubt; es wird gebastelt, geklebt, genäht; es wird Mitmach-Aktionen zu Müllvermeidung, 3D-Druck und Aquaponik geben; und zwischendurch bleibt genug Zeit für einen gemeinsamen Kaffee.
Mit dem Institut Arbeit und Technik, der Inwis GmbH und der Stadt Bochum erforschen wir, wie produzierende Gewerbebetriebe in der Zukunft wieder innerhalb der Stadt angesiedelt werden und wie Menschen gemeinsam neue Produktionsnetzwerke bilden können – damit die regionale Wertschöpfung steigt, damit wir in Zukunft kürzere Wege zwischen Wohnung und Arbeitsort haben, damit wir weniger Müll produzieren, damit das Ruhrgebiet auch im produzierenden Sektor konkurrenzfähig bleibt.
„Urbane Produktion“?
Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „UrbaneProduktion.ruhr“ beschäftigt sich von Oktober 2016 bis September 2019 mit den Chancen und Grenzen innerstädtischer Produktionsstätten. Zum Schutz der Wohnbevölkerung wurden Gewerbe- und Industriebetriebe in der Vergangenheit üblicherweise außerhalb der Stadt geplant. Diese traditionelle Trennung von Wohnen, Arbeiten und Freizeit gerät aus verschiedenen Blickwinkeln unter Druck: Aus Gründen der Innovationsfähigkeit von Betrieben, die in Zukunft noch mehr auf vernetzt denkende, gut ausgebildete MitarbeiterInnen angewiesen sind, die wiederum Standorte mit urbanem Kulturangebot bevorzugen; aus Gründen der Ressourcensparsamkeit, nach der die Nutzung fossiler Energieträger möglichst zu vermeiden ist und damit das Leitbild der Stadt der kurzen Wege eine Renaissance erfährt – auch ein sorgsamer Umgang mit Grund und Boden ist hier zu nennen; aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit, nach der auch bisher benachteiligte Bevölkerungsgruppen einen (Arbeits-)Platz inmitten einer zukunftsorientierten Gesellschaft finden können sollten. Urbane Produktion kann ein Handwerksbetrieb oder eine kleine Manufaktur sein, eine Stadtfabrik oder auch Urbane Landwirtschaft. Es geht darum, wieder mehr Produkte in der Stadt herzustellen. Mehr dazu unter www.urbaneproduktion.ruhr
24. Juli 2017 | Stadtforschung & -entwicklung, Urban Games, URBANISTEN
Vor einiger Zeit fand in Rotterdam das erste We Love Public Space Festival statt und wir waren eingeladen, die Urbanisten allgemein und das Street Art Bingo im Besonderen dort vorzustellen.
Daniel entschied sich recht spontan, statt des geplanten Skype-Vortrags selbst nach Rotterdam zu fahren. Bei dem von Bas Sala initiierten kleinen Festival handelte es sich um eine Veranstaltung v.a. für Designer, Architekten und Stadtplaner, also das was man gemeinhin als „Fachpublikum“ bezeichnet. Es gab verschieden Vorträge und Workshops an mehreren Spielorten im Distrikt „ZoHo“, einem Kreativquartier nahe des Hauptbahnhofs.
In seinem Vortrag stellte Daniel die Urbanisten e.V. und unsere Arbeit vor. Dann berichtete er von der Entstehung des Urban Games Street Art Bingo und präsentierte die Ergebnisse seiner Masterarbeit, in der die Wirkung dieses Urban Games auf die Wahrnehmung des städtischen Raumes untersucht wurde.
Die Veranstaltung endete mit der Eröffnung einer „Freezone“, eines lebenswert umgestalteten kleinen Platzes im öffentlichen Raum. Bei Bier, Musik und poetischer Sprachkunst konnte man den Tag angenehm ausklingen lassen. Rotterdam ist auf jeden Fall eine interessante Stadt, wo viel passiert und wir werden die Augen aufhalten nach der zweiten Auflage des We Love Public Space Festivals!
6. Juni 2017 | Urban Gardening & Farming
Im September 2016 fiel der Startschuss für einen neuen Gemeinschaftsgarten im Unionviertel, der von der Bezirksvertretung Innenstadt-West unterstützt wird. Aus den damals 27 Interessierten ist mittlerweile ein Kreis von über 60 über einen E-Mail Verteiler organisierten Hobbygärtnern geworden, die den Westgarten gemeinschaftlich aufbauen wollen. Als ersten Ort hat sich nach einer Begehung des Viertels das Heinrich-Schmitz-Bildungszentrum im Westpark herauskristallisiert. Hier stoßen wir auf optimale Bedingungen, da das Projekt angekommen uns räumlich und organisatorisch unterstützend eng zur Seite steht.
Seit Juni diesen Monats blicken wir noch optimistischer in die Zukunft des Westgartens, da der Antrag, den zwei Mitglieder der offenen Gruppe mit Unterstützung der Urbanisten auf den Weg gebracht haben, zur Förderung bewilligt wurde. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit fördert aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags das Projekt Westgarten (Kennzeichen 03KKW0021) für zwei Jahre. Nun haben wir genügend Spielraum Know-How zu organisieren, mehr Hochbeete aufzustellen sowie die Öffentlichkeitsarbeit und strategische Entwicklung des Westgartens voranzutreiben.
Aus dem Antrag: „Es soll ein urbaner Garten in unmittelbarer Nähe zum bereits vorhandenen strak frequentierten Naherholungszentrum „Westpark“ errichtet werden, in dem Anwohner in Zusammenarbeit mit den Projektteilnehmern ihr eigenes Obst und Gemüse anbauen und ziehen können. Ziel ist es dabei, die langfristige Auseinandersetzung der Bevölkerung mit selbstständiger Nahrungserzeugung zu gewährleisten und eine Sensibilisierung für selbiges in der westlichen Innenstadt und zukünftig auch in der gesamten Stadt Dortmund zu schaffen. Damit soll zum einen eine teilweise Eigenversorgung mit grünen/gesunden, unbehandelten und lokalen Lebensmitteln gewährleistet werden, zum anderen aber auch eine Sensibilisierung für das Thema Selbstversorgung/Nahrungsmittelanbau erfolgen, welche in globalisierter Abhängigkeit vonnöten ist. Eine konkrete Alternative zu ressourcenschonender und klimafreundlicher Nutzung von Stadtfläche wird geboten.“
Wer Interesse hat, mitzumachen, meldet sich! westgarten.dortmund@gmail.com
29. Mai 2017 | Stadtforschung & -entwicklung
Die fünf Premieren des Films „Das Gegenteil von Grau“ der Initiative Recht auf Stadt Ruhr und dem Filmemacher Matthias Coers, dessen Entstehen die Urbanisten unterstützend begleitet haben, waren mehr als ausverkauft. Es gab zum Teil sogar mehrfache Aufführen an den Standorten und die Zuschauer kamen angeregt mit dem Team in Austausch. „Ich kannte einige Initiativen, aber nicht alle. Toll, dass so viel im Ruhrgebiet los ist“ wurde von vielen Menschen nach dem Film geäußert. Dass das Umsetzen von Ideen leicht, die Nutzung von Raum aber oft mit unterschiedlichen Schwierigkeiten verbunden ist, wird anhand von 20 Initiativen zwischen Dortmund und Duisburg gezeigt. Und das sind bei weitem nicht alle Initiativen, die es zwischen Dortmund und Duisburg gibt.
Die Idee dahinter ist, dass Initiativen, die auch in unterschiedlichsten Bereichen arbeiten, sich kennenlernen und man über diese Differenz feststellt: Es gibt einfach viele, die an ihrem jeweiligen Ort, in ihren Städten, etwas probieren. Die 20 vorgestellten Initiativen decken von Gruppen, die Leerstand besetzen, bis zur solidarischen Landwirtschaft ein erstaunlich breites Spektrum ab. Der Film geht dabei der Frage nach: Wie organisieren wir uns als Menschen, als Gesellschaft? Es sind kleine, feine Beispiele, wie man etwas realisieren, etwas anders machen kann. Das kann eben ein Buchladen sein, der als Kollektiv funktioniert, oder eine Genossenschaft, die es unterschiedlichen Leuten ermöglicht, dauerhaft, sicher und ziemlich gut zu wohnen und zusammenzuleben. Was im Film zu sehen ist, ist die Breite der Ansätze und die Unterschiedlichkeit der Initiativen, die in den städtischen Raum intervenieren.
Der Film wurde neben Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen und Oberhausen auch schon in Arnheim, Berlin, Frankfurt, Hamburg, Jena, Münster, Mülheim, Oldenburg, Weimar und Wien gezeigt und diskutiert. Magdeburg, Mainz, Offenbach und Rostock sind in Planung. Auch sind weitere Termin in europäischen Städten geplant. Wer Interesse hat, den Film zu zeigen, kann sich unter kontakt@gegenteilgrau.de melden!
Filmemacher Matthias Coers: „Aus Berliner Perspektive ergibt sich der interessante Widerspruch, dass im Ruhrgebiet sehr viel Engagement ist, aber gleichzeitig scheinbar wenig geht. Umso wichtiger sind die – im Vergleich wenigen – Initiativen, die entgegen der Mentalität nicht warten, sondern Ideen selbst umsetzen: ein Kulturlokal, eine Nachbarschaftsinitiative, die einen kleinen Laden betreibt und Nachhilfeunterricht für Kinder gibt, eine Fahrradwerkstatt – also kleine Momente, die aber natürlich durch tägliche Praxis realisiert werden müssen. Das ist reale, gesellschaftliche Arbeit, aber eben nicht in einem Neuköllner Milieu, wo man nur drei Häuser weiter geht und da ist wieder was.
Stattdessen gibt es diesen Charakter von sehr durchschnittlichen, oft ein bisschen abgewirtschafteten Städten und Stadtteilen, wo die Grundstimmung ist: Naja, wir können ja eh nicht so viel machen. Wenig Aktive, viele Möglichkeiten, das ist die Ambivalenz: Man könnte sagen, wenn du im Ruhrgebiet eine kleine, funktionierende Arbeitsgruppe hast, ein bestimmtes Konzept, eine Idee und ein echtes Realisierungsbedürfnis, dann geht einiges. Die paar handverlesenen Leute, die sich entschließen, etwas aufzubauen, brauchen Beharrlichkeit. Umso wichtiger ist es, sie ein Stück nach vorne zu bringen, indem man ihre Arbeit zeigt.“
Der Film wurde gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, die LAG Soziokultur, die Montag Stiftung urbane Räume und den Regionalverband Ruhr.
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27. Mai 2017 | Create Your Skate Plaza, Stadtforschung & -entwicklung, Upcycling & Do-It-Yourself
Am letzten Samstag war der erste Tourstop im Fredenbaumpark. Zahlreiche Besucher schauten gespannt den akrobatischen Einlagen der 21 Teilnehmer des ersten Contests zu. Das Alter der Teilnehmer lag zwischen 12 & 31 Jahren. Nach den Qualifikationsrunden kamen die fünf besten Teilnehmer in die Finalrunde, welche aus zwei weiteren Runs á einer Minute bestanden. Nach diesem spektakulären Finale standen schlussendlich die ersten fünf Plätze fest. Der erste des Tourstops hat sich automatisch für das Finale am 26.08.2017 am Dortmunder U qualifiziert:
- Dennis Reinhold
- Danny Klarhold
- Max Schwanitz
- Spike Grandt
- Stefan Fröhlich
Der nächste Tourstop findet nach den Ruhrgames (15. – 18. Juni am Stadion Rote Erde) am 24.06.2017 am Stadthauspark (Hinter der S-Bahnhaltestelle Stadthaus) statt. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Runde der Create your Skateplaza Tour Dortmund und freuen uns auf euch!
2. Mai 2017 | Kunst im öffentlichen Raum, Stadtforschung & -entwicklung, URBANISTEN
„Urbane Transformation“ ist der Titel unseres Buches von dem Autor Davide Brocchi und gleichzeitig Titel unserer Tandem-Veranstaltung in Dortmund und Köln.
Die erste Buchveröffentlichung fand am 24. März 2017 in Dortmund statt. Ca. 50 Gäste haben sich an dem Abend in der Werkhalle eingefunden und angeregt über die Zukunft unserer Städte diskutiert, und einander zugehört. Unser Gäste haben den Abend mit ihren Perspektiven und Erfahrungen aus anderen Städten bereichert und das Publikum inspiriert. Verfolgt die Projekte unser Freunde auch weiterhin:
Agnieszka Wnuczak und Christoph Stark von kitev aus Oberhausen: http://kitev.de
Hendryk von Busse von der Freiraumgalerie aus Halle/Saale: http://www.freiraumgalerie.com
Insbesondere der Vortrag von Davide Brocchi kam bei den Gästen gut an und beleuchtet die „Transformation“ unsere Städte aus wissenschaftlicher Sicht und belegt die eigenen Thesen mit dem Kölner Realexperiment „Tag des Guten Lebens“. Wer sich die „vier E´s des Guten Lebens“ in Erinnerung rufen will, klickt auf das Bild:
Unsere zweite Buchpräsentation findet am Donnerstag, 04. Mai 2017, um 19 Uhr
in der ecosign/Akademie für Gestaltung, Vogelsangerstr. 250 in Köln-Ehrenfeld statt.
Hier geht’s zur Facebook-Veranstaltung:https://www.facebook.com/events/1879610705655917/
Unsere Gäste und Referenten:
- Josef Wirges (Bezirksbürgermeister Ehrenfeld. 2012 öffnete er dem Prozess „Tag des guten Lebens“ die politische Tür)
- Yvonne Johannsen (Vorsitzende der Urbanisten e.V., Dortmund, Herausgeber des Buchs)
- Prof. Karin Simone Fuhs (Gründerin und Direktorin der ecosign. An diesem Ort haben der „Tag des guten Lebens“ und das Bündnis Agora Köln ihren eigentlichen Ursprung)
- Davide Brocchi (Sozialwissenschaftler, Autor, Initiator des „Tags des guten Lebens“ und der „Agora Köln“)
- Thomas Schmeckpeper (Projektkoordinator „Tag des guten Lebens 2017“ in Deutz)
- Olga Moldaver (Agora Köln, Nachbarschaftskoordinatorin Deutz für den Tag des guten Leben)
- Marcus Klein (Nachbarschaft Sülz).
An jedem „Tag des guten Leben“ haben seit 2013 zwischen 60.000 und 100.000 Menschen in Köln teilgenommen. Inzwischen interessieren sich andere Städte in Deutschland für das Modellprojekt, das eine schrittweise Transformation der Stadt in Richtung Nachhaltigkeit sowie den nachbarschaftlichen Zusammenhalt und die Bürgerbeteiligung in den Stadtteilen fördert. Welcher Ansatz steckt hinter dieser Initiative? Welche Geschichte führte zu ihrem Erfolg? Wie haben die Nachbarschaften in Ehrenfeld und in Sülz diesen Tag erlebt? Wo steht der Prozess heute und was ist in Deutz 2017 geplant? Wie hat diese Initiative die Stadt verändert? Wie geht es weiter?
Informationen zum Buch:
Davide Brocchi
Urbane Transformation – Zum guten Leben in der eigenen Stadt.
Bad Homburg: VAS-Verlag, 2017.
164 Seiten, 14 Euro.
Vorwort von Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts.
Herausgeber: Die Urbanisten e. V., Dortmund.
Projektförderung: Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW.
Zusammenfassung:
Wie können Demokratie und sozialer Zusammenhalt, Zeit- und Raumwohlstand und nicht zuletzt Umweltschutz in unseren Städten gefördert werden? Wie lässt sich urbane Resilienz in einer Zeit der „multiplen Krise“ stärken? Wie können Bürger/innen die eigene Stadt lebenswerter machen und die Regie über Ihr nächstes Lebensumfeld zurückgewinnen?
Das Buch beschreibt Konzepte und konkrete Strategien für einen nachhaltigen Städtewandel und reflektiert die Spannungsfelder einer urbanen Transformation. Es kann sich dabei auf die Erfahrungen aus einem groß angelegten Realexperiment in Köln stützen: Seit 2013 findet dort jährlich der „Tag des guten Lebens“ statt. Ermöglicht durch eine unkonventionelle Allianz von Zivilgesellschaft, Institutionen und Anwohnern dient die Initiative als transformativer Taktgeber und Katalysator in einem komplexen Prozess, der die Stadt zum Gemeingut werden lässt. Das Buch beschreibt, wie Vertrauen und Kooperation in der Nachbarschaft gefördert und Schritte hin zu einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung eingeleitet werden.
Weitere Informationen zum Buch:
http://www.vas-verlag.de/media/content/Umfassende_Informationen_zum%20Buch_Urbane_Transformation.pdf
10. Apr. 2017 | Ehemaliges HSP Gelände, Stadtforschung & -entwicklung, URBANISTEN
Westlich der Dorstfelder Brücke wird auf dem ehemaligen HSP bzw. Hoesch Areal ein neuer Stadtteil entstehen. Uns Urbanisten interessiert das sehr, denn hinter unserem Garten kann ein zukunftsweisendes urbanes Quartier wachsen und historische Strukturen können sinnvoll umgenutzt werden. Deswegen möchten wir den öffentlichen Diskussionsprozess über die Flächenentwicklung starten. Wir Urbanisten denken, je frühzeitiger man dies tut, desto besser können alle Interessierten ihre Ideen und Informationen einbringen.
Den ersten Aufschlag gab es dazu im Nordwärts Quartierscafé im Haus der Vielfalt Ende 2016, den wir moderiert haben. Dabei ging es hauptsächlich darum, die Menschen im Quartier zu informieren und zu schauen, welche Themen dabei angesprochen werden. Weil viele Leute Interesse an der Entwicklung des riesigen Gebiets zeigten, haben wir Urbanisten einen Beteiligungsprozess organisiert und arbeiten regelmäßig mit einer offenen Arbeitsgruppe am Thema.
Nach Informationen zu Geodaten, historischen Plänen, Luftbildern etc. möchte die Arbeitsgruppe 2017 die Idee von Möglichkeitsräumen mit allen Interessierten weiterentwickeln. Wir denken, dass man durch Interventionen in den öffentlichen Raum, und pionierartige Aneignung von Freiräumen und Flächen, viel zur sozialen und innovativen Stadtentwicklung beitragen kann.
Beim Info-Abend im April 2017 haben wir Urbanisten zum zweiten mal alle Interessierten und die Stadtverwaltung eingeladen, sich über den Planungsprozess auszutauschen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man diesen bereits heute durch Zwischennutzungen gestalten kann. Knapp 60 Menschen haben sich in der Werkhalle zu den Themen IGA, Wohnen, Standortanalyse und Möglichkeitsräume ausgetauscht.
Im Sommer 2017 werden wir die Öffentlichkeitsarbeit für die Ideen aus dem Quartier entwickeln und mit dem neuen Eigentümer in Kontakt treten, um auszuloten, was wirklich möglich ist und wann temporäre Öffnungen von Teilflächen realisiert werden können. Die offene Arbeitsgruppe HSP und die Urbanisten werden sich um die Umsetzung von Zwischennutzungen kümmern insofern es Interessierte Nutzer gibt. Wir sind gespannt!
Kommende Termine findet Ihr unter „Mitmachen“
Wir laden alle ein, mitzumachen, Informationen und Ideen mit anderen zu teilen und kreative Nutzungen auszuprobieren.
Bildquellen: Union Gewerbehof, die Urbanisten e.V. und Ausschnitte aus dem Entwurf 02 im Master Raumplanung: Planernachwuchs entwirft Zukunft: Informeller Urbanismus (Stephan Willinger, Pävi Kataikko-Grigoleit), Team: Elise Carletto, Linda Hinz, Carina Perdux und Amir Schulte
2. Apr. 2017 | Urban Gardening & Farming
Das Bedürfnis der Menschen gemeinschaftlich im (halb)öffentlichen Raum zu gärtnern wächst stetig. Das zeigen die vielen Initiativen, die wir auf der Plattform urbaneoasen.de 2013 vernetzt haben. Nach zwei Gartenprojekten in der Nordstadt und westlich der Dorstfelder Brücke, planen wir Urbanisten deshalb im Sommer 2017 in Kooperation mit der Bezirksvertretung Innenstadt-West und den Nutzern des Heinrich-Schmitz-Bildungszentrum im Westpark einen Gemeinschaftsgarten anzulegen und das erste Gemüse großzuziehen. Dafür haben wir beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit einen Antrag im Rahmen der Kurzen Wege für den Klimaschutz gestellt. Seit letztem Jahr trifft sich eine offene Gruppe Interessierter, die Lust haben, den Gemeinschaftsgarten mit aufzubauen und zu betreiben.
Wer Interesse hat, mitzumachen, meldet sich! westgarten.dortmund@gmail.com
13. März 2017 | Upcycling & Do-It-Yourself
Endlich ist es soweit: Fernab von Massenkonsum und Wegwerfgesellschaft eröffnen wir euch in der Urbanisten-Manufaktur von nun an handfeste Möglichkeiten zum selber machen. Auf 100m² Fläche bieten wir am Union Gewerbehof in Dortmund eine professionell eingerichtete aHolzwerkstatt mit Maschinen, Arbeitsplätzen, Werkzeugen und vielem mehr. Die Manufaktur ist ein Ort für alle, die gerne handwerklich arbeiten möchten, Neues lernen wollen oder einen Raum für Ihre Ideen suchen.
Nachdem wir im Oktober 2016 die Einweihung der neuen Urbanisten-Manufaktur gefeiert haben, geht es nun richtig los! Wir freuen uns riesig darüber, die Offene Werkstatt ab sofort jeden Samstag von 10.00 bis 18.00 Uhr für alle Interessierten zu öffnen. Außerdem vermieten wir ab jetzt auch Werkzeuge und Maschinen für den privaten Gebrauch. Die nächsten freien Termine in der Offenen Werkstatt findet ihr unter MITMACHEN. Wir möchten zukünftig auch weitere Öffnungstage ermöglichen und freuen uns auf helfende Hände, die beim Aufbau und der Weiterentwicklung der Offenen Werkstatt mitwirken wollen. Hier erfahrt ihr alles Weitere über die Angebote, die Ausstattung, Öffnungszeiten und Tarife.