Jugend findet Stadt – Ergebnisse eines Schüler*innenpraktikums bei den Urbanisten

Wir sind die zwei Schülerpraktikant*innen Allegra und Lou und wurden bei diesem dreiwöchigem Projekt von Svenja Noltemeyer unterstützt und begleitet. Wir haben uns drei Wochen mit dem Projekt „Jugend findet Stadt“ auseinandergesetzt und erarbeitet, wo die Dortmunder Innenstadt Raum für Jugendliche bietet und wie Räume sein müssten, damit sie von Jugendlichen genutzt werden.

 

Unsere Wünsche

Wir wünschen uns einen Ort, an dem wir uns wohl fühlen. Wir sind überzeugt, dass sich mehr Orte für Jugendliche positiv auf die Gesundheit und Psyche auswirken würde. Es könnten sich neue Freund:innen finden und viele unterschiedliche Menschen könnten zusammen kommen. Auch ausgrenzte Mobbingopfer, Menschen, die was Schlimmes erlebt haben, könnten schöne Erfahrungen machen und die Bindung zu anderen stärken. Ein etwas älterer cooler Mensch könnte aufpassen, dass niemand gemobbt wird oder was anderes Doofes passiert. Orte sollten so gestaltet sein, dass niemand Angst haben muss. In einem Café könnten Infoflyern zu Hilfsangeboten liegen. Ein Trinkbrunnen könnte dafür sorgen, dass man genug trinkt. Ein Garten in dem man was anbaut, könnte den Zusammenhalt stärken. Es könnte Tiere geben, um die man sich kümmern kann. An dem Ort müsste man seine Hobbies ausleben können (Skaten, Fußball, Basketball, Zeichnen). Eigentlich müsste es auch mehrere Orte für Jugendliche geben, damit einzelne nicht überfüllt und laut sind. Zudem könnte der Eindruck der Stadt verbessert werden, wenn man sieht, dass etwas für Jugendliche getan wird.

 

Unser Projekt

Wir haben uns mit dem Berufsfeld Stadtplanung auseinandergesetzt und eine Ortsanalyse im Praktikum durchgeführt. Daraus haben wir verschieden Ideen entwickelt. Als erstes haben wir uns mit dem Thema „öffentlicher Raum“ beschäftigt. Jugendliche in der Innenstadt zu befragen ist schwierig, da man kaum welche sieht. Nahezu alle Jugendlichen kommen per ÖPNV in die Innenstadt. Haltestellen sind daher wichtige Orte. Die Abbildung zeigt den von uns markierten öffentlichen Raum in der Innenstadt sowie die fünf Haltestellen: Hauptbahnhof, Stadtgarten, Reinoldikirche, Kampstraße und Dortmunder U. Als Methoden für die Analyse haben wir die Umfrage und die Ortsbeobachtung gewählt.

 

Umfrage

Als erstes haben wir eine Umfrage gemacht und uns speziell an junge Menschen gewendet, um deren Meinung, Erfahrungen und Wünsche mit in unser Projekt mit einbeziehen zu können. Wir haben insgesamt 20 Leute im Alter von 12-28 Jahren in der Dortmunder Innenstadt befragt.

Was waren die Fragen?

Wir haben die Leute gefragt: Wie alt sie sind, was ihr Geschlecht ist, aus welcher Gegend sie ungefähr kommen, was ihre Hobbys sind, wie sie angereist sind (Fahrrad/laufen/Bus & Bahn welche Haltestelle?), wo man sich in der Innenstadt aufhalten sollte, wo man nicht unbedingt hingehen sollte und zu guter Letzt was sie sich für die Dortmunder Innerstadt noch wünschen würden.

Was sind die Ergebnisse?

Es stellte sich raus, dass es kaum Aufhaltmöglichkeiten für jugendliche und junge Menschen im öffentlichen Raum gibt. Die Befragten äußerten verschiedene Wünsche wie mehr Grünflächen und Mülleimer sowie längere Öffnungszeiten und sichere Aufhaltmöglichkeiten für Jugendliche im öffentlichen Raum. Sie äußerten noch, dass sie gerne einen eigenen Treffpunkt haben wollen wo keine Junkies, Trinker oder Ordnungsamt sind. Die Umgebung Hauptbahnhof fühlt sich nicht sicher an, aber der Hauptbahnhof ist der Ort, an dem man ankommt. Ein Ort mit vielen Sitzmöglichkeiten wäre toll, da Bänke meist vereinzelt irgendwo stehen und man sich dort schlecht treffen kann.

Zusammengefasst: Die befragten Jugentlichen wünschen sich einen Ort wo sie nur für sich sind wo sie genug Sitzmöglichkeiten haben und wo sie sich Sicher und geschützt fühlen.

 

Ortsbeobachtung

Als zweites haben wir eine Ortsbeobachtung gemacht, um die Besonderheiten der einzelnen Orte zu entdecken. Wir sind zu zweit an die genannten Orte gegangen und haben auf die verschiedenen Kriterien geachtet und unabhängig von einander unsere Eindrücke aufgeschrieben und im Anschluss miteinander verglichen. Dies sind die Kriterien, die wir beachtet haben:

  • Stadtgeräusche – Was hört man?
  • Gerüche – Was riecht man?
  • Was für Bäume findet man vor?
  • Was gibt es für Grünflächen?
  • Symbole und Streetart im öffentlichen Raum.
  • Welche Menschgruppen sieht man?
  • Wie bewegen sich die Menschen?
  • Bodenmaterial – Aus welchem Material ist der Boden?
  • Architektur – Welche Häuser gibt es?
  • Was für Sitzmöglichkeiten gibt es?
  • Fühl ich mich wohl fühl ich mich nicht wohl?

 

Was sind unsere Erfahrungen?

Am Hauptbahnhof ist es laut und voll. Es riecht nach Urin und anderen unangenehmen Gerüchen. Die Bäume stehen in Reihe und sind sehr dünn. Es gibt Büsche, Sträucher und Wiesen an der Straße. Man sieht viel Markensymbole, Schilder, BVB-Flaggen, Graffiti- und Tags. Es gehen einzelne Reisende in den Bahnhof, Punks (Wiese an Bibliothek), Junkies und Obdachlose (unter der Treppe zur S-Bahn) halten sich im öffentlichen Raum auf. Die meisten Reisenden bewegen sich schnell in den Bahnhof oder gehen Richtung Innenstadt.  Sie achten kaum auf andere. Anderen Menschen sitzen und stehen rum oder essen etwas. Der Raum ist geprägt durch Stein, Beton und Asphalt. Um den Bahnhof gibt es viele hohe Häuser. Es fallen ins Auge: das Fußballmuseum, die Bibliothek und die Treppe. Es gibt wenige kleine verdreckte Sitzsteine draußen und Bänke in Wartebereichen im Bahnhof. Auf der großen Treppe wurde auch gesessen.

Wir fühlen uns unwohl. Man hat Angst belästigt, beschimpft oder kontrolliert zu werden. Es wirkt insgesamt unsauber, gestresst, bedrohlich und unangenehm. Der schlechte Ruf des Hauptbahnhofs bestätigt sich.

 

Am Stadtgarten quietschen dauerhaft die Türen des Stadtbahngebäudes wenn Menschen rein uns raus gehen. Man hört Auto es, Menschen, Bauarbeiten (inkl. Deren Musik) und Vögel. Man riecht Wiese, Baustelle und Abgase. Es gibt viele unterschiedliche große und kleine Bäume.  Es gibt viel Wiese, Beete und Büsche. Es gibt Graffitis am Skateplatz, Symbole auf den Gullis und vereinzelt Sticker auf den Mülltonnen. Es gibt Mütter mit Kinderwägen, einzelne ältere Menschen und andere vereinzelte Menschen, die sich langsam und entspannt bewegen. Es gehen Menschen spazieren (Hunderunde) und Menschen zur Haltstelle oder von weg (in den Park und in die Innenstadt). Es gibt viel Wiese, Asphalt und Steine. Es gibt viele hohe Häuser rund um den park und im Stadtgarten das Stadtbahngebäude. Es gibt Bänke (insbesondere rund um den Brunnen), Tischsitzgruppen, Rampen, Treppen und Mauern zum Sitzen.

Man fühlt sich wohl, aber die Bauarbeiter-„Ballermusik“ und die Straße wirken störend. Der Ruf des Stadtgartens mit seinen Junkies wirkt beunruhigend.

 

An der Reinoldikirche hört man Autos und LKW’s die vorbeifahren, Menschen, Hundegebell, Räder die vorbeifahren, Bauarbeiter. Auch hört man die Tauben, da dort sehr viele sind. Man riecht vereinzelt Rauch und an der Kirche riecht es nach Müll. Man sieht vereinzelte kleine und große Bäume. Die Beete sind kahl und voll Matsche. Die Kirche ist bemoost. Als Symbole sieht man die Kletterbuchstaben mit Tags und Graffitis, die Schrift auf den Betonklötzen, die Gullis mit Beschriftung und die Namen der Läden. Man sieht vereinzelte Menschen von jung bis alt, viele Kinderwägen, Ladeninhaber, Bauarbeiter und Ordnungsamt. Ein Mensch saß auf der Treppe und schaute in sein Handy. Die Menschen bewegen sich sehr unterschiedlich (schnell und langsam, hin und her, warten, sitzen in Cafés). Steine (viele verschiedene) und Asphalt prägen den Raum. Es gibt viele Löcher und Unebenheiten und verschiedene Böden. Es gibt die Kirche und die drumherum liegenden höheren Häuser mit den Läden und Wohnungen und Cafés. An und den kletterbuchstaben kann man sitzen sowie auf den Treppen und der Mauer.

Man fühlt sich wohl aber es ist ungepflegt. Auf dem großen Platz hält sich niemand auf, da es auch keine Sitzmöglichkeiten gibt. Richtung Norden an der Halstestelle sieht es schöner aus als auf dem Platz an der Reinoldikirche.

 

An der Kampstraße hört man Fahrräder, Menschen, Autos, Roller, Musik, Flaschen klirren, Kirchenglocken und Kofferrollen. Man riecht nichts bzw. Rauch. Es gibt kleine dicke kahle Bäume und einzelne große Bäume. Auf den kleinen Grünflächen sind Sträucher/Büsche und es gibt viele „Matschbeete“. Man sieht Schilder der Läden, es gibt eine Skulptur mit zwei Menschen und auf den Stromkästen Tags und Pieces. Die Menschen stehen und gehen vereinzelt oder zu zweit. Jeder hat sein eigenes Tempo (schlendern, schnell durchgehen, betteln, Gassi gehen, in die Schaufenster gucken). Der Boden ist oft kaputt, wirkst unfertig und es gibt verschiedene Materialien. Es gibt große Gebäude mit Läden. An der Ecke ist ein auffälliger Leerstand mit Rattenfallen. Alte Männer sitzen auf Steinen, ansonsten gibt es nur ungemütliche Mauern zum Sitzen.

Man fühlt sich relativ wohl. Es ist laut und unruhig.

 

Am Dortmunder U hört man Autos und Tauben. Durch die große Fläche leise Stimmen. Es wirkt leer und gedämpft. Ab und an hört man Polizeisirenen und Krankenwagen. Im U hört man Menschen und Geräusche der Kunstwerke (Videos etc.). Draußen riecht man Abgase. Es gibt einen rieseigenen Baum sonst keine Grünflächen bzw. die nicht grünen Wiesen innerhalb der Mauern. Man sieht Tags auf den Böden, Graffitis und das große U. Es laufen Gruppen (Schüler:innen, Student:innen) herum, die gechillt und nicht in Eile wirken. Der Boden besteht aus großen Steinplatten. Es gibt hohe Gebäude, oft mit Wohnungen. Als Sitzmöglichkeiten drinnen Bänke im rotzen Raum und draußen vereinzelt Steinbänke und Steinmauern um die Bäume.

Es ist schön, aber die Straße nervt gewaltig.

 

Fotos

Als drittes haben wir Fotos der fünf Orte erstellt und bearbeitet. Die Fotos bewerten die Orte und stellen Fragen zu Dingen, die wir gesehen haben, um auf bestimmte Sachverhalte hinzuweisen: Was ist uns ins Auge gefallen, was kann man verbessern? Die Fotos haben wir selber erstellt und auf dem Handy in Snapchat bearbeitet.

 

Ideen

Wo kann Jugend Stadt finden? Das haben wir uns gefragt und nach der Analyse Ideen entwickelt. Wir haben die Ideen in verschiedenen Methoden dargestellt:

  • in einer Fotomontage
  • in einer Skizze eines utopischen Ortes, die wir am Computer hergestellt haben, und
  • einer Geschichte, die von einem Ort erzählt, den wir uns wünschen

 

Beispielort

In der Ortsbeobachtung haben wir festgestellt, dass es keine guten Sitzmöglichkeiten an der Reinoldikirche gibt. An der Kirche haben wir schöne Nischen entdeckt. Hier könnte man gut sitzen.

 

Utopie

Eine Utopie zeigt einen Ort, den es noch nicht gibt, den man sich aber wünscht. Wir haben zwei Utopien gezeichnet.

Geschichte

Um Menschen zu ermöglichen, eigene Bilder eines Ortes (im Kopf) zu erstellen, haben wir eine Geschichte geschrieben, die eine sichere Umgebung und einen Weg eines Jugendlichen zeigt:

Heute besuche ich mal wieder meine Mutter in Dortmund. Ich reise mit dem Zug an, darauf freue ich mich immer sehr, da man auf dem Weg immer sehr viele schöne neue Sachen zu gucken hat. Als ich angekommen bin, steige ich aus dem Zug aus und folge den Schildern die mir deutlich zeigen wo ich lang muss, um nach draußen zu kommen. Ich folge also den Schildern, die mich die Treppen runterführen. Sie bringen mich in einen großen offenen Durchgang, wo tolle Sitzmöglichkeiten in der Mitte sind. Dort setze ich mich erstmal hin und schreibe meiner Mutter, dass ich sicher angekommen bin. Ich blicke von meinem Handy hoch und sehe sehr schöne und interessante Kunst an der Wand. Danach stehe ich auf und finde mit Leichtigkeit den Weg nach draußen. Ich gehe an den schön sauberen Läden und Rezeptionen vorbei durch die Tür nach draußen. Als ich raus komme scheinen mir sofort die warmen schönen Sonnenstrahlen ins Gesicht und ich rieche den Duft von Blumen. Gut gelaunte Menschen laufen mir über den Weg, während Ich weiter Richtung Innenstadt laufe. Als ich an der Straße angekommen bin, die direkt gegenüber dem Bahnhof ist, gucke ich ob ein Auto kommt. Dabei fallen mir die schönen großen grünen Bäume und die bunten schönen Blumen auf, die in der Abtrennung der beiden Straßen wild wachsen. Überall sitzen Menschen auf Bänken und unterhalten sich. Ich überquere die Straße und mache mich auf den Weg weiter zu den Treppen geradeaus, die in die Innenstadt führen. An den Treppenenden bemerke ich dabei kleine Wasserflüsse, die die Treppe hinunterlaufen. Ein kleiner Vogel hat es sich an dem Rand gemütlich gemacht. Als ich oben an den Treppen angekommen bin, drehe ich mich um und lasse meinen Blick nochmal über die blumige bewachsenen wiesen neben dem Gehweg schweifen. Ich hole aus meiner Tasche einen Riegel raus, während ich mich auf dem Weg zur Kampstraße mache. Als ich den Riegel aufgegessen habe dauerte es auch nicht lange, bis ich einen Mülleimer gefunden habe, wo ich den Müll entsorgen konnte. Dabei ist mir das lustige bunte Design auf ihm aufgefallen. Ein paar Minuten zu Fuß war ich auch schon an der Bahnstation angekommen.

 

Trash Up! Sommerfestival 2023 – Rückblick auf Netzwerktreffen 2 und 3

Am 19.08.23 findet das diesjährige kollaborative Trash Up! Sommerfestival im Union Gewerbehof statt – mit interessierten und engagierten Personen und Gruppen aus Dortmund möchten wir einen facettenreichen, informativen und lustvollen Tag rund um das Thema Nachhaltigkeit gestalten. Dafür setzen wir uns regelmäßig an wechselnden Orten zu Netzwerktreffen zusammen, tauschen uns aus, vernetzen uns und denken gemeinsam über die Inhalte des Festivaltages nach.

Die letzten beiden Treffen fanden am 8.12 im Projekttor und am 16.02 bei Frau Lose statt. Hier ein kurzer Einblick!

Am 8.12 hatten wir das Glück von Agora Köln mit einer knackigen Workshopidee unterstützt zu werden. Wir veranstalteten eine “Schnibbeldisko” – bereiteten also, während wir gezielt über den Festivaltag sprachen, leckere Salate zu. Nach dem Motto “Essen verbindet” kam so nicht nur ein großartiges Buffet zustande, sondern es konnten auch zahlreiche spannende Ideen für den Festivaltag generiert werden.

Diese und auch schon die Ergebnisse aus dem ersten Treffen im Oktober, nahmen wir zum dritten Netzwerktreffen bei Frau Lose am 16.02 mit. In der gemütlichen und anregenden Athmosphäre des Unverpacktladens auf der Rheinischen Straße kamen sowohl Menschen aus den ersten beiden Treffen, als auch wieder einige neue Gesichter/Personen/Initiativen dazu, um über die bisherigen Vorschläge zu beraten und neue Ideen und Perspektiven einzubringen. Sowohl einzelne interessierte Personen, als auch Vereine, Institutionen oder andere Gruppen sind mittlerweile in den Planungsprozess involviert und konnten interessante Impulse geben und miteinander ins Gespräch kommen. Dieser Prozess ist weiterhin offen – wir freuen uns sehr über weitere Stimmen, die Lust haben Teil des Planungsnetzwerkes zu werden und den 19.08 gemeinsam mit uns und anderen Engagierten zu gestalten!

Noch mehr zum Projekt erfahrt ihr hier https://dieurbanisten.de/urbanisten-projekt/trashupsommerfestival/

Das nächste Treffen findet am 20.04 von 18.00 bis 20.00 Uhr im Union Gewerbehof statt. Anmeldung gerne hier: https://dieurbanisten.de/termine/netzwerktreffen-4-im-union-gewerbehof/

Habt ihr Interesse mitzuwirken oder zumindest über den Verlauf der Planung auf dem neusten Stand gehalten zu werden? Schreibt uns auf folgende Email-Adresse: netzwerk-unionviertel@dieurbanisten.de

Link zum Projekt: https://dieurbanisten.de/urbanisten-projekt/trashupsommerfestival/

Eine Förderung erfolgt durch das Programm „Kreativ.Quartiere Ruhr“ durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und wird umgesetzt von der ecce – european centre for creative economy GmbH. Drittmittel kommen von der Bezirksvertretung Dortmund Innenstadt-West.

Cowiki reloaded – das Jahr im Überblick!

Darum geht´s!
In vielen gemeinnützigen Vereinen, Bildungseinrichtungen und anderen zivilgesellschaftlichen Initiativen werden diverse Inhalte über „Selbermachen“ verlebendigt: Begreifen, lernen, entwickeln, bauen und basteln, indem man selbst Hand anlegt und sich praktisch mit Werkzeug und Materialien auseinandersetzt. Standards und Praxishilfen für diejenigen, die andere Menschen in die Handhabung von Werkzeugen, Maschinen und sonstigen Ressourcen einweisen, sind jedoch kaum öffentlich verfügbar und werden von den Akteur*innen bisher aufwendig und dezentral selbst erstellt.
Hier setzt „CoWiki reloaded“ an. Gemeinsam mit Expert*innen aus dem Netzwerk Offener Werkstätten werden im Rahmen des Projekts Grundlagen für einen “Gold-Standard“ zum sicheren Arbeiten mit Werkzeugen, Maschinen und Werkstoffen erarbeitet. Zusammen mit Partnerwerkstätten entstehen praxisorientierte und modular anpassbare Bildungmaterialien, die als Open Educational Ressources zur freien Verfügung gestellt werden.
Ideenfindung & Protoyping
In den ersten Monaten der Projektarbeit beschäftigten wir uns zunächst mit dem Sammeln und Strukturieren von Wissen: Durch den intensiven Austausch mit Partnerwerkstätten, Internetrecherchen, der Sichtung verschiedenster Materialien aus individueller werkstatteigener Hand oder offiziellen Institutionen wie der Berufsgenossenschaft entstand so ein reicher Pool an diversen Informationen zu verschiedensten Teilbereichen des Werkstattlebens. Schnell wurde uns klar, dass dieses Wissen in eine ganz eigene Form gebracht werden muss, die an die Bedarfe verschiedener Orte des Selbermachens angepasst ist. Handlich, übersichtlich, umfassend, bunt! In zahlreichen Arbeitstreffen mit Expter*innen aus dem Netzwerk u.a. bei dem Sommercamp der Offenen Werkstätten und einem dreitägigen Workshop in Dresden entstanden Ergebnisse, die sich wirklich sehen lassen können.
Der Fächer: Lehr- und Lernmaterialien im eigenen Cowiki-Design
Schnell kam die Idee einer Handbuches in Fächerformat auf und wir entwickelten drei erste Prototypen für die Formatkreissäge, den Winkelschleifer und den Akkubohrer. Die Kombination aus einer einfachen und strukturierten Wissensaufbereitung und einer ganz eigenen Symbol- und Bildsprache, die sich an den herkömmlichen Sicherheitshinweisen orientiert, diese aber um Witz und poppige Ästhetik erweitert, hat uns viel Mühe gekostet. Wir sind sicher, damit einen großartigen Grundstein für ein ganzes Universum an Wissensmaterialien geschaffen zu haben, denn die inhaltliche und optische Struktur der Fächer lässt sich auf viele andere Maschinen, Werkzeuge oder andere Bereiche übertragen. Neben dem Fächer haben wir u.a. auch erste Schritte in Richtung Video-Tutorials gewagt und dabei wegweisende Grundstrukturen für die Weiterarbeit daran erzielt.  Die Idee hierbei ist, ein Netzwerk aus Wissen, bestehend aus dem Fächer, Video-Tutorials, einem freizugänglichen kollaborativen Online-Wiki und einem Fort- und Weiterbildungsprogramm zu schaffen!
Das Netzwerk wächst!
Ein weiterer elementarer Teil des Projektes war es, das Netzwerk von Orten des Selbermachens zu stärken und gemeinsam darüber nachzudenken, was es über Bildungsmaterialien hinaus noch braucht um die Arbeitsqualität an solchen Orten besser zu machen. Dabei haben wir sowohl in digitalen als auch in Treffen in Präsenz festgestellt, dass der Austausch über Erfahrungen und Unsicherheiten von  anleitenden Personen aus Orten des Selbermachens unglaublich bereichernd und wichtig ist. Da das Projekt nächsten Jahr glücklicher Weise weitergehen wird, werden wir die Ergebnisse aus diesen Arbeitssessions in den nächsten Monaten in konkrete Formate für Weiterbildungsformate für Anleiter*innen überführen und so das Arbeiten an Orten des Selbermachens für alle hoffentlich sehr bereichern!
Mehr Infos gibts hier!
Wir sagen Danke!
Das CoWiki reloaded Team dankt allen bisher beteiligten Expert*innen aus den verschiedenen Orten des Selbermachen! Es war uns eine Freude mit euch zu arbeiten und wir sind gespannt, was wir nächstes Jahr alles gemeinsam auf die Beine stellen!

Konglomerat Dresden https://konglomerat.org/

SLUB Makerspace Dresden https://www.slub-dresden.de/mitmachen/slub-makerspace

Das Habitat Augsburg https://das-habitat.de/

Hobbyhimmel Lübeck https://hobbyhimmel.de/

Werkbox-VS Villingen-Schwellingen https://www.werkbox-vs.de/

B-Side Münster https://b-side.ms/

Verbund Offener Werkstätten e.V. Berlin https://www.offene-werkstaetten.org/

ZAM Erlangen https://zam.haus/

 

Gefördert wird das Projekt CoWiki reloaded durch:

      

Nutzungskonzept für Klimagarten fertig

Die Stadt Schwerte plant einen Klimagarten als Teil der internationalen Gartenausstellung 2027. Der Klimagarten soll auf einer Fläche in Schwerte Wandhofen entstehen und umfasst die Themenkomplexe Klimaschutz, Klimaanpassung und Biodiversität. Doch bevor das Landschaftsarchitekturbüro Förder an die räumliche Planung gehen konnte waren die Urbanisten gefragt. In einem Beteiligungsprozess konnten die Schwerter Bürger*innen ihre Ideen und Anliegen einbringen, die dann in einem Nutzungskonzept für den Klimagarten mündeten.

Die Urbanisten organisierten insgesamt 5 Veranstaltungen: Zwei davon fanden auf dem Gelände des zukünftigen Klimagartens statt, um während des Austauschs einen Überblick auf die Lage, Größe und Beschaffenheit der Fläche zu ermöglichen. Zwei Veranstaltungen fanden in der Rohrmeisterei statt, wovon eine eher an die unmittelbare Nachbarschaft, die andere an die gesamte Schwert Bürgerschaft sowie aktive Initiativen gerichtet war. Es fand ein reger Austausch statt und es wurde eine Vielzahl an thematischen Anregungen aufgenommen. Diese reichten von allgemeinen Themenvorschlägen bis zu konkret ausgearbeiteten Vorschlägen für einzelne Nutzungselemente, Veranstaltungen oder zur Organisation des Gartens nach Fertigstellung. Die Ergebnisse des Prozesses wurden ausgwertet und in flossen in ein Nutzungskonzept, welches als Basis für die weitere Planung dient.

Das Konzept des Klimagartens setzt auf Umweltbildung durch niederschwellige und praktische Erfahrbarkeit klimarelevanter Themen. Es soll ein multifunktionaler Garten entstehen, der sich in vorhandene grün-blaue Infrastrukturen einfügt und für die Erfordernisse rund um den fortschreitenden Klimawandel im Allgemeinen sowie für die Stadt Schwerte im Speziellen sensibilisiert. Bestandteile des Klimagartens sollen u.a. die Anlage von artenreichen und klimaangepassten Anpflanzungen zum Erhalt und zur Förderung der Biodiversität, die Anlage von Flächen zur Erprobung des nachhaltigen Gärtnerns, die Anlage eines multifunktionalen Pavillons sowie die Schaffung von Aufenthaltsqualität sein. Außerdem soll der Klimagarten unmittelbar vor Ort zu einer Verbesserung des Mikroklimas, einer Attraktivierung des Anschlusses an den Ruhrtalradweg sowie zur allgemeinen Verbesserung der Freizeit- und Erholungsqualität beitragen und sich dabei in den Bestand einfügen. Der Klimagarten soll

Das fertige Nutzungskonzept auf mitmachstadt.schwerte.de

 

Trash Up! Sommerfestival 2023 – Rückblick auf das erste Netzwerktreffen

Am 27.10.2022 fand das erste Netzwerktreffen im Rahmen des kollaborativen Trash Up! Sommerfestivals 2023 statt. Ca. 15 Personen haben sich in unseren Räumen an der Rheinischen Straße zusammengefunden um sich kennenzulernen und gemeinsam über Gestaltungsmöglichkeiten des Festivals zu reden. Ziel war es, ins Gespräch zu kommen und zu erforschen, welche Vorstellungen, Erfahrungen und Ressourcen von den Beteiligten mitgebracht werden.

Von Frau Lose bekocht und in angenehm plauschiger Atmosphäre, taten sich so einige erste spannende Ideen hervor. Die Motivation sich im Unionviertel für das Thema Nachhaltigkeit  zu engagieren war ebenso groß, wie die Spannbreite der Skills, mit denen sich eine jede Person einzubringen wüsste. Ob Organisation, Öffentlichkeitsarbeit, handwerkliche oder künstlerische Workshopskills oder der bloßer Gestaltungswille: Der Auftakt war in jedem Falle ein voller Erfolg und die Stimmung des Abends lässt auf ein produktives Wiedersehen der Beteiligten bei dem zweiten Netzwerktreffen am 8.12.2022 im Projektor, Westenhellweg 136, Dortmund.

Wichtig ist uns: Wir befinden uns erst im Kennenlernprozess! Für alle, die beim ersten Treffen nicht dabei waren gilt: Kein Problem! Wir freuen uns euch beim zweiten Treffen zu sehen!

Am 8.12. werden wir uns weiter kennenlernen und Ideen schmieden. Dieses mal werden wir selbst für unsere Verpflegung sorgen und gemeinsam Salate zubereiten und anschließend essen.

Mehr Infos und Anmeldung für zum zweiten Treffen hier: https://dieurbanisten.de/termine/netzwertreffen-2/

Habt ihr Interesse mitzuwirken oder zumindest über den Verlauf der Planung auf dem neusten Stand gehalten zu werden? Schreibt uns auf folgende Email-Adresse: netzwerk-unionviertel@dieurbanisten.de

Link zum Projekt: https://dieurbanisten.de/urbanisten-projekt/trashupsommerfestival/

Eine Förderung erfolgt durch das Programm „Kreativ.Quartiere Ruhr“ durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und wird umgesetzt von der ecce – european centre for creative economy GmbH. Drittmittel kommen von der Bezirksvertretung Dortmund Innenstadt-West.

FANCY PEANUTS | Mural an der Rheinischen Straße 66

Im Auftrag der Eigentümer*innen haben wir mit Oliver Mark aka FANCY PEANUTS und in Kooperation mit dem evangelischen Kindergarten “Kinder unterm U” ein Fassadengestaltung umgesetzt. Im unteren Bereich finden sich die mit den Kindern entwickelten Motive wieder, die gekonnt in Einklang mit der Typographisches Collage gesetzt wurden.

Künstler: FANCY PEANUTS | www.instagram.com/fancy_peanuts

Projektleitung: David Kory

 

ZEIT ZU HANDELN | Künstlerische Gestaltung an der FH Dortmund

No Exit: Es ist Zeit zu handeln. Diese Erkenntnis trieb das Team des CSR-Office der FH Dortmund um. Welche Rolle spielt die FH Dortmund und wie kann die FH Dortmund als Institution, aber auch ihre Angestellten und Studierenden nachhaltiger werden und einen Beitrag leisten?

In einem Workshop sind wir diesen Fragen nachgegangen und haben Bilder entworfen, die Probleme und Lösungen aufzeigen und symbolisierend darstellen sollen. Diese Bilder hat Paul Manzey aka. Pepe Peps dann in seinen Stil transformiert und zu einem Entwurf gegossen.

Die Einzelmotive des Entwurfs bilden dabei drei Gruppen. Diese repräsentieren den Ist-Zustand (Anthrazit, Sand und Weiß), die Transformation (Orange) und das Ziel (Grün). Die Farben entstehen hierbei aus der Umgebung: Das Orange der FH Dortmund, das Grün des Kupferdachs, das Anthrazit der Dachrinnen und Regenabflussrohre und die Sandfarbe der Fassade. Dazu ein abgetöntes Weiß für helle Akzente.

Der Aktienkurs: Die anthrazitfarbenen Aktienkurse stehen für unser naturgefährdendes Wirtschaftssystem, das wir zu einem nachhaltigen System umbauen müssen. Das funktioniert nur, wenn wir die Natur – den Baum – nicht zerstören. Der orangene Graph zeigt die Richtung dieser positiven Transformation: hin zur grünen, gesunden Wurzel.

Die FH und der Spiegel: Selbstreflektion: Die FH beobachtet sich selbst, ihre Aktionen und deren Wirkungen. Der grüne Schimmer im orangenen Spiegel deutet an, dass die FH auf dem richtigen Weg ist.

Das Auge und die Glaskugel: Im Auge brennt die Flamme der gegenwärtigen Katastrophen. Die Glaskugel jedoch zeigt die grüne Zukunft.

Das Buch und die Pflanze: Das wachsende Wissen der Hochschule und die Notwendigkeit von Wissen für den Prozess.

Das brennende Vogelhaus: Ein weiteres Symbol für die Notlage der Natur. Die löschenden Regentropfen repräsentieren die Hoffnung. Orange taucht hier nicht auf, denn der Einfluss der FH Dortmund ist nicht grenzenlos.

Der zugemauerte Notausgang: No Exit. Es gibt keinen schnellen, sicheren Ausweg. Wir alle müssen die Situation gemeinsam bewältigen.

“Zeit zu Handeln”: Das „H“ ist orange: Die FH ist bereit und mittendrin. Die Zeit rennt.

weitere Infos: https://www.fh-dortmund.de/news/wandbild-an-der-weisbachstrasse.php

Künstler: Pepe Peps | www.instagram.com/itspepepeps/

Projektleitung: David Kory

 

Emscher für Alle! – MalliGalli unter der Mallinckrodtbrücke

Neben Live-Musik, Skate-Action und Bar-Betrieb wurde mit Hilfe unterschiedlicher Planungsgrundlagen (Luftbilder, IGA-Informationen, Flyer EGLV u.a.) über Wünsche, Bedürfnisse, Möglichkeiten und Utopien miteinander diskutiert: Wie wollen wir zukünftig Leben? Der Kreativtisch der Aktion “Emscher für Alle” umfasste Perspektiven der Stadtverwaltung, Emschergenossenschaft, FH Dortmund, den Urbanisten und der Zivilgesellschaft. 

Am Ende konnten zahlreiche Anregungen in der Beteiligungsaktion festgehalten werden wie beispielsweise der Wunsch nach mehr Sichtbarkeit der Emscher abseits von Brücken. Das Gleiche gilt auch für den Emscherweg, an dessen Haupteinstiegsstelle an der Kreuzung Rheinische Straße mehr Informationen zu den „points of interest“ gegeben werden sollten. Allgemein sollte die Brücke zwischen Rheinischer Straße und Mühlenpfad dem Emscherkunstweg entsprechend kreativ gestaltet sein. Beispielsweise mit einer Rad-Repairstation als Brückenschlag zum Projektgarten, einer Kunstausstellung und Sportmöglichkeiten wie Basketball und dazu nötige Beleuchtung durch Lichtkunst. 

Ansässige Initiativen, Anwohner*innen und auch die FH-Dortmund mit dem Studiengang ARDEAS wünschen sich eine weitere und langfristige Einbeziehung in den weiteren Planungsprozess der Emscher im Rahmen der Planungen zur Internationalen gartenausstellung 2027 und wollen aktiv mitgestalten und mitreden. 

In einem Punkt sind sich jetzt aber schon alle einig: Die Aufenthaltsqualität an der Emser soll verbessert werden. Durch mehr Natur, Sitzmöglichkeiten, moderne Spielmöglichkeiten, Biergärten, sonnige und attraktive Treffpunkteund vor allem auch Raum zum Skaten – der nach der Schließung des DIY-Skateparks Utopia und der neuen Immobilie am Dortmunder U rar im Unionviertel geworden ist. Menschen sollen die neue Qualität der Emscher erleben können. Dabei ist zwingend auf den partizipativen Charakter von Aktivitäten und Investitionen zu achten. 

Neben dem Diskurs zur Zukunft der Emscher am Kreativtisch haben die Skateboardinitiative Dortmund in Kooperation mit uns, dem Urbanisten e.V., und zahlreichen Gäst*innen diese Utopien für einen Tag ein Stück weit gelebt: Besucher*innen konnten die Mini-Ramp mit ihren Boards erkunden, sich an der Bar mit Getränkne eindecken und sich tolle, lokale Musiker*innen live anhören.

An dieser Stelle auch nochmal ein großes Danke an die EGLV für Ermöglichung und Unterstützung dieser Veranstaltung, an die Skateboardinitiative Dortmund für die tollen neuen Bauten, an die super Musiker*innen, die alle eine super Show abgeliefert haben und all die tollen Menschen, wie die Vertreter*innen der FH Dortmund und der Stadt Dortmund, die diesen Tag mit ihren Inputs erst möglich gemacht haben.

 

Trash Up! Sommerfestival 2023 – Mach mit!

Trash Up! Sommerfestival 2023, der Name ist gesetzt, das Jahr auch, aber alles andere ist: völlig offen! Denn die Idee des nächstjährigen Trash-Up Festivals, welches bisher stets im Depot stattgefunden hat, ist die eines komplett kollaborativen Formats, zu welchem verschiedene Akteur:innen aus dem Unionviertel zusammenkommen können um die Inhalte für den Festivalzeitraum gemeinsam zu planen und umzusetzen.

Dass das Unionviertel voller Potenziale steckt, muss niemandem bewiesen werden, aber uns ist es ein Anlass, die jungen und alten aktiven Gesichter des Viertels wieder mehr miteinander zu vernetzen. Wer macht gerade was? Was für Expert*innen werkeln, grübeln und tüfteln in den Hinterhöfen des Quartiers an welchen spannenden Ideen und Projekten? Bis hin zum Sommer 2023 sind mehrere Netzwerktreffen geplant an denen wir uns austauschen, kennenlernen und über das gemeinsame Festival nachdenken können. Wir sind gespannt was sich bereits aus den ersten Treffen in diesem Jahr für tolle Ideen ergeben!

Habt ihr Interesse mitzuwirken oder zumindest über den Verlauf der Planung auf dem neusten Stand gehalten zu werden? Schreibt uns auf folgende Email-Adresse: netzwerk-unionviertel@dieurbanisten.de

Das erste Vernetzungstreffen findet am Donnerstag, 27.10.22, ab 18 Uhr im Hinterhof bzw. Seminarraum der Urbanisten in der Rheinischen Straße 137 statt. Falls Ihr kommen wollt, meldet Euch bitte kurz hier an, damit wir besser planen können: https://dieurbanisten.de/termine/netzwerktreffen-1/

Link zum Projekt: https://dieurbanisten.de/urbanisten-projekt/trashupsommerfestival/

Eine Förderung erfolgt durch das Programm „Kreativ.Quartiere Ruhr“ durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und wird umgesetzt von der ecce – european centre for creative economy GmbH. Drittmittel kommen von der Bezirksvertretung Dortmund Innenstadt-West.

Das grüne „Wochenende der Vielfalt“ hat die erste Biennale der urbanen Landschaft eröffnet

1. Biennale der urbanen Landschaft eröffnet: Großes Engagement für eine lebenswerte Region.
Die Biennale der urbanen Landschaft eint die Motivierten aller Disziplinen: 189 Akteur*innen, von der Graswurzel-Initiative bis zu den großen Playern der Metropole Ruhr, gestalten über 130 Veranstaltungen vom 10.-24.9.2022 am Wissenschaftspark Gelsenkirchen. Nach der großen Eröffnung mit dem „Wochenende der Vielfalt” steht jetzt die „Woche der digitalen Realitäten” auf dem Programm. Alle Veranstaltungen und Angebote sind kostenlos.

 

Schon am Freitag waren wir mit unserem Team am Wissenschaftspark in Gelsenkirchen und haben stapelweise Paletten, Bauholz und unsere mobile Werkstatt ausgeladen. Bis Samstagnachmittag wurden mit tatkräftiger Unterstützung der Besucher*innen Bühne, Sitzgelegenheiten und Radstation gebaut, die für die kommenden zwei Wochen den rund 180 Akteur*innen zur Verfügung stehen, die mit gemeinsamen Aktionen, Best-Practice-Beispielen und regen Diskussionen das Programm der ersten Biennale der urbanen Landschaft bereichern.

Bei der Eröffnung am 10. September formulierte es Peter Köddermann von Baukultur NRW treffend: Es geht bei der Biennale um nichts Geringeres als „die Frage, wie wir das Ruhrgebiet nicht nur als liebenswert erhalten, sondern auch als lebenswerte Region gestalten können“. Auch wir setzten genau an dieser Stelle an, um die Region nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten und vor allem Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Kunst und Kultur, Wirtschaft und Forschung und Bildung teilhaben zu lassen.

Gemeinsam mit dem Team von lala.ruhr, dem Regionalverband Ruhr und Martina Nies von Gemeinsam für Stadtwandel, haben wir daher in den letzten Monaten ein grünes und buntes Programm auf die Beine gestellt, das sich sehen lassen konnte und den Besucher*innen Möglichkeiten anbot zum diskutieren, debattieren, mitmachen, bauen, experimentieren und arbeiten. So stellte das „Wochenende der Vielfalt“ am 10. und 11. September einen gelungenen Auftakt für die Biennale dar.

Trotz des Regenwetters fanden am Samstag Planer*innen, Landschaftsarchitekt*innen, Umweltbildner*innen, Verwaltungsmitarbeitende, Wissenschaftler*innen und andere Stadtmacher*innen den Weg zum Wissenschaftspark und haben an Mitmach-Aktionen, Workshops, Diskussionen und Vorträgen teilgenommen und die Ausstellungen, wie unseren Mit-Mach-Stand zum Emscherumbau, besucht. Am Sonntag konnten dann bei strahlendem Sonnenschein auch die Exkursionen stattfinden.

Die produktive und positive Stimmung des Wochenendes bleibt sicherlich auch die kommenden zwei Biennale-Wochen bestehen und hoffentlich auch darüber hinaus. Denn alle Akteur*innen und Besucher*innen eint der Wunsch das Ruhrgebiet und seine Städte resilienter, umweltgerechter, grüner und klimaangepasster zu entwickeln und die vielen Ideen zu konkreten Lösungen werden zu lassen.

Zum Programm für die kommenden zwei Wochenenden der 1. Biennale der urbanen Landschaft www.lala.ruhr/biennale-programm

 

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Zukunft können wir nur gemeinsam!
Eine Stadt zu gestalten, in der wir gerne leben und die für alle wirklich gut funktioniert, ist alles andere als einfach. Deswegen kann das auch niemand allein schaffen. Die Biennale ist daher ein Gemeinschaftsprojekt. Die Umsetzung der Biennale erfolgt in enger Kooperation mit Baukultur NRW. Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW, der Regionalverband Ruhr sowie die E.ON Stiftung ermöglichen mit ihrer Förderung die Umsetzung und der Wissenschaftspark Gelsenkirchen ist gleichzeitig Partner und Veranstaltungszentrum. Viele weitere Menschen, Unternehmen und Institutionen sind auch mit dabei: z.B. Architektenkammer NRW, Architects for Future, Bundesstiftung Baukultur, Bund Deutscher Landschaftsarchitekten, City Decks, die Urbanisten, IGA Metropole Ruhr 2027, ICLEI Europa, Impact Factory, Jugend-Architektur-Stadt, kultur.west, Kunstakademie Düsseldorf, Königlich Dänische Botschaft Berlin, Places _ VR Festival, Ruhr-Konferenz, RWTH Aachen, Salon5, Stiftung Mercator, Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe, TU Dortmund, Urbane Liga.

Die 1. Biennale der urbanen Landschaft wird veranstaltet von der Initiative lala.ruhr. lala.ruhr ist das Labor für die Landschaft der Metropole Ruhr. Ein Netzwerk aus Expert*innen für
Landschaft und Architektur, Stadtentwicklung und Räume, gemeinsames Arbeiten und Teilhabe, Kommunikation und Kollaboration, lokal, regional und international. Gemeinsam wollen sie die Zukunft gestalten und dafür diese Region als eine vielfältige Landschaft weiterentwickeln. Als ein grünes Netzwerk, das die Menschen verbindet, vor der Haustür, in den Köpfen und mit globalen Zusammenhängen. #thinklandscape

Beteiligung für den Klimagarten Schwerte

Für die Stadt Schwerte organisieren die Urbanisten in Kooperation mit dem Büro Förder Landschaftsarchitekten den Beteiligungsprozess für den Klimagarten Schwerte, der zur Internationalen Gartenausstellung Metropole Ruhr 2027 in der Ebene “Unsere Gärten” erlebbar wird.

Klima was? Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderung unserer Zeit. Um die negativen Auswirkungen z.B. von Hitzesommern, Stürmen oder Starkregen zu reduzieren, müssen unsere Städte grüner und nachhaltiger werden. Ökologisch gestaltete Grünächen und Gärten in der Stadt tragen zur Verbesserung des städtischen Mikroklimas bei, leisten einen Beitrag zur Artenvielfalt und machen Natur erlebbar. Beim gemeinsamen Gärtnern entstehen Begegnung, Gemeinschaft und Engagement für den Stadtteil.

Klimagarten! Gestartet sind wir in Phase 0 und haben gemeinschaftlich überlegt was ein Klimagarten ist. Dazu wurden die Nachbarschaft sowie Initiativen & Interessierte im Mai und Juni 2022 eingeladen sich in den Planungsprozess und ggf. auch in die spätere Nutzung einzubringen. Ihre Themen, Ideen und Anregungen fließen in das Nutzungskonzept ein, das wir momentan erstellen. Es bietet die Grundlage für die Planung der Förder Landschaftsarchitekten. Die Vorentwurfsplanung für den Klimagarten wird im Herbst veröffentlicht.

 

Stadtbesetzung 2022 | Eine multifunktionale Skulptur für die Unnaer Fußgängerzone

Die Aufgabe der diesjährigen Stadtbesetzung: Nachhaltigkeit. Der Begriff ist allgegenwärtig und doch sehr oft fragwürdig ausgelegt. Für unsere Skulptur standen wir vor ähnlichen Problemen. Wie schaffen wir etwas, das temporär ausgestellt werden soll und doch längerfristig nutzen erfüllen kann. Pepe Peps, Lars, Nicole und David steckten die Köpfe zusamm. Herausgekommen ist unsere Idee daher: Etwas “multi-funktionales”.

Sitzgelegenheit, Blüten für Insekten, Saatgutautomat für Wildblumensaat, Vier-Gewinnt aus Deckeln eines Aufstrichs, Illustrations-Kunst aus hochwertigen Bannern, die auch die temopäre Ausstellung überleben und andernorts hängen können. Konstruktion z.T. aus Upcycling. Darüber hinaus die Möglichkeit zur Interaktion und Information. Blumen gießen, Saatgut im eigenen Gefäß mitnehmen, Vier-Gewinnt spielen und wissenwertes für den nachhaltigeren Alltag mitnehmen. Unsere Skulptur für Unna. Die Illustrationen bilden zudem unseren aktuellen Umgang mit Natur ab und zeigen gleichzeitigwelche Wege für mehr Nachhaltigkeit möglich sind. Dazu Pepe Peps:

“Die Illustrationen bewegen sich in surrealen Welten und bestehen aus Transformationen zwischen Mensch und Natur. Sie beschäftigen sich auf abstrakte Weise mit der Fragestellung, welchen Einfluss der Mensch auf die Natur hat und welche unterschiedlichen Wege für mehr Nachhaltigkeit möglich sind.”

weitere Infos: http://stadtbesetzung.de/

Künstler: Pepe Peps | www.instagram.com/itspepepeps/

Konstruktion: Lars und Nicole | www.instagram.com/nicolesiva.design