Straße der Kinderrechte Westerfilde | Fassadengestaltung

Entlang der Westerfilder Straße in Dortmund Westerfilde wurde 2017/2018,das Projekt „Straße der Kinderrechte“ durchgeführt. Im Rahmen dessen setzten sich Kinder/Jugendliche mit dem Thema der Kinderrechte auseinander und gestalteten 8 Verteilerkästen in der Westerfilder Straße. Um noch mehr Aufmerksamkeit für das Thema zu erwirken und gleichzeitig weitere Kinder/Jugendliche zu sensibilisieren, wurden nun zwei Fassaden in der Westerfilder Straße 27 und 25 zum Thema Kinderrechte gestaltet. Die Kinder und Jugendlichen vertieften die Thematik der Kinderrechte und zeichneten im Anschluss Motive, die ihnen persönlich und thematisch besonders wichtig erschienen. So entstanden bunte und sehr gemischte Entwürfe die von dem Künstler Oliver Mark zu zwei F assadengestaltungen entworfen wurden. Einige Wochen später folgte dann – unter tatkräftiger Mitwirkung der Kinder und Jugendlichen – die Umsetzung ihrer eigenen Motive auf der Wand in der Westerfilder Straße. EMöglich gemacht wurden die beiden Fassadengestaltungen sowie die Workshops der Kinder und Jugendlichen durch Fördermittel der ProFiliis-Stiftung, des Deutschen Kinderhilfswerks und des Stadtteilfonds Westerfilde-Bodelschwingh. in Meilenstein für die Straße der Kinderrechte in Westerfilde!

 

Gemeinsam für das neue Emschertal – Gestaltung des SKU am Mühlenberg Dorstfeld

Letzte Woche haben wir ein weiteres Projekt unserer Kooperation mit der Emschergenossenschaft abgeschlossen: Zusammen mit den Kindern der Kita Kat. Kindertagesstätte Josef Bartoldus und den Senior*innen der Comunita Seniorenresidenz GmbH – Seniorenhaus Vinzenz haben wir den SKU (Straumraumkanal) am Mühlenberg gestaltet. Unterstützt bei der Vorbereitung der Flächen wurden wir wieder bestens von den Auszubildenden der außerbetrieblichen Ausbildungstätte Handwerkskammer Dortmund.

Nach einer Erkundungstour und einem gemeinsamen Blick auf die Emscher mit Senior*innen – die einiges über die Emscher der Vergangenheit zu berichten wussten – haben die Kinder eine Zeichen- und Malworkshop mitgemacht. Im Zuge des Workshops haben die Kinder ihre Ideen und die Erinnerungen der Senior*innen zum Wandel und Umbau der Emscher freien Lauf gelassen. Herausgekommen ist eine illustrative Geschichte. Umgesetzt haben das Projekt wieder Oliver Mark und David Kory.

Wir bedanken uns für  die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen der Emschergenossenschaft und ganz besonders beiden Senior*innen und Kinder unserer Projektpartner*innen.

Neue Termine und Angebote in der Urbanisten-Manufaktur

Wir freuen uns euch eine Vielzahl an neuen Terminen und Angeboten in der Urbanisten-Manufaktur präsentieren zu dürfen. Schaut gerne auch in unser Aktionsfeld Upcycling & do-it-yourself oder in unsere aktuellen Termine, dort könnt ihr euch anmelden und findet detailliertere Informationen auf einen Blick! Alle Angebote sind auch als geschlossene Veranstaltungen für Gruppen buchbar.

 


Offene Werkstatt

Unsere Offene Werkstatt richtet sich an NeueinsteigerInnen, Hobby-HandwerkerInnen oder erfahrene TischlerInnen, ob mit Masterplan oder auf der Suche nach Inspiration: bei uns bist du mit deinen Projekten und Ideen herzlich willkommen und bestimmst selbst, was du machst und ob dir für die Durchführung deiner Arbeit eine erfahrene Hand zur Hilfe kommen soll.

Terminliste

  • Do, 11.04.2019, 17:00 – 21:00 Uhr
  • Mi, 17.04.2019, 18:00 – 22:00 Uhr
  • Do, 18.04.2019, 17:00 – 21:00 Uhr
  • Sa, 20.04.2019, 10:00 – 18:00 Uhr
  • Do, 25.04.2019, 17:00 – 21:00 Uhr
  • Mi, 01.05.2019, 18:00 – 22:00 Uhr
  • Do, 02.05.2019, 17:00 – 21:00 Uhr
  • Sa, 04.05.2019, 10:00 – 18:00 Uhr
  • Mi, 08.05.2019, 18:00 – 22:00 Uhr
  • Do, 09.05.2019, 17:00 – 21:00 Uhr
  • Mi, 15.05.2019, 18:00 – 22:00 Uhr
  • Do, 16.05.2019, 17:00 – 21:00 Uhr
  • Sa, 18.05.2019, 10:00 – 18:00 Uhr
  • Do, 23.05.2019, 17:00 – 21:00 Uhr
  • Mi, 29.05.2019, 18:00 – 22:00 Uhr
  • Do, 30.05.2019, 17:00 – 21:00 Uhr
  • Sa, 01.06.2019, 10:00 – 18:00 Uhr
  • Do, 06.06.2019, 17:00 – 21:00 Uhr
  • Sa, 08.06.2019, 10:00 – 18:00 Uhr
  • Do, 13.06.2019, 17:00 – 21:00 Uhr
  • Sa, 22.06.2019, 10:00 – 18:00 Uhr
  • Do, 27.06.2019, 17:00 – 21:00 Uhr
  • Do, 04.07.2019, 17:00 – 21:00 Uhr
  • Sa, 06.07.2019, 10:00 – 18:00 Uhr
  • Do, 11.07.2019, 17:00 – 21:00 Uhr
  • Sa, 20.07.2019, 10:00 – 18:00 Uhr
  • Sa, 03.08.2019, 10:00 – 18:00 Uhr

 


Fortbildung Upcycling in der pädagogischen Arbeit

Die ca. vierstündige Fortbildung beinhaltet einen grundlegenden Einstieg in das Thema Upcycling und zeigt spannende Anwendungsfelder für die pädagogische Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Sie richtet sich dabei explizit an Menschen mit pädagogischen Grundkenntnissen über 16 Jahren. Neben handwerklichen Methoden zeigen wir, wie aus verschiedenen (Abfall-)Wertstoffen hochwertige Produkte entstehen. In diesem kreativen Prozess wird eine Diskussion über Abfallvermeidung, Ressourcenschutz und eigenes Konsumverhalten angeregt.

  • So, 26.05.2019, 12:00 – 16:30 Uhr

 


EVA Lichtobjekt aus Restholz selber machen

Im Workshop kannst du dein eigenes Lichtobjekt individuell zusammenstellen, selber bauen und anschließend mit nach Hause nehmen. Wir vermitteln Informationen über die lokal bezogenen Wertstoffe und geben eine grundlegende Einführung in die Maschinen- und Werkzeugkunde. Dabei lernst du nebenbei etwas über die richtigen Techniken beim Verleimen, Schleifen und Ölen.

  • Sa, 11.05.2019, 11:00 – 15:00 Uhr
  • So, 19.05.2019, 10:00 – 16:00 Uhr

 

Auf Anfrage könnt ihr auch folgende Angebote in unserer Manufaktur ausprobieren und euch tolle Dinge selber bauen!

 

Paletten-Freestyle-Workshop

Gemeinsam mit dir hauchen wir gebrauchten Paletten neues Leben ein und kleiden deine Inneneinrichtung in einen schicken Upcycling-Look, wie er im Pinterest-Bilderbuch steht. Unter professioneller Anleitung baust du dir deine Traum-Paletten-Möbel selbst. Dabei erlernst du den Umgang mit verschiedenen Werkzeugen und tust so nicht nur deiner Wohnung, sondern auch dir selbst etwas gutes. Die Anzahl der Möbel ist nicht beschränkt, alles was du baust kannst du am Ende des Tages mit nach Hause nehmen!

 

ADAM | Strandstuhl aus Restholz

ADAM ist ein Gestaltenwandler: in einem Moment noch klein, leicht und dank praktischem Tragegriff extrem portabel. Zwei Handgriffe später schon steht er mit vier Füßen fest auf der Wiese und lädt dich ein, auf ihm Platz zu nehmen. Für die Herstellung der Sitzfläche wird ein bunter Mix aus Resthölzern verwendet, zu einem Handschmeichler geschliffen und mit umweltfreundlichem Naturöl auf biologischer Basis gegen Sommerregen geschützt. Für die Rückenlehne bekommen alte Stoffe und Werbebanner zweites Leben eingehaucht. Das macht ADAM nicht nur bequem, praktisch und nachhaltig, sondern auch zu einem echten Hingucker.

Im Workshop kannst du deinen eigenen Strandstuhl individuell zusammenstellen, selber bauen und anschließend mit nach Hause nehmen. Wir vermitteln Informationen über die lokal bezogenen Wertstoffe und geben eine grundlegende Einführung in die Maschinen- und Werkzeugkunde.

 

Insektenhotels und Wildbienenkasten

Insektenhotels bieten nicht nur Nist- und Überwinterungshilfen für verschiedene Insektenarten, die kleinen Bewohner sind auch hervorragende natürliche Schädlingsbekämpfer. Außerdem trägt ein Insektenhotel dazu bei, die umgebenden heimischen Blumen, Gemüse-und Obstpflanzen zu bestäuben.

In diesem Workshop kannst du ein Insektenhotel selber bauen und nach eigenem Geschmack gestalten. Im Workshop vermitteln wir theoretisches und praktisches Wissen rund um das Thema Insekten. Du lernst verschiedene Werkzeuge und Handmaschinen kennen, erfährst worauf beim Bohren und Schrauben zu achten ist und was beim befüllen und aufhängen eines Insektenhotels berücksichtigt werden sollte.

 

Vogelfutterhaus

Von der Amsel bis zum Zaunkönig, viele heimische Vögel bleiben im Winter in Dortmund. Wenn es draußen schneit und stürmt ist ein Futterhaus eine sinnvolle Hilfe für unsere gefiederten Freunde. Ein perfekter Ort um das Futterhaus zu platzieren ist ein Garten mit Wildwuchs, wuchernden Sträuchern, Obstpflanzen oder Kräutern, denn so bekommt die Vogelwelt nicht nur eine köstliche Mahlzeit sondern auch einen geschützten Lebensraum.

In diesem Workshop kannst du mit uns eine kleine Vogelfutterstelle für deinen Garten oder Balkon bauen und lernst dabei etwas über heimische Vogelarten und den Umgang mit Werkzeugen und Handmaschinen.

 

Vogelnistkasten

In einem naturnahen Garten dürfen auch unsere gefiederten Freunde nicht fehlen. Nistkästen sind eine sinnvolle Bruthilfe für Vögel im Frühling. Auch im Winter dienen sie Vögeln oder Insekten als Unterschlupf. In diesem Workshop kannst du mit uns ein Vogelhaus für deinen Garten oder Balkon bauen und lernst dabei etwas über heimische Vogelarten und den Umgang mit Werkzeugen und Handmaschinen.

 

Upcycling für Einsteiger/innen

In diesem Workshop zeigen wir, wie du eigene Accessoires und Schmuck selber herstellen kannst und auf diese Weise aus Abfall und verschlissenen Alltagsgegenständen einzigartige Produkte entstehen. Dabei vermitteln wir spannendes Hintergrundwissen zu Müllvermeidung, Ressourcenschutz und nachhaltigem Handeln. All deine Meisterwerke kannst du selbstverständlich mit nach Hause nehmen.

Urban.Art.Bingo Gütersloh

Spielend den öffentlichen Raum entdecken!?

Wir haben in den letzten Monaten – im Rahmen der Stadtbesetzung 2019 in Gütersloh – das Urban.Art.Bingo.Gütersloh entwickelt. Spielerisch wird der öffentliche Raum erobert: Baukultur, Street-Art, Skulpturen, Tags, Bombings und Murals sollen gefunden und knifflige Zusatzaufgaben gelöst werden. Jugendliche und Erwachsene bilden Teams und treten in einem festgelegten Spielfeld gegeneinander an. Mit Bewegung und Action, Neugier und Entdeckung, Spaß und Spannung wird versucht möglichst viele verschiedene Aufgaben zu meistern und Punkte zu holen. So werden viele spannende und versteckte Orte und Kunstwerke entdeckt.

Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen des Fachbereichs Kultur der Stadt Gütersloh. Ohne Zweifel gibt es viel zu entdecken in Gütersloh und wir hoffen, dass viele Jugendliche und Erwachsene sich an dem Spiel erfreuen werden!


 

 

Selbermachen, vernetzen und diskutieren im WatCraft

Was passiert, wenn der traditionelle Metzger-Meister auf einen 3D Druck Dienstleister trifft? Wenn eine selbstständige Naturkosmetikproduzentin in einem leerstehenden Ladenlokal gemeinsam mit Workshopteilnehmer/innen produziert? Wenn die Geschäftsführer/innen von einem weltweit expotierenden Unternehmen und einer kleinen Käserei Erfahrungen teilen? Oder wenn Hauseigentümer/innen, engagierte Bürger/innen und Stadtgestalter/innen Ideen austauschen?

In der Hochstraße in Wattenscheid haben wir im Rahmen des Forschungsprojektes UrbaneProduktion.ruhr zusammen mit dem IAT in Gelsenkirchen, der Hochschule Bochum und der Wirtschaftsentwicklung Bochum ein leerstehendes Ladenlokal bezogen. Die in Wattenscheid angebotenen Veranstaltungen und Workshops im sogenannten WatCraft möchten Inspiration dafür geben, wie Straßen mit vielen leerstehenden Lokalen wieder aufblühen und Büger/innen die Gestaltung ihrer Nachbarschaft wieder selbst in die Hand nehmen können. Thema hierbei ist Urbane Produktion, also die Herstellung von Gütern innerhalb dicht besiedelter Gebiete. Die Idee ist Wohn-, Handel-, Gewerbe- und Produktionsgebiete wieder für eine Stadt der kurzen Wege zu vereinen.

Unter Stadtentwicklern/innen ist es schon längst bekannt, wie wichtig die eigene tägliche Umgebung, für Körper und Geist ist. Ist das eigene Viertel oder sogar die eigene Straße geprägt von Leerständen ist es nicht nur trostlos sondern das Quartier entwickelt mit der Zeit ein schlechtes Image. Eine soziale und ökonomische Abwärtsspirale ist nicht mehr weit. Eine Zwischennutzung wie die an der Hochstraße ist ein guter Übergang auf dem Weg zu einer besseren Entwicklung der Straße. Einerseits kann die Zwischennutzung ein guter Anfang sein, die Identifikation der Bewohner mit ihrem Quartier zu fördern und zum anderen sind die Veranstaltungen dort Inspiration für Ideen urbaner Produktion im Quartier.

Durch die unterschiedlichen Veranstaltungsformate im WatCraft hatten wir nach sechs Wochen der Zwischennutzung zahlreiche Gelegenheiten, um Antworten Fragen der Thematik zu finden. Nachbarn/innen, Unternehmer/innen und Produzenten/innen, Engagierte und Ehrenamtliche aus den lokalen Vereinen und Initiativen und Politiker/innen haben uns in der Hochstraße besucht. Ebenso vielfältig wie die Ideen, Meinungen, Fertigkeiten und Kompetenzen, die mit uns geteilt wurden, sind unsere Zwischenergebnisse aus den eher theoretisch und dikussionsartig angelegten Donnerstagabendveranstaltungen und den praktischen Produktionsworkshops.

So haben sich zum Beispiel erste Mitglieder für die Projektgruppe „Hochstraße gestalten“ gefunden, die sich nach dem ersten Gespräch vergangene Woche diese Woche Mittwoch direkt wieder treffen möchte, um Ideen wie einen Flohmarkt in der Hochstraße, Kunst auf dem Bürgersteig oder eine Pflanzaktion zu konkretisieren und weitere Mitstreiter/innen zu finden. Auch der Metzgermeister Herbert Müller hat sich mit dem 3D-Druck Experten Jörg Heusler zusammengetan, um gemeinsam Objekte aus dem 3D Drucker in den Metzgereibetrieb zu integrieren. Und Naturkosmetik Produzentim Malwina Mikolajczyk von Krautgeflüster ist auf die leerstehenden Ladenlokale in der Hochstraße aufmerksam geworden und sieht diese als potentiellen Standort für ihre Produktion und Yoga-Kurse.

Damit unsere Zwischennutzung in längerfristige Projekte und Kooperationen überführt werden kann, hoffen wir natürlich auf die weitere tatkräftige Unterstützung von Produzenten/innen, Nachbarn/innen und Hauseigentümer/innen.

Lernende Charta – Gemeinsam für den Tag des guten Lebens

Am 21./22.03.2019 folgten 25 Personen einer Einladung von uns sowie Alberto Acosta, Quito (Ecuador), Alte Mu Impuls-Werk e.V. (mit der Initiative BÜRGER//WERK//STADT), Berlin 21 e.V., Bundesverband Verkehrsclub Deutschland (VCD), BUNDjugend, Commons-Institut e.V., Eine-Welt Netz NRW, FairBindung e.V., Initiative Offene Gesellschaft, transform Magazin, Urbane Liga, Verband für sozial-kulturelle Arbeit e.V. Im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin beschlossen wir schließlich gemeinsam ein Gründungsdokument für das Bündnis – die lernende Charta „Tag des guten Lebens“. Städte als Urbane Commons, von den Bürgern gemeinsam gestaltet und selbstorganisiert, das ist das Kernanliegen des wachsenden, deutschlandweiten Bündnisses für den Tag des guten Lebens.

Doch was ist eigentlich der Tag des guten Lebens? Warum ist er so wichtig und wie kann er umgesetzt werden? Diese Fragen wurden intensiv über die zwei Tage diskutiert und in die lernende Charta überführt, die nun die Grundlage für die Durchführung des Tags des Guten Lebens darstellt, zentrale Forderungen formuliert und eine Vision weiterträgt. Denn dieser Tag ist nicht nur Zukunftsvision, er ist in Köln ein bereits seit fünf Jahren immer wieder neu aufgelegtes Reallabor.

Am Tag des guten Lebens werden Straßen und Plätze, Zwischenräume (z.B. U-Bahn-Stationen), Theater, Schulen oder auch Wohnprojekte in eine „Agora“ umgewandelt, auf der direkte Demokratie gelebt wird, soziale Beziehungen gepflegt werden und Kultur stattfindet. In diesem kreativen Freiraum kann schließlich Nachbarschaft eigene Konzepte des „guten Lebens“ erlebbar umsetzen, Vertrauen als Währung erproben und autofreie Räume genießen. Der Tag des guten Lebens soll ein Tag der Demokratie, des sozialen Zusammenhalts und der Nachhaltigkeit sein. So kann er zum Katalysator und Prozess eines sozial-ökologischen bzw. kulturellen Wandels in unserer Gesellschaft werden – eines Wandels von unten nach oben, vom Lokalen zum Globalen, auf Basis unkonventioneller Allianzen.

In Köln findet der Tag des guten Lebens bereits seit 2013 einmal jährlich erfolgreich statt, in abwechselnden Quartieren. 2017 erhielt die Initiative den ersten Deutschen Nachbarschaftspreis der Stiftung nebenan.de. Zum tragenden Bündnis Agora Köln gehören fast 130 Organisationen, drei Bezirksvertretungen haben den Tag des guten Lebens bisher einstimmig beschlossen. Eine Initiative hat sich auch in Berlin gebildet, dort soll der Tag des guten Lebens 2020 in drei Kiezen gleichzeitig stattfinden. 42 Organisationen sowie zwei Bezirksverordnetenversammlungen (Berlin-Mitte und Lichtenberg) unterstützen die Idee. In Dresden ist eine Woche des guten Lebens geplant, in weiteren Städten (Fulda, Hannover, Hamburg, Kiel, Wuppertal…) sind Interessenten, die sich einen solchen Tag gut vorstellen können.

Es liegt also auf der Hand: Warum nicht einen bundesweiten Tag des guten Lebens ausrufen und die lokalen Kräfte für die Große Transformation bündeln!

Der Workshop in Berlin und sein Ergebnis sind Bestandteil des bundesweiten Prozesses zum Tag des guten Lebens. Dieser wird von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW und dem Fonds Soziokultur gefördert. Vorgesehen sind bundesweit fünf weitere Workshops, bei denen das praktische Wissen zur Umsetzung der Idee und zu inklusiven Transformationsstrategien an lokale Interessenten weitergegeben wird.

Anzucht im Westgarten – Pflanzen für die neue Saison

Ab Februar kann in der Gartensaison mit der Aufzucht von Jungpflanzen begonnen werden. In diesem Jahr wollten wir das ganze etwas systematischer angehen, und so luden wir Permakulturexpertin Eva Müller ein, um uns und allen Interessierten einen Einblick in die Philosophie und die Methoden der Permakultur zu geben. In ihrem Workshop lernten wir z.B. warum Mischkultur für einen gesunden Biogarten so wichtig ist, oder warum man den Boden am besten nicht zu stark bearbeitet. Am Ende konnten sich die TeilnehmerInnen eigene Beetpläne mit Fruchtfolgen für die ganze Saison erstellen. Die Ergebnisse  werden wir dann in den kommenden Wochen auch in die Gartenplanung für den Westgarten einbinden.

Derart geistig gerüstet ging es dann an den ersten Anzuchttermin. Wir hatten schon im Januar zusammen Saatgut bestellt, und auch dieses Mal wieder Wert auf eine Vielzahl an verschiedenen Sorten gelegt. Dabei sind auch wieder einige seltene oder alte Gemüsesorten, die gut für den Freilandanbau geeignet sind. Bei der Beschriftung haben wir uns dieses Mal besondere Mühe gegeben. Im letzten Jahr waren beim Auspflanzen der Setzlinge einige Markierungen nicht mehr lesbar, und die Sortenunterschiede waren erst bei der Fruchtbildung wieder zu erkennen. Der nächste Anzuchttermin ist am 09.03.2019, alle die Lust auf Gärtnern haben sind wieder herzlich eingeladen mitzuwirken. Nach der Saisoneröffnung im Westgarten am 30.03.2019 sind wir am 07.04.2019 mit einer Pflanzen- und Saatguttauschbörse auf dem Frühlingsflohmarkt auf dem Union Gewerbehof vertreten.

Pflanzen anziehen für den Westgarten II

Saisoneröffnung im Westgarten

Pflanzentauschbörse auf dem 7. Union Gewerbehof Frühlingsflohmarkt

Straße der Kinderrechte Westerfilde 2.0

Es gibt Neues aus Westerfilde!

Nach der Gestaltung der Verteilerkästen der Telekom im letzten Jahr, werden wir dieses Jahr – gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen – zwei Wandflächen entlang der Westerfilder Straße gestalten. Dazu werden mehrere Workshops stattfinden in denen die Kinder und Jugendlichen über die Kinderrechte und deren Umsetzung diskutieren, um anschließend ihre Ideen und Motive zu gestalten. Sobald die Umsetzung beginnt werden die Kinder und Jugendlichen uns dann bei der gestalterischen Umsetzung an den Wänden unterstützen.

Die erste Fläche mit Workshopsverfahren (drei Termine) wird vom Stadtteilfonds Westerfilde-Bodelschwingh sowie der ProFiliis-Stiftung finanziert, die bereits mit ihren Förderungen die Verteilerkastengestaltung unterstützt hatten. 

Die zweite Fläche wird aus einem Topf des Deutschen Kinderhilfswerks (DKH) finanziert, der speziell Projekte fördert, die Kindern und Jugendlichen (kreativen) Zugang zu Kinderrechten ermöglichen. Auch hier wird es mehrere Workshops (2 Termine) geben und am Ende wir die Fläche – gemeinsam mit den beteiligten Kindern und Jugendlichen kooperativ gestaltet und der zuvor erarbeitete Entwurf umgesetzt.Insgesamt können wir mit den beiden Teilprojekten rund 50 Kinder und Jugendliche beteiligen, die somit eine Chance bekommen zu einer wichtigen Thematik ihr Lebensumfeld mitzugestalten. Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz besonders bei den Fördermittelgebern des Stadtteilfonds, der ProFiliis-Stiftung sowie des Deutschen Kinderhilfswerks.

Die Workshops sind bereits gestartet und wir sind gespannt auf die Ergebnisse….

 

WatCraft-Zwischennutzung in Wattenscheid eröffnet am 16. Februar

Im Forschungsprojekt UrbaneProduktion.Ruhr sind wir Urbanisten unter Anderem für die Beteiligungsangebote in den Reallaboren zuständig. Unsere Idee war von Anfang an, die betreffenden Themen wie Nachhaltigkeit, Stadt der kurzen Wege, Ökonomische Teilhabe, Selbstwirksamkeit, Selbermachen nicht nur theoretisch zu analysieren, sondern mit den Menschen vor Ort zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Nachdem wir sehr guten Nährboden in Bochum-Langendreer vorgefunden hatten (dort haben wir eine leerstehende Kirche zum „LutherLAB“ umgewandelt), gestaltete sich die Suche nach ähnlich geeigneten Immobilien in Wattenscheid schwieriger: Die Deutsche Bahn hatte keine großes Interesse, den heruntergekommenen Bahnhof in Wattenscheid mit unserer Hilfe neu zu beleben. Auch die Gespräche über die Nachnutzung einer zeitweise leerstehenden Gastronomie in der Hochstraße konnten leider nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Umso glücklicher sind wir nun, einen anderen Leerstand, nämlich die Hochstraße 72, bis Ende Mai mit einem Workshop- und Vortragsprogramm nutzen zu können.

Neben einem inhaltlichen Schwerpunkt in der Vernetzung von Gewerbetreibenden möchten wir die Wattenscheider Bürgerinnen und Bürger dazu anregen, alltägliche Gebrauchsgegenstände und -Produkte selbst herzustellen. Wir blicken dazu auf unsere eigenen, umfangreichen Erfahrungen zurück und sammeln weitere Anregungen aus Literatur und Internet. Ganz besonders wollen wir aber von den Wattenscheidern mehr über ihre Lieblingsprodukte erfahren und herausfinden, welche Bedarfe in Zukunft möglicherweise vor Ort gedeckt werden können.

Außerdem wird es zahlreiche Workshops von Menschen aus unserem Netzwerk geben: So wird beispielsweise wieder ein Upcycling-Kurs von Tanz auf Ruinen angeboten, Eltingmöbel laden zum Gemeinsamen Schrauben ein, die Dezentrale erklärt die Pilzzucht, wir bauen EVA-Lampen… und noch viel mehr. Du bist herzlich eingeladen, dich an den Aktivitäten in Wattenscheid zu beteiligen! Check doch mal die neue Projektseite von WatCraft aus.

So war der Saisonabschluss – und: Westgarten Workshops im nächsten Jahr

Die Winterzeit ist ja nicht gerade die beste Zeit um im Garten zu werkeln. Nach dem sich der lange goldene Herbst dem Ende neigte haben wir unsere Hochbeete mit gut gelagertem Pferdemist aufgefüllt und in den Winterschlaf geschickt – gerade noch rechtzeitig zum Wintereinbruch. Unsere Beete sind jetzt für die nächste Saison mit Nährstoffen versorgt, und das ganz nachhaltig ohne zusätzlichen Dünger. Am Ende haben wir das Ganze noch mit einer Schicht Laub und Grünschnitt abgeschlossen, so dass die Beete im Winter gegen Wind und Wetter geschützt sind.

In den letzten Wochen hatten wir dann zwei sehr schöne und gut besuchte Workshops in unserer Manufaktur, auf denen wir Insektenhotels und Vogelfutterstellen gebaut haben. Über den Insektenhotel-Workshop haben wir schon an anderer Stelle berichtet.

Viele Vögel überwintern in Deutschland, das Nahrungsangebot in der Stadt ist dabei nicht immer üppig. Es liegt also nahe den Vögeln ein wenig unter die Arme, bzw. Flügel zu greifen. Unsere selbstgebauten Vogelfutterstellen hängen bald in Gärten oder auf Balkonen in Dortmund, und natürlich im Westgarten. Denn Vögel gehören zu einem naturnahen Garten einfach dazu.

 

Nun haben wir das Winter-Workshop-Paket für die Vorsaison 2019 zusammengeschnürt. Wir widmen uns wieder ausführlich dem Anziehen von Jungpflanzen für den Westgarten, entwickeln einen Frühbeetaufsatz für unsere Hochbeete und bauen Vogelhäuser als Nisthilfen. Los gehts aber erstmal Mitte Januar mit einem Vortrag über Permakultur in der Stadt. Alle Termine könnt ihr auch auf unserer Terminseite sehen.

 

Permakultur in der Stadt?

Westgarten Saisonplanung

Vogelhäuser für euren Garten oder Balkon

Pflanzen anziehen für den Westgarten

Frühbeete für den Westgarten

Pflanzen anziehen für den Westgarten II

Saisoneröffnung im Westgarten

Fotos Vogelfutterstellen Workshop: Luisa Gehnen

Fotos Saisonabschluss: Nils Rehkop, Jonas Runte

TrashUp! 2018 Rückblick

Das Festival-Orga-Team hat sich nach drei Wochen „sacken lassen“ vergangene Woche das erste Mal wieder an den Tisch zusammengesetzt. Ein guter Anlass für ein herzliches Dankeschön für Euren Besuch und/oder die Unterstützung des diesjährigen Festivals. Es macht Freude Euch teilweise bereits zum dritten Mal hier dabei gehabt zu haben. Und es tut gut zu sehen, dass sich andere neue Gesichter dem Festival angeschlossen haben. So wächst die Idee und die Möglichkeit sich weiter auszutauschen, zu vernetzen und (ein) Zeichen zu setzen.

Auch wenn wir insgesamt von den Besucher*inen ein sehr gutes Feedback zum Programm bekommen haben, müssen wir feststellen, dass die Besucherzahlen im Vergleich zu den letzten beiden Festivals abgenommen hat. Wir konnten aufgrund des ausgebauten Workshop- und Mitmachprogramms eine Vielzahl mehr an jungen Besucher*innen ansprechen und ins Depot locken. Das hat uns besonders gefreut!

Das Vortragsprogramm wurde durchweg positiv aufgenommen. Zwei Veranstaltungen waren bis zum letzten Platz besetzt! Danke an das Kino SweetSixteen für den reibungslosen Ablauf und die gute Filmauswahl. Ein Hoch auf Las Vegans, die Pour-Coffee Crew und das Coffee Bike sowie die DJ’s und den Piano-Man Peter für die kulinarische und musikalische Untermalung des Festivals. Selbstverständlich bedanken wir uns auch bei den Unterstützer*innen, die dieses Festival erst ermöglicht haben. Genannt seien hier neben den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unsere Kooperationspartner Kulturort Depot Dortmund e.V., die DEW21, das KULTURBÜRO der STADT DORTMUND das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren NRW, LEMONAID sowie unseren Medienpartner TRAILER.

Der Ausblick

Wir beschließen in 2018 unsere „Festival –Trilogie“ und planen die Veranstaltung auf eine neue Ebene zu heben. Wir sind der Meinung, dass grundsätzlich ungebrochenes Interesse bei den Menschen besteht, sich mit den Themen Müllvermeidung und Konsumverhalten bzw. dem Oberthema Nachhaltigkeit weiter intensiv inhaltlich auseinandersetzen zu wollen. Wir meinen aber auch, dass es im Kontext der Darstellung und praktischen Handlungsmöglichkeiten dieser Themen neue Konzepte und Ansätze der Vermittlung und der Vermittler*innen braucht. Das DEPOT als spannender – quasi upgecycelter Kulturort – steht in Zukunft und zusammen mit seinen Kooperationspartnern dafür zur Verfügung. Es darf noch etwas „knackiger“ und „lauter“ werden, so unser Credo. Damit sind sowohl die Art der Umsetzung oder Gestaltung, beispielsweise der Mittelhalle, als auch die inhaltlichen Themen gemeint.

Wir gehen davon aus, dass es in 2019 einen moderierte „Think-Tank-Battle“ (oder anders: einen Arbeitskongress) im Depot geben wird, bei der die weitere Entwicklung des Festivals gemeinsam mit verschiedensten Akteur*innen (Euch!), Institutionen, Verbänden, der Politik unter Einbeziehung der Öffentlichkeit diskutiert wird (– ein Kanzler*innen Duell sehr wahrscheinlich ohne Kanzler*in). Es geht darum einen Plan zu entwerfen, wie nachhaltiges Handeln praktisch gelebt, erlebt und umgesetzt werden könnte – und zwar in einem gesamtgesellschaftlichen Kontext. (Mehr wissen wir auch noch nicht… ). Es wird darum  im nächsten Jahr wohl keinen Markt für Upcyclingprodukte geben. Zu einem nächsten Festival wird sich das sehr wahrscheinlich wieder ändern! Das hat so gar nichts mit dem Engagement und den tollen Produkten zu tun, die die Besucher*innen in den vergangenen drei Jahren hier bestaunen und kaufen durften, sondern vielmehr mit der inhaltlichen Ausrichtung der nächsten Veranstaltung.

Euch wünschen wir nur das Beste für die kommende Weihnachtszeit und schon jetzt alles Gute für 2019.

Die Trash Up! – Crew

Alle Fotos sind urheberrechtlich geschützt und bedürfen bei Veröffentlichung der Freigabe.

Insektenhotels für die Stadt

Etwa 80% aller Wildpflanzen sind von der Bestäubung durch Insekten abhängig, genau wie die meisten der Gemüse- und Obstpflanzen in unserem Garten. Leider ist der Insektenbestand durch Monokulturen und Pestizideinsatz in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Insektenhotels bieten eine gute Möglichkeit die Lebensbedingungen für Insekten wie z.B. verschiedene Wildbienenarten zu fördern. In unserem Workshop konnten sich die TeilnehmerInnen ein Insektenhotel für ihren Garten oder Balkon bauen.

 

Viele Insektenhotels im Handel sind nicht wirklich an die Bedürfnisse von Insekten angepasst, oder sind in einigen Fällen sogar schädlich. Oft werden Löcher in weiches oder nicht gelagertes Holz gebohrt welches bei Feuchtigkeit aufquillt, und nicht besiedelt oder schlimmstenfalls zur Todesfalle wird. Auch unsauber gebohrte Löcher oder ausgefranster Bambus oder Stroh bietet kein Zuhause für Insekten. Wir haben also darauf geachtet nur abgelagertes Hartholz zu verwenden, und saubere Schnitte beim Bambus und dem Stroh zu machen. Wir haben aber auch beim Bau noch viel gelernt und können unser gewonnenes Wissen beim nächsten Mal miteinfließen lassen. Auf Anfrage könnt ihr euch auch bei den Terminen der offenen Werkstatt ein insektenhotel bauen.

 

Wichtig ist, dass der Schutz von Wildbienen im Garten  nicht auf Insektenhotels beschränkt sein sollte. Hilfreich sind auch „unordentliche“ Ecken im Garten statt gepflegter Rasenflächen. Extrem wichtig gerade für Bienen ist die Versorgung mit Blütenpollen. Im Westgarten haben wir dafür einen Erdhügel mit Blühpflanzen angelegt.

Alle Fotos: Luisa Gehnen