18. Aug. 2020 | Stadtforschung & -entwicklung, UrbaneProduktion.ruhr
Statt Koks, Eisen und Stahl werden in Bochum, Gelsenkirchen und Herne heute Schokolade, Öle und Pesto hergestellt. Auch Pilze, Stoffwindeln, Möbel, Maßschuhe, Gemüse und Käse gehören zu den Produkten, die in anderen Regionen in direkter Nähe von Stadtbewohner*innen produziert werden.
Wer, wo, warum und wie in der Stadt produziert, beschäftigt uns seit dem Start unseres Projektes UrbaneProduktion.Ruhr im Jahr 2016. Um euch all die Erkenntnisse und Erfahrungen nicht nur in wissenschaftlichen Aufsätzen und Vorträge zu präsentieren, haben wir die Wanderausstellung konzipiert, um Ein- und Ausblicke rund um das Thema „Urbane Produktion“ zu geben.
Die Wanderausstellung zeigt die vielen Facetten städtischer Produktion, stellt produzierende Unternehmen und Gründungen – insbesondere aus dem mittleren Ruhrgebiet – vor und zeigt Möglichkeiten, Herausforderungen und Vorteile von wohnortnaher Produktion auf. Die Themen reichen von lebenswerten Quartieren und nachhaltiger Ökonomie über architektonische Lösungen und gläserne Produktion bis zu neuen und zukunftsfähigen Konzepten für Logistik und Handwerk.
Beginnend in der Stadt, in der wir vor vier Jahren gestartet sind, nämlich in Bochum, startet die Ausstellung im Stadtteil Langendreer, wandert dann nach Wattenscheid, anschließend nach Herne und zu guter Letzt wird sie in Gelsenkirchen gezeigt.
Neben der Ausstellung, die an geöffneten Tagen ohne vorherige Anmeldung von allen Interessierten besucht werden kann, gibt es ein spannendes Rahmenprogramme an jedem Ausstellungsort: Vom Lehmofenbau über Brotaufstriche, Wurmkistenbau und Bier-Tasting bis hin zu Siebdruck ausprobieren und Naturkosmetik und Aioli selber herstellen.
Wie jede gute Ausstellung beginnen auch wir mit einer Vernissage und zwar am
02. September um 18.00 Uhr im LutherLAB in Bochum-Langendreer.
Das komplette Rahmenprogramm, die Öffnungszeiten und die Anmeldungen findet ihr hier.
Wenn ihr spannende Menschen kennenlernen möchtet, etwa von der Solidarischen Landwirtschaft, an einem (oder mehrere) Workshop(s) teilnehmen möchtet oder euch einfach für das Thema „Produzieren in der Stadt“ interessiert: wir freuen uns auf euch und euern Besuch!
5. Aug. 2020 | Presse
Die WZ berichtet:
Die einen haben Geld – dafür sind die anderen viele. Grundthese verstanden: Mit diesem Ertrag könnte selbst Friedrich Engels ein neues Projekt zu seinen Ehren mögen. Zum Engelsjahr lockt ab sofort eine Straßenrallye in die City – Titel: „Klassenkampf“. Von der Zentralbibliothek aus können verschiedene Teams nun spielerisch den Aufstand proben.
Im Programm des Engelsjahres ist die Kooperation mit dem Verein „Die Urbanisten“ ein Angebot der entschieden aktiven Art. Interaktiv sogar, praktisch und bewegungsintensiv.
Hier könnt ihr den vollen Artikel online lesen.
4. Aug. 2020 | Allgemein
Ein Neues Urban Game auf den Spuren Friedrich Engels
Wir haben mal wieder ein neues Urban Game entwickelt, diesmal in Wuppertal: „Klassenkampf – Wem gehört die Stadt?!“ Im Auftrag der Stadtbibliothek Wuppertal haben wir die einmalige Gelegenheit bekommen, im Rahmen des Jubiläumsjahres Engels2020 ein Urban Game zu entwickeln, um die Ideen des politischen Denkers, Sozialrevolutionärs und Mitbegründer des Kommunismus erfahrbar zu machen. Das Urban Game „Klassenkampf“ ist unser bisher komplexestes und längstes Urban Game und das erste, das komplett ohne externe Anleitung funktioniert.

Das Spiel hat mehrere Runden und orientiert sich im Aufbau an der Theorie des Historischen Materialismus: Die Spielenden spielen erst in kleinen Teams gegeneinander, quasi in der Stammesgesellschaft, und entwickeln sich mit wachsendem Vermögen zur Arbeitenden Klasse oder zur besitzenden Klasse, der Bourgeoisie. Während die kleinen Grüppchen noch ohne Technologie auf den Spuren der historischen Textilindustrie in Wuppertal versuchen, Güterchips vorteilhaft zu handeln und einen Wissensvorsprung zu erringen, versuchen die beiden großen Klassen, dann im Kapitalismus, den ganzen städtischen Raum Wuppertal-Elberfelds für sich zu erobern. Dafür müssen viele verschiedene Aufgaben erledigt werden, die die Spielenden auf die Spuren des historischen Friedrich Engels in Wuppertal führen, von Barrikadenkämpfen, Textil-Streiks und Aufständen erzählen aber auch auf moderne Soziale Bewegungen und aktuelle Diskurse hinweisen, von Erinnerungskultur über Antisexismus bis hin zu Urban Gardening.


So komplex und anspruchsvoll die Vielzahl der Themen, die in dem Urban Game „Klassenkampf“ anklingen, so spannend und fesselnd ist das Gameplay. Es muss auf Strategie, Kommunikation und den Standort geachtet werden, gute Arbeitsteilung und Teamwork sind wichtig um möglichst viele der insgesamt 67 Felder des Spielfelds einzunehmen. Die Aufgaben sind teilweise interaktiv, erfordern fast immer aufmerksame Augen und manchmal schnelle Beine, es gibt Rätsel zu lösen und Gegner*innen zu verfolgen, GPS-Koordinaten zu finden, Passant*innen zu rekrutieren, Barrikaden zu bauen und sogar eine Demonstration zu starten.

Das Spiel braucht keine Spielleitung, durch das ganze Urban Game führt eine Broschüre, in der neben den Spielregeln, Anweisungen und Spielfeldern auch QR-Codes zu finden sind, die zu kurzen Hörspiel-Episoden führen, die die Spielenden in das Wuppertal des jungen Friedrich Engels begleiten. Die Spielenden kommunzieren über eine gemeinsame Chatgruppe.


Das Spielmaterial kann kostenlos bei der Stadtbibliothek Wuppertal ausgeliehen werden, ist mit Begleitung Erwachsener ab 12 Jahren spielbar und dauert bis zu 4 Stunden. Smartphones und eventuell Stifte werden zusätzlich benötigt. Das Urban Game wurde entwickelt von Daniel Parlow und David Kory, das Grafikdesign ist von Stephanie Schotte von tamioe.
4. Aug. 2020 | Allgemein
Ein weiteres Urban Game unserer erfolgreichen „Streetbingo“-Reihe. Wir haben im Rahmen der Stadtbesetzung 2019 in Gütersloh das Urban.Art.Bingo.Gütersloh entwickelt. Spielerisch wird der öffentliche Raum erobert: Baukultur, Street-Art, Skulpturen, Tags, Bombings und Murals sollen gefunden und knifflige Zusatzaufgaben gelöst werden. Jugendliche und Erwachsene bilden Teams und treten in einem festgelegten Spielfeld gegeneinander an. 
Mit Bewegung und Action, Neugier und Entdeckung, Spaß und Spannung wird versucht möglichst viele verschiedene Aufgaben zu meistern und Punkte zu holen. So werden viele spannende und versteckte Orte und Kunstwerke entdeckt. Das Konzept basiert auf dem beliebten Street Art Bingo im Dortmunder Unionviertel, aber wurde auf die vollkommen andere städtische Grundlage in Gütersloh angepasst.
Gütersloh verfügt über einen kleinen aber gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern mit Fachwerkhäusern und kleinen Gässchen, eine gepflegte Fußgängerzone und wirkt alles in allem deutlich weniger urban als die Ruhrgebietsstädte Dortmund, Duisburg und Essen, in denen das Street Art Bingo-Konzept bisher erprobt war. Das bedeutet eben auch, dass Graffiti, Street Art und ähnliche Ausdrücke einer urbanen Subkultur- und Kunstszene im Stadtbild nicht so präsent sind. Dafür finden sich viele Plastiken und Skulpturen im öffentlichen Raum und die Architektur und Baukultur ist vielfältiger als andernorts. Aus diesen Grundvoraussetzungen war schnell klar, dass das Urban Game in Gütersloh als reines Street Art- bzw. Graffiti-Bingo der Stadt nicht angemessen wäre, und sich die Kunstformen, die im öffentlichen Raum repräsentiert sind, möglichst alle auch im fertigen Spiel wiederfinden lassen sollten.
Das Urban Art Bingo Gütersloh kann mit bis zu 4 Teams gleichzeitig gespielt werden, was für zahlreiche Interaktionsmöglichkeiten der Teams untereinander sorgt und hervorragend auf eine weitere Besonderheit des Spielfelds eingeht: es gibt bemerkenswert viele Abkürzungen, Schleichwegen und Gässchen! Das sorgt für einen actionreichen Spannungsfaktor, da sich die Teams auch gegenseitig jagen.


Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen des Fachbereichs Kultur der Stadt Gütersloh. Ohne Zweifel gibt es viel zu entdecken in Gütersloh und wir hoffen, dass viele Jugendliche und Erwachsene sich an dem Spiel erfreuen werden!
15. Juli 2020 | Urban Gardening & Farming
Vor 7 Jahren haben wir die Plattfom UrbaneOasen.de entwickelt. Wir starteten die Plattform mit dem Ziel, Interessierten der Urban Gardening Bewegung (zunächst mit dem Fokus Ruhrgebiet, dann NRW) die Möglichkeit zu geben sich online zu vernetzen und auszutauschen. Mit viel ehrenamtlichem Engagement haben wir die Seite und ihre Funktionen weiterentwickelt. Die Plattform hat es ermöglicht, über die Grenzen des eigenen Projektes und der eigenen Stadt Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen weiterzugeben oder zu gewinnen.
UrbaneOasen.de endet am 15.08.2020
Nun haben wir uns schweren Herzens dazu entschieden, die Plattform abzuschalten. So sehr wir die Arbeit daran geliebt haben, gibt es dafür gute Gründe: Zum einen fehlen uns mittlerweile die Kapazitäten, um die Seite adäquat zu pflegen und verwalten. Zum anderen bietet die anstiftung mit www.urbane-gaerten.de mittlerweile eine Internetseite, die das geballte Wissen zum Thema versammelt. Man kann Beiträge posten und sich optimal mit Gemeinschaftsgärtner*innen in ganz Deutschland vernetzen und austauschen. Somit bietet die Plattform all das, was wir uns von einem Urban Gardening Online-Netzwerk wünschen.
Die anstiftung treibt die Urban Gardening Bewegung in Deutschland seit vielen Jahren an und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass sie ihren heutigen Stand in der Gesellschaft hat. Sie ist deutschlandweit sehr gut vernetzt und macht einfach tolle Arbeit. Wir als Verein haben selbst gute und nette Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der anstiftung machen dürfen. Daher verweise wir sehr gerne auf die neue Plattform!
Vielen Dank für Euer Mitwirken auf der Seite, alles Gute für euch und eure Projekte und bleibt gesund!
8. Juli 2020 | Stadtforschung & -entwicklung, UrbaneProduktion.ruhr
Nachdem wir gemeinsam mit dem IAT Gelsenkirchen, der Hochschule Bochum und der Wirtschaftsetwicklung Bochum im Rahmen unseres Forschungsprojektes UrbaneProduktion.Ruhr bereits im vergangenen Jahr das Ladenlokal WatCraft in Bochum-Wattenscheid zwischengenutzt haben, sind wir nun in der ehemaligen Gaststätte Haus Wiesmann zugange. Nach wenigen Monaten Leerstand eerden die Gasträume in der Hochstraße 65 seit Anfang Juni mit neuem Leben gefüllt. Für die Entwicklung und Etablierung eines neuen kulturellen und sozialen Hot Spots in Wattenscheid haben wir uns mit Mitgliedern der Wattenscheider Initiative Mittendrin und Biermacher Gerhard Ruhmann zusammengetan und den Verein WatWerk e.V. gegründet.
Die Gaststätte „Haus Wiesmann“ in der Hochstraße gibt es bereits seit knapp 120 Jahren und jahrzehntelang war sie fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Wattenscheid. Ende letzten Jahres hat die ehemalige Pächterin die Gaststätte verlassen. Die geplanten Aktivitäten für das Haus Wiesmann, das seinen Namen trotz neuer Nutzungen behält, setzen auf die vorhandenen Potentiale in Wattenscheid und die kulturelle und soziale Belebung des Stadtteils.
Wie schon in der Zwischennutzung WatCraft durch das Forschungsprojekt wird urbane Produktion auch im Haus Wiesmann eine zentrale Rolle spielen. In Treffen und Veranstaltungen im WatCraft wurde mehrmals der Wunsch aus dem Stadtteil nach gemeinsamer und nachhaltiger Lebensmittelversorgung geäußert. Aus diesen Impulsen heraus wird der Braumeister Gerhard Ruhmann mit der Unterstützung unseres Forschungsprojektes eine kleine Lern- und Kreativbrauerei aufbauen. Gerhard Ruhmann bringt langjährige Erfahrungen aus soziokulturellen Zentren, Gasthausbrauereien und Craftbeer-Pubs mit und hat in den vergangenen Jahren schon die Lindenbrauerei in Unna, die Hövels Hausbrauerei in Dortmund und die Trinkhalle in Bochum begleitet. In Wattenscheid möchte er alte, historische Bierstile reaktivieren, die jüngere Biergeschichte aufarbeiten und die Bochumer Brautradition um das ein oder andere Kapitel ergänzen.
Neben der materiellen Produktion und dem Aufbau einer eigenen Wattenscheider Brauerei, wird es im Haus Wiesmann zahlreiche kulturelle Veranstaltungen geben, die in erster Linie von der bereits bekannten Initiative Mittendrin veranstaltet werden. Vorstellbar sind außerdem ein offenes Café, Sprachkurse, Tanzkurse, Spielabende, Stammtischtermine, Konzerte, Ausstellungen und weitere Aktionen, die in den Stadtteil strahlen und die Menschen vor Ort miteinander vernetzen und aktivieren. Dabei suchen wir natürlich weitere interessierte Menschen, die Lust haben die ehemalige Gaststätte als Knotenpunkt für weitere Aktivitäten aus und für den Stadtteil zu nutzen und den Raum für unterschiedliche Nutzungen zur Verfügung stellen.
Mit digitalen Biertastings und kleineren Treffen für Interessierte sind wir vor kurzem in die Nachnutzung gestartet. In den nächsten Wochen und Monaten wird das Haus so oft wie möglich mit Leben gefüllt. Im Zeitraum bis Ende November sollen viele verschiedene Veranstaltungen stattfinden und gemeinschaftlich Nutzungskonzepte, Finanzierungsmöglichkeiten, Strukturen und Organisationsformen für das Haus Wiesmann entwickelt werden. Für erste Workshops und Aktionen konnten wir mit dem jungen WatWerk e.V. bereits Fördermittel aus dem Verfügungsfonds des Stadtteilmanagements Wattenscheid akquirieren.
Zudem hoffen die Beteiligten den Kreis der Verantwortlichen um möglichst viele anpackende Mitstreiter*innen zu erweitern. Denn klar ist, dass für die Meisterung von Herausforderungen, die mit dem Betrieb eines solchen multifunktionalen Ortes zusammenhängen, die Unterstützung von weiteren Menschen, Unternehmen und Akteuren aus Wattenscheid und der Region notwendig ist. Wer mit anpacken, sich gemeinsam mit weiteren engagierten Menschen in die Entwicklung des Haus Wiesmann einbringen oder den Verein mit Spenden fördern möchte, darf sich gerne unter https://haus-wiesmann.de/ informieren und über das Kontaktformular melden.
6. Juli 2020 | Urban Gardening & Farming
Gemeinschaftsgärten erfreuen sich seit einigen Jahren großer Beliebtheit. Sie zählen zu den neuen Formen des städtischen Gärtnerns, die sich unter dem Begriff „urbanes Gärtnern/urban Gardening“ zusammenfassen lassen. Neben der geeigneten Standortwahl für die Gartenprojekte leben Gemeinschaftsgärten von der Zusammenarbeit verschiedenster Akteursgruppen. Damit sie entstehen können, bedarf es neben den Mitmachenden noch weitere Personen, die Flächennutzungen zulassen und die Gartenprojekte unterstützen. So stellen beispielsweise Kommunen oder Wohnungsgesellschaften Flächen zur Verfügung, Initiatoren organisieren Mitmachaktionen und lokale Unternehmen unterstützen die Initiativen mit Sachspenden. Gemeinschaftsgärten sind daher prädestinierte Orte von Co-Produktion auf städtischen Grünflächen.
Die Broschüre „Gemeinschaftsgärten- wer macht mit?“ wurde vom Regionalverband Ruhr in Kooperation mit den Urbanisten erstellt und nimmt die Akteure des urbanen Gärtnerns in den Fokus. Sie stellt Methoden und Instrumente vor, wie Mitmachende für Gartenprojekte gefunden, gezielt angesprochen und eingebunden werden können. Die angewandten Methoden sind auch auf andere Grünzüge übertragbar. Abschließend stellt die Broschüre wesentliche Erkenntnisse und Empfehlungen aus dem Modellvorhaben CoProGrün vor. Diese sollen Entscheidungtragende und Garteninitiativen dabei unterstützen, Voraussetzungen und Strukturen zu schaffen, damit durch Kooperation noch viele weitere grüne Oasen entstehen können.
Downlad der Broschüre „Gemeinschaftsgärten – wer macht mit?“
15. Mai 2020 | FutureClub, Stadtforschung & -entwicklung, Upcycling & Do-It-Yourself
…und jetzt ist alles anders! Der FutureClub ist ein Bildungsangebot für Kinder und Jugendliche aus der westlichen Innenstadt und den angrenzenden Nachbarbezirken. In niederschwellig angelegten Angebotsformaten können Kinder und Jugendliche zwischen vier und siebzehn Jahre Neues ausprobieren, ihre Fähigkeiten stärken, Interessen entwickeln und Erfolge erleben.
Das Besondere am FutureClub ist bzw. war, dass er keinen festen Ort hat, sondern das Team von VermittlerInnen mobil ist und die Kinder und Jugendlichen gezielt an verschiedenen Orten im Stadtteil aufsucht. Die Bildungsangebote fanden dort statt, wo sich die jungen BewohnerInnen aufhalten -in Kitas, Schulen und im öffentlichen Raum.
Und jetzt? Jetzt ist alles anders und irgendwie auch nicht. Die Angebote des FutureClub bleiben „mobil“ und finden dort statt, wo sich die Kids ausfhalten. Zu Hause und im Internet.
Der FutureClub hilft, auch in dieser besonderen Zeit, weiterhin Freizeit aktiv zu gestalten und die Talente junger Menschen zu fördern und bietet unterschiedlichen Themengebieten ein Zuhause.
Die Angebotsvielfalt in den, nun digitalen, ThemenClubs erstreckt sich von Bewegung über Kreatives und spielerischer Umweltbildung bis hin zu Achtsamkeitsübungen. Mit einfachen Mitteln und ohne großen Materialaufwand bringen wir den Kids unser Angebot direkt ins Haus.
In regelmäßigen Abständen veröffentlichen wir ab sofort Freizeitangebote auf unseren Social-Media-Kanälen. Kindgerechte Yogaübungen, Upcycling Tutorials, Ausmalbilder, Kurzgeschichten oder Glückstiere. Wir vertreiben Langeweile und freuen uns über jeden Besucher auf unseren Kanälen.
Die digitalen Angebote findet Ihr ab sofort auf: instagram und youtube
21. Apr. 2020 | Allgemein, URBANISTEN
Seit mehreren Wochen stellen wir uns so wie alle den Herausforderungen der Corona Krise und damit auch den Herausforderungen des Arbeitsalltages im Home-Office. Morgens etwas länger schlafen zu können ersetzt bei uns nicht die Freude über die gemeinsamen Gespräche und Mittagspausen in unserem Büro. Und sogar die Diskussionen über die nicht ausgeräumte Spülmaschine oder die herumstehenden Kaffeetassen vermissen wir. Diskussionen können wir aber zum Glück aber auch digital führen.
Aus einem typischen Tag bei uns im Büro, der für Svenja morgens mit einem Frühstück und einer Zeitung startet, für Jan mit einer ausgiebigen Pflege aller Pflanzen weitergeht und für Flo mit einem Rundgang, bei dem er den Staub aus der Werkstatt mitbringt, endet, wurde nun ein Arbeitsalltag voller Telefonate, Videokonferenzen und Textnachrichten. Aus einer Absprache, die normalerweise etwa 5 Minuten gedauert hätte, kann im Zweifelsfall, wenn die jeweiligen Mittagspausen ungünstig liegen oder man sich gegenseitig nicht erreichen kann, auch eine Angelegenheit von mehreren Stunden werden. Jeder von uns schlägt sich nun auch während des Arbeitstages mit all den Ablenkungen und Aufgaben, die Zuhause erledigt werden müssen, herum und so manches lässt sich dadurch nicht so schnell wie gewöhnlich realisieren. Dennoch sind wir weiterhin motiviert und zum Glück gibt es eine Vielzahl von Programmen und Tools, die uns diese digitale Zusammenarbeit erleichtern. Gemeinsame Besprechungen finden nun per Videokonferenz statt und kurze Absprachen werden durch einen Anruf oder eine Nachricht erledigt.
Während dieser aktuellen Situation tut es uns allen auch sehr gut, sich ab und zu mal zu sehen, wenn auch nur durch den Monitor. Die Verbindungsprobleme während der Videokonferenzen gehören mittlerweile genauso zum Arbeitsalltag wie das ständige „Hört ihr mich?“ in den digitalen Meetings. Aber es gibt nichts, woran man sich nicht auch gewöhnt. Die anstehenden Projekte bringen wir nun von Zuhause voran und verschiedene Angebote werden, genauso wie unsere Zusammenarbeit, nun ebenfalls digitalisiert. Auf unseren Social Media Accounts folgen mehr Infos zu wo, wie und wann.
Unser Büro wird auch weiterhin täglich von einem Urbanisten, meistens Nils, besucht, der sich um all die angezogenen Pflänzchen für unser Gewächshaus und den Westgarten kümmert. Außerdem müssen ja auch noch weiterhin die analogen Aufgaben, wie den Briefkasten zu leeren und die Post zu verteilen, erledigt werden, denn daran ändert sich auch während der aktuellen und auf Hochtouren laufenden Digitalisierung nichts.
Wir freuen uns schon darauf, bald wieder gemeinsam im Büro zu sitzen und all die abwechslungsreichen Gesprächen zwischen Tür und Angel während einer normalen Arbeitsroutine, führen zu können.
Bis dahin wünschen wir weiterhin alles Gute, bleibt gesund und Zuhause!
23. März 2020 | Allgemein, Urban Gardening & Farming
Nachdem am 12. März schon der Gemeinschaftsgarten Westgarten in unserem neuen Workshopraum seine Gemüsepflänzchen anziehen konnte, haben wir am 14. März in Kooperation mit der Volkshochschule Dortmund einen Anzuchtworkshop durchgeführt. Unser erfahrener Gemüsebauingenieur Christoph Richard hat eine theoretische Einführung in Pflanzenwachstum, Nährstoffe, Material und Methoden gegeben und anschließend konnten die Teilnehmer*innen ihre eigenen Pflänzchen vorziehen. Die Wahl fiel neben verschiedenen Tonatenarten auf Rote Beete, Kürbis, Mangold, Zucchini, Aubergine, Karotten, Lauch, Gurke und einiges mehr, das im torffreien und nährstoffarmen Substrat eingesäät wurde.
Wir freuen uns über das positive Feedback, die Verbesserungsvorschläge und hoffentlich weitere Anzuchtworkshops!