Aquaponik-Gewächshaus bekommt neues Innenleben

Seit 2012 steht unsere Aquaponik-Anlage am Union Gewerbehof, vor fünf Jahren wurde das jetzige Gewächshaus errichtet. In dieser Zeit wurden hunderte Besucher:innen durch die Anlage geführt, um das Prinzip der Aquaponik zu vermitteln und Anregungen zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft zu geben. Zwar wurden immer wieder Teile der Anlage optimiert, doch in diesem Jahr wurde klar, dass eine grundlegende Renovierung nötig war. Leider konnten wegen der Pandemie in diesem Jahr keine Workshops und Führungen angeboten werden. Immerhin ließ dies aber Zeit, die Erneuerung der Inneneinrichtung sorgfältig zu planen.

Im Winter wurde dann unter strenger Einhaltung der Hygieneregeln der Umbau des Gewächshauses vorgenommen. Als Materialien kamen vor allem Holz und gebrauchte IBC-Container zum Einsatz. Die Fische durften in ein professionelles Aquakulturbecken umziehen, welches mehr Platz bietet als das vorherige Becken. Allgemein wurde der Platz effizienter verwendet, so dass nun mehr Besucher:innen oder ein größerer Abstand möglich sind. Auch sind die Aquakultur und die Beete der Hydrokultur klarer voneinander getrennt. Das verbessert die Übersichtlichkeit und damit die Anschaulichkeit. So lässt sich das Prinzip der Aquaponik besser verstehen. Im Januar wird nun noch die Messtechnik verbessert, so dass die Wasserwerte besser ablesbar sind.

Sobald es wieder möglich ist öffentliche Führungen durchzuführen, wollen wir diese wieder regelmäßig anbieten. Die Termine werden dann unter https://dieurbanisten.de/aktuelle-termine/ zu finden sein.

 

 

Dieses Projekt wurde gefördert von Nordwärts. Wir bedanken uns bei der Stadt Dortmund.

Aquaponik an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule

Aquaponik, also die ressourcensparende Kombination von Gemüseanbau und Fischzucht, ist ein möglicher Baustein für eine nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft, und als Konzept vor allem auch für urbane Landwirtschaft interessant. Um das Wissen um die Vorteile der Aquaponik zu verbreiten haben wir einen Workshop zum Bau eines Aquaponik-Systems entwickelt.

Am 05.11.2019 waren wir deshalb zu Besuch beim Biologie-Leistungskurs der 12. Stufe der Gustav-Heinemann-Gesamtschule. Nach einer theoretischen Einführung von Urbanist Nils Rehkop über die Hintergründe und Funktionsweise von Aquaponik-Anlagen, konnten die Schüler*innen ihr eigenes System aufbauen.

In mehreren Gruppen kümmerten sich die rund dreißig Teilnehmer*innen um den Aufbau der Anlage. Eine der Gruppen schraubte die Anlage mit Akkuschraubern zusammen und stellte einen dazugehörigen Pavillon auf, an dem mehrere Reihen LED-Lampen befestigt wurden. Eine andere Gruppe lackierte das System mit Pinseln und Sprühdosen. Eine dritte Gruppe kümmerte sich um die Pflanzen und setzte diese in speziellen Pflanztaschen in das Beet der Anlage ein.
Ende Januar waren wir dann nochmal vor Ort und haben mit den Schüler*innen Fische ins System gesetzt, die ab jetzt für die nötigen Nährstoffe der Pflanzen sorgen werden.

Dieses Projekt wurde gefördert von Nordwärts. Wir bedanken uns bei der Stadt Dortmund.

 

Titelbild: Karl-Bernd Kollmann

 

 

Aquaponik-Workshop im Westfalen-Kolleg

Aquaponik, also die ressourcensparende Kombination von Gemüseanbau und Fischzucht, ist ein möglicher Baustein für eine nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft, und als Konzept vor allem auch für urbane Landwirtschaft interessant. Um das Wissen um die Vorteile der Aquaponik zu verbreiten haben wir einen Workshop zum Bau eines Aquaponik-Systems entwickelt.
Im Dezember 2019 haben wir mit mehreren Studierenden des Westfalen-Kollegs ein Aquaponik-System für deren Mensa aufgebaut. Zu Beginn ging es in einem Einführungsvortrag um dem Nachhaltigkeitsaspekt von Aquaponik und die verschiedenen Systemelemente einer Aquaponik-Anlage.

Im Anschluss machten sich die Studierenden ans Werk die rund zwei mal drei Meter große Anlage aufzubauen. Es wurde gebohrt und geschraubt, um die einzelnen Komponenten des Systems mit einender zu verschalten. Im Anschluss wurde das Beet mit Blähton und der Fischtank mit Wasser befülllt, und die Pflanzen eingesetzt.
Über den Jahreswechseln hatte das System dann Zeit um sich einzufahren, so dass wir im Januar Fische einsetzen konnten.

Gefördert durch das Projekt „Nordwärts“. Wir bedanken uns bei der Stadt Dortmund.

 

 

 

Aquaponik für den Dortmunder Norden – die ersten Workshops sind gestartet

Wir möchten das Prinzip der Aquaponik – also die sinnvolle Kombination von Pflanzenanbau und Fischzucht in einem kreislaufbasierten System – einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Unserer Ansicht nach kann die Aquaponik ein wichtiger Baustein in der urbanen Landwirtschaft werden, und dabei helfen Menschen in der Stadt effizient und nachhaltig mit Nahrung zu versorgen. In unserem Gewächshaus auf dem Union Gewerbehof forschen wir bereits seit einigen Jahren in diesem Bereich.

In den nächsten Jahren wird im Dortmunder Norden auch eine größere Anlage entstehen. Um die Menschen vor Ort aber schon jetzt von der Idee zu begeistern haben wir zunächst ein eher kleines System entwickelt, welches gut die Wirkungsweise des Kreislaufs aufzeigt. Das Ergebnis ist dabei eher ein ästhetisches und anschauliches Ausstellungsobjekt als ein Mittel zur Produktion. In einem ersten Workshop am 29.11. luden wir ein, um mehr über den theoretischen Hintergrund von Aquaponik in der urbanen Landwirtschaft zu erfahren und unser Gewächshaus auf dem Union Gewerbehof zu besichtigen. Insgesamt knapp 30 Menschen, darunter auch SchülerInnen der Geschwister-Scholl Gesamtschule lauschten dem Vortrag, danach ging es zum anschaulichen Teil ins Gewächshaus.

In der folgenden Woche wurde dann während eines weiteren Workshops im Kulturort Depot im Dortmunder Norden das neuentwickelte System zum ersten Mal aufgebaut und in Betrieb genommen. Hier soll es am 10.11. – 11.11.2018 auf dem Trash Up-Festival der Öffentlichkeit präsentiert werden. Während des Aufbaus wurden immer wieder interessante Fragen rund um die Aquaponik allgemein und das System im speziellen beantwortet. Dabei zeigte sich erneut wieviele verschiedene Aspekte die Aquaponik vereint: Vom Wissen über Pflanzenzucht, Fischhaltung und Messtechnik, über chemische Prozesse bis hin zur elektrischen Verschaltung gibt es viel zu lernen und zu verstehen. In der nächsten Zeit wird dann nach einem endgültigen Standort für die Anlage gesucht.

Gefördert durch das Projekt „nordwärts“.

Projekt „Aquaponik ReCycle“

Im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur der RWTH Aachen, im EU-finanzierten Forschungsprojekt „productive Green Infrastructure for post-industrial urban regeneration (proGIreg)“ hatten wir am vergangenen Dienstag das Projekt „Aquaponik ReCycle“ zu Gast. Ziel des studentischen Projekts ist es Ideen für die Lage, die Funktionen, die architektonische Gestaltung und konstruktive Umsetzung der im Projekt proGIreg ab dem Jahr 2020 geplanten Aquaponikanlage zu entwickeln.

 

Wie gestalten wir die Zukunft unserer Städte nach dem Weggang industrieller Nutzungen? Wie können wir natürliche Prozesse und die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft nutzen um grünere und gesündere Lebensbedingungen in der Stadt zu schaffen? Und wie kann die Stadtbevölkerung sich in diesen Prozessen engagieren und sich damit auch neue ökonomische und soziale Chancen erschließen? All dies sind Fragestellungen mit denen sich das Forschungsprojekt proGIreg in den nächsten fünf Jahren beschäftigen wird. Auf Grundlage dieser Fragestellungen hat der Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur gemeinsam mit der Juniorprofessur Rezykliergerechtes Bauen, Aufgaben formuliert, die nun von ihren Studierenden im Projekt „Aquaponik ReCycle“ bearbeitet werden.

 

Während der Veranstaltung gab Nils Rehkop den Gästen aus Aachen einen Einblick in die Grundlagen und Funktionsweisen von Aquaponikanlagen. Hierbei stand vor allem der Recyclingaspekt von Materialien, die für den Bau von Aquaponik-Anlagen verwendet werden können im Vordergrund. Nach einer Führung durch unser Gewächshaus am Union Gewerbehof fuhren die Studierenden mit dem Fahrrad nach Dortmund Huckarde, wo sie eine Stadtteilanalyse durchführten. Im nächsten Schritt des Projekts werden sie konzeptionelle Entwurfsideen für eine von Bürgern getragene Aquaponikanlage erarbeiten. Darüber hinaus sollen Entwürfe für die Gebäude und den Außenraum der Aquaponik-Anlage erarbeitet werden.

Bildquellen: Axel Timpe – RWTH Aachen

 

 

This project has received funding from the European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme under grant agreement no. 776528.The sole responsibility for the content of this publication lies with the authors. It does not necessarily represent the opinion of the European Union. Neither the EASME nor the European Commission are responsible for any use that may be made of the information contained therein.

 

Unser Aquaponik Projekt im Videoportrait

Unser Aquaponik Team wurde einen Tag von Filmemacherin Johanna Ickert vom Kulturwissenschaftlichen institut Essen Arbeit begleitet. Das Ergebnis ist der Kurzfilm „Nachhaltige Lebensmittelproduktion in der Stadt“, der vor einiger Zeit auf dem Foresight Filmfestival in Halle vorgestellt wurde. Als Kulturanthropologin, Regisseurin und Autorin beschäftigt sich Johanna mit den gesellschaftlichen Umbrüchen unserer Zeit und der Frage, wie Menschen diese gestalten. Also genau die Fragen, die auch die Urbanisten umtreiben.

Das Video gibts auf Youtube, viel Spaß beim Schauen!

 

 

 

 

Jetzt für Aquaponik abstimmen!

Bitte stimmt für uns ab und supportet unser Aquaponik-Projekt! Unsere Aquaponikanlange am Union Gewerbehof soll zu einem umwelt-pädagogischen Anschauungssystem erweitert werden. So möchten wir Kindern und Jugendlichen in Workshops das Verständnis einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion näher bringen. Das Preisgeld verwenden wir für erklärende Schautafeln und ein Mini-Labor zum Testen von Wasserwerten.

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