Exkursion: THE PARADISE MACHINE trifft auf DORTMUNDER UNIONVIERTEL

Exkursion: THE PARADISE MACHINE trifft auf DORTMUNDER UNIONVIERTEL

Die Urbanisten haben in einem Kooperationsprojekt zwischen Wissenschaft und Kunst eine expeditive Radtour organisiert. Am Samstag, den 20. Juli 2024 startete bei sonnigstem Wetter das Experiment im Kreativ.Quartier Unionviertel.

Von künstlichen über verlorene Paradiese und einer Einführung zur Ausstellung NIKLAS GOLDBACH:THE PARADISE MACHINE durch Inke Arns, Direktorin des HMKV Hartware MedienKunstVereins*, im Dortmunder U ging es zu Hinterhofparadiesen und riesigen Brachen als Möglichkeitsräumen über DIY-Paradiese im öffentlichen Raum hin zum Revierstrand Wischlingen. Die Tour wurde von Urbanistin Svenja Noltemeyer gestaltet und mit vielen Informationen von Prof. Dr. Renée Tribble der TU Dortmund angereichert.

Knapp 20 Teilnehmende radelten bei gutem Wetter fünf Stunden durch den Dortmunder Westen und schauten neugierig hinter viele Ecken und viele kreative Räume entlang der Rheinischen Straße. Zwischendurch gab es Picknickpausen und viel Platz für einen lebendigen Austausch unter den Mitfahrenden und den Organisatorinnen. Danke an Peter Backof für den tollen akustischen Einblick in die Tour: Beitrag WDR3 – Kultur am Mittag

*Der HMKV Hartware MedienKunstVerein ist eine Plattform für die Produktion, Präsentation und Vermittlung von zeitgenössischer beziehungsweise experimenteller (Medien-)Kunst. Medienkunst wird dabei nicht als technisch determiniertes Genre verstanden, sondern als zeitgenössische Kunst, die sich inhaltlich und konzeptuell mit unserer in starkem Maße medial und technologisch geprägten Gegenwart auseinandersetzt. Zu den wesentlichen Zielen des HMKV gehören die Verhandlung von zeitgenössischen Themen und Fragestellungen, die Ansprache einer breiten Öffentlichkeit in der Vermittlungsarbeit sowie ein interdisziplinärer künstlerischer Ansatz. Gemeinsames Anliegen der Projekte des HMKV ist der Versuch, mit den Mitteln der Kunst ein Verständnis für vielschichtige gesellschaftliche, politische, ökonomische oder ökologische Zusammenhänge herzustellen. In einer globalisierten und durch Technologie beschleunigten Welt, die auf der Interaktion dieser Systeme basiert, ermöglicht dieser Ansatz einen neuen Blick auf unsere Gegenwart, der die Wahrnehmung jedes Einzelnen bereichert und komplexe Zusammenhänge verständlich macht.“ (www.hmkv.de)

Anfragen zu weiteren Führungen oder individuellen Gruppentouren durch das Kreativ.Quartier Unionviertel bitte per E-Mail an info AT dieurbanisten.de. Wir versuchen Wünsche nach Entdeckertouren durch den DIY-Stadtteil möglich zu machen.

Spatenstich für den Klimagarten in Schwerte Wandhofen

Spatenstich für den Klimagarten in Schwerte Wandhofen

Ab sofort strebt der Klimagarten in Schwerte Wandhofen seiner Vollendung entgegen. Am Donnerstag gab es den symbolischen Spatenstich für ein Projekt, das Vorbildfunktion in der Metropole Ruhr haben und ein Teil seiner Internationalen Gartenausstellung 2027 sein wird. Bürgermeister Dimitrios Axourgos begrüßte zum Spatenstich zahlreiche Mitstreiter*innen, u.a. Sylvia Weigner, Leiterin der Stabsstelle der Geschäftsführung der IGA Metropole Ruhr.

Die Urbanisten organisierten in Kooperation mit dem Büro Förder Landschaftsarchitekten den Beteiligungsprozess für den Klimagarten Schwerte. In fünf Veranstaltungen konnten die Schwerter Bürger*innen ihre Ideen und Anliegen einbringen, die dann in einem Nutzungskonzept für den Klimagarten mündeten.

Der „gesamte Prozess ist von einer guten Zusammenarbeit aller Beteiligten geprägt gewesen“, sagte das Stadtoberhaupt in seiner Begrüßung. Viele Bürger*innenbeteiligung und Workshops habe es gegeben, viele Anregungen seien in das Projekt Klimagarten eingeflossen. Sein ganz besonderer Dank galt Florian Hübner, Klimaschutzmanager und Umweltschutzbeauftragter der Stadt aus dem Bereich Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt. Er hat dem Projekt von seinen Anfängen bis jetzt entscheidende Impulse gegeben. Der Bürgermeister dankte aber auch allen anderen Beteiligten aus Politik, Planung, Vereinen und Initiativen sowie den Sponsoren Sparkasse Dortmund/Schwerte, den Stadtwerken Schwerte und der Stadtentwässerung.

„Wir wollen den Klimagarten hier als Bildungsort etablieren“, unterstrich Dimitrios Axourgos. „Umweltbildung ist uns ein besonderes Anliegen und zentraler Bestandteil des Projekts“. Jetzt entstehe u.a. ein Klimapavillon für Veranstaltungen und projektbezogenen Unterricht, der allen, vor allem aber den Schulen und KiTas in Schwerte zur Verfügung steht. Fünf Themengärten und ein Klimalehrpfad als Bildungsweg werden angelegt. Abgedeckt werden die Themenbereiche Umweltschutz, Klimaanpassung und Biodiversität. „Wir wollen theoretisches Wissen praktisch vermitteln und erfahrbar machen und einen attraktiven Ort zum Aufenthalt und Austausch schaffen“, so der Bürgermeister.

Die Kosten für den Klimagarten belaufen sich auf 3,3 Millionen Euro, von denen drei Millionen Euro durch den Bund gefördert werden. Fertig sein soll der Klimagarten schon in einem Jahr, also deutlich vor dem Beginn der IGA. Die Stadt ist überzeugt, dass der Klimagarten davor, vor allem aber auch danach ein attraktiver Ort für Besucher*innen sein und bleiben wird.

Klimagarten Schwerte (klimagarten-schwerte.de)

Klimagarten Schwerte – Förder Landschaftsarchitekten (foerder-landschaftsarchitekten.de)

Das Nutzungskonzept der Urbanisten auf mitmachstadt.schwerte.de

Engagier dich als Holzwurm in unserer Offenen Werkstatt

Engagier dich als Holzwurm in unserer Offenen Werkstatt

Unsere Werkstatt lebt von deinem Engagement! Wir suchen dich als Teil unseres ehrenamtlichen Teams, das regelmäßig die Offene Werkstatt anbietet, Teilnehmer*innen berät und in Maschinen und Werkzeuge einweist.

Wenn du Interesse hast, diesen Ort mitzugestalten und Menschen in kreativen Prozessen zu begleiten (das macht Spaß), komm zu uns in die Werkstatt. Wir klären Fragen zu Sicherheitseinweisungen, den Ablauf der Offenen Werkstatt und hören uns gerne deine Ideen an!

Im Sommer bieten wir zwei Onboarding Termine an:

11. Juli 2024, 16 bis 20 Uhr
22. August 2024, 16 bis 20 Uhr

Bitte melde dich im Vorfeld über die Links oder unter www.dieurbanisten.de/termine an.

Eine private Haftpflichtversicherung ist empfehlenswert. Die Nutzung erfolgt immer auf eigene Gefahr.

 

Der CIRCULAR CITY CONTEST wurde erfunden…

Der CIRCULAR CITY CONTEST wurde erfunden…

Innerhalb von zwei Tagen haben wir im letzten Winter mit einem bunt zusammengewürfelten kreativen Team aus ganz NRW die Herausforderung eines Werkstoffspezialisten aus Leverkusen bearbeitet und die Idee des circular city contest entwickelt. Der Contest bei dem bspw. Köln gegen Düsseldorf oder Dortmund gegen Gelsenkirchen antreten, bringt Menschen rund um das Thema Verpackung & Müllvermeidung & Recycling spielerisch zusammen und erzeugt ein lebendiges Stadtgespräch.

Kreislaufwirtschaft im Alltag soll Spaß machen! Menschen lokal ansässiger Unternehmen, sozialer Einrichtungen und Haushalte können beim Stadt-Game mitmachen. Sie entdecken Kleidertauschbörsen, Recyclingstationen, Repair Cafés, Werkzeugbörsen in ihrer Nähe und punkten für ihre Stadt. Sie lernen spielerisch wie Müll vermieden oder zum neuen Rohstoff wird und treffen tolle neue Leute.

Zu den Ideengeber:innen des Circular City Contest gehören Rainer Kunst (Studio Kunst GmbH aus Düsseldorf), Dustin Jessen (das Rezyklat, Hartwig & Jessen GbR aus Essen), Freiberuflerin Sabrina Grosskopp (aus Düsseldorf), Felix Boße (we love mondays aus Köln), Simone Rosenberg (CAESAR+CLEO GmbH aus Düsseldorf) und Svenja Noltemeyer (die Urbanisten e.V. aus Dortmund). Danke für die tolle Zusammenarbeit!

Zur Jury gehörten Christos Lecou, Marketing Manager – Industrial Adhesives bei Covestro, Monika Lichtinghagen-Wirths, Geschäftsführerin Bergischer Abfallwirtschaftsverband Projektleiterin :metabolon und Justus von Geibler, Co-Head Research Unit bei Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH.

Für die Idee des Circular City Contest wurde unsere Gruppe von NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur ausgezeichnet und wir haben die Creative.Challenge von Creative.NRW im Bereich Kreislaufwirtschaft gewonnen. Jeah!

Aktuell versuchen wir, die Idee weiterzuqualifizieren, um sie wirklich spielbar zu machen. Dazu haben wir heute im Projektverbund mit netz.NRW, der Stadt Dortmund und dem Fraunhofer UMSICHT Institut einen Antrag bei Circular Economy-CircularCities.NRW eingereicht und hoffen auf eine EFRE-Förderung.

 

 

Trash Up! präsentiert: TREIBHAUS DEPOT – Programm im Juni

Trash Up! präsentiert: TREIBHAUS DEPOT – Programm im Juni

Seit 2016 haben wir gemeinsam mit dem DEPOT Dortmund das Nachhaltigkeitsfestival Trash Up! entwickelt, weiterentwickelt und Jahr für Jahr realisiert. Nachdem im vergangenen Jahr ein Sommerfest auf dem Union Gewerbehof zum Thema „Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit“ stattgefunden hat, zieht die Trash Up! dieses Jahr zurück in das alte Straßenbahndepot in der Nordstadt.

Dort erwartet euch im Juni 2024 das:

TREIBHAUS DEPOT

Kulturorte als Keimzelle für nachhaltiges Handeln? Wir probieren es aus! Die Mittelhalle wird zum Begegnungsort rund um das Thema Nachhaltigkeit.

Egal ob Festival, Upcycling-Markt, Podcast oder Sommerfest – seit 2016 dreht sich bei Trash Up! alles rund um das Thema Nachhaltigkeit. Im Juni 2024 präsentiert die Veranstaltungsreihe das TREIBHAUS DEPOT: Ein offener Raum in der imposanten Mittelhalle der ehemaligen Straßenbahnwerkstatt, gestaltet von den Urbanisten. Auf einer Fläche von rund 200 m² wird gemeinsam diskutiert, gekocht und Tischtennis gespielt. Von hier aus brechen wir mit den Fahrrädern zu den urbanen Gärten in der Dortmunder Nordstadt auf und fragen uns, was eine lebendige Kulturszene braucht, um zu gedeihen.

Zu Gast sind Expert*innen aus den Bereichen Klimaforschung und Stadtgestaltung, die einen Blick auf die Grundlagen von Nachhaltigkeit werfen und tiefer in die damit verbundenen Fragestellungen eintauchen. Wo sind Kolonialismus und Klimakrise miteinander verknüpft? Inwieweit sind Frauen und Mädchen vom Klimawandel anders betroffen? Welche Räume braucht es in einer Stadt wie Dortmund, um nachhaltige Kulturarbeit zu leisten? Und was haben eigentlich Eisbohrkerne mit der ganzen Sache zu tun?

Viele Fragen und Herausforderungen, denen das Depot zusammen mit den Urbanisten auf den Grund geht und sich dafür Unterstützung ins TREIBHAUS holt: Mit am Start sind die Fachhochschule Dortmund, die Tonbande aus dem Rekorder und Train of Hope e.V.

Denn in guter Gesellschaft kann man auch herausfordernden Themen mit Spaß, Musik und Kuchen begegnen.

Herzlich willkommen im TREIBHAUS DEPOT!

Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos und es ist – mit Ausnahme der Discursive Dinners – keine Anmeldung erforderlich.

 

Das Programm:

Grundlagen der Nachhaltigkeit – Geschichte, Begriffe und Diskurs
Vortrag / Diskussion
FR 07.06.2024, 14:00 – 16:00 Uhr
Spuren der Vergangenheit: Paläoklimatologie und ihre Bedeutung für die Zukunft
Vortrag / Führung
SO 09.06.2024, 11:00 Uhr
Urban Gardening – Fahrradtour in der Nordstadt
Exkursion / Austausch
MI 12.06.2024, 17:30 bis 19:30 Uhr
Offene Plattenteller
Musik- und Kneipenabend
SA 15.06.2024, 21:00 – 24:00 Uhr
Schnee von gestern – Was wir aus Eisbohrkernen lernen können
Vortrag / Führung
SO 16.06.2024, 11:00 Uhr
Klimakrise & Kolonialismus – Was hat das miteinander zu tun?
Vortrag / Diskussion / Workshop
MI 19.06.2024, 17:00 bis 20:00 Uhr
UMDIE – Tischtennisrundlauf
Get together / Kneipenabend
DO 20.06.2024, 19:00 – 24:00 Uhr
Nachhaltigkeitskompetenzen – Was brauche ich für die Zukunft?
Vortrag / Diskussion / Workshop mit dem Train Of Hope
FR 21.06.2024, 14:00 – 16:00 Uhr
Klimawandel & Migration – Ein Workshop für Frauen
Workshop / Diskussion
DO 27.06.2024, 13:30 – 15:30 Uhr
Frauen in der Klimakrise
Impulse / Gespräch
DO 27.06.2024, 18:30 – 20:30 Uhr
Songs & Cakes
Kaffeekränzchen mit Live-Musik
SO 30. Juni 2024, 11:00 – 15:00 Uhr

 

Zur Veranstaltungsseite des DEPOT

in Kooperation mit

AGENDA 2030 – Pepe Peps visualisiert die Nachhaltigkeitsziele im Haus der Vielfalt

AGENDA 2030 – Pepe Peps visualisiert die Nachhaltigkeitsziele im Haus der Vielfalt

Die 17 Nachhaltigkeitsziele betreffen uns alle. Gemeinsam mit Pepe Peps haben wir im Haus der Vielfalt ein künstlerische Interpretation der Ziele umgesetzt. Die freie künstlerische Arbeit  zeigt die Zerbrechlichkeit der schützenswerten Ziele im Sinne einer Galerie und der darin ausgestellten Objekte.

Wir bedanken uns für das Vertrauen des Haus der Vielfalts und dem VMDO. Vielen Dank an unsere Praktikantin Mireille für die Unterstützung.

Artist: Paul Manzey/PEPE PEPS (www.instagram.com/_paulmanzey)

Projektleitung: David Kory

 

 

Mach Deine Ferien! – Die Dokumentation

Mach Deine Ferien! – Die Dokumentation

Der großartige Filmer Marco Polk hat das Herbstferienprogramm 2023 mit Kamera und Mikro begleitet und als Erinnerung einen tollen Film zusammengeschnitten:

 

Gefördert im Rahmen des Zukunftspaket. Das Zukunftspaket für Bewegung, Kultur und Gesundheit ist ein Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Es wird umgesetzt von der Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung (gsub) und der Stiftung SPI. Der Programmteil „Kinder- und Jugendbeteiligung im Zukunftspaket“ wird verantwortet von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS).

 

Kunst Transfer Novi Sad – Oliver Mark trifft auf Stefan Stanojevic

Kunst Transfer Novi Sad – Oliver Mark trifft auf Stefan Stanojevic

Im Rahmen des Förderprojekts „Kunst.Transfer“ der Stadt Dortmund reisten Oliver Mark und David Kory Anfang September in die Partnerstadt Novi Sad in Serbien. Ziel der Reise ein gemeinsames Mural im öffentlichen Raum der beiden Künstler Oliver Mark und Stefan Stanojevic. Die beiden entstandenen Arbeiten sprechen die jeweilige künstlerische Sprache der Künstler und passen dennoch wahnsinnig gut zusammen. Oliver Marks Bild ist Teil eines Flipbooks, also ein Stop-Motion-Büchlein. In den kommenden Monaten wird ein Kurzfilm erscheinen, die die Reise der beiden dokumentiert und die Werke genauer beleuchtet.

Die beiden Murals sind das visuelle Ergebnis eines intensiven kulturellen Austausches über eine Woche und rückblickend über diese Zeit hinaus und auch zukünftig. Wir bedanken uns herzlichst bei dem Kulturbüro der Stadt Dortmund für die Förderung und Unterstützung des Projekts. Darüber hinaus bedanken wir uns bei unseren Partner*innen vor Ort, allen voran Stefan Stanojevic und seinem Team, Andrej Bjelic und seiner Famile für die Gastfreundschaft und der STU Crew für die Einblicke in die Graffitiszene Serbiens. Vielen Dank auch an Montana Cans für den Support vor Ort mit Material!

Hvala!

 

Der Akkuschrauber-Führerschein ist fertig!

Der Akkuschrauber-Führerschein ist fertig!

Wie wichtig ein Akkuschrauber ist, weiß jede und jeder, die oder der schonmal etwas mit Holz gebaut, ein Regal an die Wand gebracht oder einen Schrank aufgebaut hat.

Um den fachgerechten Umgang mit einem Akkuschrauber zu erlernen, haben wir in diesem Jahr einen Werkzeugführerschein für Offene Werkstätten, Schulen und Bildungseinrichtungen entwickelt, der sich genau mit dieser wichtigen Maschine beschäftigt: „Der Akkuschrauber! Was kann er? Was macht er? Und wie arbeite ich sicher mit ihm?“

Zur Erprobung der Materialien haben wir den Prototyp des Werkzeugführerscheins in zwei Workshops mit Jugendlichen getestet, anschließend evaluiert und entsprechend weiterentwickelt.

Im Rahmen des Herbstferienprogramms „Mach Deine Ferien!“ konnten Kinder aus dem Dortmunder Westen in der Urbanisten Manufaktur ihren eigenen Hocker mit dem Akkuschrauber bauen. Viele der Kinder hatten keinerlei Erfahrung und lernten an dem Tag den richtigen Umgang mit dem Akkuschrauber.

Auch die Kinder und Jugendlichen, die Anfang Dezember 2023 an einem partizipativen Bauworkshop in Bönen teilnahmen, hatten größtenteils zum ersten Mal einen Akkuschrauber in der Hand. Anhand des Prototyps konnten wir ihnen die Bedienung erklären und es entstand eine tolle Sitzlandschaft.

Der Werkzeugführerschein kann von Werkstätten, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen als Lehr- und Lernmaterial genutzt werden. So können Kinder, Jugendliche und handwerklich unerfahrene Erwachsene neue Fähigkeiten erlernen, die sie befähigen, handwerklich tätig zu werden.

Die Erstellung des Maschinenführerschein für den Akkuschrauber und dessen Erprobung  wurde durch die Förderung der Drosos Stiftung möglich gemacht.

Hintergrund:
Gemeinsam mit dem Verbund Offene Werkstätten und vielen anderen Orten des Selbermachens arbeiten wir seit 2020 daran, die Online-Plattform Cowiki zu entwickeln und haben im vergangenen und diesem Jahr dafür an Maschinen-Handbüchern und einem Weiterbildungsprogramm für Offene Werkstätten gearbeitet.

Fotos: Marco Polk & Dilara Buran

Das war das Urbanisten Jahr 2023

Das war das Urbanisten Jahr 2023

Ein ereignisreiches Jahr mit vielen spannenden Projekten liegt hinter uns. Gemeinsam wollen wir einen Blick auf die Highlights und Erfolge des vergangenen Jahres werfen – vom diesjährigen gemeinschaftlichen Sommerfest Trash Up! zum Mitmachen über das Weiterbildungsprogramm CoWiki bis hin zu urbanen Kunstwerken im öffentlichen Raum, zahlreichen Vorträgen und Stadtführungen, Ferienprogrammen und spannenden Beteiligungsprozessen.

Im Jahr 2023 freuten wir uns über die rege Nutzung unserer „Offenen Werkstatt“, die oft mehrmals im Monat für alle, die Freude am Selbermachen haben, geöffnet war. Im Projekt „CoWiki“, das Flo, Lars und Kevin gemeinsam mit dem Verbund der Offenen Werkstätten und anderen Orten des Selbermachens vorantreiben, entstand ein „Handbuch zum sicheren Arbeiten mit der Formatkreissäge“.

Die lang ersehnte Eröffnung der neuen Aquaponik-Forschungsanlage auf der Kokerei Hansa markiert einen weiteren Meilenstein, ebenso wie der erfolgreiche Abschluss des langjährigen Forschungsprojektes ProGIreg, an dem Nils und Jonas beteiligt waren.

Eine weitere Besonderheit in diesem Jahr waren unsere Ferienprogramme im Sommer und Herbst, die unser Team, bestehend aus Svenja, Clara, David, Jonas, Annette, Lars, Kevin und Nele, auf die Beine gestellt hat und die die Kinder und Jugendlichen ermutigten, selbst aktiv zu werden. Vom Kochen über Graffiti bis hin zum Erlernen neuer praktischer Fähigkeiten wie dem Bau von Hockern, Tischen und Spielen. Durch praktisches Tun, gemeinsames Handeln und Selbermachen erhoffen wir uns ein langfristiges Empowerment der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Im Jahr 2023 startete das Projekt Duisburger Schrittsteine zum Klimaschutz, in dem mehrere Grünflächen ökologisch und klimafreundlich umgestaltet werden. Die Urbanisten übernehmen vier Teilprojekte, darunter die Entwicklung von Beteiligungsmaßnahmen, die Konzeption von drei Klimalehrpfaden und die Öffentlichkeitsarbeit. Ein Highlight war der Beteiligungsstand im Landschaftspark Duisburg Nord, bei dem mit über 100 Menschen, insbesondere Kindern und Jugendlichen, wertvolle Gespräche über die Umgestaltung von Spielplätzen geführt wurden. Das Team um Jonas, Jan und Annette wird im kommenden Jahr weitere Beteiligungsaktionen durchführen und die Klimalehrpfade inhaltlich weiterentwickeln.

Inmitten dieser spannenden Aktivitäten fanden vier von Kevin und Svenja moderierte Netzwerktreffen statt, die als Plattform für Austausch, Vernetzung und gemeinsame Ideenentwicklung für das beeindruckende Trash Up!-Sommerfestival am 19. August 2023 dienten. Das kollaborative Festival, das von einem Team aus 20 Urbanisten in Zusammenarbeit mit dem DEPOT Dortmund entwickelt wurde, fand im Unionviertel statt und zog rund 600 Besucher an. Diese einzigartige Veranstaltung war das Ergebnis der Ideen und Visionen der Akteurinnen aus dem Unionviertel, die während unserer Netzwerktreffen entstanden sind. Das Angebot reichte von Mitmachaktionen für Kinder, einem Ideenmarkt zur Präsentation nachhaltiger Produkte und Initiativen, informativen Vorträgen bis hin zu Kunst- und Kulturausstellungen.

Der Winterfunk auf dem Dorstfelder Wilhelmsplatz bildete den feierlichen Abschluss der gemeinsamen Zeit und des Jahres 2023. Kevin, Lisa-Marie, Svenja und Flo verwandelten in Kooperation mit den Stadtteildemokraten und dem Stadtteilladen Wilma den Platz für einen Sonntagnachmittag in einen gemütlichen Ort mit Lichterketten, Lagerfeuer, Musik, Literatur, Stockbrot und heißen Getränken und schufen so einen einladenden Treffpunkt.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die durch ihre Kreativität und gemeinsame Anstrengung diese Projekte im Jahr 2023 möglich gemacht haben. Danke auch an unsere zahlreichen Kooperationspartner*innen, unser tolles Netzwerk und die Förderorganisationen.

Wir freuen uns auf das nächste Jahr!