Cowiki reloaded – das Jahr im Überblick!

Darum geht´s!
In vielen gemeinnützigen Vereinen, Bildungseinrichtungen und anderen zivilgesellschaftlichen Initiativen werden diverse Inhalte über „Selbermachen“ verlebendigt: Begreifen, lernen, entwickeln, bauen und basteln, indem man selbst Hand anlegt und sich praktisch mit Werkzeug und Materialien auseinandersetzt. Standards und Praxishilfen für diejenigen, die andere Menschen in die Handhabung von Werkzeugen, Maschinen und sonstigen Ressourcen einweisen, sind jedoch kaum öffentlich verfügbar und werden von den Akteur*innen bisher aufwendig und dezentral selbst erstellt.
Hier setzt „CoWiki reloaded“ an. Gemeinsam mit Expert*innen aus dem Netzwerk Offener Werkstätten werden im Rahmen des Projekts Grundlagen für einen “Gold-Standard“ zum sicheren Arbeiten mit Werkzeugen, Maschinen und Werkstoffen erarbeitet. Zusammen mit Partnerwerkstätten entstehen praxisorientierte und modular anpassbare Bildungmaterialien, die als Open Educational Ressources zur freien Verfügung gestellt werden.
Ideenfindung & Protoyping
In den ersten Monaten der Projektarbeit beschäftigten wir uns zunächst mit dem Sammeln und Strukturieren von Wissen: Durch den intensiven Austausch mit Partnerwerkstätten, Internetrecherchen, der Sichtung verschiedenster Materialien aus individueller werkstatteigener Hand oder offiziellen Institutionen wie der Berufsgenossenschaft entstand so ein reicher Pool an diversen Informationen zu verschiedensten Teilbereichen des Werkstattlebens. Schnell wurde uns klar, dass dieses Wissen in eine ganz eigene Form gebracht werden muss, die an die Bedarfe verschiedener Orte des Selbermachens angepasst ist. Handlich, übersichtlich, umfassend, bunt! In zahlreichen Arbeitstreffen mit Expter*innen aus dem Netzwerk u.a. bei dem Sommercamp der Offenen Werkstätten und einem dreitägigen Workshop in Dresden entstanden Ergebnisse, die sich wirklich sehen lassen können.
Der Fächer: Lehr- und Lernmaterialien im eigenen Cowiki-Design
Schnell kam die Idee einer Handbuches in Fächerformat auf und wir entwickelten drei erste Prototypen für die Formatkreissäge, den Winkelschleifer und den Akkubohrer. Die Kombination aus einer einfachen und strukturierten Wissensaufbereitung und einer ganz eigenen Symbol- und Bildsprache, die sich an den herkömmlichen Sicherheitshinweisen orientiert, diese aber um Witz und poppige Ästhetik erweitert, hat uns viel Mühe gekostet. Wir sind sicher, damit einen großartigen Grundstein für ein ganzes Universum an Wissensmaterialien geschaffen zu haben, denn die inhaltliche und optische Struktur der Fächer lässt sich auf viele andere Maschinen, Werkzeuge oder andere Bereiche übertragen. Neben dem Fächer haben wir u.a. auch erste Schritte in Richtung Video-Tutorials gewagt und dabei wegweisende Grundstrukturen für die Weiterarbeit daran erzielt.  Die Idee hierbei ist, ein Netzwerk aus Wissen, bestehend aus dem Fächer, Video-Tutorials, einem freizugänglichen kollaborativen Online-Wiki und einem Fort- und Weiterbildungsprogramm zu schaffen!
Das Netzwerk wächst!
Ein weiterer elementarer Teil des Projektes war es, das Netzwerk von Orten des Selbermachens zu stärken und gemeinsam darüber nachzudenken, was es über Bildungsmaterialien hinaus noch braucht um die Arbeitsqualität an solchen Orten besser zu machen. Dabei haben wir sowohl in digitalen als auch in Treffen in Präsenz festgestellt, dass der Austausch über Erfahrungen und Unsicherheiten von  anleitenden Personen aus Orten des Selbermachens unglaublich bereichernd und wichtig ist. Da das Projekt nächsten Jahr glücklicher Weise weitergehen wird, werden wir die Ergebnisse aus diesen Arbeitssessions in den nächsten Monaten in konkrete Formate für Weiterbildungsformate für Anleiter*innen überführen und so das Arbeiten an Orten des Selbermachens für alle hoffentlich sehr bereichern!
Mehr Infos gibts hier!
Wir sagen Danke!
Das CoWiki reloaded Team dankt allen bisher beteiligten Expert*innen aus den verschiedenen Orten des Selbermachen! Es war uns eine Freude mit euch zu arbeiten und wir sind gespannt, was wir nächstes Jahr alles gemeinsam auf die Beine stellen!

Konglomerat Dresden https://konglomerat.org/

SLUB Makerspace Dresden https://www.slub-dresden.de/mitmachen/slub-makerspace

Das Habitat Augsburg https://das-habitat.de/

Hobbyhimmel Lübeck https://hobbyhimmel.de/

Werkbox-VS Villingen-Schwellingen https://www.werkbox-vs.de/

B-Side Münster https://b-side.ms/

Verbund Offener Werkstätten e.V. Berlin https://www.offene-werkstaetten.org/

ZAM Erlangen https://zam.haus/

 

Gefördert wird das Projekt CoWiki reloaded durch:

      

CoWiki Reloaded – Netzwerktreffen in Dresden 16.-18. 11.2022

Seit April 2022 beschäftigen wir uns im Rahmen des Projektes CoWiki reloaded mit der Frage, wie Standards für sicheres Arbeiten an Orten des Selbermachens aussehen können. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern TinkerTank, dem Verbund der Offenen Werkstätten und weiteren Expert*innen aus Offenen Werkstätten, FabLabs, Repaircafés und Makerspaces aus ganz Deutschland haben wir uns in den letzten Monaten intensiv mit der Erarbeitung von Lehr- und Lernmaterialien für die Formatkreissäge, den Winkelschleifer und den Akkubohrer auseinandergesetzt. Das Wissen hierüber trugen wir kollaborativ zusammen – der Austausch über individuelle Erfahrungen an den verschiedenen Orten des Selbermachens war elementarer Bestandteil im Arbeitsprozess. Dafür kamen wir sowohl digital als auch in Präsenz an verschiedenen Orten zusammen.

Das größte Gruppentreffen war dabei das Netzwerktreffen in Dresden vom 16.-18. 11.2022. In einem dreitägigem Workshop setzten wir uns mit verschiedenen Fragen auseinander, die Orte des Selbermachens betreffen. Im Fokus stand dabei stets das Thema  Sicherheit. Die Teilnehmenden kamen dabei aus ganz Deutschland und brachten eigene Erfahrungen, Fragen und Perspektiven mit. Die Locations für den Workshop hätten nicht besser und anregender sein können: Einen Tag verbrachten wir im Konglomerat und zwei im Makerspace der Stadt und Landesbibliothek Dresden. Ziel des Workshops war es, in den produktiven Austausch über die Frage nach allgemeingültigen Sicherheitsstandards zu kommen und an den im Laufe des Jahres erarbeiteten Lehr- und Lernmaterialien kritisch weiter zu arbeiten, sowie das Netzwerk im Rahmen des Projektes CoWiki reloaded und darüber hinaus zu stärken. In spannenden Arbeits- und Diskussionsphasen und durch interessante Impulse durch externe Expter*innen aus der Versicherungs- und Arbeitsschutzbranche bereichert, konnten neue Meilensteine im kollaborativen Arbeitsprozess gesetzt werden. Das Feedback und die Atmosphäre an den drei Tagen hat gezeigt, wie wichtig es für engagierte Menschen an Orten des Selbermachens ist, sich auszutauschen und ihre individuellen Skills und Kompetenzen mit dem Wissen und den Erfahrungen von anderen zu bereichern.

Das Projekt endet zwar offiziell zum Ende des Jahres 2022 – glücklicher Weise kann es aber auf jeden fall mit der großartigen Unterstützung der Anstiftung weitergehen. Neben der weiteren Qualifikation der bisher entstandenen Inhalte und dem Ausbau des Netzwerks soll es vor allem um die konkrete Erstellung von Weiterbildungskonzepten für Menschen an Orten des Selbermachens gehen. Weitere Förderanträge sind auch noch in der Pipeline – drückt also mal die Daumen!

Ende des Jahres stellen wir euch mal die Ergebnisse dieses Jahres vor! Wir freuen uns drauf!

 

Folgenende Werkstätten waren außer TinkerTank und den Urbanisten dabei:

Konglomerat Dresden https://konglomerat.org/

SLUB Makerspace Dresden https://www.slub-dresden.de/mitmachen/slub-makerspace

Das Habitat Augsburg https://das-habitat.de/

Hobbyhimmel Lübeck https://hobbyhimmel.de/

Werkbox-VS Villingen-Schwellingen https://www.werkbox-vs.de/

B-Side Münster https://b-side.ms/

Verbund Offener Werkstätten e.V. Berlin https://www.offene-werkstaetten.org/

ZAM Erlangen https://zam.haus/

 

 

 

 

Trash Up! Sommerfestival 2023 – Rückblick auf das erste Netzwerktreffen

Am 27.10.2022 fand das erste Netzwerktreffen im Rahmen des kollaborativen Trash Up! Sommerfestivals 2023 statt. Ca. 15 Personen haben sich in unseren Räumen an der Rheinischen Straße zusammengefunden um sich kennenzulernen und gemeinsam über Gestaltungsmöglichkeiten des Festivals zu reden. Ziel war es, ins Gespräch zu kommen und zu erforschen, welche Vorstellungen, Erfahrungen und Ressourcen von den Beteiligten mitgebracht werden.

Von Frau Lose bekocht und in angenehm plauschiger Atmosphäre, taten sich so einige erste spannende Ideen hervor. Die Motivation sich im Unionviertel für das Thema Nachhaltigkeit  zu engagieren war ebenso groß, wie die Spannbreite der Skills, mit denen sich eine jede Person einzubringen wüsste. Ob Organisation, Öffentlichkeitsarbeit, handwerkliche oder künstlerische Workshopskills oder der bloßer Gestaltungswille: Der Auftakt war in jedem Falle ein voller Erfolg und die Stimmung des Abends lässt auf ein produktives Wiedersehen der Beteiligten bei dem zweiten Netzwerktreffen am 8.12.2022 im Projektor, Westenhellweg 136, Dortmund.

Wichtig ist uns: Wir befinden uns erst im Kennenlernprozess! Für alle, die beim ersten Treffen nicht dabei waren gilt: Kein Problem! Wir freuen uns euch beim zweiten Treffen zu sehen!

Am 8.12. werden wir uns weiter kennenlernen und Ideen schmieden. Dieses mal werden wir selbst für unsere Verpflegung sorgen und gemeinsam Salate zubereiten und anschließend essen.

Mehr Infos und Anmeldung für zum zweiten Treffen hier: https://dieurbanisten.de/termine/netzwertreffen-2/

Habt ihr Interesse mitzuwirken oder zumindest über den Verlauf der Planung auf dem neusten Stand gehalten zu werden? Schreibt uns auf folgende Email-Adresse: netzwerk-unionviertel@dieurbanisten.de

Link zum Projekt: https://dieurbanisten.de/urbanisten-projekt/trashupsommerfestival/

Eine Förderung erfolgt durch das Programm „Kreativ.Quartiere Ruhr“ durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und wird umgesetzt von der ecce – european centre for creative economy GmbH. Drittmittel kommen von der Bezirksvertretung Dortmund Innenstadt-West.

StadtOase Schule – Methodenkoffer zur nachaltigen Gestaltung der eigenen Schule

Gefördert durch den Rat für nachhaltige Entwicklung haben wir zusammen mit dem NABU Dortmund die Monate April bis Dezember 2021 genutzt und einen bunten Methodenkoffer für die kooperative und nachhaltige Gestaltung von Schulen erarbeitet. Ziel war es Workshopskonzepte zu entwickeln und Unterrichtsmaterialien zu erstellen, mit denen Pädagog:innen und Lehrkräften zukünftig selbstständig arbeiten können und diese als Bereicherung für die eigenen Lehrpläne verwenden.

Nach einer ausführlichen und intensiven Entwicklungsphase, konnten wir bedingt durch Corona zwar leider erst im Spätherbst in die Praxis starten, dafür aber voller Energie und Tatendrang! Gemeinsam mit verschiedenen Klassen der Wilhelm-Busch Realschule Dortmund haben wir die erarbeiteten Workshops erprobt und gemeinsam mit den Schüler:innen und Lehrkräften verbessert. Die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen!

Im Rahmen von “StadtOase Schule” wurden folgende Workshops konzipiert:

Bis Ende Januar 2022 verleihen wir nun allen Lehrmaterialien noch den letzten Schliff und stellen diese dann auf der Projektseite von StadtOase Schule zur Verfügung. Je nach Workshop findet ihr dort methodische und didaktische Praxishilfen, Bauanleitungen, Text- und Bildmaterialien, Arbeitsblätter und Videotutorials. So könnt ihr schon bald auf die Lerneinheiten zurückgreifen und diese mit euren Gruppen selbst oder in Zusammenarbeit mit uns durchführen! Einen genauen Überblick darüber was alles möglich ist, bekommt ihr in den folgenden Blogartikeln mit spannenden Erfahrungsberichten und tollen Eindrücken zu den entstandenen Workshopkonzepten.


Lebensraum & Ökosystem entdecken

Auf einer Erkundung des eigenen Schulgeländes werden Lebensräume von Tieren und Pflanzen gemeinsam erkundet und eine Karte des heimischen Ökosystems angefertigt. Im Rahmen von Mini-Exkursionen werden individuelle Grundbedürfnisse von Lebewesen beobachtet und kreativ festgehalten. Eine Entdeckungsreise für Einsteiger:innen durch die lokale Flora und Fauna.

 


Baumscheibengarten bauen

Mit vielseitigen und anschaulichen Arbeitsmaterialien finden die Teilnehmenden einen theoretischen Einblick in das Thema Ökosystem Baumscheibe. Aufbauend auf dem gewonnenen Verständnis für ökologische Zusammenhänge rund um die Themen Böden, Insekten, Pflanzen und Co. wird eine Baumscheibe gebaut und bepflanzt – ein echter Hingucker für den Schulhof und viel Raum für Artenvielfalt!

 


Hochbeete bauen

 Ihr möchtet Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten ernten? Darüber, dass das mit unseren verschiedenen Modellen von Hochbeeten auch mitten in der Stadt bzw. auf dem Schulhof möglich ist und dazu noch ein  wunderbares gemeinschaftsförderndes Projekt sein kann, an dem nicht nur ökologische Themen behandelt sondern auch handwerkliches Wissen vermittelt und ausprobiert werden kann, erfahrt ihr mehr in folgendem Artikel.

 



momoCube – modulares und mobiles Möbelsystem bauen

Vom Entwurf im Klassenzimmer, über die Fertigung mit professionellem Werkzeug bis hin zur Endmontage, begeben sich die Teilnehmenden in diesem Workshop in die spannende Auseinandersetzung mit handwerklichen Herausforderungen und gewinnen die Möglichkeit ihr (Schul-) Umfeld nachhaltig zu gestalten.

 



Typographie & Illustrationen aus Schrott

Von der Themenfindung, über den Bau einer Leinwand aus nicht mehr gebrauchten Gegenständen und einem Entwurf bis zur finalen Gestaltung des Kunstwerks begeben sich die Teilnehmenden in diesem Workshop in die spannende Auseinandersetzung mit Upcycling, Illustration und Typographie aber auch handwerklichen Herausforderungen und schaffen so ihr eigenes Gruppenkunstwerk und die Möglichkeit ihr (Schul-) Umfeld kreativ und nachhaltig zu gestalten.

 


KREA[K]TIVITÄT

Kreativ sein bedeutet nicht nur Bilder zu malen, sondern zeigt sich im Betrachten, Denken, Handeln und Planen und ist elementar wichtig für die Entwicklung eines Menschen. Kreativität ist eine der wichtigsten Schlüsselqualifikationen für einen gesunden Menschen. Denn kreative Geister können sich auf neue Situationen leichter einlassen und denken lösungsorientiert.

Dieses Angebot konnte auf Grund von Corona leider nicht erprobt und fertiggestellt werden.

Mit freundlicher Unterstützung

Im Rahmen des Projekts StadtOase Schule haben wir diese Workshop 2021 entwickelt. Gefördert wurde das Projekt SchulOasen durch den Ideenwettbewerbes „Kultur + Nachhaltigkeit = Heimat“ des Fonds Nachhaltigkeitskultur vom Rat für nachhaltige Entwicklung.