Urban Oase 2012

Laufzeit  Mai – Oktober 2012

Ort  Dortmund, Unionviertel, Rheinische Straße

Aktionsfeld  Urban Gardening & Farming

Team  Carlos Tobisch (Leitung und Workshopangebot), Francois Brelinger (Leitung und Workshopangebote), Anika Simon (Mitarbeit und Öffentlichkeitsarbeit)

Partner  Berufliches Trainingszentrum Dortmund

Förderung  Quartiersmanagement Rheinische Straße

Link  UrbanOase 2012 im Netzwerk UrbaneOasen.de

Urban Oase 2012

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Von Mai bis Oktober 2012 wurde im urbanen Garten „UrbanOase“ im Unionviertel gemeinschaftlich gegärnert. Es entstand mit Unterstützung des Quartiersmanagements Rheinische Straße ein mobiler urbaner Garten auf den Flächen des Beruflichen Trainingszentrums. Mit aktiver Beteiligung von Kindern, Jugendlichen, Kulturvereinen, Anwohnern und interessierten Bürgern der Stadt wurden in Behältern verschiedene Nutzpflanzen angebaut und gepflegt.

Im März 2012 stellte die UrbanOase erstmals ihre Idee eines Gemeinschaftsgartens in Dortmund vor. Als Teil der Veranstaltung „Recycling of the City“ des Dortmunder Kunstvereins und LABSA e.V. konnten Passanten und Interessierte in recycelten Behältern (TetraPaks, Kästen etc.) Kräuter pflanzen. In Gesprächen informierten wir die Menschen und konnten dadurch erstmals in Erscheinung treten.

In der Oase konnten Interessenten an Workshops zu verschiedenen Themen teilnehmen. Informationen und Wissen konnten gesammelt werden in „Bienen und Imkern“, „Richtig kompostieren“, „Konservieren und Einkochen“ und „Beeren und Beerenobst“. Jungimker Rolf führte in zwei Workshops die Besucher in das Leben der Bienen und das Imkern in der Stadt ein. Anhand seines eigenen Bienenvolkes erläuterte er das Verhalten von Bienen, ihr soziales Gefüge, ihre Gewohnheiten und was es als Imker zu beachten gilt. In 3 Workshops konnten die Kinder der KITA Bartoldus Gemeinde und der KITA Lange Straße gärtnern und säen. Die Kinder durften in 2er Paaren eine Kiste mit Gewürzen und Gemüse bepflanzen. Die anfängliche Skepsis vor Erde und Dreck wich schnell schierer Begeisterung, die im abschließenden Gießen ihren Höhepunkt fand. Die Workshops waren nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Workshopleiter eine tolle Erfahrung und bescherten uns einige lustige Stunden.

Im November war das Projekt abgeschlossen, da die Fläche nicht mehr genutzt werden konnte.

Neue Gärten und Projekte

In 2013 entwickelten sich neue Projekte aus der UrbanOase: Der BÜRGERGARTEN KLEINE HEROLDWIESE in Dortmund, Heroldstraße Ecke Gronaustraße ermöglicht Interessierten ein gemeinsames Gärtnern. Zudem befindet sich auch das Projekt SPIELPARK BRUNNENSTRASSE in Entwicklung, wo im Zuge der Neugestaltung des Spielplatzes die UrbanOase integriert werden soll.

Zudem gibt es mittlerweile ein AQUAPONIK PROJEKT im Unionviertel.Aquaponik ist die hydraulische Verschaltung von Aquakultur und Hydrokultur zu einem Kreislaufsystem. Aquakultur ist die Aufzucht von Fischen in einer kontrollierten Umgebung, Hydrokultur ist die Aufzucht von Pflanzen auf einem mineralischen Substrat und wässrigem Medium.

UrbaneOasen.de: Ein Online Netzwerk für Urban Gardening Projekte

Mit Unterstützung der anstiftung & ertomis erarbeiteten wir unter dem Namen URBANE OASEN eine Internetseite, die als Netzwerkplattform für alle Gemeinschaftsgärten und weitere Urban Gardening Projekte im Ruhrgebiet nutzbar ist. Die Gärten können sich präsentieren, Blogartikel schreiben und Veranstaltungen erstellen. Alle Besucher der Seite können sich damit einfach über aktuelle Entwicklungen informieren und schnell einen Überblick über Events verschaffen. Dazu wird es mittels eines Forums für alle User möglich sein, sich auszutauschen und gemeinsam Veranstaltungen zu planen.

Pressespiegel

Gerade für Kinder ist es oft eine Lust, mit den Fingern in der Erde zu wühlen und zuzusehen, wie aus einem zartgrünen Sprössling zum Beispiel ein handfester Kürbis wird. Francois Brelinger, Umweltbildner, Gartenbaulehrer und Projektleiter der „UrbanOase“ ergänzt: „Die Oase ist interkulturelle, soziale und pädagogische Arbeit. Ein kleines Projekt mit einem großen Ziel.

Coolibri

22.02.2013 | Coolibri – Urban Gardening: Möhre Marke Eigenanbau
Die Möhre Marke Eigenbau schmeckt immer mehr Menschen so gut, eben weil sie selbst gezogen wurde. Das Phänomen „Urban Gardening“ greift um sich. Beispiel Dortmund: Dort gründete der Verein „Urbanisten“ erst im vergangenen Jahr einen Gemeinschaftsgarten im Unionviertel…
[weiterlesen]

22.10.2012 | Muensterlandzeitung – UrbanOase: Mehr Beete für das Ruhrgebiet
Die Bienen sind heute ausgesprochen flugfaul – nach den ersten Frostnächten und bei kühlen Morgentemperaturen bleiben sie lieber im Stock. In der Umgebung gibt es ohnehin immer weniger Pollen zu ernten. Jungimker Rolf ist an die Rheinische Straße gekommen, um [weiterlesen]

30.10.2012 | RAL 6010 – Mikro-Landwirtschaft zwischen Hochhaus und Betonplatten
Tomaten auf Landebahnen, Kürbisse auf Verkehrsinseln, Bohnen zwischen Schienen – ob das so gesund ist? Urban Gardening ist schließlich nicht nur ein Hobby, sondern liegt zwischen dem Wunsch nach Nahrungsmittel-Autonomie, sozialkritischer Avantgarde und Weltverbesserung…
[weiterlesen]

11.09.12 | GE.spräch Stadtmagazin Gelsenkirchen – Urban Gardening – GEmüsegarten am Straßenrand
Die meisten Kinder von heute kennen das Gefühl gar nicht, etwas zu essen, an dessen Produktion sie beteiligt waren. Um ihnen diese Gefühl zu vermitteln und gleichzeitig etwas für die Umwelt und den eigenen Geldbeutel zu tun, wurde das Konzept des „Urban Gardening“ entworfen… [weiterlesen]

17.06.12 | WAZ – Urban Gardening in Dortmund – Nutzgarten am Straßenrand
An einer vielbefahrenen Straße in Dortmund gedeiht einen Sommer lang ein mobiler Nutzgarten – Auf engem Raum wachsen Radieschen und Kartoffeln – Urbanes Gärtnern liegt im Trend. Weltweit greifen Stadtmenschen zu Schaufel und Saatgut... [weiterlesen]

07.05.12 | Ruhrnachrichten – Blühende Landschaften
Das Vorbild sind die Prinzessinengärten in Berlin – ehemals brachliegendes Gelände, das zu einer grünen Garten-Idylle für jederman umgewandelt wurde. Seit Samstag hat auch Dortmund so eine „urbane Oase“… [weiterlesen]

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